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Symbioz

Verlag: Unicorn
Autoren: Francois Bachelart / Christophe Pinard
Spieler: 2-4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 1-2 Stunden

Der Planet, der vom Spielplan dargestellt wird, ist in drei konzentrische Kreise geteilt. Spielt man zu zweit wird nur die Hälfte des Planeten benutzt, zu viert bekommt jeder anfangs ein Viertel des unteren Kreises. Die Viertel bestehen aus drei, zwei und einem Gebiet pro Kreissegment. Anfangs hat man in drei Gebieten je vier Pflanzen. Ziel ist es durch Vermehrung und Einkauf drei Gebiete komplett mit Pflanzen der eigenen Farbe zu füllen – eine Symbioz, die, einmal gebildet, nicht mehr am aktiven Spiel teilnimmt. Um dieses Ziel zu erreichen, können Pflanzen gekauft werden, aber auch Pflanzen- und Fleischfresser. Anschließend vermehren sich die Pflanzen. Dies kann auch in benachbarte Gebiete geschehen und so auch in Beete des Gegners. Danach fressen die Fleischfresser entweder auf dem selben Feld befindliche Pflanzenfresser (einen pro Fleischfresser) oder sterben. Zur Not fressen Tiere hier grundsätzlich auch „eigene“ Pflanzenfresser. Gefütterte Tiere vermehren sich aber sofort – ebenfalls auch in Nachbargebiete hinein. Die übrig gebliebenen Pflanzenfresser halten sich nun an den Pflanzen schadlos und können sich – vorausgesetzt sie sind zu zweit – ebenfalls munter vermehren. Schafft es kein Spieler über dieses Ökosystem genug Kontrolle zu erlangen um die Symbiosen zu erzeugen, endet das Spiel nach 12 Spielrunden mit dem zahlenmäßig erfolgreichsten Symbioz-Züchter als Gewinner.

Symbioz ist ein witziges Spiel, das auch einiges taktisches Vorgehen fordert. Die Kontrolle über Pflanzen- und Fleischfresser zu behalten ist nicht so einfach wie es sich anhört und wer einmal eine Pflanzenfresserplage im Haus hat oder versucht gegnerische Pflanzen gezielt zu entfernen, der kann schon ziemlich über das Spiel lamentieren. Aufpassen muß man nur, daß man nicht zu defensiv spielt und einem anderen Spieler, der das auch tut, so ungehindert passieren läßt. Auch macht das Spiel eigentlich nur zu viert so richtig Spaß und dauert doch so seine zwei Stunden. Alles in allem: Wer es gerne strategisch aber nicht zu kompliziert mag, findet in Symbioz einen sehr originellen und empfehlenswerten Vertreter.

Peer Sylvester

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.
Peer Sylvester

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