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Verlagsvorstellung Squale Games

Endlich mal ein Verlag, der sich auf ungewöhnliche Spiele spezialisiert hat! Squale games ist ein französischer Verlag auf den ich durch Dart Wars aufmekrsam geworden bin. Weiter unten findet ihr meine Eindrücke des Erstlings, davor aber ein Kurz-Interview!

Bitte Stelle dich unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Pascal Reymond, bin 32 Jahre alt und lebe in Marseille, Frankreich. Ich bin Ingenieur und habe früher in der Ölindustrie gearbeitet, Pumpen und so gebaut, aber das war nicht wirklich das was ich wollte. 2005 habe ich dann Dart Wars erfunden und habe damit den Autorenwettberb  International Contest of Boardgames Creators of Boulogne gewonnen. Dadurch gelangte ich in die kleine und liebevolle Welt der Brettspiele.  Während einer Messe kam ich in den Kontakt mit Asmodee, die das Spiel vertreiben wollten, wenn ich es denn selbst produzieren würde. So gründete ich Squale Games und produzierte mein erstes Spiel Dart Wars.

Erzähle uns doch ein bisschen mehr über Dat Wars und über Euer anderes Spiel, Paleo!

Dart Wars ist ein Eroberungsspiel, dass mit magnetischen Dartpfeilen gespielt wird. Das Brett ist eine magnetische Weltkarte, die man an die Wand hängt und man hat farbige Magnete (die Truppen), die man per Dartwurf von Land zu Land bewegt. Es gibt eine kleine Zielscheibe auf der Karte, mit der die Kämpfe zwischen den Spielern entschieden werden. Dart Wars ist also eine Mischung aus Geschicklichkeit und Strategie.

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Das Spiel war recht erfolgreich und so konnte ich ein zweites Spiel produzieren: Paleo. Paleo ist auch eine Mischung aus Strategie und Geschicklichkeit, aber hier bewegt man seine Steine durch Schnipsen wie bei Carrom.
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Das Brett ist ein 65×65 großes Holzbrett mit Bande drumrum und illustriert mit einer Inselwelt. Man kann das Spielfeld zusammenklappen, aber einspezielles Design sorgt dafür, dass es keine Knickkante in der Mitte des Brettes gibt. In Paleo führt man ein Team von Entdeckern und Söldnern an, die versuchen, die Tore zu der verlorenen Stadt Paleo zu öffnen. Die Eroberer versuchen die Schlüssel  einzusammeln und das Tor zu öffnen, während die Söldner sie dabei beschützen. Bei Spielbeginn darf man zudem noch enige Riffe platzieren, die einem helfen können, das Ziel zu erreichen.
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Ich versuche in meinen Spielen originelle Ideen und ungewöhnliches Material einzusetzen. Ich will die Spieler beeindrucken. Ich mache sehr einfache Spiele, die man in 2 Minuten verstehen kann, die aber viel Spieltiefe bieten sollen. Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass Squale Games nicht nur eine Regel beinhalten, sondern viele Spiele in einem bieten.Bei Dart Wras findet man zahreiche Variationen auf unserer Webseite, einige von mir, einige von Fans des Spieles. Bei Paleo sind 10 Spiele bereits in den Regeln beschrieben und ich hoffe, dass auch hier neue Regeln von unseren Kunden hinzukommen.

Was kann man in der Zukunft von euch erwarten?

Ein neues Spiel ist für dieses Jahr geplant: PolyCube. Das Material besteht aus 27 Holzwürfeln, die man beliebig zusammensetzen kann. Im Grunde ist PolyCube eine Art unendliches Puzzle. 25 Puzzles sind in den Regeln beschrieben, aber man kann sich noch beliebig viele mehr ausdenken. Die Grundidee ist, dass man einige Basisformen mit den Würfeln legt, ähnlichTetris und mit denen dann komplexere Figuren legt. Es ist ein Polyedersystem, so dass die Figuren am Ende sehr unterschiedlich aussehen – es gibt 2-dimensionale Figuren wie der Hund, das Haus… und dreidimensionale wie der Elefant, der Helikopter… Und als gutes Squale Games ist das natürlich nicht alles, es wird auch Regeln für ein Zweipersonenspiel beinhalten und ich bin sicher da kommt noch eine Menge hinzu…
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Danke für das Interview!

Wie gesagt habe ich Dart Wars schon gespielt und es ist wirklich “Risiko mit Darts” . Eine coole Idee! Allerdings bin ich ein unglaublich schlechter Dartspieler und sehe bei diesem Spiel keinen Stich. Taktik hin oder her, in erster Linie – und auch in zweiter – ist Dart Wars ein Geschicklichkeitsspiel. Kann man das mit den Dartpfeilen nicht (wie ich), ist das Spiel total frustrierend. Wer aber weniger linke Hände hat und wem “Partyspiele” á la Wii gefallen, der sollte sich Dart Wars mal näher ansehen!

Auf Paleo bin ich ernsthaft gespannt. Es sieht toll aus und schnipsen liegt mir bedeutend mehr als Pfeilewerfen. Der Preis ist mir aber für einen Blindkauf (noch) zu hoch – ich hoffe hier auf die nächste Messe (oder die Spielwiese… Hallo Micha, liest du mit? :-) )

ciao

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Peer Sylvester

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.
Peer Sylvester

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