MarraCash

Verlag: Kosmos
Autor: Stefan Dorra
Spieler: 3-4 Spieler
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 45-60 Minuten

MarraCash ist einer der Wettstreiter im Hit-Klick-Spiel und schneidet offensichtlich relativ gut ab. Ein Grund einmal einen Blick auf dieses Spiel zu werfen:

MarraCash hat einen Basar, der aus vielen Souvenirgeschäften besteht. Die Touristen stehen außerhalb der Stadt bereits Schlange, um ihre Dirham auszugeben. Die Spieler haben es genau auf dieses Geld abgesehen. Wer an der Reihe ist, hat die Wahl zwischen drei Optionen: Zwei Touristengruppen bewegen, zwei Läden versteigern oder erst eine Gruppe bewegen und dann einen Laden versteigern. Wer versteigern will, wählt einen entsprechenden Laden aus und bestimmt ein Eröffnungsangebot. Reihum dürfen die Spieler nun dieses Angebot erhöhen oder passen. Das höchste Gebot bekommt den Laden. Der Auktionator bekommt einen Teil des Gebotes (es sei denn natürlich, er hat den Laden selbst ersteigert). Die Touristen bewegen sich nur in Gruppen durch die Stadt und zwar von Brunnenfeld zu Brunnenfeld. Kommen die Reisenden dabei an Läden gleicher Farbe (es gibt deren fünf) vorbei, so betreten die Reisenden den Laden und der Besitzer erhält Geld – und zwar mehr, je mehr Touristen bereits dort eingekehrt sind. Interessanterweise verlassen die Besucher einen Laden nämlich nicht mehr. Hat ein anderer Spieler die Touris in den Laden geführt, so gibt es eine Provision. Damit der Nachschub geregelt ist, kommen immer neue Gruppen zwischen 2 und 4 Personen in die Stadt sobald ein Eingangsfeld frei wird. Sind alle Reisenden innerhalb der Stadtmauern, ist jeder Spieler noch einmal an der Reihe und dann wird gezählt: Wer das meiste Geld hat, gewinnt.

MarraCash ist ein waschechtes Wirtschaftsspiel mit geringem Glücksfaktor. Wichtig ist es, einschätzen zu können, wie viel ein Laden wohl abwerfen wird und wie viel Geld man dafür ausgeben kann. Dank der Besucherschlange kann man auch einige Prognosen über die Zukunft stellen.

Insgesamt ist MarraCash ein nettes Spiel mit einer überschaubaren Spieldauer (dreiviertel Stunde), das auch gut für drei Spieler geeignet ist (unter Wirtschaftsspielen nicht selbstverständlich). Der Mechanismus ist durchdacht, wenn vielleicht auch etwas die absoluten Highlights fehlen. Man könnte sagen, daß Grafik und Spielablauf eher etwas für Puristen sind, doch das wäre dem Spiel gegenüber unfair.

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