Jetzt muß ich mich doch auch noch mal zu Wort melden… Gestern Abend hatte ich meine erste Partie “Die Säulen der Erde” – und war doch einigermaßen überrascht und enttäuscht. Das Ding hat bei der Spieleumfrage mal locker den ersten Platz gemacht. Und dann das… Das Spiel ist eigentlich völlig uninspiriert und lenkt den Spieler weitestgehend, ohne dabei auf Nebenregeln zu verzichten, die mit dem eigentlichen Spiel so überhaupt nichts zu tun haben: Die “Bedingungen für Handwerker”.
Aus meiner Sicht bleiben zwei Dinge positiv haften: Das Einbringen der Baumeister aus dem Säckchen und die wirklich tolle Grafik. Also habe ich zwei Wünsche: Ein Autor nach Wahl möge sich den genannten Mechanismus greifen und etwas daraus machen und Kosmos möge endlich den Spielplan ohne die Schriftzüge in mindestens vierfacher Größe (ohne Schriftzüge) als Bild/Poster anbieten. Dafür würde ich locker noch mal 25 Euro hinlegen…
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Ja, bei Säulen der Erde wird man sehr gelenkt. Außerdem unterstreiche ich was Chris Farrell sinngemäss in seinem Blog schrieb: Es ist unwahrscheinlich dass DSdE eine ähnliche Partienanzahl bekommt wie beispielsweise ein Puerto Rico – Dazu unterscheiden sich die Partien zu wenig.
Dennoch habe ich dem Spiel den “Sylvester in Bronze” gegeben – warum? Nun, durch die Lenkung können eben auch Wenig- oder Familienspieler locker und ohne Frustgefahr an komplexere Aufbauspiele rangeführt werden. Es kann tatsächlich als eine Brücke zwischen Viel- und Wenigspieler dienen (Falls Jost das mitliest: Ja, ich hab an den JaS gedacht ;-) ).
Das Vielspieler, die gerne eigene Wege bestreiten und “frei” in Fallen laufen wollen, enttäuscht werden kann ich nachvollziehen.
Witzig übrigens, dass du den “Beutelmechanismus” magst, wurde dieser doch gerne als “zu glücksabhängig” beschimpft. (Zu Unrecht, wie ich meine)