037 Brettspielradio mit Rustan Hakansson über Tribes

avatar Jürgen Karla

¡Englischsprachiges Interview!

Rustan Hakansson kommt aus Schweden und berichtet im Interview ein wenig aus der dortigen Spieleszene. Da er schon verschiedenste Sachen dort gemacht hat, kennt er sich natürlich aus. Eine seiner letzten Aktivitäten war 2017 die (Mit-)Gründung des Verlags Tea Time Productions, um so sein Spiel „Tribes“ zu veröffentlichen. Da eine Verlagsgründung eine ganz schön kostspielige Angelegenheit ist, wurde das Spiel über Kickstarter erfolgreich durch eine kleine Fangruppe finanziert. Auch wenn die Auflage nicht riesig war, ist Wolfgang Lüdtke auf das Spiel aufmerksam geworden. Und nach einigem Feintuning ist Tribes in 2018 eine der großen Neuheiten bei Kosmos.

Tribes

Datum der Aufnahme: 24. Oktober 2018
Online seit: 14. November 2018

Shownotes

Links:
Kosmos:
https://www.kosmos.de
Tribes: Early Civilization:
https://www.boardgamegeek.com/boardgame/210663/tribes-early-civilization
Tribes – Aufbruch der Menschheit
https://www.boardgamegeek.com/boardgame/258104/tribes-aufbruch-der-menschheit

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Das Brettspielradio findet sich unter dem folgenden Link. Ziel ist es, kurze Episoden rund um Brett- und Kartenspiele zu machen, häufig mit dem Fokus auf die Menschen, die hinter den Brettspielen stehen.
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Brettspielradio auf panoptikum.io:
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Credits Intro/Outro:
Künstler: Scott Holmes
Song: A Wee Tipple
Album: Music for Media 2
Lizenz: CC BY NC
Veröffentlicht: 2017-08-19
Quelle:
A Wee Tipple von Scott Holmes

Newsweek: [Plagiatswatch] und Propaganda

Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen: Galten Plagiate früher als ein Problem anderer Länder, so hat spätestens Kickstarter das geändert. Da hier eine Kontrolle, etwa durch einen geschulten Redakteur fehlt, findet man immer wieder Projekte, die sichtlich von anderen Spielen inspiriert sind. Da gerade bei Einmannbetrieben oft die Meinung vorherrscht, Spiele seien grundsätzlich sowieso nicht Urheberrechtlich geschützt, so lange man sie nicht 1:1 kopiert (ein Eindruck, der auch immer wieder auf BGG bestätigt wird, auch weil Autoren wie Bruno Faidutti das wiederholen), finden sich immer wieder Spiele, bei denen die Grenze zwischen “Inspiration” und “Kopie” überschritten wird.

Amigo hat sich im Laufe der Woche nun öffentlich gegen das Projekt Crypto Cartel gewehrt. Crypto Cartel hat Bohnanza ein neues Thema verpasst und durch Aktionskarten ergänzt, die man erhält, wenn man erntet. Bei den Aktionskarten handelt es sich um so typische “Setze eine Runde aus!”-Effekte. Hinzu kommen ein paar  Zufallsereignisse. Ob die Regelergänzungen ausreichen, damit ein neues Spiel entsteht, kann ich nicht endgültig einschätzen, ohne das Spiel gespielt zu haben. Der pure Eindruck der Regeln lässt aber eine reine Variante vermuten, die zumindest nach deutschem Recht der Einwilligung des Autoren bedarf. Darauf deuten schon die Erträge beim Abernten der “Bohnenfelder” hin, die absolut identisch mit Bohnanza sind.  (Kurzer Einschub: Ich kenne das Amerikanische Recht nicht, weiß aber von Urheberrechtsfällen im Videospielbereich. Die immer wieder nachgebetete Behauptung, es gäbe grundsätzlich keinen Urheberrechtsschutz von Spielen stimmt also nicht. Inwieweit der Schutz aber geht, kann ich nicht einschätzen. Das es in den USA im Brettspielbereich normalerweise nicht zur Klage kommt und das dort Patente eine wesentlichere Rolle zukommt, dürfte eher damit zu tun haben, dass die Beweislast beim Kläger liegt, der darstellen muss, warum die Änderungen nur marginal sind. Bei Patenten ist dies wesentlich einfacher, da sich damit auch bestimmte Mechanismen u.U. schützen lassen).

Auch Chartered wird vorgeworfen, Kopie zu sein und zwar vom alten Kramerspiel Big Boss. Das kann ich nun leider nicht einschätzen, da meine einzige Partie Big Boss dann doch zu lange her ist. Hier gilt natürlich “im Zweifel für den Angeklagten”. Allerdings sind die Kommentare der Autoren (“Ich kenne Big Boss gar nicht” der eine und “Wir haben Big Boss und Acquire zusammengenommen und erweitert, wiel wir es so lieben”der andere) schon etwas entlarvend. Gerade wenn man sein Spiel auf dem Design eines anderen aufbaut, gebietet es schon die Höflichkeit, wenn man dem Autoren informiert. Zumindest lässt sich schlechte Presse dann vermeiden. Wie weit die Inspiration von Chartered jetzt auch gehen mag: ich unterstelle den Autoren keine Böswilligkeit – sondern wieder schlicht Uninformiertheit. Auch Chartered war ein Kickstarter ohne “Plagiatskontrolle”, weil das nicht als Problem gesehen wurde – es war ja keine 1:1-Kopie… (Bestandteil so ziemlich jeden Autorenvertrages ist übrigens die Versicherung seitens der Autoren, dass sie kein Werk plagiiert haben – auch in den USA. So eine “Sicherstellung” fehlt bei Kickstarter weitestgehend. Dort muss man nur versichern, dass man die Rechte an dem Spiel hält. Und das denken die Autoren dann ja meistens.)

Meine Prognose ist, dass diese Fälle noch häufiger vorkommen werden und vermutlich auch häufiger sein dürften, als man so merkt – einfach weil es sehr viele Kickstarter gibt… Es würde helfen, wenn mehr Aufklärung seitens der Urheberrechte betrieben würde. Insbesondere wäre es hilfreich, wenn eine größere Vereinigung von Autoren (beispielsweise die SAZ) einmal prüfen lassen würde, wie die Rechtslage in den USA bezüglich Spielen jetzt wirklich ist und das auch sehr offensiv kommentiert. Wenn die Rechtslage dort ähnlich der unseren ist, würde das betroffenen Autoren und Verlagen sehr helfen. So lange die Ansicht vorherscht, ein Spiel sei grundsätzlich nicht geschützt (nur Graphik und Text der Spielanleitung), fällt es schwer diese fahrlässigen Plagiate zu vermeiden.

Kommen wir vom Unangenehmen zum Widerlichen:  White Wolf ist der Verlag hinter der World of Darkness-Rollenspielreihe (Vampire, Werwolfe, Mage, Hunter etc.), die damals so etwas wie die 2. Generation von Rollenspielen eingeläutet haben (also Rollenspiele mit vergleichsweise einfachen, aber storylastigen Systemen). In einem Quellenbuch zu Vampire (5. Edition) steht jetzt sinngemäß, dass Tschetschenien von Vampiren bevölkert sei und dass die “Verfolgung von Homosexuellen in Tschertschenien” “eine clevere Medientaktik” sei, “um die Wahrheit geheim zu halten” (Hier ein Artikel und ein Foto des Volltextes). In Tschertschenien werden aktuell wirklich Homosexuelle verfolgt und z.T. gefoltert. Mit anderen Worten: Hier soll Athmosphäre erzeugt werden, in dem reale Menschenrechtsverletzungen als Medientaktik abgetan wird. Sicherlich, kaum einer wird denken, dass die Vampir-Geschichte echt ist, aber dennoch handelt es sich hier m.E, klar um eine widerliche Trivialisierung schrecklichem Unrechts. Unnötig noch dazu – aber es ist nicht White Wolfs Fehltritt in dieser Richtung. So wurde auch der Holocaust schon andeutungsweise als Kampf Mensch gegen Übernatürliches Wesen umgedeutet, die Hexenverfolgungen sowieso. Nicht umsonst musste sich White Wolf schon mehrfach gegen Vorwürfe wehren, Neonazis in ihren Texten zu hofieren und deren Ideologie zu rechtfertigen – ein Vorwurf, dem sie durchaus glaubhaft entgegentreten. Das Problem an dieser Stelle ist m.E. dass sich die Philosophie durch die Bücher (insbesondere die Quellenbücher) zieht, dass  letztlich die Untoten (Vampire, Werwölfe etc.) und nicht die Menschen für die meisten Tragödien, Kriege und Verfolgungen verantwortlich sind (ich habe lange sehr viel World of Darkness gespielt und dieser Aspekt hat mich immer gestört). Dieses “Freisprechen von Verantwortung” ist aber eine bequeme Taktik, die eben auch gerade in rechten Zirkeln Verbreitung hat (“Nicht wir sind schuld, sondern die Ausländer/Minderheiten/Opfer”). Die Verteidigung “Es ist nur ein Spiel” zieht dabei nicht, weil ja gerade mit der Vermischung der Realität mit der Spielwelt Stimmung erzeugt werden soll. Diese Vermischungen sollen cool sein, sollen zusätzlich Athmosphäre bringen. Aber an realen Progromen und deren propagandistischer Verharmlosung ist nichts “cool” oder “edgy”.

ciao

peer

036 Brettspielradio mit Tom Werneck zum Kulturgut Brettspiel

avatar Jürgen Karla

Tom Werneck hat in der Spieleszene schon viele Dinge angeschoben. Er hat in der Jury Spiel des Jahres mitgewirkt, kümmert sich mit um das Bayerische Spiele-Archiv, hat vieles geschrieben und viele spannende Vorträge gehalten. Auf der Spiel 2018 hatte ich die Gelegenheit, mit ihm über sein neuestes Projekt zu sprechen: Gemeinsam mit PD Dr. Karin Falkenberg hat er sich im Freistaat Bayern um die Anerkennung des Kulturgutes Brettspiel in der als immaterielles Kulturerbe bemüht. Über die Antragstellung, den Status Quo und die Zukunft dieses Vorhabens berichtet er in unserem Gespräch.

Datum der Aufnahme: 26. Oktober 2018
Online seit: 7. November 2018

Shownotes

Links:
Bayerisches Spiele-Archiv Haar e.V.:
http://www.spiele-archiv.de
Deutsches Spielearchiv der Stadt Nürnberg:
http://www.spielearchiv.nuernberg.de

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Credits Intro/Outro:
Künstler: Scott Holmes
Song: A Wee Tipple
Album: Music for Media 2
Lizenz: CC BY NC
Veröffentlicht: 2017-08-19
Quelle:
A Wee Tipple von Scott Holmes

Spiel 2018 – Da war doch was…?

Halle 1 – Jeder macht seins

AUS! AUS! DIE SPIEL IST AUS! Vier Tage gebündelte Spielbegeisterung liegen wieder hinter uns. An die 190.000 Spieler strömten durch die Hallen, um sich mehr als 1200 Neuheiten anzuschauen und ein Vielfaches an Spielen der vergangenen Jahre um sich zu haben. Die Spiel ist eine gebündelte Reizüberflutung des Gehirnteils, das sich mit Brett- und Kartenspielen beschäftigt.

Daher sollte es auch wenig verwundern, dass die Leute, die sich auf im Oktober auf die Pilgerfahrt nach Essen machen, in der Regel begeistert und mit Sternen in den Augen zurückkehren. Menschenmassen bewegen sich zwischen den Ständen, getrieben von ihrer Liebe fürs Spiel. So sehr sich die Einstellung des Einzelnen zur Spiel über die Jahre entwickeln mag, so ist das diffuse Gefühl der Gemeinschaftlichkeit im Hobby immer noch der rote Faden, der einen immer wieder hierhin führt. Nur auf der Spiel lässt sich erahnen wie viele Landesgrenzen man durch die Freude am Spiel überwinden kann. Nur hier auf der Spiel bekommt man eine Vorstellung davon wie vielseitig und unterschiedlich Spieler sein können und dürfen. Nur hier auf der Spiel wird einem klar, dass man schon lange nicht mehr darüber reden muss, ob und wie das Hobby im Mainstream ankommt; sondern warum der Mainstream sich so ziert dieses Hobby vollkommen zu vereinnahmen. Nicht zu spielen, scheint ein ähnlich kauziger Charakterzug zu werde, wie keine Bücher lesen zu wollen oder seinen Müll nicht zu trennen.

Aber all diese fast schon an Hysterie grenzende Begeisterung für das Spielen zieht gelegentlich auch etwas unpraktische Folgen nach sich. Allen voran, dass die Durchmischung der Spielrunden mit internationalen Spielern oder auch nur gänzlich anderen Spielertypen und -persönlichkeiten, die Wahrnehmung des Spiels ein wenig verformt. Oft lässt sich das mitreißende Spielerlebnis in der Messe zu Hause nicht reproduzieren. Obwohl das Spiel doch absolut identisch ist. Das hat einen einfachen Grund: das Urteil welches wir in der Messe vom Spiel zu fällen glauben, wird in den meisten Fällen vom Spielerlebnis überschattet. Wir beurteilen nicht das Spiel, sondern die Runde und den Erklärer. Weiß einer davon zu begeistern, punktet das Spiel. Gelingt es beiden, so ist der Kauf fast schon sicher. Das sind die Parameter, die unsere Einschätzung maßgeblich prägen und die auch am heimischen Spieltisch entscheiden, ob wir das Spiel selbst für gut halten. Das mag den einen oder anderen Rezensenten am Ego kratzen, aber wir beurteilen nun mal das Spielerlebnis egal wie sehr wir uns um den sachlichen Bezug zum Spiel selbst bemühen.

Pan-Europäische Geschichte neu aufgerollt

So gesehen bin ich rückblickend auch wenig überrascht, dass die beiden Spiele, die mich auf dieser Spiel am Stärksten begeistert haben vor allem durch ihr Spielerlebnis herausstachen. Das war zum einen Mini WWII vom taiwanesischen Verlag Formosa Force Games. Zwischen den bunten, lustigen und familientauglichen Spielen am TBG (Taiwan Boardgame Design) Stand, hatte sich ein waschechtes – wenn auch stark reduziertes – Kriegsspiel eingeschlichen. So saß ich dann auch in einer munter internationalen Gruppe am Tisch. Neben mir eine junge, begeisterungsfähige Frau mit violetten Haaren aus Abu Dubai. Mir gegenüber saß eine in der Schweiz lebende Mutter mit ihrem jugendlichen Sohn. Zu viert ließen wir uns vom in Militäruniform gekleideten Designer die groben Züge seines Spiels erklären, bevor wir dann aufbrachen die Militärgeschichte des 2. Weltkrieges neu zu schreiben. Die leichten Sprachunterschiede zwischen allen Beteiligten hielten uns nicht davon ab über Spiele, Regeln und alles drum herum zu sprechen. Unklarheiten der Symbole wurden erläutert, taktische Entscheidungen wurden gemeinsam getroffen und die historischen Parallelen (so griff Deutschland erst Polen und dann Frankreich an) wurden kommentiert. Alles das wurde getragen von genau dieser Gemeinschaftlichkeit, die für die Spiel so prägend ist. Das war keine klinische Testrunde, in der man ein Design ausprobiert und nach offensichtlichen Schwachstellen abklopft. Es war auch kein Experimentieren mit den Mechanismen, um zu sehen, ob es ein robustes oder eher unscharfes Design ist. Es war etwa eine Stunde an Spaß mit Freunden, die ich mit ein wenig Glück in einem Jahr wiedersehen darf. DAS ist es was die Spiel ausmacht. Das ist das Spiel, das ich im Anschluß gekauft habe. Ob ich die gleiche Erfahrung auch zu Hause haben werde, wenn Mini WWII in meiner regulären Spielrunde ausprobiert wird? Werden Aufmachung, Regeln und Genrebezug uns ähnlich begeistern? Werden die Feinheiten im Design und die cleveren Kniffe, mit denen Spielentscheidungen veredelt wurden, ein vergleichbares Spielerlebnis nach sich ziehen? Es ist ja nun nicht so, dass ich das Design des Spiels nicht zu schätzen wusste. Oder dass ich nicht auch erkennen konnte, dass der einfache Zugang zum Spiel viel dazu beitrug uns gemeinsam spielen zu lassen, statt nur am gleichen Tisch zu sitzen. Ich bin zumindest gespannt. Dennoch wird das Spiel zumindest als Erinnerungsstück an eine tolle Erfahrung in meiner Sammlung bleiben. Ob weitere tolle Erfahrungen hinzukommen werden, wird die Zukunft zeigen.

Wer jetzt an Carl Douglas denkt, liegt richtig.

Das andere Spiel, welches mich (und den gesamten Tisch) zu begeistern wusste, war ein Kickstarter-Spiel, welches dieses Jahr meines Wissens nach erstmals frei auf der Messe verfügbar war: Crossroads of Heroes. Auch hier handelte es sich um ein Ost-Asiatisches Design und wie ich im Laufe der Spielerklärung herausfand, war der Designer auch Illustrator und Verleger dieses Spiels. Ich ließ es mir dann auch nicht nehmen mein erstandenes Exemplar signieren zu lassen. In diesem Spiel mit Wuxia-Hintergrund reist man als Kampfsport-Schüler durch das Land und versucht Großmeister zu werden. Das tut man vornehmlich in dem man ehrenvoll ist und gute Taten vollbringt. So eignet man sich einen guten Ruf an und wird vom Abenteurer, zum Helden und zur Legende. Natürlich kann man sich auch Duelle mit seinen Mitspielern liefern, aber in unserer Runde schien das weniger Dreh- und Angelpunkt des Spiels zu sein. Stattdessen gelang dem Spiel etwas, das ich immer zu schätzen weiß: durch das Spielen tritt eine Narrative hervor, die zwischen uns Spielern stattfindet. Es sind nicht wir, die uns entscheiden unsere Figuren mit einer Geschichte auszustatten. Es ist auch nicht das Spiel, welches uns Erzählhäppchen vorsetzt, die wir vortragen müssen. Stattdessen gibt es kleine, subtile Züge, die eine Narrative fast von alleine entstehen lassen. So hat eine Niederlage in einem Duell mit einem anderen Spieler zur Folge, dass man nun einen Nemesis hat, gegen den man besonders motiviert kämpft. So kann man einem solchen Nemesis mit der richtigen Aktionskarte vergeben, um so an Ansehen zu gewinnen. Wer abgeschlagen ist, kann zu dreckigen Tricks greifen um seine Mitspieler zu verlangsamen. Tut man dies jedoch zu oft, so fällt man vom Pfad des Gerechten ab und spielt als Böser Abschaum mit einem neuem Spielziel ausdrücklich gegen die anderen. Diese und viele anderen Kniffe tragen dazu bei, dass eine Gruppe, die für diese Dimension eines Brettspiels empfänglich ist, ein lebendiges und dynamisches Erlebnis haben werden. Das Spiel legt ausreichend narrative Werkzeuge bereit, aber es sind die Spieler selbst, die dem Ganzen Leben einhauchen. So hatte Pat Piper das Glück, es mit 5 solchen Spielern zu tun zu haben, die ihm auch alle ein Exemplar abnahmen. Ein Spielerlebnis mit Hilfe der Erzählung lebendig werden zu lassen muss erlernt und geübt werden. Das ist nichts, das man als Spieler in die Wiege gelegt bekommt. Aber wer es kann, den wird das spielerische Potential von Crossroads of Heroes ohne Frage zu begeistern wissen.

 

Arkham ist mal wieder in Gefahr

Neben diesen mittelschweren Kuriositäten gab es natürlich auch viele bekannte Verlage mit ausreichend beworbenem Angebot zu sehen. Days of Wonder bot mit The River ein weiteres Worker Placement-Spiel für Einsteiger an. Sowohl in Tiefe und Aufmachung kann sich hier der Neuling gut wiederfinden und tolle Erfahrungen mit seiner Gruppe sammeln. Ob der Kenner sich nächstes Jahr noch an dieses Spiel erinnern wird, wage ich mal zu bezweifeln. Die dritte Edition von Arkham Horror war vereinzelt ebenfalls auf der Messe zu erstehen. Es bleibt das altbekannte Spiel in neuem grafischen Gewand, mit einigen Regelverfeinerungen. Der Regelkoloss der zweiten Edition ist von einer schnittigen und filigraneren Version ersetzt worden. Unsere Runde war dann auch von den typischen Regelfehlern und -missverständnissen geprägt, wie man sie wohl immer mit Arkham Horror erlebt. Es bleibt ein Nischenprodukt für den Cthulhu-Freund. Aber ob ein solches Spiel in 2018 noch vom Hobby ins Herz geschlossen wird, scheint mir ungewiss.

Es muss ja nicht immer eine Offenbarung sein. Es reicht auch nur zu gefallen.

Auch Welcome To… war ein Spiel, welches zumindest im englisch-sprachigen Markt viel besprochen wurde. In der Praxis konnte das Roll & Write Genre (oder Flip & Fill) erneut nur kurzfristig Spielfreude bei mir auslösen. Wie auch Qwixx, Ganz Schön Clever und wie sie alle noch heißen, haben diese Spiele eher den Charakter eines netten Zeitvertreibs als eine Spielerfahrung, die einen zufrieden zurücklässt. Daran ist sicherlich nichts falsch, aber ich brauche etwas mehr um zum Geldbeutel zu greifen.

Aber so eine Spiel ist auch immer die Möglichkeit die Macher und Namen der Szene zu sehen. So lief ich Francesco Nepitello (War of the Ring, Lex Arcana u. a.) über den Weg. Antoine Bauza (Ghost Stories), Bruno Cathala (Kingdomino, Schatten über Camelot) und Bruno Faidutti (Ohne Furcht und Adel, Waka Waka) waren genauso zu sehen, wie etwa Nuno Bizarro Sentieiro und Paulo Soledade (Madeira, Nippon) oder auch Eric Lang (Chaos in der Alten Welt, Blood Rage). Alles Menschen, die meine Spiellaufbahn mit ihren Ideen geprägt haben. Aber auch große Namen der deutschen Szene konnte man an dem einen oder anderen Stand sehen: Uwe Rosenberg, Michael Kiesling oder auch Wolfgang Warsch waren neben Autogrammstunden auch am einen oder anderen Spieltisch zu finden. Allein Asger Granerud (Flamme Rouge, 13 Tage) hatte ich verpasst, aber es bleibt zu hoffen, dass es nächstes Jahr vielleicht klappt.

Ein Kleinod, das noch ein neu übersetztes Regelwerk sucht

Das ganze Namedropping hat jedoch allein den Zweck zu unterstreichen, dass jeder dieser Designer im Herzen auch leidenschaftlicher Brettspieler ist. Sie sind genauso jederzeit ansprechbar wie Stefan aus Mecklenburg-Vorpommern, der eine Munchkin-Erweiterung kaufen will. Oder Clotilde aus Lyon, die am Japon Brand Stand ansteht, um ihre Vorbestellung abzuholen. Sie sind genauso Spieler, wie Twitter-Persönlichkeit Ross, der kurzfristig hergeflogen ist und von der Masse und der Energie beinahe überwältigt ist.

Mehr als alles andere erinnern mich die vier Tage in Essen daran, dass dieses Hobby deshalb weiterhin und über lange Zeit hin am Leben bleiben wird, weil wir eine große Gemeinschaft bilden. Weil unsere Leidenschaft fürs Spielen uns alle eint, und wir immer nur wenige Minuten davon entfernt an einem Tisch zu sitzen und Erfahrungen zu teilen und Erinnerungen zu machen.

Die nächste Spiel öffnet am 24. Oktober 2019 die Tore.

Ich starte dann mal den Countdown.

035 Brettspielradio André Bronswijk

avatar Jürgen Karla

André Bronswijk ist bei Pegasusspiele für die Lokalisierung von Spielen, für die Pegasus internationale Rechte besitzt, zuständig. In unserem Gespräch berichtet er von seinem Arbeitsalltag und den Wegen, wie internationale Lokalisierungen von Spiele entstehen. Spannend ist dabei auch die Geschichte, wie er zu diesem Tätigkeitsfeld gekommen ist, denn eigentlich ist er mal als Redakteur im Team aktiv gewesen. Seine detailreichen Erläuterungen zum Lizenzgeschäft eines Brettspiel-Verlages sind sehr spannend und lassen erkennen, warum er während der Messe in Essen fast komplette vier Tage im Hintergrund in Besprechungszimmern aktiv ist.

Datum der Aufnahme: 12. Oktober 2018
Online seit: 31. Oktober 2018

Shownotes

Links:
Pegasusspiele:
https://www.pegasus.de

Wer das Brettspielradio unterstützen möchte: Die Freude ist groß, falls ihr den Podcast bei iTunes rezensiert oder bewertet. Für alle jene, die kein iTunes verwenden, gibt es die Plattform Panoptikum, auch dort kann eine Empfehlung ausgesprochen und bewertet werden, aber auch ein eigenes Podcasthörerprofil erstellt werden.
Ganz toll ist natürlich auch, falls Ihr Euren Mitspielern vom Brettspielradio erzählt.

Über das Brettspielradio:
Das Brettspielradio findet sich unter dem folgenden Link. Ziel ist es, kurze Episoden rund um Brett- und Kartenspiele zu machen, häufig mit dem Fokus auf die Menschen, die hinter den Brettspielen stehen.
Brettspielradio – Der Brettspiel-Podcast von spielbar.com:
https://www.spielbar.com/podcast

Auf neue Episoden wird regelmäßig auf Twitter hingewiesen
spielbar.com auf twitter:
https://twitter.com/ spielbar_com

Natürlich findet sich das Brettspielradio auf den bekannten Plattformen für Podcasts, insbesondere iTunes
Brettspielradio auf iTunes:
https://itunes.apple.com/us/podcast/brettspielradio-mp3-feed/id1277686061

aber auch über panoptikum.io ist das Brettspielradio erreichbar.
Brettspielradio auf panoptikum.io:
https://panoptikum.io/podcasts/24511

Credits Intro/Outro:
Künstler: Scott Holmes
Song: A Wee Tipple
Album: Music for Media 2
Lizenz: CC BY NC
Veröffentlicht: 2017-08-19
Quelle:
A Wee Tipple von Scott Holmes

Messesplitter – Peer

Eigentlich wollte ich heute über Spekulatiuskekse schreiben. Spekulatius gibt es jetzt überall zu kaufen, was mir sehr gefällt, denn ich mag die (In Indonesien gibt es die übrigens ganzjährig). Und wenn man Butterspekulatius kauft, fühlt sich das auch noch nicht so nach Weihnachten an.

Ich nehme aber an, dass sich über die gerade vergangene Spiel etwas mehr schreiben lässt. Dafür schreiben weniger Blogs über Spekulatiuskekse (heißen in Holland übrigens Speculaas). Vermute ich jedenfalls. Vielleicht gibt es eine Blogkultur über Spekulatiuskekse, mit Rezensionen der neuesten Marken, Podcasts-Diskussionen über Rezepturänderungen und Unboxing-Videos. Ich weiß es nicht. Ich bin aber ziemlich sicher, dass auch die größeren Spekulatiiusmessen keine 190.000 Zuschauer anlocken. Ja, dieses Jahr, waren mehr Leute auf der Spiel als je zuvor und die Ausstellungsfläche ist ebenfalls weiter gewachsen.

Aber was heißt das konkret?

Das heißt nicht einfach nur, dass die Messe jedes Jahr größer und größer wird, wie ein Hefekloß, sondern auch, dass sich das Hallenlayout jedes Jahr ändern muss. Dieses Jahr war die Rollenspielhalle am Ende eines Schlauches, eine echte Sackgasse und damit zum Teil etwas verlassen. Bis Samstag zumindest. Denn mehr Leute heißt eben auch: Mehr Gedränge. Praktisch jeder Platz am Samstag war besetzt. Daher immer wieder die Rufe nach einem zusätzlichen Tag – aber ganz ehrlich, von den Problemen für Kleinverlage (die oft nur 1-3 Helfer haben) ganz abgesehen: Viele, viele Spiele sind auch so ausverkauft. Mehr Tage bedeuten längere Gesichter. Ich kann mir allenfalls vorstellen, den Mittwoch auch offiziell zu einem Pressetag zu machen, an dem nur Fachpublikum und Presse Zutritt haben (analog Nürnberg).

Mehr Leute bedeutet leider auch eine Zunahme krimineller Energie. Vor zehn Jahren waren Ladendiebstähle noch das größte Problem, einzelnen Besuchern wurden Brieftaschen geklaut. Vorletztes Jahr gabs den ersten Fall, dass eine Kasse entwendet wurde. Letztes Jahr gab es schon einen versuchten Raub bei Schwerkraft und dieses Jahr scheinen mehrere Räuber unterwegs gewesen zu sein und haben mindestens zwei Kassen gestohlen. Ein Täter wurde gefasst – weitere Infos habe ich nicht. Ich vermute aber stark, dass nächstes Jahr die Security etwas hochgefahren werden könnte. Was nicht schlecht wäre, denn für viele Verlage kann ein solcher Raub den finanziellen Ruin bedeuten.

Eine größere Messe bedeutet natürlich aber in erster Linie positives: Mittlerweile trifft sich fast die gesamte internationale Brettspielszene in Essen und bietet so die einzigartige Möglichkeit Autoren oder Blogger aus aller Welt persönlich zu treffen. Für mich mittlerweile der Hauptgrund jedes Jahr zu fahren!

Vor allem aber geht es natürlich um Spiele und das werden immer mehr. Und es ist wirklich für jeden etwas dabei und wer Spiel X verpasst, kann Spiel Y entdecken – egal was man mag. Dieses Jahr gab es sogar Überraschungen bei Fairplay: Mit Belratti oder City of Rome hatte wohl niemand im Vorfeld gerechnet (Die üblichen Verdächtigen waren eher Coimbra, Lift Off, Carpe Diem etc.). Beide habe ich noch nicht gespielt, ich bin also gespannt, ob sich der Eindruck bestätigt…

Persönlich esse ich gerne Spekulatiuskekse, aber ich gehe nach wie vor gerne auf die Messe. Dieses Jahr war wieder keine Ausnahme. Und es hat sich in jeder HInsicht gelohnt: Ich habe viele, viele Leute getroffen und mit vielen davon gespielt (und dass Cole “Roots” Wehrle mir gesagt hat, dass er ein Fan meiner Spiele ist, war vielleicht mein Messehighlight). Ich habe Termine mit 4 Verlagen gehabt, die 5 und 7 Prototypen mitgenommen haben – und ein Verlag, mit dem ich am Mittwoch abend ein bisschen gequatscht habe, hat spontan ebenfalls einen mitgenommen. Wenn 1-2 davon zur Veröffentlichung führen, war es ein gutes Jahr. :-) Ich habe viel gespielt und einiges gekauft, wenn auch deutlich weniger als in den letzten Jahren. Das lag aber nicht unwesentlich daran, dass es immer weniger gibt, was ich noch haben müsste und das ich dieses Jahr fats nichts blidn gekauft habe. Aber es waren schon coole Spiele zu sehen und zu spielen, wo ich stellvertretend Crossroads of Heroes und First Contact nennen möchte. Optisch nehmen die Spiele auch immer weiter zu – das schönste Artwork hatte in meinen Augen A pleasant journey to Neko von Wood Games. Und meine Kinder freuen sich über Concept Kids.Das schrägste (gespielte) Spiel war wohl Sovjet kitchen, ein Appunterstütztes Spiel, bei dem man versucht die Farbvorgabe von Speisen zu erreichen, in dem man Karten spielt. Dazu muss man die Farben beschreiben, was bemerkenswert schwierig ist. Zudem sind einige der Farben “giftig” und zu viele Gäste dürfen nicht sterben, sonst ist das Spiel aus. Sehr schräges Thema und witzige Idee, aber leider spielerisch für mich nicht fesselnd genug… Aber ausprobieren sollte man es mal :-) Ich bleibe aber lieber bei meinen Spekulatius. Auch wenn die der Messe nicht das Wasser reichen können.

ciao

peer

 

Die Spiel ruft!

Ich sitze im ICE 640 in Richtung Bochum. Die Spiel ruft. Trotz des Chaos um mich herum, macht sich seit einigen Tagen eine Vorfreude in mir breit. Die Hallen öffnen sich in weniger als 24 Stunden für die spielende Öffentlichkeit und es werden wieder abertausende Begeisterte aus allen Ländern vor Ort sein.

Aber nicht nur Spieler kommen nach Essen, sondern auch Spielemacher. Vom langjährigen Profi bis zum ambitionierten Neuling. Kreative Designer, talentierte Zeichner, schwer arbeitende Redakteure und leidenschaftliche Verleger. Sie kommen nach Essen um ihre Arbeit zu präsentieren, sie zu machen und, ja, sie auch zu verkaufen. Sie sind nach Essen gekommen um neue Deals zu schmieden, alte Deals zu würdigen und sich umzuschauen was die Welt der Spiele dieses und die nächsten Jahre auffahren wird. Aber das ist nicht die Community.

Dieses Jahr kommen auch noch viel mehr Medienvertreter als zuvor nach Essen. Blogger, Vlogger, Podcaster und Social-Media Persönlichkeiten. Die großen bekannten Namen aus den USA, Deutschland, Asien, Australien und viel mehr sind natürlich vor Ort. (Spielbar hat mit Beeple in Halle 3 C-104 einen Stand. Lob bitte an mich, Kritik gleich weiter an Jürgen, Peer und Matthias.) Es wird atemlos berichtet und es werden professionelle Kontakte gepflegt. Rezensionspläne für die nächsten Wochen und Monate werden mal mehr oder weniger unverbindlich ausgemacht. Es werden Zusammenarbeiten geplant und gemeinsame Projekte in Angriff genommen. Auf exklusiven Presseveranstaltungen wird Begeisterung und Laune auf die Zukunft gemacht. Es wird beim Kaffee geschwatzt, gelacht und freundliche Worte gewechselt. Unentgeltliche Werbung braucht halt schon ein Mindestmaß an gegenseitiger Höflichkeit und netter Worte. Aber auch das ist nicht die Community.

Dieses Mal kehren viele Besucher zum wiederholten Mal nach Essen zurück. Es treffen sich Leute, die sich sonst nur selten oder gar nicht zu sehen oder zu hören bekommen. Es wird in den Gängen erfreute Wiedersehen geben, vielleicht sogar Umarmungen (je nach persönlichem Hygiene-Index). Es werden Erfahrungen ausgetauscht. Man erzählt sich vom letzten Jahr und von den tollen Erlebnissen, die man seit dem letzten Treffen hatte. Man lächelt und freut sich und fühlt sich wieder Teil einer großen und lebendigen Gemeinschaft in der Freundschaften über Jahre hinweg und Tausende Kilometer entfernt, unzertrennlich bleiben. Aber selbst das ist nicht die Community.

Aber Spielen ist doch so sozial? Es ist eine geselliges Hobby und bringt Menschen zusammen! Wenn unsere Kontakte mit der Spielindustrie uns nicht zum Teil des Hobbies machen, oder die Freundschaften, die sich aus unserer gemeinsamen Leidenschaft geschlossen haben… wann geht es denn dann los mit dieser Community? Warum machen wir denn das ganze? Was soll dieses ganze Gatekeeping?

Im Herzen der Internationalen Spieletage in Essen steht, wie Hashtag und Spitzname vermuten lässt, das Spiel. Es ist das Spiel, dass uns bannt und diese unwiderstehliche Sehnsucht in uns auslöst wieder mit Freunden zusammenzukommen und zu spielen. Es ist der einfache, schlichte Akt, dass sich 3-5 Leute (manchmal mehr und manchmal weniger) dazu entscheiden ihre oberflächlichen Unterschiede bei Seite zu legen und sich an einen Tisch zu setzen. Sie entscheiden sich gemeinsam und miteinander Zeit zu verbringen. Das ist das Pulsschlag der Community. Jede Spielrunde, die in den nächsten Tagen zusammenkommt und ein neues Spiel ausprobiert; jede Gruppe von Menschen, die gemeinsam lacht, intensiv grübelt oder auch gebannt dem Regelerklärer mit kreativer Aussprache lauscht… alles das ist ein weiterer Impuls, den dieses Hobby in die Welt schickt: wir sind gemeinsam hier. Wir ziehen alle an einem Strang. Die Trennungen, die man uns aufzwängen möchte, ob an Hautfarbe, Geschlecht, Selbstidentifikation oder Herkunft sind ein übler Trick. Sie sind Salz, das man uns in die Augen streuen will. Die Unterschiede verpuffen in dem Moment, in wir uns auf das Gemeinsame einlassen, das jedem Spiel zu Grunde liegt. Sie sind nur eine ferne, unangenehme Erinnerung an ein Umfeld, das sich lieber darüber streitet wer wo leben darf, arbeiten darf, Mensch sein darf. Das Spiel ist in diesen Jahren kein dekandeter Luxus, den man sich als Besserverdiener und mit zu viel Zeit gesegneter Hipster gönnt. Spiele sind eine Erinnerung daran, dass wir zusammen besser sind als alleine. Sie bestätigen uns darin, dass wir mit anderen Menschen zusammen mehr sind, mehr haben können und mehr erleben können.  

Der Community tritt man in dem Moment bei, in dem man das erste Mal spielt und mit jedem weiteren Mal in dem man das Spielmaterial auf dem Tisch ausbreitet, die Würfel in die Hand nimmt und sorgfältig die Karten betrachtet, die man vor sich hat. Spiel ist Community.

In diesem Sinne, willkommen am Spieltisch! Ich freu mich, dass du dabei bist!

034 Brettspielradio Ignacy Trzewiczek

avatar Jürgen Karla

Wenn Ignacy Trzewiczek auf den Spielemarkt schaut, dann tut er dies aus der Perspektive eines polnischen Verlagsgründers und Autors. In unserem Gespräch erläutert er die Situation für Portal Games und die Schwierigkeiten, auf die er beim ersten Markteintritt vor vielen Jahren mit Neuroshima Hex gestoßen ist. Er erzählt vom Wert von Kooperationen mit internationalen Partnern. Außerdem erzählt er von strategischen Entscheidungen, die bei der narrativen Einbettung einzelner Spiele getroffen werden müssen. Spannend sind auch seine Gedanken über einzelne Märkte und seine Einschätzung von Kickstarter.

Datum der Aufnahme: 12. Oktober 2018
Online seit: 24. Oktober 2018

Shownotes

Links:
Portal Games:
https://portalgames.pl/de/

Einige GMT-Lokalisierungen kommen von
UGG – Udo Grebe Gamedesign:
https://www.ugg.de

Wer das Brettspielradio unterstützen möchte: Die Freude ist groß, falls ihr den Podcast bei iTunes rezensiert oder bewertet. Für alle jene, die kein iTunes verwenden, gibt es die Plattform Panoptikum, auch dort kann eine Empfehlung ausgesprochen und bewertet werden, aber auch ein eigenes Podcasthörerprofil erstellt werden.
Ganz toll ist natürlich auch, falls Ihr Euren Mitspielern vom Brettspielradio erzählt.

Über das Brettspielradio:
Das Brettspielradio findet sich unter dem folgenden Link. Ziel ist es, kurze Episoden rund um Brett- und Kartenspiele zu machen, häufig mit dem Fokus auf die Menschen, die hinter den Brettspielen stehen.
Brettspielradio – Der Brettspiel-Podcast von spielbar.com:
https://www.spielbar.com/podcast

Auf neue Episoden wird regelmäßig auf Twitter hingewiesen
spielbar.com auf twitter:
https://twitter.com/ spielbar_com

Natürlich findet sich das Brettspielradio auf den bekannten Plattformen für Podcasts, insbesondere iTunes
Brettspielradio auf iTunes:
https://itunes.apple.com/us/podcast/brettspielradio-mp3-feed/id1277686061

aber auch über panoptikum.io ist das Brettspielradio erreichbar.
Brettspielradio auf panoptikum.io:
https://panoptikum.io/podcasts/24511

Credits Intro/Outro:
Künstler: Scott Holmes
Song: A Wee Tipple
Album: Music for Media 2
Lizenz: CC BY NC
Veröffentlicht: 2017-08-19
Quelle:
A Wee Tipple von Scott Holmes

beeple-Programm – #SPIEL18 – Halle 3 Stand C 104

avatar Jürgen Karla

Shownotes

beeple-Programm in Halle 3 Stand C 104 (3-C104):
https://beeple.de/?p=12924

Unser Buchungstool für Schlag den Geek:
https://beeple.setmore.com/

Johannes Wolfs Blogger-Podcastreihe:
https://meetandplay.podigee.io/feed/aac

033 Brettspielradio 25 Jahre Pegasusspiele

avatar Jürgen Karla

Pegasusspiele feiert im Jahr 2018 sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Auf dem Pegasus Presse-Event 2018 hat Peter Berneiser ein wenig aus der Vergangenheit und der Entwicklung des Verlags und Vertriebs erzählt. Er stellt einige ausgewählte Highlights aus 25 Jahren dar und gibt einen kleinen Ausblick auf die kommenden Jahre.

Datum der Aufnahme: 12. Oktober 2018
Online seit: 17. Oktober 2018

Shownotes

Links:
Pegasusspiele:
https://www.pegasus.de

Wer das Brettspielradio unterstützen möchte: Die Freude ist groß, falls ihr den Podcast bei iTunes rezensiert oder bewertet. Für alle jene, die kein iTunes verwenden, gibt es die Plattform Panoptikum, auch dort kann eine Empfehlung ausgesprochen und bewertet werden, aber auch ein eigenes Podcasthörerprofil erstellt werden.
Ganz toll ist natürlich auch, falls Ihr Euren Mitspielern vom Brettspielradio erzählt.

Über das Brettspielradio:
Das Brettspielradio findet sich unter dem folgenden Link. Ziel ist es, kurze Episoden rund um Brett- und Kartenspiele zu machen, häufig mit dem Fokus auf die Menschen, die hinter den Brettspielen stehen.
Brettspielradio – Der Brettspiel-Podcast von spielbar.com:
https://www.spielbar.com/podcast

Auf neue Episoden wird regelmäßig auf Twitter hingewiesen
spielbar.com auf twitter:
https://twitter.com/ spielbar_com

Natürlich findet sich das Brettspielradio auf den bekannten Plattformen für Podcasts, insbesondere iTunes
Brettspielradio auf iTunes:
https://itunes.apple.com/us/podcast/brettspielradio-mp3-feed/id1277686061

aber auch über panoptikum.io ist das Brettspielradio erreichbar.
Brettspielradio auf panoptikum.io:
https://panoptikum.io/podcasts/24511

Credits Intro/Outro:
Künstler: Scott Holmes
Song: A Wee Tipple
Album: Music for Media 2
Lizenz: CC BY NC
Veröffentlicht: 2017-08-19
Quelle:
A Wee Tipple von Scott Holmes