{"id":9202,"date":"2013-09-01T09:00:52","date_gmt":"2013-09-01T07:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=9202"},"modified":"2013-08-24T21:23:16","modified_gmt":"2013-08-24T19:23:16","slug":"spiele-die-mich-so-richtig-packen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2013\/09\/01\/9202\/","title":{"rendered":"Spiele, die mich so richtig packen"},"content":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich ist mir nochmal klar geworden, wie selten es vorkommt, dass mich ein Spiel so richtig packt. Nicht, dass ich falsch verstanden werde, es gibt viele tolle Spiele von tollen Autoren und bei tollen Verlagen erschienen. Aber das, was ich meine ist dieses Gef\u00fchl des &#8220;gepackt sein vom Spiel&#8221;, des &#8220;nachts aufwachen und nachdenken \u00fcber das Spiel&#8221;.<br \/>\nWas war geschehen? Peer hatte in seiner letzten Rezension <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/archipelago\" target=\"blank\">Archipelago<\/a> zwischen. Das erinnerte mich daran, dass dieses Spiel im letzten Jahr einer meiner ganz wenigen Blindk\u00e4ufe auf der Messe war. Das Spielmaterial schaute reichhaltig und wundersch\u00f6n aus. Leider gab es nur wenige Stimmen zum Spiel (selbst heute finde ich, dass es vergleichsweise wenige Rezensionen online gibt), und die waren eher zur\u00fcckhaltender Natur. Dann hielten sich Ger\u00fcchte, dass das Regelwerk nicht so toll sein soll. (Auch im Gegensatz zu Peers Rezi &#8211; sorry Peer &#8211; muss ich jetzt feststellen, dass dem meiner Meinung nach nicht so ist)<br \/>\nNun ja, ich habe damals meiner Gattin tief in die Augen geschaut, ein Tr\u00e4nchen rausgedr\u00fcckt, und schwups, durfte ich das Spiel kaufen. Happiger Preis, aber egal. Dann lief das Spielejahr an und der Karton wurde von anderen Neuheiten in die zweite Reihe verdr\u00e4ngt. Bis zu Peers Rezi.<\/p>\n<p>Die klang doch so reizvoll, dass ich das Spiel mal rausgeholt habe. Und jetzt stehe ich hier und kann nicht mehr loslassen.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/20130824-210939.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/20130824-210939.jpg\" alt=\"20130824-210939.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nZun\u00e4chst: Ich habe mir das Spiel \u00fcber die Regel erarbeitet. Und die ist exzellent. Nicht nur, dass der gesamte Ablauf schl\u00fcssig ist, die Struktur der Regel, die Formulierungen und die Dosierung der Beispiele ist hervorragend. Fragen bleiben keine offen und selbst falls doch, Antworten sind schnellstens zu finden. Die Regel transportiert bereits einen guten Anteil des Gef\u00fchls, welches sp\u00e4ter beim Spielen aufkommt.<br \/>\nUnd dann kamen die ersten Partien. Und dieser &#8220;Awesome&#8221;-Effekt, der sonst nur bei Vorstellung von Apple-Produkten durch die Medien transportiert wird. Mir f\u00e4llt es schwer, dieses Gef\u00fchl in Worte zu fassen. Das Spiel entwickelt sich auf dem Tisch und ich bin mit jeder Partie auf&#8217;s Neue gefangen. Und jede Partie war bislang v\u00f6llig anders. Und doch ergab sich jeweils fast ein Simulationscharakter, der den Spielern das Gef\u00fchl gibt, dass da wirklich etwas abl\u00e4uft. Das Spiel spielt sich wie ein hervorragender Roman, den man abends im Bett nicht mehr beiseite legen kann, und der einen morgens nur mit Ziehen in der Magengrube ins B\u00fcro fahren l\u00e4sst, weil man das Buch nicht mitnehmen kann. Und was mir aufgefallen ist: Ich bin voll dabei, ich gebe alles, ich will gewinnen. Und doch ist mir das Ergebnis des Spiels v\u00f6llig egal. Schon von der ersten Runde an. Ich bin mitten im Geschehen &#8211; und genie\u00dfe einfach die Momente.<br \/>\nUnd das ist das, was ich bei vielen Spielen vermisse. Ein Beispiel: Terra Mystica ist ein tolles Spiel. Vielleicht ein bisschen zu sehr gehyped, aber im Grunde fein austariert. Tolle Mechanismen. Aber leider kein Herzblut. Ich optimiere meinen Zug, vielleicht auch \u00fcber mehrere Ebenen hinweg. Mehr aber auch nicht. <\/p>\n<p>Und dann habe ich mal \u00fcberlegt, bei welchen Spielen mir das vorher schon mal passiert ist. Und mir ist nur noch &#8220;Elisabeth I. &#8211; Virgin Queen&#8221; eingefallen. Auch hier stellt sich bei mir immer dieses tolle Spielgef\u00fchl ein. Das dauert nat\u00fcrlich ein Vielfaches der Spieldauer von Archipelago. Aber eigentlich m\u00f6chte ich doch nur Spiele spielen, die mich in dieser Art und Weise, hmm&#8230;, ber\u00fchren. Ja, das Wort passt.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus gibt es viele Spiele bei denen ich sofort mit dabei w\u00e4re: Hanabi, Die Burgen von Burgund, Rattus, Parthenon, und viele, viele andere mehr w\u00e4ren da zu nennen. Aber die Spitze bleibt Spielen wie Archipelago oder Elisabeth I. vorbehalten.<\/p>\n<p>Bei welchen Spielen geht es Ihnen \u00e4hnlich? Und warum?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich ist mir nochmal klar geworden, wie selten es vorkommt, dass mich ein Spiel so richtig packt. Nicht, dass ich falsch verstanden werde, es gibt viele tolle Spiele von tollen Autoren und bei tollen Verlagen erschienen. 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