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And the Sylvester 2025 goes to

Jetzt ist das Jahr schon fast wieder vorbei. Was Spielejahrgänge betrifft, war das eines der ruhigeren. Zwar hat sich meine Sammlung vergößert, aber im Wesentlichen um kleine Spiele. Kann man zu viele kleine Spiele haben? Keine Ahnung, ich probiere das gerade aus. Wenig “großes” fand ich wirklich originell und spannend. Selten hat mir mein Spielepreis solche Probleme bereitet, denn wenig drängte sich auf und was mir wirklich gut gefallen hat, waren oft Neuauflagen von Spielen, die ich bereits hatte (Magical Athlete, National Economy, 12 Rivers). Ich bin, ehrlich gesagt, auch etwas ausgebrannt was Puzzlespiele mit eigener Auslage betrifft – ich spiele einen neuen Vertreter immer noch gerne, aber ich bin nicht mehr begeistert davon. Ein Spiel was mir sehr gut gefallen hat war Take Time – aber das habe ich nur einmal auf der Messe gespielt und da will ich das nicht auszeichnen – das kommt in den Pott für nächstes Jahr. Ich erlaube ja immer Spiele des ganzen Jahres, plus Messe-Neuheiten des Vorjahres, wenn ich erst jetzt wirklich die Chance hatte, die zu spielen.  Mandamina  ist aber tatsächlich zu alt für eine Berücksichtigung. Kommen wir aber mal langsam zu meinen Preisträgern (alle Links sind spielbar-intern für weitere Infos)!

Der Sylvester in Gold geht an Hot Streak (Jon Perry bei CYMK)

Der Sylvester in Silber geht a One Round?(Tobias Tesar bei Schmidt)

Der Sylvester in Bronze geht an Please write DEATH name (Fukutarou bei Fukuroudou)

Den Sylvester knapp verpasst haben Regicide Legacy ( Paul Abrahams, Luke Badger, Andy Richdale bei Badger from Mars) und Komm zum Punkt (Klaus-Jürgen Wrede und Ralf zur Linde bei Denkriesen).

Hot Streak ist ein wirklich witziges Wettspiel – so der punkige Bruder zum seriöseren Ready, Set, Bet. Ähnlich wie Magical Athlete lebt es vom Chaos und von den immer wieder überraschenden (und absurden) Rennverläufen, aber auch von dem kleinen Einfluss auf die Karten, den man zu haben glaubt. In einem Jahr der eherleichten Spiele ist dies eines der lustigsten.

One Round? ist das Spiel, dass ich dieses Jahr am häufigsten gespielt habe – und in den meisten unterschiedlichen Runden. Und es kam immer gut an – es ist ein Assoziationsspiel, aber eines das so gut funktioniert, so klar intuitiv ist und so zuverlässig abliefert, dass mich wundert, dass es nicht viel mehr besprochen wird.

Und auch der dritte Preis ist ein “Crowd Pleaser”: Please Write DEATH name ist ein wunderbares Spiel für größere Gruppen (ich wünschte man könnte es zu siebt und acht spielen), bei dem man versucht einen möglichst guten Namen abzugreifen. Was gut ist, hängt davon ab, welche Namen im Angebot liegen, nur leider ist das nur sehr begrenzt bekannt – und je mehr Informationen man sammelt, desto mehr riskiert man, auf einer Graupe sitzen zu bleiben. Diese Mischung hat mir schon bei Der perfekte Moment gefallen – hier ist der Logikpuzzleteil weggefallen, dafür ist das Spiel noch einmal deutlich intuitiver und schneller.

Regicide Legacy ist überraschenderweise die Legacy-Variante von Regicide und wäre vielleicht höher in die Liste gerutscht, wenn wir in der Kampagne weitergekommen wären. Wie in der oben verlinkten Redebedarf-Folge besprochen, funktioniert das Legacy-Prinzip bei Regicide sehr gut, weil die Aufgabe interessant gehalten wird und sich auch das gemeinsame Kartendeck wandelt, so dass der geniale Kern frisch bleibt. Wir werden wohl uns im ganzen Jahr 2026 durch die verbleibenden Boxen prügeln.

Komm zum Punkt ist ein kommunikatives Kommunikationsspiel, bei dem eine Person einen Begriff raten muss. Gleichzeitig müssen aber alle -inklusive der einen Person – einen grammatisch vernünftigen Satz bilden. Der gleichzeitig als Hinweis dienen soll, was für ein Wort gesucht ist. Das gelingt durchaus besser, als diese Kurzbeschreibung vermuten lässt und ist deutlich durchdachter als bisherige Versuche in dieser Richtung (wie Team-Work)

Und wie mittlerweile eine kleine Tradition, kommen auch meine Kinder zu Wort:

Arwens (17) meinte ihr meistgespieltetes Spiel 2024 war mein Prototyp Capitalist Elevator, aber das kann ich hier nicht zählen. Ansonsten ihr Ranking: 1.) Ich habe Fertig (Marco Teubner bei Pegasus), 2) Tearable Quest (Shintaro Ona bei Allgames) 3) Ultraviolett (Angela Vögtli bei Kampfhummel)

Malaya (13) hat folgende Spiele genannt: 1) One Round? 2) Boss Fighters QR (Michael Palm und Lukas Zach bei Pegasus) 3) Hot Streak (Vor allem wegen des Hotdog – Maskottchens)

Ja, Ich habe Fertig war 2024, aber sie hat es erst Neujahr (!) spielen können, also mache ich mal eine Ausnahme, zumal sie den Nachfolge (Ferig Ich habe) hat, aber auch erst Neujahr spielen will. Es ist ein bisschen eine moderne Version von Fluxx: Man zieht Karten und weiß nicht was passiert und irgendwann gewinnt jemand. Das ist durchaus lustig, auch weil Karten zerrissen werden dürfen. Gerissen wird auch bei Tearable Quest, einem Geschicklichkeitsspiel um das Ausreißen von bestimmten Symbolen. Und bei Uktraviolett werden Nonsense-Sätze á la Mutabo gemalt, aber diesmal müssen die auch von allen anschließend erkannt werden. Arwen liebt Malspiele aller Art, Ultraviolett ist das Zeichenspiel der Saison!

Außer den bereits oben beschriebenen Spielen kam bei Malaya noch relataiv spontan Boss Fighter QR dazu – das hat sie erst Weihnachten bekommen, also sind wir noch weniger weit als bei Regicide Legacy, aber es ist aucb ein Spiel, dass die Kinder mögen: Karten freischalten, Kooperatives Fantasy-Abenteuer und Spannung und Appunterstützt, sind alles Pluspunkte in ihren Augen.

Ein Frohes und vor allem Neues Jahr wünsche ich euch!

Peer

 

Peer Sylvester
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