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Wühlmäuse

Wühlmäuse

Verlag: Drei Hasen in der Abendsonne
Autor: Jens-Peter Schliemann und Guido Hoffmann
Spieleranzahl: 2-5
Alter: ab 5 Jahre
Spieldauer: 20-30 Minuten

Wühlmäuse ist ein Wühlspiel. Mehr muss man eigentlich nicht wissen.

Gut, die wirklich (wieder einmal) großartige graphische Gestaltung von Kappler und Rüttinger ist (wieder einmal) einmal eine Erwähnung wert: Statt quadratische Plättchen wühlt man diesmal fast lebensechte Blätter und statt Ikonographien wollen lebensecht gestaltete Naturelemente wie Marienkäfer oder Erdbeeren gefunden werden. Aber ja, mehr muss man nicht wissen vorausgesetzt, man weiß was ein „Wühlspiel“ ist.

Falls Sie es nicht wissen: Ein Wühlspiel ist ein Spiel, bei dem man mit einer Hand in Plättchen wühlt, immer eines aufnehmend, ansehend und eventuell nehmend. Michael Schacht hat dieses Genre mit Affenraffen und Mondo wenn nicht gar begründet so zumindest geprägt. Auch bei den Wühlmäusen wühlt man, aber diesmal geht es nicht um die eigene Auslage oder so, sondern schlicht darum, ein neu eingemischtes Plättchen zu finden.

Also: Blatt rein in Box – mischen – alle anderen suchen das neue Dingskirchen (und „alle anderen“ wissen daher auch nicht was man eigentlich sucht – zu zweit gibt es eine entsprechende Regelanpassung – so kommt eine Mikrodosis Memory ins Spiel – der schnellste gewinnt den Punkt – Blatt kommt zurück und weiter geht’s!

Ja, vielmehr muss eigentlich nicht wissen!

Ach so, doch, da ist eine Sache, die ich aus den Regeln nicht ableiten konnte: Tatsächlich dauert das erste Ziehen nicht lange – bis auf ein paar neutrale Blätter ist auch nix drin in der Schachtel. Doch da die gezogenen Blätter immer wieder zurück in die Schachtel kommen, muss immer mehr gewühlt werden, um das entscheidende Blatt zu finden. Und dadurch dauert das Spiel hinten rum etwas. Vielleicht einen Tick zu lange für dieses Art Spiel. Ob das zu lange ist, entscheiden am Ende aber die Wühler. Die wissen ja, auf was sie sich einlassen.

Mehr muss man eigentlich nicht wissen!

Peer Sylvester

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.
Peer Sylvester

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