Spieleabend mit Dirk und Tanja

Der erste Spieleabend seit der Messe in Essen! Endlich! Nach viel Streß, beruflicher Überlastung und der Entscheidung, spielbar.com in seiner ursprünglichen Form herunterzufahren, tat das mal richtig gut. :-)

Dirk und Tanja hatten uns eingeladen und wir sind auch direkt mit Ofenkäse in den Abend gestartet ;-) Lecker!
Als erstes Spiel kam Packeis am Pol von Phalanx auf den Tisch. Ein nettes kleines, abstraktes Zugspielchen. Flott gespielt, in der Auswirkung aber teilweise sehr gemein. Man muß schon einstecken können, wenn die Gegner einem brutal alle Wege abschneiden. Ziel des Spiels ist es nämlich, auf dem – aus Sechseck-Feldern ausgelegten Plan – hin- und herzulaufen und dabei Fische einzusammeln. Derer eins bis drei finden sich auf den Plättchen, welche bei Verlassen entlang einer gerade Linie eingesammelt werden und damit gleichzeitig die Wegewahl für alle Spieler einschränken. Also: Ärgerfaktor hoch und Spielspaß noch höher.Wenn wir dann schon mal bei Phalanx waren, haben wir direkt mit Mesopotamien weitergespielt. Ein wirklich feines Spiel von Klaus-Jürgen Wrede. Ich bin sehr gespannt, wie sich das in den nächsten Runden – die bestimmt kommen werden – so gibt. Im gestrigen Spiel habe ich mal eine antizyklische Spielweise ausprobiert, d.h. ich habe mich voll auf schnellen Hüttenbau und anschließende Resourcenerweiterung konzentriert. Ich habe das Gefühl, daß bei Mesopotamien aber sicherlich mehrere Wege zum Ziel führen können.Den Abschluß des Abends bildete dann Zauberstauber von Heinrich Glumpler. Fein, sehr fein! Wenn man da etwas mäkeln wollte, dann die Einbettung in diese unsägliche Harry Potter-Merchandising-Welt. Das hätte mal ein tolles Weltraumspiel mit richtig schönen Raumschiffen werden können. Nun denn, da der Großteil der Runde noch keine Erfahrung mit der Navigation hatte, haben wir erst einmal die Flugschule absolviert und schon dabei viel Spaß gehabt. Die Kurven sind aufgrund von variablem Radius und Krümmung nicht leicht zu beherrschen und so war die ein oder andere überraschende Richtungsänderung zu bestaunen :-) Daumen hoch!

Völlig subjektives Messefazit

Zunächst mal das extrem negative: Bin erst jetzt, 2 Tage nach der Messe wieder halbwegs auf den Beinen und das trotz Grippeimpfung :-(

Nun denn, was gibt´s von der Messe zu berichten? Zu den gekauften Spielen werde ich separat mal etwas schreiben, hier soll´s ein wenig allgemeiner zugehen.

Prinzipiell ist mir aufgefallen, daß es in den Hallen deutlich leerer war als in den vergangenen Jahren. Das ist gut für uns Besucher, aber schlecht für die Aussteller. Viel bedeutender für die Aussteller – insbesondere für die Verkäufer – scheint mir aber, daß in diesem Jahr die Kaufzurückhaltung sehr deutlich zu bemerken war. Wenn man abends am Ausgang noch ein Schwätzchen gehalten hat, dann war der tütenbepackte “Alleskäufer”, der in den letzten Jahren das Bild dominierte, doch eher selten zu sehen. Das gilt auch für uns selbst. Eine Ausnahme hinsichtlich der Füllung der Hallen bildete übrigens die Fantasy-Halle am Samstag. Da war kaum ein Durchkommen und es wurde wohl auch gut umgesetzt. Die Kaufzurückhaltung könnte in meinen Augen auf mehrere Gründe zurückgehen:

  • es wird später vermeintlich kostengünstiger beim Online-Versender bestellt,
  • die Besucher haben subjektiv weniger Geld zur Verfügung oder
  • es ist eine Sättigung, was neue Spiele angeht, festzustellen.

Überprüfen kann ich diese Thesen natürlich nicht…

Zum Preisniveau der Spiele: Dieses hat sich anscheinend mittlerweile auf einem hohen Level eingependelt. Erhebliche Preissteigerungen konnte ich nicht mehr bemerken, im Gegenteil, gerade die Spiele der großen Verlage schienen mir im Vergelich zu den Vorjahren sogar preiswerter geworden zu sein.

Weiterhin kann ich durchgehend von einer weiteren Verrohung der Sitten berichten, voller Körpereinsatz in den Gängen ist fast schon untertrieben zu nennen. Gemeinerweise kommen hier mittlerweile auch militärisch erprobte Waffen zum Einsatz:

  • Zigarettenqualm (geht doch raus, wenn ihr rauchen wollt!)
  • Körperschweiß, auch schon um 10h morgens (geht doch duschen, bevor ihr zur Messe kommt!)

Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen, aber das muß nicht sein!

Für mich als männliches Wesen sehr positiv: Die Ausstattung der Stände mit weiblichem Standpersonal – Sex sells! Ich sammle ab sofort wieder Pokemon (oder wie hieß das noch? Konnte mich nicht auf den Namen konzentrieren). Sehr auffallend fand ich übrigens in den Fantasy- und Comic-Hallen die plakative Darstellung von Erotik, verbunden in vielen Fällen mit irgendeiner Entstellung der gezeichneten Personen. Etwas, was sich mir nicht erschließt…

Ansonsten sind mir drei große Trends aufgefallen:

  • die besonders starke Präsenz ausländischer Verlage (gerade Italien und Japan/Korea),
  • die immer stärke Präsenz von Rechnern im Spiel, seien es Adaptionen von Computerspielen (z.B. Lineage II) oder die Verbindung beider Genre (z.B. GameDisk) und
  • die Wiederentdeckung von Spielplänen mit Landkarten darauf in hauptsächlich beigefarbener Gestaltung (und meine Frau hat Recht, darauf springe ich sofort an :-) )

Tja, und was bleibt nun übrig von der Erinnerung an die Messe? Zum einen, daß wir es zum ersten Mal geschafft haben, alles zu sehen, was wir sehen wollten. Und das ist wirklich eine besondere Premiere. Zum anderen, daß unser Kofferraum für den Abtransport ausreichend groß war. Zweite Premiere. Und das wir zum ersten Mal seit vielen Jahren tatsächlich sonntags schon vor 18h die Hallen verlassen haben!

Mare Nostrum war gar nicht Dumm gelaufen

Gestern haben wir zum ersten Mal (!) nach der seinerzeitigen Messe “Mare Nostrum” auf den Tisch gebracht. Das Hin- und Her mit den Regeln hatte mir zwischenzeitlich die Lust auf dieses Spiel genommen. Wir starteten zu dritt und hatten uns gut auf dem Plan verteilt. Ich habe die Römer, Olli die Kartharger und Klaus die Babylonier gespielt. Klaus konnte sich aufgrund seiner Sonderfähigkeit recht schnell mit Einflußmarkern breit machen, hatte jedoch in seinen Waren das gesamte Spiel über wenig Varietät. Olli hat sich südlich des Mittelmeeres ausgebreitet und dort gute Steuern erzielt. Ich habe mich zunächst auf die Stärkung meiner Heimatregionen beschränkt (ich kenne ja Ollis Angriffslust ;-) ) und konnte so nur 6 Karawanen, jedoch drei Steuern (die ich später verdoppeln konnte) und mächtig viele Legionen bauen. Klaus konnte sich dennoch recht früh im Spiel bezüglich seines Einkommens deutlich von uns absetzen, so daß schnell deutlich wurde, daß er flott die geforderte 12er-Kombination erzielen könnte. Allerdings benötigte er als Kaufmann dann doch einige Tauschrunden an Erfahrung, um die konkrete Ausgestaltung seiner Tauschvorgabe auszutesten. Als er dann endlich alle Handkarten zum Tausch anbot hatte er es geschafft. Olli und ich hätten sicherlich noch etwas daran tun können, aber wir zogen es ja vor, in den Krieg zu ziehen (und das ist bei diesem Spiel viel zu teuer!).

Da das für uns also “Dumm gelaufen” war, brachte Olli noch das gleichnamige Ravenburger-Spiel auf den Tisch. Irgendwie hat Nicolas mit seiner Einschätzung recht: Ich tendiere mittlerweile wirklich zur leichteren Kost. Auch “Dumm gelaufen” hat mir richtig viel Spaß gemacht. Ach ja, muß ich direkt mal bei spielaktuell.de bestellen.

Verflixxte Obskurität

Verflixxt nochmal!
Hallo?
Ich bin ein sogenannter Vielspieler. Würfelspiele verbitte ich mir!
Was, es ist von Wolfgang Kramer?
Na gut, dann lass mal kommen. Hmm, dicke Pappe, schöne Holzfiguren… Nein, das ist bestimmt nicht mein Ding. Da muß nur gewürfelt werden und dann ziehst Du mit einer Deiner drei Figuren vorwärts.
Spielende: Hey, das Spiel ist gut. Gar nicht mal so schlecht. Was, Ihr habt nebenan Louis XIV gespielt? Jaja, ok. Nein, ich spiele nicht eine weitere Partie mit Euch – ich bleibe hier und mache noch eine Runde Verflixxt mit.
Puh, dann erzählt es doch überall herum – mir doch egal. Das Ding macht Laune. Punkt.Außerdem haben wir an diesem Spieleabend noch das neue Obscura Tempora gespielt. Die deutsche Übersetzung der Regel ist gut – hat jedoch nichts mit einer Spielregel zu tun. Da fällt dann doch auf, daß wir Spieler unsere ganz eigene Sprache haben: Es heißt nun mal “Ablagestapel” und nicht “abgelegtes Kartenspiel” ;-)
Das Spiel an sich ist ein nettes, wenn man einige Regelholprigkeiten beiseite läßt. Zunächst baut man rundenweise seine Kartenauslage auf, über die man Einkommen erzielt. Dieses Einkommen verwendet man dann wieder für den Kauf von Karten für Aufbau und Angriffe. Diese Angriffe sind auch der einzige interaktive Aspekt des Spiels. Für unser Gefühl kam das Ende des Spiels dann etwas zu kurz und zu heftig – aber das testen wir in weiteren Partien aus.

28.05.2005: Spieletag in der Spieliothek

Am vergangenen Samstag hatten wir endlich wieder einen Spieletag in unserer Spieliothek. Ich gehörte zwar nicht zu den erlauchten Civilization-Spielern, aber es ist trotzdem eine ansehnliche Menge an Spielen zusammengekommen:

  • Schweinsgalopp
  • Alles für die Katz
  • S.O.S. Affenalarm
  • China
  • Ins Innere Afrikas
  • Au Backe
  • Biberbande
  • Diamant
  • Revolte in Rom
  • Fjorde
  • Architekton.

Alle Spiele hier in aller Kürze zu beschreiben, würde nun zu lange dauern. Daher nur eine kurze Wertung: Sehr gut gefallen haben uns Diamant und China. Auch die älteren Kartenspiele waren eigentlich durchweg klasse. Eine Frage hatten wir bei “Revolte in Rom”: Haben die Foren bei Euch auch so eine dominierende Rolle gespielt? Bei uns waren aufgrund der Foren die Partien nach spätestens drei Runden beendet – oder haben wir etwas falsch gemacht? Jedenfalls waren wir der Meinung, daß das Spiel eigentlich Potential hätte…

Spielewahnsinn – Kaivai, Dolmengötter, Das Gold d. Inka, Schatten ü. Camelot

Es ist immer wieder überraschend, wenn die Besucherzahlen in Herne verkündet werden: Es sind immer 5000. Gut, am Samstag waren es vermutlich ca. 400 – es muß an den anderen Tagen also brechend voll gewesen sein. Wir hatten jedoch Zeit und Muße einiges an neuen Spielen auszuprobieren.

Nach einem kurzen Rundgang sind wir bei Pfifficus zum Prototyp-Spielen hängen geblieben. Daraus wurden dann interessante drei Stunden mit Kaivai, bei dem es darum geht, seinen Herrschaftsbereich über vielen Inseln auszubreiten. Das Spiel beinhaltet einige schöne Mechanismen – auch wenn noch viel Entwicklungsarbeit erfolgen muß! Erscheinen soll es im Herbst zur Spiel in Essen. Nur kurz betrachtet haben wir einen weiteren Veröffentlichungskandidaten, bei dem es darum geht, kleine Schiffe (wie bei PotSM) per Fingerschnipp zu versenken. Das verspricht interessant zu werden.

Anschließend sind wir bei Peter Eggert gewesen und haben sein Dolmengötter gespielt. Es geht um das Erzielen von Mehrheiten auf einem symetrischen Spielplan per Verschieben der Spielfiguren. Interessant war hier besonders der Wertungsmechanismus: Multipliziert werden der Grundwert eines Feldes mit verdeckt darin abgelegten Spielsteinen der Spieler. Dabei gilt: Wer zuletzt die Mehrheit in einem Feld hatte, erhält den vollen Grundwert als Multiplikator. Der vorletzte einen weniger usw. Die Werte der Spielsteine laufen von 1 bis 4 und werden verdeckt eingesetzt. Mir hat das Spiel nicht so doll gefallen, aber meiner Frau und dem Rest der Truppe gefiel es so gut, daß Sie es sich gekauft haben. Über die Möglichkeiten, die sich im Spiel bieten, werden wir sicherlich nach der ein oder anderen Partie mehr sagen können. Meine Vermutung eines Startspielervorteils wollte der Autor jedoch widerlegt sehen.

Danach stand “Das Gold der Inka” von Queen auf der Speisekarte. Doch so recht wollte in unserer Runde der Funke nicht überspringen. Nun ja, wir fanden es alle ein wenig dröge – aber es wird wohl noch eine Chance bekommen.

Wir sind dann gegenüber von Queen bei “Schatten über Camelot” gelandet. Was soll ich sagen: Dank Ollis toller Erklärung konnte ich als Verräter einen grandiosen Sieg einfahren. Weh tat nur, daß meine Frau mich viel zu schnell enttarnt hat: Nach fünf Runden schaute Sie mich an und sagte: Ich kenne Dich. Du eierst hier so rum, Du bist der Verräter. Einerseits schade, aber andererseits natürlich auch schön, daß man der eigenen Frau nichts vormachen kann. Das Spiel jedenfalls machte auf uns vier einen hervorragenden Eindruck, so daß ich mich schon auf die nächste Runde freue.

Spieleabend 27.04.05: Clippers, Monster&Mythen, Rage

Ein nettes Fünfergrüppchen hatte sich am gestrigen Abend mal wieder gefunden. Gestartet sind wir mit dem Clipper, um die schönsten Inseln zu entdecken. Man kann dem Spiel wenig ankreiden (höchstens diese fitzeligen Flaggenmarker), es war eine gelungene Runde. Überraschend war, daß viele Punkte am linken Spielfeldrand erzielt wurden und daß die violette Linie gar nicht erst gestartet ist. Ansonsten: Immer wieder schön zu spielen.

Das ist gleichzeitig eine Bewertung, die Monster&Mythen niemals erzielen wird. Mit zugegeben hohen Erwartungen war ich in die erste Runde des neuen Phalanx-Kartenspiels gegangen. Leider muß ich zugeben, daß das Material fantastisch ist – das Spiel aber überhaupt nicht mithalten kann. Daß heutzutage solch ein sinnloses Würfelgeeiere überhaupt noch verlegt wird, überrascht mich doch sehr. Man erhält zu Beginn und in jeder der drei Runden zufällige Karten ausgeteilt, legt diese in seine persönliche Auslage und kann anschließend mit Kartengruppen die Gegner angreifen. Nur daß die Karten dabei dann verschwindend wenig zu sagen haben. Hier regiert ausschließlich der Würfel. Nein danke, was ein Murks. Dann doch lieber eine gepflegte Runde Saga von Kosmos.

Den Abend haben wir anschließend mit einer Runde Rage von Amigo ausklingen lassen. Fazit: Wizards ist das bessere Rage ;-)

Oldie-Abend: Java + Einfach Genial

Hmm, na gut, “Oldie” bezieht sich mehr auf uns Spieler als auf die gespielten Sachen, aber ich habe wirklich ganz schön alt ausgesehen bei Java ;-)

Hans hat es tatsächlich geschafft, endlich nochmal Java von Ravensburger auf den Tisch zu bringen. Faszinierend, daß Olli das mal eben so locker erklären konnte, um die Erinnerung aufzufrischen, obschon er es selbst lange nicht mehr gespielt hatte. Hans hat sich zu Beginn sofort auf die ersten Seen gestürzt und damt gut vorgelegt um sich dann gemeinsam mit Olli eine hübsche 10er-Stadt zu gönnen. Da konnten Uwe und ich erstmal nicht groß mitmischen, also habe ich mein eigenes Ding versucht, und als meine (Finger weg!) Stadt dann langsam interessant wurde, kamen die anderen von ganz alleine. Hmm gut, Java war noch nie meine Art Spiel, obschon ich von den Möglichkeiten, die es bietet, wirklich angetan bin. Vermutlich fehlen mir einfach ein paar kognitive Ressourcen um da ganz oben mit dabei zu sein ;-) Zu Beginn hatten wir sehr untypisch nur eben diese eine genannte große Baustelle, so daß wir dachten, daß sich da auch nicht mehr viel tut. Zum Ende hin wurden es dann aber doch noch vier große Städte, wobei Olli bei der Schlußwertung in allen abgeräumt hat. Da konnten wir drei anderen leider nicht mehr gegehalten, so daß er am Ende recht ungefährdet war. Hans und Uwe haben sich dann noch einen guten Endspurt um Rang zwei geliefert, wobei Uwe einfach den längeren Atem hatte. Fragt da jemand nach meinem Ergebnis? Hmm, also, ich war dabei und halte mal den olympischen Gedanken hoch.

Anschließend konnten wir noch eine sehr schöne Runde Einfach Genial nachlegen – Je öfter ich es spiele, desto mehr befürchte ich schon fast, daß es im vergangenen Jahr das bessere Spiel des Jahres gewesen wäre. Leider ist bei mir immer nur das Säckchen mit den zweifarbigen Steinen durchgekommen, ich hätte jedoch auch gerne mal aus dem anderen Säckchen mit den Doppelsteinen gezogen. ;-) Olli hat auch hier mit fünf Steinen in der Endzone und seinem gelben auf der 11 locker gewonnen.

Insgesamt wieder mal ein Spieleabend in kleinem Kreis aber dennoch gelungen.

Frische Spiele: Ubongo, Australia, Geschenkt

“Geschenkt… ist noch zu teuer” ist und bleibt ein klasse Opener für einen Spieleabend. So auch gestern, als wir erst mal zwei Partien machen mußten ;-)
Nochmal zur Klarstellung: Jede Karte, die nicht in einer Reihe liegt zählt minus ;-)

Anschließend hat Dirk “Australia” in die Runde geworfen. Wir haben fast schon eine kooperative Runde daraus gemacht, damit man sich erst mal an das Spiel gewöhnen konnte. Auf den ersten Blick scheint es ja wirklich recht leicht und locker. Es gibt nicht viel zu beachten und die drei möglichen Aktionen pro Runde sind auch nicht schwer zu verstehen. Und dann fliegt man auf dem Brett herum und denkt: Moment mal, wenn ich da und dort, dann kann ich hier und jetzt… Es gibt wirklich viel zu beachten und man muß seine Augen schon überall haben. Definitv kein Spiel, bei dem man nebenbei noch die Grand Prix-Vorentscheidung schauen könnte, aber sicherlich eines, was noch öfters auf den Tisch kommt (das tolle Material tut sein übriges dazu).

Dann durfte ich noch “Ubongo” von Kosmos auf den Tisch bringen. Frisch gekauft und schnell gelesen wurde sofort die erste Runde gestartet. Auch hier: Das Material ist wirklich toll, auch wenn es hauptsächlich “nur” Pappe ist. Das Spiel verbreitet ein wenig Hektik, da jeder Spieler mit geometrischen Formen auf seinem Spieltableau eine bestimmte Fläche legen muß. Das ganze geht auf Zeit gegen die Sanduhr und gegen die Mitspieler. Wer seine Aufgabe als erster fertigstellt, darf auf dem Edelstein-Tableau drei Schritte gehen und dort Edelsteine kassieren. Die folgenden Spieler können dann jeweils weniger Schritte laufen, aber trotzdem Edelsteine einsammeln – jedoch nur, falls die Sanduhr noch nicht abgelaufen ist. Gewonnen haben bei uns am Ende Eva und Tanja, jedoch nur, weil Eva mir – gemeinerweise und völlig unfair – zwei meiner (!) grünen Edelsteine weggenommen hat, obwohl sie selbst diese gar nicht brauchen konnte. Bah, blödes Spiel! Nein! Überhaupt nicht, sogar ein sehr gelungenes. Wiederspielreiz hoch! bestimmt beim nächsten Mal wieder…

Ollis Überredungskünste: Das Zepter von Zavandor

Olli hatte es schon vorab hier bei uns im Forum angedroht: Am Spieleabend steht “Das Zepter von Zavandor” auf der Speisekarte!

Gesagt, getan. Nachdem er das Spiel dreimal erklärt hatte (erst für vier, dann für den fünften und anschließend für die sechste…) konnte es losgehen. Karsten und ich hatten es schnell auf das flotte Geld abgesehen und unseren Pöppel beim Wissen der 9 Weisen vorangetrieben. Das ermöglichte es uns schon recht früh gute Artefakte zu ersteigern. Die anderen hatten da gerade soviel Geld, um uns noch ein wenig hochzutreiben. Für uns folgte anschließend natürlich eine Durststrecke, in der dann zunächst die weitere Infrastruktur aufgebaut werden wollte.

Dummerweise hatte Olli die Gelegenheit bereits genutzt; wie er schreibt: “Man kann durchaus ausschließlich mit Opalen + Saphiren zurechtkommen – man hat recht schnell eine nette Edelstein-Farm zusammen. Nun, eben diese Edelstein-Farm hat es am Ende fast unmöglich gemacht ihm noch beizukommen. Letztlich war der Abstand einfach zu groß und nur durch zwei ersteigerte Masken konnte ich selbst zwei Wächter erhalten.

Natürlich habe ich auch gute Vorsätze mitgenommen: Im nächsten Spiel werde ich auch einige Opale vorhalten, damit bei der Zwangsabgabe nicht die teuren Edelsteine herhalten müssen. Und vielleicht versuche ich auch mal den Weg über die Smaragde…

Jedenfalls darf die nächste Runde “Das Zepter von Zavandor” bald kommen.