Pixelstücke

Verlag: Asmodee
Autor: Laurent Escoffier und David Franck
Spieleranzahl: 4-9
Alter: ab 8 Jahre
Spieldauer: 30 Minuten

Spiele, bei denen man irgendetwas irgendwie darstellen muss, sind zahlreich und ich habe sie (fast) alle gespielt. Ich habe Gegenstände gezeichnet (Pictionary), vorgespielt (Charade, Bühne frei), Vorgespielt und gezeichnet (Activity), mit Steinen dargestellt (Talking Stones) im Team mit Knöpfen und Hölzern gearbeitet (Wat´n´Dat) und gerade neulich einen Bahnübergang mit einer Wäscheklammer, einem Holz und einem Schwein dargestellt (Was n das?) und das sind nur die (Bei-)Spiele, die mir gerade in den Sinn kommen.

Mit anderen Worten: Ich habe schon sehr viele Begriffe auf sehr viele nonverbale Arten versucht irgendjemanden zu vermitteln (Hier einen Lehrerwitz einfügen).

Insofern stand ich nicht gerade ganz vorne in der Reihe, als Pixelstücke herauskam. Denn so viel anders kann es ja nun nicht sein, wenn man statt zu zeichnen o.ä. Quadrate auf ein Raster legt, um etwas darzustellen, nicht wahr?

Ich lag aber so etwas von falsch!

Zuerst einmal: Es ist deutlich schwieriger irgendetwas nur mit Quadraten (und einem rechten Winkel) darzustellen, als man denkt. In den meisten Fällen kommen irgendwelche Klumpen heraus, die niemand auch nur annähernd identifizieren kann. Und ein Zauberstab mag ein langer Streifen sein, aber wer kommt bei einem langen Streifen auf Zauberstab? Und nicht auf Streifen? Oder Ast, Stock, I oder Latte? Also muss man seine Quadratreihe noch irgendwie verschönern. Und dann sind wir beim zweiten Problem.

Denn gemeinerweise stellen immer mehrere Spieler (je nach Mitspielerzahl 2-3) denselben Begriff dar und wer am wenigsten Quadrate benutzt hat, darf sein Kunstwerk als erstes vorzeigen – und bekommt im Ratefall die Punkte. Erst wenn niemand erkennt, was der Künstler sagen wollte, werden die anderen Werke gezeigt. Dadurch überlegt man sich vielleicht doch auf schmückendes Beiwerk zu verzichten – eine rote Spitze reicht doch als Verschönerung, oder? Eigentlich braucht man nur jedes zweite Quadrat, nicht wahr? Am Ende darf man sein Werk zwar als erstes vorzeigen, aber erkennen tut es niemand mehr. Um die Sache noch zu erschweren, ruft der Spieler, der als erstes meint, fertig zu sein: „Pix“ woraufhin alle anderen Spieler (egal welchen Begriff die darzustellen versuchen) nur noch 30 Sekunden Zeit haben, ihren Malversuch fertigzustellen. Das schafft Stress und Panik und besonders unerkennbare Quadrathaufen.

Damit schafft es Pixelstücke sehr viel lustiger zu sein, als es anfangs den Anschein hat. Und noch etwas fällt auf: Mit steigender Spielerfahrung wurde besser gepixelt und vor allem noch besser geraten. Zwar haben wir es uns nie zugetraut die schweren Begriffe zu versuchen, aber ein Lerneffekt war dennoch deutlich. Hinzu kommt noch, dass sich Pixelstücke flott spielt – Jeder spielt mal mit jedem zusammen und dann ist das Spiel schon wieder zu Ende – nach Meinung von allen eher zu früh als zu spät und das ist für ein solches Spiel durchaus wichtig.

Man kann ja nochmal spielen!

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