Verlagsvorstellung Pearl Games

Die diesjährige Spiel wird wieder ein Taufbecken für neue Spieleverlage. Pearl Games ist einer dieser Neulinge und es ist auch der erste belgische Verlag, den ich hier vorstelle!

Bitte stelle dich unseren Lesern vor!

Ich bin Ingenieur und lebe in der Nähe von Tournai in Belgien. Mein Leben änderte sich ziemlich schlagartig mit der Geburt unseres ersten Kindes. Ich kam in die Spielewelt eher zufällig als ich einen Spielzeugladen betrat und mit einer Schachtel Carcassonne wieder herauskam. Das war vor 6 Jahren und seitdem haben meine Frau und ich viel Zeit mit spielen verbracht. Meine Jobsituation beschert mir im Moment viel Zeit für das Erfinden von Spielen und so kam ich mit einem Spiel ins Finale des Wettbewerbes Boulogne Billancourt (mit Dionysos)und ich konnte den Wettbewerb  Ne Tirez Pas Sur Le Messager  gewinnen (mit The Venice of the North). Für letzteres konnte ich sogar einen Vertrag mit dem französischen Verlag Asyncron unterschreiben; es sollte 2011 erscheinen.

Bitte erzähle uns etwas über Dein neues Spiel!

Wie schon gesagt, habe ich eine Menge Spiele in den letzten Jahren erfunden. Mein größter Vorteil ist, dass ich alle Arten von Spielen mag und so habe ich schon abstrakte Spiele, Familienspiele oder Eurogames erfunden. Troyes fällt in die letztere Kategorie. Ich hatte das Glück Xavier Georges und Alain Orban zu treffen und gemeinsam haben wir das Spiel entwickelt.

Im Kern von Troyes stehen 24 Würfel! Gelbe, Rote, Weiße… und mit ihnen kann man eine Menge anstellen. Insbesondere sind die kleinen Werte genauso wichtig sein, wie Fünfen und Sechsen. Die Anzahl der günstigen Würfel für die Spieler wird sicherlich unterschiedlich ausfallen, aber es ist immer möglich  auch mit ungünstigen Ergebnissen was sinnvolles anzufangen.

Natürlich will jeder das Maximum für sich herausholen. Dazu gibt es drei Plätze (Die Stadthalle, den Palast und die Diozese) wo jeder versucht die wenigen Plätze mit eigenen Würfel mit möglichst passender Zahl und Farbe zu besetzen. Auch kann man seine Leute einsetzen – manchmal auf Kosten des Gegners – und bekommt dafür einen Extrawürfel.

Zu Beginn jedes Zuges würfelt jeder seine Würfel, platziert diese auf ihrem Platz auf dem Brett und reihum verwendet jeder bis zu drei davon um eine Aktion durchzuführen. Man kann die Effekte einer Aktionskarte nutzen oder an der Kathedrale bauen. Außerdem gibt es Ereignisse, welche die Stadt bedrohen und gegen die gekämpft werden kann. Das wichtigste an dem Spiel ist, dass man große Kontrolle über die Zufallswürfe erlangen kann. Ich hoffe, das Spiel gefällt, denn wir sind damit sehr glücklich!

Was habt ihr für die Zukunft geplant?

Ich habe viele Dinge geplant :-) Ich teste immer noch Spiele, um das zweite Spiel für Pearl Games auszuwählen. Ich würde gerne ein Spiel von einem anderen Autoren veröffentlichen und das sollte möglichst ein Familienspiel sein. Mein Wunsch für die Zukunft ist es jedes Jahr zwei Spiele zu veröffentlichen: Ein Familienspiel und ein Vielspielerspiel. An die Spieleautoren dort draußen: Schickt mir eure Spielregeln!

Vielen Dank für das Interview!

Autor: Peer Sylvester

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.

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