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Jenseits des Tellerrandes : Erlebnisbericht: Bean Boozled

Es gibt viele verschiedene Arten von Spielen: Brettspiele, Computerspiele, aber auch Rollenspiele, Massen/Großgruppenspiele, Liverollenspiele, Trinkspiele, Real Escape Room Games, Geocaching, Sport, Kneipenspiele, Schachturniere… Über manche Arten wird im Internet mehr berichtet als über andere. Gelegentlich schaue ich gerne mal über den Tellerrand. So auch heute, wo ich (rechtzeitig zu Silvester) ein bisschen über Bean Boozled berichten möchte.

Bean Boozled ist quasi “Bertie Botts Bohnen jeglicher Geschmacksrichtung” aus Harry Potter, nur in real und von Jelly Beans, der Firma die mehr Lebensmittelchemiker einstellt als Roayal Shell Oil (vermute ich jedenfalls). So sieht die Schachtel aus:

Das Prinzip ist einfach: Spinner drehen und eine Bohne der entsprechenden Farbe nehmen. Und essen. Von jeder Farbe gibt es eine leckere/normale Variante (Popkorn, Limone, Tutti-Frutti…) und eine eklige Variante (Erbrochenes, Feuchttücher (nicht “Babywindeln”, wie es falsch auf der Schachtel heißt), Gras oder Hundefutter). Dann ist der nächste dran. Man sieht: Ein klassisches Spiel ist Bean Bozzled nicht. Eher eine lustige Beschäftigung für Zwischendurch. Und man muss sagen, dass die ekligen Geschmacksrichtungen oft wirklich eklig schmecken (Gras oder Zahnpasta ist nicht weiter schlimm, aber Erbrochenes, Hundefutter und Verrottetes Ei ist wirklich wiederlich). So eklig, dass nach ein paar Runden alles wiederlich schmeckt. Das liegt auch daran, dass die Bohnen im wesentlichen durch Aromen funktionieren, die durch die Nasenlöcher im Gaumen aufgenommen werden. Und die kapitulieren einfach irgendwann. Und dann sollte man aufhören. Bis dahin hat man ein paar Witze gemacht, ein bisschen gehofft und viel ausgespuckt. In der richtigen Runde ist Bean Bozzled daher für ein wenig Spaß gut. Aber bitte, bitte, keinen ganzen Abend dafür einplanen – mehr als ein kurzer Gag will Bean Bozzled nicht sein. Und ist es auch nicht.

würgende Grüße,

peer

 

P.S. Wer jetzt schon immer mal wissen wollte, wie sich die Lebensmittelchemiker von Jelly Beans den Geschmack von “Feuchttüchern” vorstellen, der findet das Spiel hier (Amazon-Partnerlink).

Peer Sylvester

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.
Peer Sylvester

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