{"id":608,"date":"2008-11-15T14:26:20","date_gmt":"2008-11-15T13:26:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=608"},"modified":"2008-11-15T14:38:48","modified_gmt":"2008-11-15T13:38:48","slug":"wieder-was-zum-lesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2008\/11\/15\/608\/","title":{"rendered":"Wieder was zum lesen"},"content":{"rendered":"<p>Zwei neue Spieleb\u00fccher haben den Weg in meine Bibliothek gefunden (eigentlich drei, aber \u00fcber das ausgezeichnete, supertolle, unglaublich empfehlenswerte <em>Entensuppe und 53 andere Spiele <\/em>zu schreiben f\u00e4llt doch etwas auf).<\/p>\n<p>Da ist zum einen <em>New Rules for classic Games<\/em> von R. Wayne Schmittberger. Der Titel ist etwas irref\u00fchrend: Zwar findet man gleich im ersten Kapitel ein paar neue Varianten f\u00fcr moderne Spiele, doch das wars auch schon an <strong><em>neuen <\/em><\/strong>Varianten ! Zudem ist gerade das erste Kapitel eher eines der schw\u00e4cheren &#8211; Zumal die beschriebenen Varianten f\u00fcr <em>Monopoly<\/em>,\u00a0 <em>Mastermind<\/em>, <em>Trivial<\/em> <em>Pursuit <\/em>oder <em>Boggle <\/em>nun nicht gerade originell sind. Und der Rest des Buches? Der enth\u00e4lt einen interessanten Querschnitt aus allen m\u00f6glichen Bereichen: <em>Schach<\/em>&#8211; <em>Backgammon<\/em>&#8211; und <em>Dame<\/em>varianten haben jeweils ihre eigenen Kapitel bekommen. Nat\u00fcrlich gibt es daf\u00fcr jeweils Fachb\u00fccher, die jeweils mehr Substanz enthalten, aber als kleinen Querschnitt taugen die Kapitel durchaus.\u00a0 4 Kapitel enthalten eigenst\u00e4ndige\u00a0 Spiele, darunter eine Reihe altbekannte wie <em>Haggle<\/em>, <em>Sprouts <\/em>oder <em>Eleusius<\/em>, aber auch eine Menge mir bislang unbekannter Spiele. Der \u00fcberwiegende Anteil dieser Spiele sind \u00fcbrigens abstrakte Zweipersonenspiele. Die weiteren Kapitel besch\u00e4ftigen sich mit speziellen Aspekten von Varianten: Handicap-Regeln, M\u00f6glichkeiten zum Ausgleich des Startspielervorteils bei Zweipersonenspielen, Spielen per Post, Ver\u00e4nderungen in der Spielerabzahl etc. Auch hier sind einige L\u00f6sungen doch eher trivial, einige sind aber durchaus interessant. Auch enthalten die Kapitel eine Reihe \u00dcberlegungen zum Spieldesign, die gerade f\u00fcr angehende Autoren nicht uninteressant sein d\u00fcrften. Alles in allem liegt die St\u00e4rke des Buches nicht so sehr in der Tiefe sondern vielmehr in der Breite der abgedeckten Materie: F\u00fcr fast alle Teilbereiche findet man besseres und umfangreicheres Material. Aber kein mir bekanntestes Buch deckt ein so breites Spektrum ab: Schachvarianten, neue Spiele, Spieldesign\u00fcberlegungen&#8230; Damit eignet es sich vor allem als Einstiegsspielebuch: Wer bereits eine umfangreiche Bibliothek an Spieleb\u00fcchern hat, braucht dieses Werk vermutlich nicht. Wer jedoch gerade erst anf\u00e4ngt seine Spielesammlung auch auf den B\u00fccherschrank auszudehnen, findet in <em>New Rules for classic games<\/em> sicherlich einen guten Startpunkt. Englischkenntnisse sind aber vonn\u00f6ten!<\/p>\n<p>Ein ganz anderes Kaliber ist <em>The games we played<\/em> von Margaret K. Hofer. Auch dieses Buch ist in englsicher Sprache geschrieben und auch hier spreche ich keine allgemeine Empfehlung aus. Dieses Buch ist n\u00e4mlich eher ein Bildband und zeigt sehr sch\u00f6ne Bilder aus alten amerikanischen Spielen, vor allem nat\u00fcrlich Spielpl\u00e4ne, aber auch Karten oder Schachteln. Und &#8220;alt&#8221; ist durchaus w\u00f6rtlich zu nehmen &#8211; der abgedeckte Zeitraum ist 1870- 1940. Leider sind die Beschreibungen der meisten Spiele sehr kurz geraten und beschr\u00e4nken sich z.T. sogar auf die Graphik oder die Relevanz des Themas in der ensprechenden Zeit. Nat\u00fcrlich sind die meisten Spiele im Buch einfache W\u00fcrfelspiele, aber dennoch h\u00e4tte ich mir genauere Spielbeschreibungen gew\u00fcnscht. So ist es ein sch\u00f6nes Buch zum durchbl\u00e4ttern und insbesondere f\u00fcr Liebhaber alter Spiele interessant. Alle anderen werden wohl (auch aufgrund des Bildband-typisch hohen Preises) passen. \u00dcbrigens: Bei einigen Spielgraphiken hab ich mir schon gedacht: Ein aktuelles Spiel mit <em>dieser <\/em>Graphik w\u00e4re wirklich mal wieder etwas besonderes! Wenn das Thema passt, w\u00fcrde ich einem Verlag tats\u00e4chlich mal empfehlen eine &#8220;nostalgische&#8221; Graphik auszuprobieren. Sowas ist immer mal wieder was besonderes und sticht hervor (So wie Nippolts <em>Gangster<\/em>-Graphik).<\/p>\n<p>Zum Abschluss meine ersten Eindr\u00fccke zweier Neuheiten:<\/p>\n<p><em>Zu Duck! Duck! Go! <\/em>gabs ja ein <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2008\/08\/28\/449\">Preview<\/a>. Das fertige Produkt lag jetzt mal auf dem Spieltisch (Ist \u00fcbrigens ein Aufkleber darufgewesen: &#8220;Review Copy &#8211; Not for Resale&#8221; &#8211; Auf der Seite, so dass man trotzdem Fotos von der Schachtel machen kann. Fand ich am\u00fcsant&#8230;). Materialm\u00e4\u00dfig ist das Spiel super! Die Gummienten stechen nat\u00fcrlich hervor und laden zum Spielen ein, aber auch der Rest ist gelungen: Sch\u00f6ne Gestaltung, durchdachtes Material. Leider ist das Spiel selbst nicht so prall. Ist so eine Art <em>Robo-Rally<\/em>-Light: Ein Wettrennen, bei dem man eine Karte verdeckt spielt und gleichzeitig aufdeckt und dann in Kartenreihenfolge setzt, wobei die Bewegung nat\u00fcrlich auch Kartenabh\u00e4ngig ist. Auf dem Papier nett, in der Realit\u00e4t entt\u00e4uschend: Die Spieler sind sehr von der Kartenhand abh\u00e4ngig. Entweder sind die Spieler weit weg und beeinflussen sich nciht oder sie sind dicht beisammen und es wird unplanbar- Beides ist nicht so dolle. Insgesamt nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht gut. Allenfalls f\u00fcr Wenigspieler geeignet, bei denen das Spiel nicht im Vordergrund stehen muss.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.apegames.com\/duck\/DDGBoxTop.jpg\" alt=\"Duck! Duck! Go!\" \/><br \/>\nUnd <em>Dominion <\/em>hab ich gespielt! Und es hat mir auch gefallen. Es d\u00fcrfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, um was es geht, also fasse ich mich kurz: Ich mag die Dynamik, die sich aus dem Deckbau ergibt. Ich mag auch die kurze Spieldauer und die knackigen einzelnen Z\u00fcge, die ein flottes, fl\u00fcssiges Spiel ergeben. \u00dcbrigens haben wir (allesamt Anf\u00e4nger) nicht das Starterdeck gespielt, sondern ein Zufallsdeck. Hat wunderbar funktioniert, aber trotz Millitz und Hexe h\u00e4lt sich die Interaktion ja schon stark in Grenzen. Ist vielleicht das einzige Spiel, was ich in der BSW spielen w\u00fcrde: Es bastelt eh jeder vor sich hin und man spart sich das st\u00e4ndige Mischen. Aber auch &#8220;in echt&#8221; werde ichs wohl noch h\u00e4ufiger spielen. Ist zwar nicht der absolute Oberhammer in meinen Augen, aber endlich mal wieder ein gutes Spiel, dass ein sehr ungew\u00f6hnliches Spielgef\u00fchl hat. Ich sehe es aber nicht als Spiel des Jahres &#8211; Leicht genug w\u00e4re es zwar, aber ich denke nicht, dass &#8220;ein Kartendeck zusammenstellen&#8221; als Spielprinzip so ansprechend f\u00fcr Familien ist&#8230;<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hans-im-glueck.de\/typo3temp\/pics\/5301a5a6d9.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Zu guter Letzt: Cluedo wurde ja inhaltlich und graphisch \u00fcberarbeitet. Ob das Spiel dadurch besser geworden ist, erfahrt ihr in der entsprechenden <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/cluedo\">Rezension<\/a>.<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei neue Spieleb\u00fccher haben den Weg in meine Bibliothek gefunden (eigentlich drei, aber \u00fcber das ausgezeichnete, supertolle, unglaublich empfehlenswerte Entensuppe und 53 andere Spiele zu schreiben f\u00e4llt doch etwas auf). Da ist zum einen New Rules for classic Games von R. Wayne Schmittberger. 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