Oraklos

Verlag: Splotter
Autoren: Joris Wiersinga / Jamara Jannink
Spieler: 2-5 Spieler
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten

„Offiziell“ sollen die Spieler aus einem Würfelorakel genau das ablesen, was der König hören will. Im Spiel sieht das so aus: Die Spieler haben drei Auftragskärtchen, die jeweils vier kreisförmig verbundene Vierecke zeigen, welche wiederum jeweils eine von vier Farben haben (Hatte meine Mutter mir nicht Bandwurmsätze verboten?). Alle so möglichen Muster sind auf irgendeiner Karte zu finden. Außerdem erhält jeder Spieler Würfel in denselben vier Farben. Davon legt jetzt jeder eine bestimmte (von der Mitspieleranzahl abhängige) Anzahl geheim in den Orakelbecher. Der wird jetzt geworfen, so daß die Würfel Muster auf dem Tisch bilden. Nun versuchen alle Spieler so schnell wie möglich, die Muster auf ihren Karten bei den Würfeln wiederzufinden. Hat man also z.B. eine Karte mit drei gelben und einem schwarzen Viereck, so versucht man drei gelbe Würfel und einen schwarzen Würfel zu finden, die in einem Viereck angeordnet sind, dessen Ecken die Würfel bilden und auf deren imaginären Seiten keine anderen Würfel liegen. Zudem haben die Würfel auf einer Seite Löcher. Liegen diese oben, darf der Würfel kein Bestandteil des Vierecks sein. Wer ein Muster gefunden hat, nimmt sich einen der drei Punkteanzeiger. Sind alle drei genommen, wird kontrolliert, War alles gültig, bekommt man Punkte (sonst Punktabzug). Anschließend darf sich jeder Spieler aussuchen, welche Würfel er in seinen Privatvorrat legen will, erfüllte Prophezeihungen werden ausgetauscht und die nächste Runde beginnt. Wer nach mehreren Runden 10 Siegpunkte hat, gewinnt.

Oraklos ist ein einfaches, nettes Spiel mit einer pfiffigen Idee, die sogar irgendwie zum aufgesetzten Thema paßt. Eine Partie dauert selten länger als 15 Minuten und durch die Würfelauswahl kommt sogar ein wenig Taktik ins Spiel. Aber natürlich ist es in erster Linie ein lustiges, schnelles Zwischendurchspiel á la Set oder Meschugge.

In der Spielanleitung werden noch zwei Varianten beschrieben, von denen die eine im wesentlichen eine abgespeckte Version des Grundspiels darstellt, die andere aber fast schon ein eigenständiges Spiel ist.

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