Verlagsvorstellung: JKLM Games

Wir bleiben bei unseren Verlagsvorstellungen in England. Der vermutlich größte aktuelle englische Spieleverlag, JKLM war (virtuell) zu Gast bei der Spielbar und hinterließ ein paar Eindrücke der kommenden Spiele:

F: Bitte stelle Dich und Deinen Verlag unseren Lesern vor!

Ich heiße Markus Welbourne und ich habe 2000 den Verlag JKLM Games gegründet. Unser Ziel war die Veröffentlichung eines Spieles namens Dwarves und sehen was passiert.

Es passierte was.

Wir verkauften 200 Exemplare und Leute fragten uns, ob wir Spiele für sie machen könnten. Also entschieden wir uns professionell aktiv zu werden und begannen damit Spiele für uns und für andere herzustellen. Das Hauptziel war es Leuten zu helfen, die zuvor noch nichts veröffentlicht hatten, ihren Traum zu verwirklichen. Wir machten kleine, kostengünstige Auflagen, damit diese Leute was zum Vorzeigen hatten. Dieser Ansatz ist nun zu einem viel größeren Verlag gewachsen, der auch Vertrieb und interaktive Spiele macht. Dabei bleiben wir aber unseren Wurzeln treu: Leuten eine Starhilfe in eine Welt zu bieten, die eher einen Nischenmarkt darstellt.  Wir sind sehr engagierte Spieler und möchten einem großen Spektrum an Leuten beim Einstieg ins Spielegeschäft helfen: Vom aufstrebenden Graphikier zum Brettspielautor bis hin zu denjenigen, die neue Geschäftsideen haben.

F: Bitte erzähle uns etwas über eure Neuerscheinungen Huang Di, Ascendacy und Tulipmania!

Dieses Jahr erscheinen drei Spiele in Essen; Bei Tulipmania von Scott Nicholson geht es um die erste Blase bei einer Wirtschaft: Es war in Holland und es ging um Tulpen. Denkt an eine heutige Börse, bei dem die Beteiligten versichten die Preise ihrer Güter aufzublähen, so dass sie diese mit hohen Profiten verkaufen konnten. Und genau das ist auch das Ziel im Spiel und dabei muss man versuchen zu erraten, was die anderen wohl tun werden.

Huang Di von Bryan Johnson ist ein Spiel über den Bau der Chinesischen Mauer. Man muss seine Ressourcen managen und versuchen die Gunst des Kaisers zu bekommen. Wer am meisten Gunst bekommt, gewinnt das Spiel.

Ascendancy ist von Nigel Buckle. Es ist Nigels zweites Spiel nach Celtic Quest. Es spielt im späten Herbst eines galaktischen Imperiums und es geht um den Zerfall des Imperiums und  um die Revolten der unterdrückten Alienrassen, die versuchen den Zerfall zu beschleunigten und dabei Reccourcen einzuheimsen und einen strategischen Vorteil gegenüber ihren Rivalen zu bekommen.
Ascendary
F: Es gibt Gerüchte, dass Acendancy nicht zur Messe erscheint – Ist da was wahres dran?

Natürlich besteht die Chance, dass Ascendancy nicht trechtzeitg fertig wird, aber das gilt für jedes  Spiel. Wir tun auf alle Fälle unser bestes!

F: Was muss man bedenken, wenn man euch einen Prototypen anbieten will?

Wir sehen uns immer gerne neue Spiele an, wollen aber dass die auch wirklich spielfertig sind und die Regeln stehen. Nur so können wir die Spiele richtig einschätzen. Ich sage immer: Behandelt eure Einsendung so, als wäre es der wichtigste Vertragsabschluss in eurem Leben, also wollt ihr euch so gut wie möglich präsentieren.

F: Gib uns doch abschließend bitte noch einen kleinen Einblick in die britische Spieleszene!

Dir britische Brettspielszene litt in den letzten Jahren ziemlich am Untergang ihrer größten Verlage, aber es wächst langsam ein neues Kontigent an Autoren etc. nach, die wir versuchen zu vereinen, um der Brettspielwelt neues Leben einzuhauchen. Wir denken, wir sind da ganz erfolgreich mit, so dass wieder mehr Leute die Brettspiele für sich entdecken.

F: Vielen Dank für das Interview!

Autor: Peer Sylvester

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.

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