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Looping Chewie

Verlag: Hasbro
Autor: ohne Angabe
Spieleranzahl: 2-3
Alter: ab 4 Jahre
Spieldauer: 5 Minuten

2006 hat sich mein Leben geändert.

Für die Spielbar habe ich damals ein Looping Louie gekauft. Ein Spiel dass selbst Jahre danach noch Kommentare von Liebhabern produziert. Ein Spiel, dass ich seitdem unzählige Male gespielt habe. Manchmal sogar mit Kindern. Ein Spiel mit bewundernswerter konzeptioneller Reinheit. Hasbro ist schlau und hat bislang gar nicht erst versucht, dass irgendwie zu verbessern.

Bis jetzt.

Der einzige logische Schritt ist jetzt gegangen. Looping Louie ist jetzt bei Star Wars angekommen. Damit ist zusammengewachsen was zusammengehört. Chewie, wir sind zu Hause! Ein kultigeres Spiel ist gar nicht denkbar. Mehr Kult würde das Universum kollabieren lassen. Mehr Trinkspiel die öffentliche Sicherheit gefährden. Mehr Star Wars… OK, mehr Star Wars ist immer machbar.

Die wichtigste Erkenntnis: Chewbacca sitzt im Millenium Falcon. Und Chewie ist laut cartoonoesker Schachtelgraphik dabei besser gelaunt, als wir ihn je gesehen haben. Vermutlich hat er Han Solo gegessen. Wir wissen es nicht. Aber eines steht fest: Chewie: Louie ist dein Vater! Genau wie er fliegst du jetzt in seinem Ansinnen im Kreis und wirfst Dinge von Dächern. Nur sind die Dinge jetzt Sturmtruppen und keine Hühner. Was wir nicht gedacht hätten: Der Millenium Falcon fliegt mehr Loopings als Louie. Das hat wohl was mit Schwerpunkten zu tun. Jedenfalls hebt der Falcon nicht so weit ab, wie der Doppeldecker, aber er überschlägt sich mehr. Jedenfalls ist so mein völlig subjektiver Eindruck der fliegerischen Eigenschaften des einzigen Raumschiffes, dieser Größe mit einer Tarnvorrichtung (nicht in der Schachtel enthalten *).

Die wichtigste Änderung: Chewie fliegt maximal mit drei Personen. I find the lack of the 4th player disturbing. Das sind zwar 50% mehr Seiten als bei den Star Wars Filmen gegeneinander gekämpft haben, aber es sind auch 25% weniger Spieler als bei Louie. Das ist ein Unterschied von 25%! Doch wo es eine dunkle Seite gibt, ist auch Licht: Das Grundspiel spielte sich nicht wirklich gut zu dritt. Wie Blokus Trigon füllt Looping Chewie damit eine Lücke (d.h. eine weitere Lücke. Es füllt ja auch die Lücke in unserem Herzen, die aufgrund einer fehlenden Star-Wars-Version von Looping Louie seit Jahren vor sich hinschwelte). Sollte es irgendwann ein Looping Gandalf geben (Du kommst hier nicht vorbei bekommt dann eine ganz neue Bedeutung!), dann bitte für 5 Spieler und Looping Potter für 6. Darüber hinaus gibt es im Zweifelsfall genügend Primzahlen, um weitere Filmadapaptionen zu ermöglichen. Und irgendwann besteht die Sammlung nur noch aus Looping Louie-Varianten für alle möglichen Spielerzahlen und wir erreichen Nirvana.

Was könnte schöner sein?

(* Die Tarnvorrichtung, nicht das Raumschiff. Das ist natürlich enthalten, sonst funktioniert das Spiel ja nicht. Allerdings sind Batterien nicht enthalten und ohne die funktioniert das Spiel auch nicht. Womit wieder gezeigt wäre, dass jeder Saft zwei Seiten hat).

Peer Sylvester

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.
Peer Sylvester

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