{"id":933,"date":"2009-12-05T19:43:57","date_gmt":"2009-12-05T17:43:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=933"},"modified":"2011-11-02T22:01:42","modified_gmt":"2011-11-02T20:01:42","slug":"der-grosse-quizspielvergleichstest-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2009\/12\/05\/933\/","title":{"rendered":"Der gro\u00dfe Quizspielvergleichstest 2009"},"content":{"rendered":"<p>Der gro\u00dfe Quizspielvergleichtest w\u00e4re in diesem Jahr mangelns interessanter Quizspiele fast zu einem kleinen Quizvergleichtestchen verkommen, doch hat die Essener Messe noch neues Quizspielfutter nachgesp\u00fclt&#8230; Hier ist er also:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Der gro\u00dfe Quizspielvergleichstest 2009!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Zuerst eine Neuheit vom Anfang des Jahres: Schlicht und ergreifend <em><strong>Europa <\/strong><\/em>hei\u00dft das neue Spiel von G\u00fcnter Burkhardt (erschienen bei Kosmos), dass mit &#8220;Venedig ist ja klar, aber wo liegt Nesselbar?&#8221; die gute alter Tradition von Spieleuntertiteln, bei denen sich einem die Fu\u00dfn\u00e4gel kr\u00fcmmen, wiederbelebt. Aber gut, interessanter ist das Spiel selbst!<br \/>\n<em>Europa <\/em>ist dabei quasi die Fortsetzung von <em>Finden Sie Minden!<\/em> auf Europa-Ebene, verfeinert mit einigen Details aus <em>Globalissimo<\/em>. Das bedeutet im Klartext: Eine Karte wird aufgedeckt. Die nennt nun einen Ort (z.B. eben Venedig) oder eine Sehensw\u00fcrdigkeit oder ein Gebiet oder so. Alle Spieler markieren nun auf ihrem Tableau wo sie dieses Ziel in Europa vermuten. Dabei d\u00fcrfen ihre Angaben so genau sein, wie sie wollen: Vom groben &#8220;Ost oder West?&#8221; \u00fcber &#8220;Nordost, Nordwest, S\u00fcdost oder S\u00fcdwest?&#8221; bis zum genauen Planquadrat ist viel Spielraum f\u00fcr gesundes Wissen\/Raten\/Zocken (es sei denn, der Ort liegt nun genau auf der Grenze zwischen Ost und West, dann kann man eigentlich alles raten&#8230;) . Wer einen Fehler hat bekommt keine Punkte, ansonsten mehr Punkte, wenn man sich mehr getraut hat. Das ist ein tolles und bew\u00e4hrtes (<em>Finden Sie Minden!<\/em>) System, das spannend ist, Spa\u00df macht und schw\u00e4chere Geographen mitzieht, denn die werden eher auf die sicheren Punkte gehen. Die Graphik ist angemessen, die Orte sind gut gew\u00e4hlt und so g\u00e4be es eigentlich wenig zu meckern&#8230; Aber leider ist doch jede Menge imho \u00fcberfl\u00fcssiges T\u00fcddel\u00fct mit dabei, der als Ballast wirkt: Das ein Spieler bei einem anderen Spieler immer noch korrigieren kann, soll die Spielbalance erh\u00f6hen, ist in der Praxis aber schlicht fummelig und wirkt \u00fcberfl\u00fcssig. Auch kamen die Barrieren aus <em>Globalissimo <\/em>dazu und zwar in einem so kurzen Abstand voneinander, dass st\u00e4ndig jemand an einer H\u00fcrde h\u00e4ngt und auf eine Karte hofft, die er beantworten kann. Das Feld zusammenhalten zu wollen ist zwar gut und sch\u00f6n, aber hier wurde die Gleichmacherei klar \u00fcbertrieben. Ohne die Barrieren ist die Partie aber (zumindest in unseren Quiztestrunden) zu kurz. Als Mittelweg empfehle ich jede zweite Barriere aufzustellen. Und zu schlechter Letzt kommt noch eine absolut \u00fcberfl\u00fcssige Endwertung dazu, bei dem es um gewonnene Karten geht. Karten gewinnt man, wenn man die Frage, die man sich ausgesucht hat, mit mindestens x Punkten beantwortet hat. Das man Punkte f\u00fcr Fragenkarten bekommt ist gut und richtig &#8211; dadurch erh\u00f6ht sich das Zockelement und da in umgekehrter Reihenfolge des Spielstandes ausgesucht wird, hilft es dem letzten &#8211; aber Farbmehrheiten und -sets  zu werten ist unsinnig, denn welche Karte man nun bekommt ist doch arg zuf\u00e4llig, zumal die einzelnen Farben unterschiedlich oft im Stapel liegen.<br \/>\nFazit: Solide Fortsetzung von <em>Finden Sie Minden<\/em>, mit einem tollen System f\u00fcr Geographiefreunde, bei dem leider etwas zu viel Gep\u00e4ck mit in die Regeln gelegt wurde.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.kosmos.de\/kosmos\/wrs\/wrs.nsf\/$WebFirstSource\/FSED8E665192807283C1257532001E4CC3\/$File\/produktbild_4002051690687.jpg.jpg\" alt=\"Europa\" \/><\/p>\n<p>Schmidt Spiele wagt sich in die Quizspielgew\u00e4sser mit der deutschen Ausgabe von &#8220;Lyric&#8221;, die &#8220;Let\u00b4s Music!&#8221; hei\u00dft, was m.E. schlechtes englisch ist. Nun gut, &#8220;Lasst uns Musizieren!&#8221; h\u00e4tte vermutlich falsche Erwartungen gesch\u00fcrt, aber ich schweife ab&#8230;<\/p>\n<p><strong><em>Lets Music<\/em><\/strong> hat keinen Autor, aber daf\u00fcr ein Quizspieltechnisch noch relativ jungfr\u00e4uliches Themengebiet: Musik! Eine willkommende Abwechslung vom Geographie\/Geschichte &#8211; Einerlei und tats\u00e4chlich sind die Quizspielfragen wirklich interessant und decken einen gro\u00dfen Bereich (moderner) Musik ab. Dabei reicht die Spanne von Rock bis zu Schlagermusik und sind vom Schwierigkeitsgrad her (trotz fehlender Alternative \u00e1 la <em>Wer wird Million\u00e4r<\/em>) genau richtig gew\u00e4hlt. Da w\u00e4re ich fast geneigt dem Spiel zu verzeihen, dass wiedermal auf einem Rundkurs gew\u00fcrfelt wird und so das W\u00fcrfelgl\u00fcck eine nicht unwesentliche Rolle zukommt. Aber nur fast. Denn das Spiel enth\u00e4lt eine unglaublich gro\u00dfe Menge handwerklicher Fehler, die leider alle guten Ans\u00e4tze in den Schatten stellen:<br \/>\n&#8211; Beginnen wir mal harmlos: Wer eine Frage nicht beantworten kann, muss zur\u00fcck zum letzten Notenschl\u00fcssel. Dies sind in den meisten F\u00e4llen 0-1 Felder, so dass diese Regel gar nicht furchtbar ins Gewicht f\u00e4llt.<\/p>\n<p>&#8211; Das Material ist generell in Ordnung, aber die Karten sind arg d\u00fcnn.<\/p>\n<p>&#8211; Das Spiel enth\u00e4lt nicht nur einen Quizspielteil, sondern auch &#8220;Partyspiel&#8221;-Aufgaben wie Pantomime und so und dieser Teil ist unglaublich schlecht ausgearbeitet. Eine Aufgabe sieht z.B. vor ein Zusammenh\u00e4ngendes Textst\u00fcck eines bestimmten Liedes zu zitieren &#8211; da der Text aber nicht angegeben ist, kann man sonstwas behaupten, eine M\u00f6glichkeiten der \u00dcberpr\u00fcfung gibt es nicht. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Nennung von Liedertiteln mit bestimmten Begriffen &#8211; es gibt bestimmt ein Lied das &#8220;Schneewei\u00dfe Weihnacht&#8221; hei\u00dft, aber kennen tue ich es nicht. Nennen kann ich den Titel trotzdem. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die meisten Kategorien. Bei den Pantomime und Zeichenaufgaben kommt erschwerend hinzu, dass nicht klar ist, ob ein englischer oder deutscher Titel gefragt ist, was den Schwierigkeitsgrad enorm erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>&#8211; Gr\u00f6\u00dfter Schwachpunkt ist aber das Endspiel. Das ist n\u00e4mlich sauschwer (Es gilt innerhalb k\u00fcrzester Zeit 6 Titel zu vorgefertigten Begriffen zu finden) und so ergab sich in unseren Testspielen in etwa folgende Zeitverteilung: 20 Minuten Weg zum Ziel. 20 Minuten Endspiel. Da nach sp\u00e4testens 30 Minuten jeder am Zielpunkt angekommen sein d\u00fcrfte entscheidet allein das Endspiel \u00fcber Sieg oder Sibirien und man fragt sich, warum man den Rest \u00fcberhaupt gespielt hat. Zumal man bei Nicht-Schaffen auch noch zur\u00fcckgehen muss, was wiederrum den Gl\u00fccksfaktor erh\u00f6ht. Hier h\u00e4tte man noch deutlich Hand anlegen m\u00fcssen.\n<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Unterm Strich kann <em>Lets Music<\/em> die Erwartungen nicht im Geringsten erf\u00fcllen. Gute Ans\u00e4tze hat das Spiel ja, aber es fehlt (vermutlich aus Lizenzgr\u00fcnden) am Finetuning.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/sunsite.informatik.rwth-aachen.de\/luding\/press\/2008LetSMusic1.jpg\" alt=\"Let\u00b4s Music\" width=\"213\" height=\"232\" \/>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Als die Jury <em><strong>About Time- Das Zeitspiel<\/strong><\/em> (Arkaden-Verlag f\u00fcr den Zeit-Shop) zum ersten Mal sah, waren alle begeistert &#8211; Das Material ist wirklich topp: Sch\u00f6nes, aber funktionelles Design, sehr solide Schachtel und vor allem ein innovativer und schmucker Kasten f\u00fcr die Fragekarten. Dieser Kasten ist auch ein Herzst\u00fcck des Spieles, denn neben der oberen \u00d6ffnung gibt es 6 Magnetverschl\u00fcsse in ebenso vielen Farben. Dahinter verbergen sich aber keine Fragen, sondern Hinweise und zwar auf ein Jahr, das es zu raten gilt. Hauptmotor ist allerdings einmal mehr ein W\u00fcrfel, mit der \u00fcber den Parcour gew\u00fcrfelt wird &#8211; zum Gl\u00fcck spielt der nur eine untergeordnete Rolle, denn in erster Linie bestimmt das Feld aus welchem Themenbereich der Hinweis stammt. Allerdings bestimmen die Felder auch, um wieviele Punktechips gespielt wird. Und es gibt Felder, bei denen die Spieler Chips verlieren &#8211; Brrr! Zum Gl\u00fcck halten sich diese Pechfelder in Grenzen. Also w\u00fcrfeln und Hinweis aufdecken &#8211; und dann? Dann schreibt jeder das Jahr auf, das er hinter dem Hinweis vermutet. Wer am dichtesten dran ist, gewinnt die Chips. Bei Gleichstand (auch wenn das richtige Jahr getroffen wurde!) bekommt niemand die Chips &#8211; n\u00e4chstes Mal gehts also um mehr Punktechips. Wenig \u00fcberraschend, dass der Spieler mit den meisten Chips gewinnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Von den &#8220;Du verlierst die H\u00e4lfte deiner Chips!&#8221;-Feldern einmal ab: Spielerisch hat sich bei <em>About Time <\/em>schnell Ern\u00fcchterung breit gemacht. Immer nur eine Jahreszahl zu raten wird doch recht schnell ziemlich langweilid und repititiv. Vor allem wenn die Hinweise kaum dazu geeignet sind, die Zeit einigerma\u00dfen einzuordnen. Und wenn man tats\u00e4chlich was wei\u00df (z.B. wann der Ostblock die Olympischen Spiele boykottierte), dann ist man garantiert nicht der einzige und bekommt trotz Wissen keine Punkte &#8211; Das frustriert! Spielerisch f\u00e4llt <em>About Time<\/em> so recht schnell flach &#8211; da h\u00e4tte man ob des Materialaufwandes mehr erwartet. Nun wurde durchaus noch etwas Hand angelegt, um mehr Abwechslung und Spielspa\u00df zu schaffen: So gibt es noch Aktionskarten, mit denen man zus\u00e4tzliche Hinweise bekommen kann. Die werden allerdings per Reinrufen ausgel\u00f6st, was irgenwie immer ein bl\u00f6der Mechanismus ist (Na, wer hat jetzt schneller gerufen?). Zudem sind zwei der drei Sorten echt hilfreich, die dritte aber dient nur dazu jemand anderen herauszufordern, was f\u00fcr denjenigen zus\u00e4tzlich frustrierend und ratetechnisch auch nicht hilfreich ist. So sind die Aktionskarten eine kleine Verbesserung, sorgen aber gleichzeitg f\u00fcr weiteren Unmut. Und die gro\u00dfe Innovation der deutschen Ausgabe sind die Titelseiten der Zeit, die eingeordnet werden m\u00fcssen. Eine wirklich pfiffige Idee, die in der Praxis aber komplett durchgefallen ist. Wenn eine Zeitungsseite auf die Gr\u00f6\u00dfe einer Fragekarte verkleinert wird, ist die Schriftgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Leute mit schlechten Augen schlicht nicht mehr zu bew\u00e4ltigen. Und wer die Karte \u00fcber Kopf lesen will hat ebenfalls schlechte Chancen. Nach drei vergeblichen Versuchen diese Probleme irgendwie auszugleichen (nacheinander lesen funktioniert auch nicht, weil die mit den guten Augen tats\u00e4chlich den ganzen Text lesen k\u00f6nnen) haben wir die &#8220;tollen&#8221; Zeit-Karten immer gleich abgelegt und die n\u00e4chste regul\u00e4re Karte bearbeitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Unterm Strich ist<em> About Time &#8211; Das Zeit Spiel<\/em> sicherlich kein schlechtes Spiel, aber das Raten von Jahreszahlen gab es schon deutlich interessanter und abwechslungsreicher (man denke nur an <em>Anno Domini<\/em>). Der einzige Pluspunkt ist, dass es sich wirklich recht gut in Teams spielt und so auch f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Gruppen eignet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/shop.zeit.de\/images\/cms\/edition\/zeit-spiel\/spielbrett02.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Gleiche Grundidee bei komplett anderer Ausf\u00fchrung bietet die <em>Sch\u00e4tzen Sie mal! <\/em>&#8211; Reihe von Reinhard Staupe (erschienen bei Huch). Letztes Jahr ist mir die durch die Lappen (respektive den Test) gerutscht, dieses Jahr gibt mir eine neue Edition &#8211; <em>Reich und Sch\u00f6n<\/em> &#8211; die Chance die Besprechung nachzuholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Jedenfalls gilt es auch hier eine Zahl zu erraten. Bislang waren dies immer Jahreszahlen, bei der neuen Edition sind auch eine Menge anderer Daten dabei: Preise, Gr\u00f6\u00dfen, Prozente etc und dadurch wird die Angelegenheit noch etwas abwechslungsreicher. Das raten einer Zahl alleine ist aber eben nicht wirklich abendf\u00fcllend und daher hat sich der Autor einen sch\u00f6nen Kniff einfallen lassen: Statt der Zahl kann man ein beliebig gro\u00dfes Intervall angeben. Liegt die gesuchte Zahl au\u00dferhalb des Intervalls geht man auf alle F\u00e4lle leer aus. Liegt man richtig bekommen aber nur diejenigen Punkte, die das kleinste Intervall angegeben haben! Dadurch kommt eine geh\u00f6rige Portion Zock ins Spiel: Ich glaube das Ereignis war in der 60er Jahren. Ich k\u00f6nnte jetzt zur Sicherheit 1950-1970 eingeben, dann liege ich sicherlich richtig. Aber wenn die anderen ebenso denken, es w\u00e4re in den 60ern und ein kleineres Intervall w\u00e4hlen, gehe ich leer aus. Also w\u00e4hle ich ein kleineres Intervall. Aber wie klein? 1960-1969? Oder noch kleiner?\u00a0 Ein sch\u00f6nes Dilemma! Und eines das sich zudem sofort erschlie\u00dft &#8211; eine kleinere Einstiegsh\u00fcrde ist kaum mehr m\u00f6glich.Und lustig ists dann auch noch wenn ein Hasadeurt mit 0-2009 als Angabe gewinnt, weil sich die anderen verzpckt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Aber: Abendf\u00fcllend ist das immer noch nicht. <em>Sch\u00e4tzen Sie mal<\/em> ist ein waschechtes Zwischendurchspiel f\u00fcr alle Spielerzahlen und Gelegenheiten (heute gerade beim brunchen gespielt &#8211; zu zweit!). F\u00fcr etwas l\u00e4ngere (und lustigere ) Runden greife ich aber immer noch lieber zu <em>Anno Domini.<\/em> Das oben stehende Zeitspiel k\u00f6nnte man \u00fcbrigens auch nach Sch\u00e4tzen-Sie-Mal-Regeln spielen, was den Spielspa\u00df sicherlich erh\u00f6hen w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.huchandfriends.de\/shared\/images\/spiele\/Familien-Kommunikationsspiele\/schaetzen-sie-mal\/SSm_RS_Montage_BoxInhalt_HP.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\n<p style=\"text-align: left\">D\u00e4nemark ist ja nun nicht gerade ein Spieleentwicklerland, aber Quizspiele scheinen es unseren n\u00f6rdlichen Nachbarn angetan zu haben: Nach Jasper B\u00fclows <em>Bezzerwizzer <\/em>von 2007 kommt 2009 <em><strong>Bet your Brain <\/strong><\/em>von Gitte Engel (iToy). Lag die Kernidee bei <em>Bezzerwizzer <\/em>auf der Kategoriewahl, so ist es diesmal das Wetten auf die Mitspieler: Wer an der Reihe ist bestimmt per Spinner die Kategorie und die Mitspieler setzen nun geheim bis zu drei Chips gegen oder f\u00fcr den Kandidaten &#8211; also ob er die Frage beantworten kann oder nicht. Der Kandidat selbst muss auch setzen und wettet nat\u00fcrlich auf sich selbst. Das ist eine wirklich nette Idee, nur wird dem aufmerksamen Leser zu Recht aufgefallen sein, dass gesetzt wird BEVOR die Frage gestellt wurde. Das macht insofern Sinn, als dass es Manipulationen ausschlie\u00dft und als dass es Spezialfragen gibt, bei der dann pl\u00f6tzlich alle agieren m\u00fcssen. Aber daf\u00fcr ist das Wetten nicht viel mehr als ein willk\u00fcrlicher Schuss ins Blaue. Die Kategorien sind zu weit, als dass ich tats\u00e4chlich einen begr\u00fcndeten Tipp abgeben w\u00fcrde. Zudem muss man hinten liegend einfach immer alles riskieren und eigentlich auch gegen den vorneliegenden Spieler wetten, um Aufholchancen zu haben. Vollst\u00e4ndig \u00fcberzeugen konnte dieses Element jedenfalls nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Und es gibt noch mehr was st\u00f6rt: Die Graphik k\u00f6nnte besser sein, das Spiel ist zu lang &#8211; der Sieger steht oft schon weit vor Spielende fest und eigentlich ist <em>Bet your Brains <\/em>nur in Teams richtig zu spielen, da sonst die meisten Fragen des &#8220;Kreativit\u00e4t&#8221;-Bereiches nicht spielbar sind. Und damit das Wettelement zumindest ein bisschen Sinn macht, m\u00fcssen es schon drei Teams und damit mindestens 6 Leute sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Doch die Gro\u00dfe St\u00e4rke von <em>Bet your Brains<\/em> ist die Vielseitigkeit. So gibt es schon eine ganze Reihe von verschiedenen Fragen: Mal mit Auswahlm\u00f6glichkeit, mal ohne. Mal m\u00fcssen alle Teams antworten, mal (meistens) nur eines. Mal m\u00fcssen gleich mehrere Dinge zugeordnet werden (z.B. mehrere Namen deren Bedeutung), mal m\u00fcssen so viele Dinge wie m\u00f6glich zu einer Kategorie (wie Beatles-Platten) gefunden werden. Und hinzu kommen noch eine Reihe Kreativaufgaben, wie z.B. Begriffe zu einem Oberbegriff malen (manchmal ist auch konkret ein bestimmter Begriff gefragt, der gezeichnet werden muss). Dadurch funktioniert zwar das Wettelement erst recht nicht so richtig, aber daf\u00fcr ist eine Partie <em>Bet your Brains <\/em>unheimlich abwechslungsreich. Und es st\u00f6rt so auch nicht, dass die Fragen in ihrem Schwierigkeitsgrad doch z.T. extrem variieren (Der dritte Grund warum das Wetten ein Schu\u00df ins Blaue ist). So steht unterm Strich eine dicke Empfehlung!<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/images.boardgamegeek.com\/images\/pic405458_t.jpg\" alt=\"\" width=\"274\" height=\"186\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Huch &amp; Friends haben mittlerweile so etwas wie eine Haus-Quizspielreihe aufgebaut.\u00a0 Dieses Jahr ist mit <em><strong>Die Welt der B\u00fccher<\/strong><\/em> ein weiterer Vertreter der Reihe erschienen. Wieder ist die Ausstattung des Spieles 1a! Zwar nicht so oppulent wie das letztj\u00e4hrige Die Welt der guten K\u00fcche (bei der es einen echten Villeroy &amp; Boch-Teller gab), aber dennoch dem Thema angemessen mit liebevoll gestalteten B\u00fcchern als Spielsteinen und gedeckten Farben. Der Mechanismus ist wie gehabt: Es werden zu einer Frage mehrere Antwortm\u00f6glichkeiten angeboten, von denen mehrere richtig sein k\u00f6nnen. Die Spieler k\u00f6nnen nun auf so viele Antworten tippen, wie sie wollen und bekommen f\u00fcr jede richtige Antwort einen Punkt &#8211; ist aber nur eine Antwort falsch, verlieren die Spieler alle gewonnenen Punkte! Ein sehr netter Mechanismus und das Spiel bietet denselben Spa\u00df wie die anderen Spiele der Reihe. Ich hab allerdings das Gef\u00fchl, dass die Fragen diesmal generell mehr richtige Antworten bieten und dass auch der Ratefaktor gest\u00e4rkt wurde &#8211; zumindest gef\u00fchlt sind mehr Fragen dabei, deren Antwort eher gesch\u00e4tzt als gewusst wird. Das passt zum Mechanismus und ist eine positive Entwicklung.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.huchandfriends.de\/shared\/images\/spiele\/Lifestylespiele\/Welt_der_Buecher\/WdBFront.jpg?PHPSESSID=9df53828dab5c718567235f46cd99a3c\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"206\" \/>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Insgesamt fehlt ein Spiel vom Kaliber eines <em>Bezzerwizzer <\/em>oder eines <em>Fauna<\/em>, daf\u00fcr streiten sich mehr Kandidaten um den Titel als je zuvor: <em>Bet your brains<\/em> ist das abwechslungsreichste der Kandidaten und eigentlich der Toppfavorit der Jury. Aber das eigentliche Kernelement, das Wetten, funktioniert leider nicht so wie es soll, jedenfalls war das unser Eindruck. <em>Europa <\/em>bietet das beste Grundsystem, leidet aber etwas an unn\u00f6tigem Regelballast.<em> Sch\u00e4tzen Sie Mal! <\/em>bietet eine knackige Grundidee, ist aber eher ein kleiner Zwischendurchhappen, als ein Hauptgang (es will auch nicht mehr sein, aber hier gehts ja um den Spielbar-Quizspielpreis!).<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Wir haben uns daher nach langen -wirklich langen! &#8211; Diskussionen auf eine \u00dcberraschung geeinigt:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Der Spielbar-Quizspiel-Preis geht dieses Jahr an&#8230;.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>&#8230;Trommelwirbel&#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Huch &amp; Friends f\u00fcr das Konzept der Welt der&#8230; &#8211; Reihe!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/quiz.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Begr\u00fcndung der Jury: Mit der Welt-der&#8230;-Reihe hat Huch eine qualitativ sehr hochwertige Quizspielreihe mit vielen Themengebieten geschaffen. Dabei ist besonders lobend das Prinzip der mehreren Antwortm\u00f6glichkeiten hervorzuheben, dass sich wohltuend vom W\u00fcrfeleinerlei anderer &#8220;Konzeptquizs&#8221; abhebt. Die Quizspiele dieser Reihe sind zudem echte Quizspiele die auch Quizspielpuristen ansprechen. Sie schafft damit den Spagat zwischen &#8220;Quiz f\u00fcr Quizfans&#8221; und &#8220;Quiz f\u00fcr die breite Masse, die sich nicht blo\u00dfstellen will&#8221;. Dieses Konzept in Verbindung mit den Regeln und der guten Ausstattung ist somit auch dazu geeignet das Quizspiel an sich wieder zu f\u00f6rdern&#8230; :-)<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong><br \/>\n<\/strong>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><!--more-->Wir danken Huch &amp; Friends, Kosmos, IToy, dem Zeit-Verlag und Schmidt Spiele f\u00fcr die freundliche Zusendung der Rezensionsexemplare!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gro\u00dfe Quizspielvergleichtest w\u00e4re in diesem Jahr mangelns interessanter Quizspiele fast zu einem kleinen Quizvergleichtestchen verkommen, doch hat die Essener Messe noch neues Quizspielfutter nachgesp\u00fclt&#8230; Hier ist er also: Der gro\u00dfe Quizspielvergleichstest 2009! 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