{"id":4254,"date":"2013-04-13T19:34:50","date_gmt":"2013-04-13T17:34:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=4254"},"modified":"2013-04-13T19:34:50","modified_gmt":"2013-04-13T17:34:50","slug":"hier-gibt-es-nur-wenig-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2013\/04\/13\/4254\/","title":{"rendered":"Hier gibt es nur wenig zu sehen!"},"content":{"rendered":"<p>Der Heuschnupfen haut mich im Moment ziemlich um. Entsprechend f\u00fchle ich mich matschig. Also gibt es keine gro\u00dfen Erkenntnisse, sondern Ersteindr\u00fccke aus der Dose:<\/p>\n<p><strong>Coup <\/strong>(La Mancha Games): Gro\u00dfe Mode: Spiele mit wenig Karten. Bei Coup sind es gerade einmal 15, plus ein paar Chips. Ziel ist es als einziger noch zu stehen, nachdem der Rest rausgeflogen ist. Gag des Spieles: Es gibt 5 Rollen (jede dreimal, das sind die erw\u00e4hnten Karten) und jeder hat zwei. Wie bei <em>Erben von Hoax<\/em> kann man aber immer behaupten eine Rolle zu haben und die zu nutzen &#8211; so lange keiner anzweifelt. Das anzweifeln funktioniert wie bei M\u00e4xchen\/Meiern\/Anno Domini und wer erwischt \/zu Unrecht angezweifelt wird, verliert eine Karte und wer keine mehr hat ist raus. Mit den Rollen kann man andere Spieler direkt abschie\u00dfen, sich vor ebendem sch\u00fctzen oder man bekommt Chips (bei einer bestimmten Summe kann man einen Gegner direkt rauskegeln) oder Karten.<\/p>\n<p>Ich hatte erwartet, dass <em>Coup<\/em> ein reines Bluffspiel ist (auch nachdem was ich so las) und als ich es spielte, war es in einer nicht so Bluffbereiten Runde. Im nachhinein habe ich mich aber \u00fcber zahlreiche Spielfehler ge\u00e4rgert &#8211; das Spiel ist nicht so trivial wie es daherkommt und bietet doch ein bisschen Spielraum f\u00fcr taktische \u00dcberlegungen. Ich hatte nur nicht damit gerechnet&#8230; Der Blufffaktor spielt tats\u00e4chlich eher eine untergeordnete Rolle!<\/p>\n<p><strong>The Cave<\/strong>: Ein H\u00f6hlenerkundungsspiel vom K2-Autoren (der als n\u00e4chstes ein Spiel \u00fcbers Tauchen machen m\u00f6chte). Das Thema ist gut umgesetzt: Man krabbelt durch eine H\u00f6hle, deckt Pl\u00e4ttchen auf und muss vor allem mit Aktionspunkten und Nahrung haushalten. Wenn Nahrung alle, dann kriecht man zur\u00fcck zum Basislager und alle anderen gewinnen wahrscheinlich. Zwischendurch bekommt man f\u00fcr alles M\u00f6gliche Siegpunkte, wobei das in erster Frage der Ausr\u00fcstung und der ausgegebenen Aktionspunkte ist.<\/p>\n<p>Rein mechanisch: <em>Not awesome<\/em>. Jeder gr\u00fcbelt vor sich hin, man rechnet viel, man kann wenig aus dem Bauch heraus machen und weil sich Z\u00fcge durchplanen lassen (anders als bei <em>K2<\/em>) ist man selbst schuld wenn die Nahrung ausgeht- was bedeutet, dass die Spannung deutlich geringer ist. Was das Spiel auszeichnet ist die wirklich gelungene Umsetzung, bei der wirklich H\u00f6hlenerkundungsfeeling aufkommt. Also eher ein Spiel f\u00fcr &#8220;thematisch interessierte&#8221; Spieler.<\/p>\n<p><strong>Flowerfall<\/strong>: Man l\u00e4sst Karten auf den Tisch fallen und versucht damit Gebiete zu gewinnen. Die Details sind unwichtig, denn trotz enthusiastischer Berichte auf Boardgamegeek ist das Spiel ziemlich Banane. Ich hab nix gegen den Mechanismus an sich &#8211; aber Alspachs<em> Beer &amp; Pretzels<\/em> setzt den Gedanken viel besser um. Und wer &#8220;Karten auf den Tisch werfen in der Hoffnung die landen richtig rum und ungef\u00e4hr da, wo man es erhofft&#8221; sowieso f\u00fcr eine quatschige Spielidee h\u00e4lt, kann sich das Spiel eh sparen.<\/p>\n<p><strong>Miss Lupin<\/strong>: Ein Spiel mit Auftragskarten! Aber ein gutes :-) Man bekommt drei Auftragskarten und legt dann reihum Ziffern auf freie Felder des Spielplans. Wenn alle Felder belegt sind, gibt es Punkte f\u00fcr erf\u00fcllte Auftr\u00e4ge. Die verlangen z.B. Zahlen in aufsteigernder Reihenfolge oder d\u00fcrfen innerhalb einer Zeile einen Wert nicht unter- oder \u00fcberschreiten. Die M\u00f6glichkeiten sind so vielf\u00e4ltig, dass man die (geheimen) Auftr\u00e4ge der anderen gar nicht ermitteln kann. Trotz hohem Gl\u00fccksfaktor ist das Spiel aber nicht trivial. Zwar ist der Gl\u00fccksfaktor (wegen des Mitspielerchaos) nicht gering -in meiner ersten Runde meines ersten Spieles, machte mir ein Mitspieler mit seiner ersten Zahl gleich zwei Auftr\u00e4ge kaputt (was ich nie wieder erlebte) &#8211; aber die Kunst ist es hier festzustellen, was sofort muss und was sp\u00e4ter kann und wo nur Hoffen hilft. Ein sch\u00f6nes Legespiel f\u00fcr die R\u00e4nder des Spieleabends.<\/p>\n<p><strong>Viva Java<\/strong>: Ganz grob: Man sammelt Kaffeebohnen in sein S\u00e4ckchen und dann wird man in Teams eingeteilt und zusammen versucht man m\u00f6glichst h\u00f6chstwertige Bohnenkombis aus den S\u00e4cken zu ziehen. Da ist gutes Beutelmanagement gefragt, dass etwas an Deckbauspiele erinnert. Die Kafeesorten verlieren an Wert, bleiben aber immer eine Weile im Spiel, was an Hitparadenspiele wie Schrille Stille erinnert. Die erste Partie ist nett, die Existenzberechtigung ergibt sich aus den hohen m\u00f6glichen Spieleranzahlen (bis 8). Allerdings war die Partie f\u00fcr das Gebotene eine gute halbe Stunde zu lang. Allerdings habe ich gute Hoffnung, dass all das angebotene Ged\u00f6ns (Tausende von Varianten und Extrakarten und und und&#8230;) hier noch etwas mehr dringend ben\u00f6tigte Finesse ins Spiel bringt.<\/p>\n<p><strong>Dino Business<\/strong>: Keine Essenneuheit, sondern schon ein paar Jahre alt, aber da es eh niemand kennt, kein Problem. Ein Koreanisches Spiel, bei dem man \u00e1 la Jurassic Park Dinos f\u00fcr einen Park z\u00fcchtet. Ist aber auch fast egal: In der Praxis sammelt man farbige Steine und Eier (=Auftr\u00e4ge), die bestimmte Steinkombis verlangen. Wer einen Auftrag erf\u00fcllt, darf einen Dino auf ein freies Feld setzen und kassiert Siegpunkte. Bonuspunkte gibt es f\u00fcr benachbart besetzte Felder.<\/p>\n<p>Vor dem Spiel wusste ich nicht, was ich davon halten sollte. Nach dem Spiel auch nicht. Dasselbe gilt f\u00fcr das Thema. Ansonsten: <em>Dino Business<\/em> hat einige nette Ideen (Der Geldmechanismus ist eine Art Gl\u00fccksrad; man f\u00fchrt immer nur eine Aktion pro Zug durch, so dass es sich sehr flott spielt; es gibt Raubsaurier und Pflanzenfresser und man kann nur 4 pro Sorte bauen), aber es spielt sich \u00fcber weite Strecken etwas mechanisch. Zwar fiebert man punktuell mit (&#8220;Bekomme ich den blauen Stein noch&#8221;?, &#8220;Bekomme ich das letzte Sternenfeld oder nimmt es mir jemand weg?&#8221;), aber oft nimmt jeder reihum einen blauen Stein, bis alle weg sind, dann nimmt jeder einen gr\u00fcnen Stein bis alle weg sind&#8230; Au\u00dferdem staut es sich an manchen Stellen, wenn bestimmte Felder besetzt sind (theoretisch k\u00f6nnte sich das Spiel sogar aufh\u00e4ngen, aber dann m\u00fcssten alle Spieler blind spielen). Der Bonus f\u00fcr benachbarte Felder ist zu klein. Das ist schade, denn all diese Punkte h\u00e4tte ein erfahrener Verlag beheben k\u00f6nnen und dann ein sch\u00f6nes Familientaktikspiel gehabt.<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n<p>P.S. Zur Aktion der SAZ gegen die Fachgruppe Spiel m\u00f6chte ich mich im Moment noch nicht \u00e4u\u00dfern. Zum einen habe ich das <a href=\"http:\/\/de.trictrac.net\/news-initiative-fairlag-ja-zum-urheberrecht.php\">bei Guido dort dr\u00fcben<\/a>schon getan (siehe auch die Diskussion <a href=\"http:\/\/de.trictrac.net\/news-saz-legt-urheber-gutachten-vor.php\">hier<\/a>), zum anderen warte ich ab was die Fachgruppe Spiel antwortet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Heuschnupfen haut mich im Moment ziemlich um. Entsprechend f\u00fchle ich mich matschig. Also gibt es keine gro\u00dfen Erkenntnisse, sondern Ersteindr\u00fccke aus der Dose: Coup (La Mancha Games): Gro\u00dfe Mode: Spiele mit wenig Karten. Bei Coup sind es gerade einmal 15, plus ein paar Chips. 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