016 Brettspielradio mit Pierre Schwan

Der „normale“ Messebesucher der Spiel in Essen bekommt von vielen Dingen, die eher im Hintergrund des Messetrubels stattfinden, gar nicht so viel mit. Z.B. auch, was die Verlage an Logistik-Leistung im Hintergrund erbringen. Pierre Schwan verantwortet die Logistik bei Pegasusspiele in Friedberg und erzählt in unserem Interview zum einen vom Verlagsstandort und dem, was dort in seinem Job alles anfällt. Wir sprechen aber auch über die Messe in Essen und von den LKW-Ladungen voller Spiele und Equipment, die dorthin und auch wieder zurück transportiert werden.

Datum der Aufnahme: 7. Oktober 2017
Online seit: 13. Dezember 2017

Shownotes:

Links:
Brettspielradio – Der Brettspiel-Podcast von spielbar.com: https://www.spielbar.com/podcast
spielbar.com auf twitter: https://twitter.com/spielbar_com
Brettspielradio auf iTunes: https://itunes.apple.com/us/podcast/brettspielradio-mp3-feed/id1277686061
Brettspielradio auf panoptikum.io: https://panoptikum.io/podcasts/24511
Pegasusspiele: http://www.pegasus.de

Credits Intro/Outro:
Künstler: Scott Holmes
Song: A Wee Tipple
Album: Music for Media 2
Lizenz: CC BY NC
Veröffentlicht: 2017-08-19
Quelle:
A Wee Tipple von Scott Holmes: http://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/Music_For_Media_Vol_2/Scott_Holmes_-_03_-_A_Wee_Tipple_1169

015 Brettspielradio PEEP No 1

Auf Knut Michael Wolfs Spielplatz, später auf spielbox.de, gab es mal ein wunderbares Forum, welches Anlaufstelle für alle am Hobby Brettspiele Interessierten war. Eine Kategorie der dortigen Postings waren die PEEPs, die Persönlichen ErstEindrucks-Postings. Diese Idee will ich heute aufgreifen und meinen Ersteindruck nach wenigen gespielten Partien zu den folgenden Spielen geben. Für eine Rezension ist der Eindruck also noch zu frisch, aber immerhin ein Spielgefühl möchte ich vermitteln:

00:00:00 Intro
00:00:23 Begrüßung
00:01:07 Photosynthesis (Blue Orange, Hjalmar Hach)
00:03:02 Conex (Haba, Prospero Hall)
00:04:26 Istanbul – Das Würfelspiel (Pegasusspiele, Rüdiger Dorn)
00:06:10 Azul (Plan B Games, Michael Kiesling)
00:06:55 Minute Realms (dv Giochi, Stefano Castelli)
00:08:29 Funkelschatz (Haba, Günter und Lena Burkhardt)
00:10:30 Montana (White Goblin Games, Rüdiger Dorn)
00:12:23 Kodama (Kosmos, Daniel Solis)
00:13:37 Majesty (Hans im Glück, Marc André)
00:16:00 Nomaden (Ludonaute, Gary Kim)
00:18:56 Rausschmeißer
00:20:18 Feedback-Block
00:20:49 Outro

Datum der Aufnahme: 6. Dezember 2017
Online seit: 6. Dezember 2017

Shownotes:

Links:
Brettspielradio – Der Brettspiel-Podcast von spielbar.com: https://www.spielbar.com/podcast
spielbar.com auf twitter: https://twitter.com/spielbar_com
Brettspielradio auf iTunes: https://itunes.apple.com/us/podcast/brettspielradio-mp3-feed/id1277686061
Brettspielradio auf panoptikum.io: https://panoptikum.io/podcasts/24511

Credits Intro/Outro:
Künstler: Scott Holmes
Song: A Wee Tipple
Album: Music for Media 2
Lizenz: CC BY NC
Veröffentlicht: 2017-08-19
Quelle:
A Wee Tipple von Scott Holmes: http://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/Music_For_Media_Vol_2/Scott_Holmes_-_03_-_A_Wee_Tipple_1169

Heather Chandler underlined many words in her copy of Moby Dick

Ich erinnere mich in den letzten Jahren den Jürgen mitgezwungen zu haben, etwas nach der Messe zu schreiben. Inzwischen greift der aber einfach zum Mikro und spricht was ein. Stattdessen bin ich derjenige der gezwungen wird, weil ich noch nichts geliefert habe. Ich sitze also schon seit ein paar Tagen vor einer leeren Schreibprogrammseite und überlege was ich tippen soll.

Es ist ja nicht so, dass es nichts zu tun gibt. Man drängt das Problem nach hinten und kümmert sich um die vielen anderen Dinge, die man die ganze Zeit eh machen muss und die man nicht vernachlässigen möchte. Und dann fällt mir auf, das es vor allem daran liegt das gefühlt alles schon gesagt wurde. Peer hatte es sehr gut erschlagen und Jürgen hat die Lücken gefüllt. Die Messe ist gegessen. Oder nicht?

Und dann dachte ich mir, es gibt ja noch die Sichtweise, eines Menschen der auf der Messe gearbeitet hat. Mit einem eigenen Stand. Aber die ist auch langweilig. Es war voll. Es wurde viel gekauft und man war froh, dass man den Stand nicht verlassen musste. Natürlich hätte man gerne mehr Platz gehabt um mehr Demos geben zu können, aber das Geld dafür hat man auch nicht.

Aber die Deadlines hatten wir noch nicht. Vor 2 Jahren hatten wir alle geschimpft, dass Essen so früh ist. Viele viele Jahre war Essen immer am dritten Wochenende im Oktober. Zumindest erinnere ich mich immer so. Wenn man nachsieht wird man feststellen, dass es auch etliche gab, welche am zweiten Wochenende waren. Vor zwei Jahren war es aber gefühlt das erste Wochenende. In dem Jahr hatte der Oktober fünf Wochenenden und es war in Wahrheit das zweite, aber es war halt ganz am Anfang des Monats. Das erzeugte Stress bei allen Verlagen und die Deadlines waren ein Graus. Aber es klappte.

Dieses Jahr war Essen sehr spät. So spät, dass es wirklich an den Letzen Tagen des Monats lief. Statt also entspannt zu sein, kam die Anstrengung in Form des auf die leichte Schulter Nehmens. Ich habe persönlich ein Problem mit so einem späten Termin, wenn ich ein zeitkritisches Produkt auf den Markt bringe, dass dann schon früher raus muss und nicht auf der Messe als Neuheit gezeigt werden kann. Aber auch andere werden da übersehen und die Deadlines nützen alles nichts.

Wir Verleger sind da wie die Autoren. Und auch die Buchautoren. Gib mir mehr Zeit und ich fülle die zusätzliche Zeit. Es wird nicht fertiger, sondern nur bearbeiteter. Deadlines sind ein wichtiges Instrument, aber sie nützen nichts, wenn die Frage nach der Dead-Deadline und der Dead-Dead-Deadline schon logischerweise kommen. Und es ist echt ein Problem, wenn die Puffer nicht eingebaut werden, um Katastrophen wie gesunkene Container mit einzuplanen.

Für mich war die Messe in der Richtung zum größten Teil entspannt. Und je mehr ich mich weg bewege davon für eine Messe zu planen, sondern mich darauf konzentriere es einfach fertig zu planen, desto entspannter bin ich. Und dennoch mache ich gerade solch Zeitkritischen Projekte jedes Jahr, wo ich den Kribbel der Deadlines wieder spüre. Und die Freude, wenn das alles klappt oder den Frust, wenn was schiefgeht. Ich fühle mich lebendig. So lebendig wie in der Masse in Halle 3 festzustecken oder seinen Stand nicht verlassen zu können, weil die Schlange davor einen nicht rauslassen kann, selbst wenn sie es möchte. Und dieses Gefühl hatte ich auch dieses Jahr. Und auch wenn sich immer alles ändert, so bleibt das Gefühl diese Änderungen als positiv zu empfinden und die Freude das genießen zu können.

Ich freue mich auf die Spiel 18. Egal welche Probleme da kommen. Egal welche Deadlines verpasst werden. Egal welche Trends übersehen wurden. Egal welche Menschen ich verpasst habe, weil wir in der Masse uns nicht getroffen haben. Egal welche anderen verrückten Ideen mir in der Phase des Lebens beglücken. Dieses Essen wird nicht das beste oder coolste gewesen sein. Aber es wird auch nicht das schlechteste gewesen sein. Man muss es als Erlebnis verarbeiten und auf dieses Erlebnis freue ich mich auch nächstes Jahr wieder. Und auf das Feedback anderer die das ganze kritischer betrachten können, wie der Peer.

Da sein oder nicht da sein – Das ist leider eine Frage des Geldes

Alle paar Wochen darf ich hier in die Tasten hauen und etwas an die werten Lesen auf spielbar.com schreiben. Heute ist der verlängerte Tag vom Wochenende, denn mit Messevorbereitungen und dem Anbinden von Pandemic Legacy Season 2 an selbigen Zeitplan ist meine Zeit deutlich knapper gestreut als mir lieb ist. Dennoch will ich am fünften Tag des Wochenendes noch ein paar Worte zum Besten geben.

Wenn man derzeit über eines redet, dann über die Spiel in Essen. Die ganze Spiele-Welt dreht sich um diese Veranstaltung und um die Spiele, die dort vorgestellt werden. Die Ganze Spiele-Welt? Nein. Es gibt auch Leute im Spielebereich die nicht in Essen sind, aus den unterschiedlichsten Gründen. Vielleicht ist das auch gut so, denn die Veranstaltung ist so schon kaum überblickbar und wenn ich den Berichten über die GenCon trauen darf, ist es einfach unmöglich auch nur ansatzweise alles zu sehen, was einen interessiert. Muss man aber auch nicht.

Ich bin ein großer Fan von Heavy Cardboard. In ihrer Vorschau zu Essen zusammen mit Punching Cardboard haben sie den Begriff etwas weiter gefasst und alle Spiele mit reingenommen die in dem Zeitraum erscheinen. Und da war einiges dabei, was gar nicht in Essen dabei ist. Es zeigt deutlich, dass die Zahl der Verlage größer wird, die nach Essen kommt, aber im selben Maße auch Verlage entstehen, die nicht nach Essen kommen. Der Markt wächst und gedeiht.

Die Frage stellt sich für mich auch als Verlagsmensch. Man wird zu vielen Veranstaltungen eingeladen, zu denen man doch auch kommen soll. Die GenCon lädt nicht ein, die hat genug Leute, die freiwillig kommen. Aber sämtliche anderen Veranstalter fragen bei einem an. Man soll nach Birmingham und Cannes kommen. Das sind die größten Messen der Branche in UK und in Frankreich. Auch Lucca und Modena in Italien fragen an. Die Veranstaltungen, die Wien hatte, haben auch angefragt und dann sind sie jetzt leider weg. Aber auch die kleinen Veranstaltungen in Deutschland fragen nach. Sei es Ratingen, Bremen, Bielefeld, Darmstadt, Rostock, Braunschweig, sogar die Berlin-Con und viele viele mehr. Sogar Nürnberg will mich oder die Frankfurter Kreativmesse und da sehe ich mich nicht mal als Zielgruppe.

Natürlich sollte man auf allen Spielemessen sein, denn auf jeder sind Spieler, denen man seine Spiele näherbringen kann. Je mehr Präsenz man zeigt, desto mehr wird man wahrgenommen. Leider ist das auch immer mit einem entsprechend hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden. Dabei mag der Stand noch günstig sein, aber wenn da noch einer helfen soll mit dem Erklären, wenn da noch die Anreise dazukommt und die Übernachtungen, dann sprengt das sehr schnell den Rahmen, den jeder sich leisten kann. Und dennoch ist jede einzelne dieser Veranstaltungen wichtig. Jede einzelne ist eine Hilfe, das Spielen wieder weiter in das Zentrum der Freizeitgestaltung für viele zu rücken.

Und nun kommt der Nostheide Verlag und macht auch noch mit einer Veranstaltung mit. Die Spiel Doch! in Duisburg will mich auch als Aussteller gewinnen.

Ich hatte eigentlich vor, einen langen Rant zu schreiben, was dabei alles falsch gemacht wird. Vor allem in der bisherigen Kommunikation der Veranstaltung. Aber wem ist damit geholfen? Weder dem Nostheide-Verlag noch den Spielern. Ich habe einfach mal die ganzen Argumente in eine Schublade gepackt und kann sie dann rausholen, falls die Messe im März ein Reinfall wird, mit den Worten, ich habe es vorher gewusst. Und falls sie ein großer Erfolg wird, dann freue ich mich, dass es noch mehr Anziehungspunkte gibt und habe mich nicht peinlich gemacht.

Natürlich sollte ich auch da hin, aber das sprengt den Rahmen, den ich als 1-Mann-Verlag leisten kann, leider deutlich. Eigentlich tut dies auch Essen, aber ein Aushängeschild muss ich mir dann doch gönnen. Zu wichtig sind die ganzen Kontakte dort. Es ist Business und nicht nur Vergnügen. Aber als Selbständiger ist das so verschwommen, das ich da oft nicht unterscheiden kann, nicht muss und auch nicht möchte.

Gedankengut Spiel ’16

Ach herrje, womit kommt der denn jetzt noch? Andere haben längst die Neuheitenliste für die Spielwarenmesse in Nürnberg 2017 abgearbeitet, jetzt kommt der hier mit so altem Kram um die Ecke.
Aber Peer und Matthias haben mich ja gezwungen. Und da lasse ich mich gerne ein wenig anstupsen. Nur musste ich beruflich schauen, dass ich den Beitrag irgendwo zeitlich schaffe unterzubekommen. Voilà.

Womit fange ich denn da am besten an? Falls ich Leser vergraulen will, wohl zunächst einmal mit dem Erlebnis auf der Messe mit Kindern unterwegs zu sein: Was soll ich sagen, im großen und ganzen hat das prima geklappt. Unsere Mädels (4,5 und 2,5) sind am Samstag früh mit Mama nach Essen gekommen und bis Sonntagnachmittag mit dabei gewesen. Wir Eltern hatten also den Donnerstag und Freitag zur freien Erkundung der Messe. Dadurch wird diese Messezeit aber auch gleichzeitig weniger von Spielen denn von Erlebnissen geprägt. Und ja, die Galeria, die ich früher immer wahnsinnig nervig fand, ist dann plötzlich ein Highlight. Falls Ihr meine Kinder mal trefft, wäre ich übrigens dankbar, falls Ihr bestätigen könntet, dass die Trampoline erst für ab 10-jährige Kinder sind ;-) Ihr vernichtet sonst meine Credibility. Die Messehighlights kamen für die Mädels eindeutig von Heidelberger und Schmidt: Eine große Entschuldigung an den jungen Mann oder die junge Frau, die am Sonntagfrüh im Heidelbär-Kostüm steckte. Ja, das war meine Tochter, die Dich beim Rausgehen aus der Galeria geschlagene 15 Minuten zugetextet hat und Dir Geschichten aus ihrem Leben erzählt hat. Danke, dass Du so nett stehengeblieben bist. Der Kaffee, den ich in der Zeit getrunken habe, war der wohl entspannteste des Tages. Und pardon, dass Dir die Mädels dann den ganzen Tag suchend durch die Hallen gefolgt sind. Wir spielen dafür jetzt nur noch Heidelberger-Spiele mit ihnen. Gut, bis auf Schmidts Bibi&Tina – Das große Rennen. Das spielerische Highlight der Messe für die Mädels. Und ein großer Dank an Schmidt, das wir dass Spiel am Stand erwerben durften, da die umliegenden Händler es überraschenderweise nicht im Sortiment hatten. Die Packung davon ist zwar groß, aber ich habe das gerne geschleppt, sind darin doch zwei Steckenpferde, die noch am Abend im Hotel bespielt wurden. Außerdem war der Karton bei weitem nicht so groß wie der von PlayMais, der anderen Entdeckung der Messe. Aber der Karton kam glücklicherweise per Post wenige Tage nach der Online-Bestellung. Apropos Online-Bestellung, kennt jemand eine Bezugsquelle für die Einhornkopfbedeckungen aus Halle 2? Sahen bescheuert aus, stehen aber auf dem Weihnachtswunschzettel der Mädels…

So, dann mache ich direkt beim letzten Adjektiv weiter. Ich bin jedes Jahr auf’s neue überrascht, mit welcher Naivität Kleinverleger hier an den Start gehen. War es letztes Jahr (oder vorletztes?) das eigenproduzierte Black Hole (engl. Bezeichnung für ein rundes Leiterspiel), setzte dem in diesem Jahr Stephan Daniel die Krone auf. Besagter Autor, Verleger, Ernährungsexperte und (!) Skilehrer sprach mich bereits vor der Neuheitenschau komisch von der Seite an, obschon ich gerade im Gespräch mit Tom Werneck vertieft war. Nun gut, Flyer entgegengenommen, gelächelt, zurück zum Gespräch. Dann kam aber während der Messe am Freitagabend das an Absurdität nicht zu übertreffende Ereignis: Wir schlenderten gerade von einem Termin zum nächsten als besagter Motivationskünstler aus seinem Stand heraus gesprungen kam (wirklich, wortwörtlich), um sich uns in den Weg zu stellen. Ohne große Vorstellung kam die Frage: ‚Hey, für welches Medium arbeitet Ihr denn?’ Man muss dazu sagen, dass wir neben spielbar noch die Spielevorstellungen für das Libelle-Magazin schreiben, z.B. gerade aktuell Krazy Wordz. Nun gut, ich war froh, dass ich ihn nicht umgerannt habe, so spontan kam der Sprung vor meine Füße (Anm. d. Red.: nein, aufgrund seiner kräftigen, tollen, männlichen Statur – erwähnten wir das mit dem Skilehrerschein – wär‘ das natürlich nicht, ach, ich schweife ab…), dennoch nett geantwortet und auf seinerseitiges Nachbohren versprochen, dass ich um 18 Uhr, nach unseren sonstigen Terminen, nochmal vorbeikomme. Gesagt, getan und @AttilaProducts einfach direkt mal mitgenommen. Und was dann geschah ist für mich immer noch unfassbar, auch in der Retrospektive. Wir also hin und freundlich gesagt ‚Da sind wir, dann zeig uns mal Dein Spiel‘. Dann folgte eine minutenlange Erläuterung, dass Trumpf ja nicht Quartett sei und dass da erhebliche Unterschiede bestehen. Die habe ich bis heute nicht verstanden, aber in dem Moment auf der Messe dachte ich nur ‚ok, was erklärst Du da, Du wirst doch hier nicht ein Trumpf-Spiel vorstellen wollen…‘. Weeeeeeit gefehlt. Die Erläuterung des Spiels begann dann mit den Worten ‚50% der Deutschen wollen mehr über Ernährung erfahren. Mit dem Spiel ‚jeu-d’œuvre‘ will ich zur Bildung beitragen.‘ Dann kam nochmal die Erklärung von Trumpf, verbunden mit dem Hinweis, dass das für die meisten Menschen als Spiel ja schon viel zu kompliziert sei (Anm.: was ich nicht hoffe). Er habe sich daher einen tollen Kniff ausgedacht, mit dem das Spiel noch viel toller wird: Die Schwierigkeit besteht ja bei Trumpf in der Entscheidung für eine Kategorie, die man Vorlesen möchte. Das nimmt einem jeu-d’œuvre ab. Hier steht oben auf der Karte, welche Kategorie man wählen muss. Hmm. Erst mal Schweigen. Dann kamen wir darauf zu sprechen, ob man dann noch von Spiel sprechen kann. Immerhin fällt damit alles weg, was man an Trumpf noch als Spiel bezeichnen könnte. Und wir waren echt nett und höflich, haben aber dennoch unserer Skepsis Ausdruck verliehen. Und das war offensichtlich Anlass genug, uns dann so was von persönlich anzugehen: Was wir doch für Journalisten seien, unsere Aufgabe sei doch wohl ihm zuzuhören und dann sofort über seine Worte zu berichten. Unser Einwand, dass weder spielbar noch Spielbox, für die Atti schreibt, wohl einen Leserkreis hätten, der sich für ein Trumpf-Spiel interessiert, wurde dann mit der Gegenfrage konterkariert, wieviele Leser wir denn hätten. Seine Zielgruppe sei immerhin eine andere, denn 50% der Deutschen hätten Interesse an Ernährung, er strebe also einen Markt von 40 Mio. Kunden an. (Anm.: Wenn ich mich nicht täusche, dann also knapp doppelt so viele, wie es Käufer für das Catan Grundspiel weltweit gab.) Da könnten wir mit unseren paar Tausend Lesern wohl kaum eine Relevanz für ihn haben. Bämm. Das saß. Ich wusste echt nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Beides aus Erheiterung.
Aber ich will eines zugeben: Die Aquarelle, die er nach eigenen Angaben selbst erstellt hat, sind toll. Hier könnten Verlage auf der Suche nach einem Illustrator ja mal vorbeischauen.

Leider konnten wir aufgrund der Kinder nicht zum Bloggertreffen am Samstagabend. Aber wir hätten vermutlich auch den Dienstaltersdurchschnitt gesprengt. Ich bin in dem Kontext über twitter gefragt worden, wie lange es spielbar.com schon gibt. Die Überraschung, dass wir am 22.02.2000 gestartet sind, war schon interessant. Webseiten gibt es also nicht erst seitdem Social Media en vogue sind :-)

Dann noch ein paar vermischte Eindrücke:

Ein steter Anlaufpunkt war der Stand von Rathskellers. Die Tische von den Jungs sind echt grandios. Zwei davon stehen bei @AttilaProducts und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Partie darauf (zum Zeitpunkt, wo ich dies hier schreibe, sieht es so aus als würde das Elisabeth I. werden, wunderbares Spiel).

Es gab vereinzelt Ärger um rationierte Spiele. Für mich nicht ganz nachvollziehbar. Wenn man das mal in Ruhe betrachtet, ärgert sich niemand mehr als ein Verleger, falls er nicht genügend Spiele mit in Essen hat, weil einfach nicht mehr zu produzieren oder transportieren waren. Egal, welchen Verteilmechanismus man dann wählt, irgendjemand wird sich immer aufregen. Und entgangenen Gewinn hat er auch noch. Für die Kaufinteressenten: Wenn ein Spiel wirklich richtig gut ist, dann kommt es irgendwann zu einer Neuauflage oder einem weiteren Printrun.

Spannend fand ich die Vorankündigung des Paketversands direkt von der Messe. Überrascht war ich dann von der winzigen Größe des Stands. Ich hatte einen mindestens 4x so großen Stand erwartet. Aber das Geschäftsmodell scheint funktioniert zu haben und daher möchte ich fast wetten, dass im nächsten Jahr noch mehr Paketanbieter auf der Messe präsent sein werden. Die von weiter her angereisten Besucher haben zumindest lange Schlangen gebildet.

In den letzten Wochen habe ich eine spannende App immer häufiger genutzt: Boardgame Stats App, mit der einige Statistiken von BGG ausgelesen und Daten für BGG eingegeben werden können. Ein feines Ding. Und im krassen Kontrast zu twiddle auch ein Konzept, von dem ich auch vorab gesagt hätte, dass es funktioniert. Zu twiddle, einer anderen mobilen App, gab es hingegen trotz vermutlich großem Investment seitens Spieleverlage e.V. lediglich eine dünne Pressemitteilung. Vielleicht war zu dem Zeitpunkt bereits der Glaube an das Projekt verloren. Wenn alles gut läuft, werde ich in den kommenden Wochen hierzu nochmals etwas intensiver schreiben.

Na gut, und als ultimativer Nachschlag noch der Blick auf die Neuerwerbungen (= Pile of Shame des kommenden Jahres).

Spiel 2016 (= Pile of Shame 2017)
Spiel 2016 (= Pile of Shame 2017)

So, Peer und Matthias, das war’s von meiner Seite zu Essen. Euch fehlt noch was? Gut, dann hier noch ein kleiner Nachschlag: Nette Leute treffen – Spielen im Hotel – Bloggertreffen – Tolle Leute wiedersehen – Kasse geklaut, Kickstarter gemacht – Messe überfüllt – Wir wollen mehr Spielfläche! – Unfassbar hohe Preise – Ramschpreise – Waffeln – Crepes – Kaffee – Hotel Bredeney.

Die Ludoimpischen Spiele

Mir ist so kurz vor der Zielgerade, der Spiel ’16 in Essen, dieses Jahr aufgefallen, dass es gar nicht so sehr die Zeit vor Ort ist, welche die Arbeit ausmacht, sondern die 12 Monate davor. Die Zeit in der alle Neuheiten geplant, bearbeitet und irgendwie gehandelt werden. Der Vergleich der mir dabei durch den Kopf ging, war einer der sich anbot, weil hier in Berlin vor 2 Wochen der Marathon war.

Die Spiel ist ein Marathon. Genauer gesagt sind die 12 Monate bis zur Spiel der Marathon. Der Sommer ist Kilometer 35, wo die Puste gefühlt etwas nachlässt, und die Spiel selber ist die Zielgerade, wo ich nur noch 4 Tage drauf schaue um das Ergebnis zu erfahren. Man ist erschöpft und trotzdem noch voller Energie. Wie bei Ecstasy. Da ist man auch sofort Tod, kann aber noch 3 Tage durchtanzen.

Wir sind also beim Sport. Und so, wie die Olympiade der Zeitraum zwischen den Olympischen Spielen darstellt, ist dieses Jahr aber auch die Zeit zwischen Ludoimpischen Spielen. Und ich dachte dann kann ich hier noch ein paar andere Sportarten vorstellen, die vor Ort von vielen ob gewertet oder ungewertet gespielt werden.

Hindernisganglauf – Der Weg durch die Gänge ist voller Leute mit Koffern, Sackkarren, Hubwagen, und so manch anderem Gefährt um die Masse an Spielen abzutransportieren, die andere mühsam hingeschleppt haben. Zum Glück sind es dieses Jahr 6 Hallen und so verteilt sich die Masse deutlich mehr als letztes Jahr, was zu einer Entspannung führen sollte. Mancher wird sich beschweren, dass es leerer sein wird, aber der war halt noch nicht bei der Halle 1 bei der zweiten Sportart.

Schnäppchencatchen – Eingesperrt in einem Käfig werden die Leute durch einen engen Gang gequält, wo sie die günstigsten Spiele ergattern können. Man will früh da sein um manche Schnäppchen zu machen, bevor sie alle sind, aber auch wiederum nochmal spät, wenn die letzten Spiele nochmal günstiger werden. Manche Perlen sieht man leider Jahrelang, für einen pervers niedrigen Preis. Was uns aber gleich zu Kategorie 3 bringt.

Neuheitenjagen – Natürlich will jeder die besten Spiele, aber bei solch einer Masse kann es nicht nur die besten geben. Je weniger man kennt, desto weniger kann man mit den Spielen die man hat unzufrieden sein. Was leider stimmt, wenn der nächsten im Handel ein Monopoly kauft, führt aber auch dazu, dass es welche gibt die sich gegen diese Tatsache währen. Sie studieren ihre Opfer seit Wochen und Monaten um sie dann gleich am ersten Tag alle an ihren jeweiligen Ständen zu erlegen und mitzunehmen. Ich kann selber sagen, wie wenig davon tatsächlich ordentlich behandelt und präpariert wird, und wie viel davon Zu Hause im Schrank anfängt zu modern. Man merkt es nur nicht, weil sie noch eingeschweißt sind.

Es gibt noch viele andere Sportarten in der Nische der Ludoimpischen Spiele, aber ehrlich gesagt so viel Platz habe ich hier auch nicht, ohne auch nur die letzten meiner 23 Leser zu verlieren. Der Vollständigkeithalber erwähnen wir sie aber natürlich. Trendhinterherlaufen, Schlangestehen, Preistiefwurf und gerade immer beliebter Staffel-Verlags-Übernahme.

Frohe Spiele.

Zwanzig Mal Fußball WM

Es gibt die Leute die Fußball als so toll empfinden, das sie sich möglichst alles dazu in den Kopf packen. Viele verfolgen was passiert und achten in erster Linie auf ihre eigene Lieblingsmannschaft. Es gibt auch die, die nur bei der Europameisterschaft und der Weltmeisterschaft aus ihren Löchern kriechen und sich mit dem Sport beschäftigen und es gibt natürlich noch die Totalverweigerer, die selbst solche Gelegenheiten komplett ignorieren sich mit diesem Sport zu beschäftigen. Ein Sport, der für sehr viele Menschen der wohl wichtigste Sport in ihrem Leben ist. Wie kann das nicht für jeden das Ereignis sein?

Bei uns Brettspielern ist das nicht viel anders. Da sind die Immer-Spieler, die einmal die Woche-Spieler, die Öfters-im-Jahr-Spieler und natürlich die Was-gibt-es-denn-unterm-Weihnachtsbaum Einmal-im-Jahr-Spieler. Doch selbst unter diesen gibt es Gruppen die nie auf einen Ast kommen. Es gibt die, die direkte Interaktion als wichtig empfinden, die Geselligen, die für jedes Kommunikationsspiel zu haben sind, die Strategiespieler, denen es nicht anspruchsvoll genug sein kann, die Beschäftiger, denen es nicht auf die Spielzeit ankommt, sondern auf das Entwickeln und natürlich die Thematiker, denen es am wichtigsten ist das ein Spiel seinen Flair vermittelt und nicht ausgewogen oder anspruchsvoll ist. Die Mischgruppen machen hier nochmals so einiges vielfältiger.

Aber wenn man jeden von diesen Spielern fragen würde was macht ein gutes Spiel aus, dann würden oft ähnliche Argumente kommen. Jeder will oft dasselbe und diese werden so schwammig wie möglich formuliert. Wenn diese aber an Beispielen festgemacht werden sollen, dann funktioniert das wieder nicht. Was der eine als fröhliches Kommunikationsspiel empfindet, ist für den anderen ein trockenes Glücksspiel. Während einer es als Interaktiv empfindet, bei Agricola dem anderen ein Feld wegzunehmen, er hätte ja schneller sein können, ist dem anderen Abluxxen schon zu kommunikativ und laut. Verkaufszahlen und Ranglisten können da demokratisch entscheiden, wenn es denn wichtig ist.

Nun ist ja gerade Weltmeisterschaft im Fußball und wenn man nicht nur die Spiele verfolgt, sondern ein paar andere Fetzen im Internet aufsammelt, dann kommen schon interessante Kleinigkeiten raus. Gerade in den USA kenne ich aus beruflichen Gründen einige Brett- und Kartenspieler und diese verfolgen auch den World Cup zum Teil mit mehr und zum Teil mit weniger Interesse oder Ablehnung. Das der Sport langsam in den USA Fuß fasst ist auch daran zu sehen, das an kein anderes Land soviel Karten verkauft wurden dieses Jahr wie an Interessierte aus der USA.

Natürlich werden da wieder unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Einer ist es gewohnt über Magic-Turniere zu reden, von diesen zu berichten und die Spieler und ihre Decks zu durchleuchten, so dass er die kompetitiven Elemente ins Sichtfeld bringt. Für ihn sind die Spieler wie Karten in seinem Magic-Deck, und die Strategien lassen sich auf eine Art Stein-Schere-Papier runterbrechen. Solange er daran Spaß hat, freue ich mich über seine Beobachtungen und kann seinen ausführlichen Schlussfolgerungen folgen, auch wenn sie dann am Ende falsch liegen.

Ein anderer ist da weniger zimperlich und mault die ganze Zeit, was an dem Sport alles geändert werden müsste, um es interessanter zu gestalten. Kürzerer Spielblöcke, weniger Showeinlagen der Spieler, ein robusteres Regelwerk, und was noch alles an Ideen ankommt. Es ist seine erste WM die er mitverfolgt. Für jemanden der mit dem Sport nicht groß geworden ist, kann es auch sehr befremdlich wirken.

Mit diesem Mind-Set werden aber auch von vielen Brettspielern Neuheiten betrachtet. In 2 Wochen ist die Fußball-WM vorbei und dann schauen alle, die es bisher nicht getan haben, wieder auf Essen und seine Neuheiten. Durch das frühe Essen auf der GenCon gibt es einiges schon jetzt zu erleben und zu erfahren. Kickstarter- und Spieleschmiede-Aktionen bewerben ihr Spiel schon jetzt um möglichst viel Finanzierung zusammenzubekommen, wenn das Spiel dann in Essen da sein soll. Informationen werden hier aufgesaugt, wie ein Schwamm.

Und in Essen und danach kommen dann wieder möglichst viele Spiele auf den Tisch. Oft nur einmal und dann ab zum nächsten. Ich werde wieder erleben wie Leute ein Spiel zu früh beurteilen, weil sie es nicht kennen. Ein Spiel das seine Qualitäten, vermutlich erst ab dem zweiten oder gar dritten Spiel erblühen lässt, so wie das Kingdom Builder getan hatte. Manche winken schon nach der Anleitung ab, als ob die Feinheiten einem in 40 Seiten nur so entgegenbringen.

Ja. Viel Spielen macht einen schlauer, aber nicht immer ist alles so einfach zu entzaubern wie es diese Spieler darstellen. Ein Verlag der ein Spiel bestimmt 100 mal getestet hat ist vielleicht betriebslind geworden oder hat es so fein geschliffen, das jeder Spaß daran abperlt, oder es ist das grandiose Spiel geworden, das Spiel des Jahres wird. Dies aber nach einmal spielen zu erkennen ist selten bis nie drin. Die Masse kann etwas erkennen, aber nur wenn die Masse auch sich damit beschäftigt.

 

Laufende Messeupdates

In den kommenden Tagen findet in Essen wieder einmal der Höhepunkt des Jahres statt, die Spiel 2013 öffnet ihre Pforten.
Die laufende Messeberichterstattung verschiebt sich in diesen Tagen auf den Twitteraccount:
https://twitter.com/spielbar_com sowie auf das dortige Hashtag #Spiel13

Daneben wird es frische Photos von den Messeneuheiten und den Messehallen bereits am Mittwoch vor der Messe geben, und zwar unter
Alle Bilder
Neuheitenschau
Messebilder

Personalverantwortung

Es sind die Extreme die einen immer wieder zum Nachdenken anregen. Ich hatte ein paar Jahre lang einen Job mit Personalverantwortung. Ich war verantwortlich für vier Personen und jede Menge freiwillige Helfer. Ein Job der mich verpflichtete mich mehr um das Personal als die Arbeit zu kümmern, aber es war klasse, weil ich nicht reingeworfen wurde, sondern langsam reinwachsen konnte. Je höher man in der Hierarchie war desto mehr ging es um das Managen der Mitarbeiter als um das Managen der Arbeit, obwohl das Eine das Andere bedingte. Und das hieß nicht nur aufpassen sondern auch fördern.

Derzeit bin ich Selbständig. Ich bin nur für mich alleine verantwortlich und kann meine Zeit halbwegs frei einteilen. Die Aufgaben stehen im Mittelpunkt und meine Verantwortung ist eher Ergebnisorientiert. Ich muss niemanden coachen oder motivieren, außer mich selber. Es gibt dennoch Helfer die ich engagieren muss, wenn ich eine Veranstaltung durchführe. Helfer auf die ich mich verlassen muss, welche wie ein Uhrwerk funktionieren müssen. Und dennoch gibt es auch hier Ausreißer.

Brettspiele haben diese Wunderbare Kategorie der Worker-Placements. Effektiv übernimmt jeder Spieler hier Personalverantwortung und muss das ihm gegebene Personal möglichst effektiv nutzen um die Aufgaben besser zu erledigen als die Mittbewerber. Leider beschränkt sich dieses System oft auf die Worker als Ressource, welche alle gleich gut sind und wo keine Menschliche Ebene drin ist. Das macht auch Sinn, denn das Spiel will eine idealisierte Welt vorspielen, welche uns aus der Realität flüchten lässt. Es macht auch Sinn, wenn man bedenkt das die Amerikaner ihr Personal oft auch nur als Human Ressources betrachten.

Zum Glück gibt es aber Spiele wo die Arbeiter unterschiedliche Stärken haben und für bestimmte Sachen besser geeignet sind. Diese zusätzliche Ebene hat den Vorteil, dass es noch strategischer werden kann. Auf seine Weise ist die Personalwahl bei Notre Dame genau hier so ein Element. Die Spieler müssen sogar damit leben, wer wann zur Verfügung steht. Auch Rattus ist mit seinen Personen etwas in der Art. Ich übernehme die Verantwortung eine Person anzuheuern, und muss damit leben wenn sie mich wieder Einfluss kostet.

Es ist immer noch stilisiert und es werden normalerweise keine Zufallseffekte dazwischen geworfen, wie sie als schlechtes Spieldesign von den Spielern angenommen werden, da sie als unkontrollierbare Glückselemente einbringen. Gerade wenn es manche Spieler mehr trifft als andere. Es wäre auch zu echt, wenn einer ausfällt weil er über Nacht zu viel getrunken, einfach verschlafen, mit einer Kollegin rumgemacht, was zu Spannung in der Belegschaft führt oder einfach nur den Dienstwagen zu Schrott gefahren hat. Solch eine Aufzählung erinnert an Monopoly aber nicht an ein Hard Core Euro Spiel. Da heißt es eher, die Pest tritt auf, die Hunnen überfallen Dich oder auch ein Assassine hat einen gemeuchelt.

Solche Begebenheiten passieren im wahren Leben und erwarten taktische Überlegungen und Anpassungen auf der Stelle. Eine Eigenschaft die auch beim Spieletesten aufkommt. Mitten im Spiel stellt man fest, dass das Spiel an einer Stelle nicht so funktioniert wie es gedacht war oder ein Element zu stark oder zu schwach ist. Es wird sofort geändert und mit der Änderungen weitergespielt. Und das Spiel widerspricht selten auf solche Aktionen. Menschen reagieren da doch individueller, so wie sie es am Spieltisch auch tun sollen.