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Verlagsvorstellung: Ghenos Games

Auf unserer spielerischen Reise habe ich bislang Italien ausgelassen. Um dieses Land kümmert sich Jost Schwider sehr gewissenhaft mit seiner Spielepizza. Dennoch will ich nicht darauf verzichten auch einmal einen interessanten italienischen Verlag hier vorzustellen: Ghenos Games.

F: Bitte stellt euch doch unseren Lesern vor!

A: Ghenos Games ist eine junger, brillianter Italienischer Verlag. Wir machen seit 2005 Brettspiele und konzentrieren uns dabei auf Sportspiele.Dafür gibt es zweierlei Gründe: Zum einen sind wir alle Experten für Sportarten und zweiten sehen wir da eine ungefüllte Niche am Markt.

Unser Ziel ist es der führende Verlag in Sachen Sport-,  Reise- und Abenteuerspielen zu werden. Aber unser Weg führt uns sicherlich noch weiter…

F: Erzählt uns doch ein bisschen was über eure Spiele!

A: Bolide war unser erstes Spiel. Die Bewegung basiert auf einem vektoriellen System, das wir an der Uni zum ersten Mal benutzten. Es ist ein bekanntes Konzept, aber wir haben es für ein Rennspiel benutzt und das Ergebnis war revolutionär. Wir denken, dass Bolide das komplette Paket in Sachen Rennspiele darstellt. Ganz anders als andere Rennspiele! Die Strategien sind vielfältig. Allerdings kann es manchmal schon etwas dauern. Ein anderes Problem kann auftreten, wenn nicht die Fortgeschrittenen Regeln verwendet werden, wo es verschiedene Strategien gibt – Dann kann es bis zum Ende sehr, sehr knapp zugehen.

Bolide

Race the Wind ist ein Segelspiel,, dass wirklich den Geist eines Match Races abbildet. Es ist ein schnelles Spiel, bei dem man wirklich die Segelbegriffe und Situationen lernt, die man sonst vielleicht nur aus dem Fernsehen kennt: Man muss die richtigen Startmanöver beherrschen, die Vorwind und Kreuzkurse und die besten Abdeckungstaktiken anwenden, um den Segelpokal zu gewinnen.
Race the wind
Rugby World ist Rugby als Brettspiel. Die Spieler werden mit demselben vektoriellen System bewegt, dass auch in Bolide verwendet wird. Dadurch wird die Bewegung der zwei Teams wirklich sehr realitätsnah simuliert. 16 Nationalmannschaften sind durch Pappkameraden in der Schachtel repräsentiert und jeder Spieler hat andere Werte in den Charakteristiken Geschwindigkeit, Stärke und Passgenauigkeit. Mit diesem Spiel kommt man dem Sport wirklich nahe!

Camper Tour ist ein Reisespiel. Die Regeln sind einfacher als bei unseren anderen Spielen, weil es für Familien und Kinder gedacht ist. Die Idee ist eine Tour mit einem Campingwagen zu machen, bei dem man bei der Heimkunft alle Steine verbraucht hat. Dabei muss man aufpassen, dass man nicht alle zu früh verbraucht oder man einige am Ende übrig behält.

Unser neuestes Spiel ist Leader 1, The Legend of Cycling. Dies ist wieder ein Sportspiel, bei dem man ein Team aus drei Fahrern managed. Jeder der drei Fahrer hat eine Spezialiät (Der Kletterer ist z.B. in den Bergen gut) und kann besonders schnell vorankommen, wenn er Energie verbraucht.

F: Was habt ihr für die Zukunft geplant? Weitere Sportspiele?

A: Wir arbeiten an einigen Prototypen, einer davon ist ein Sportspiel. Es tut mir Leid, aber im Moment kann ich nicht mehr preisgeben!

F: Nimmt ihr auch Spiele von anderen Autoren an?

A: Wir machen durchaus auch Spiele von anderen Autoren. Allerdings darf es keine Simulation einer Sportart sein, die wir bereits mit einem anderen Spiel abgedeckt haben. Auc muss das Spiel in unser Programm passen und der Spieler muss die Kontrolle auf dem Spielbrett haben.

F: Erzählt uns doch noch ein wenig über die Brettspieleszene in Italien!

A: Die italienische Szene unterscheidet sich sehr von der deutschen. Es gibt viele Spieleclubs, aber die sind alle sehr klein. Normale Leute kennen keine Spiele jenseits von Monopoly, Risiko & Co. Es gibt keine Spielkultur und die Läden haben nur die Lizenzprodukte der Tv-Shows. Es gibt aber ein paar wenige Brettspielläden, die aber viel Arbeit investieren.
Auch die Spielerclubs arbeiten sehr hart: Sie roganisieren z.B. Messen und Cons. Nicht nur für sich selbst, sondern auch um das Spielehobby zu promoten. Dank ihnen lernen nun mehr und mehr Leute gute Spiele kennen und lernen was es bedeutet mit anderen Eltern, Kindern, Freunden an einem Spieltisch zu sitzen.
F: Vielen Dank für das Interview
“Persönlich” kenne ich bislang lediglich Race the Wind, eine sehr gut umgesetzte und interessante Segelsimulation. Spielerisch erinnert es an das alte Regatta, was aber ncht überraschen sollte: Viele Mechanismen ergeben sich hier nun einmal direkt aus dem Thema. Wer Regatta aber nicht hat, kann sich Race the Wind (das viel besseres Material bietet) durchaus ansehen. Ein wenig Interesse am Segelsport sollte aber vorrausgesetzt werden!
Und noch ein Wort zu Bolide: Die vektorielle Bewegung wurde bereits ein paar Male in einem Rennsport verwendet, z.B. in Taccara von eggertspiele. Bolide gilt aber als das beste dieser Umsetzungen. Ich selbst kenne Bolide nicht, kann daher also auch keine Meinung bieten!
ciao
peer

Peer Sylvester

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.
Peer Sylvester

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