{"id":27317,"date":"2026-07-13T14:45:48","date_gmt":"2026-07-13T12:45:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=27317"},"modified":"2026-07-15T12:35:08","modified_gmt":"2026-07-15T10:35:08","slug":"neulich-bei-der-spiel-des-jahres-verleihung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2026\/07\/13\/27317\/","title":{"rendered":"Neulich bei der Spiel des Jahres Verleihung"},"content":{"rendered":"<p>Der Spiel des Jahres Preis ist eine Tradition in der deutschen Spieleszene. Seit seinen Anf\u00e4ngen in 1979 hat er sich mit samt seiner Juroren und Jurorinnen entwickelt und ver\u00e4ndert. Dennoch ist die Tradition geblieben. Mehr noch ein Traditionsbewusstsein hat sich etabliert, welches auch im Jahre 2026 Wirkungsmacht hat. So bewegt sich die Jury oft zwischen der Verantwortung eine Orientierungshilfe f\u00fcr all jene zu sein, die sich zum ersten Mal dem Brettspiel zuwenden. Aber auch das namensgebende Spiel des Jahres gilt es zu k\u00fcren.<\/p>\n<p>Auch wenn die Beteuerungen sich \u00fcberschlagen, man w\u00fcrde das beste Spiel f\u00fcr eine bestimmte Zielgruppe k\u00fcren und das beste Spiel, um das Kulturgut Spiel weiter zu verbreiten. Am Ende des Tages ist die Erwartung nun mal, dass ein singulares Spiel des aktuellen Jahrgangs \u00fcber die anderen gehoben werden soll. Das eine Spiel, welches herausstechender ist als die anderen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es auch Tradition, dass im Vorfeld der Verleihung viele kluge, erfahrene und schlicht meinungsstarke Stimmen Prophezeihungen wagen, Vermutungen \u00e4u\u00dfern und Erkl\u00e4rungen bieten warum die Jury (hier oft als Kollektiv verstanden) dieses oder jenes Spiel auszeichnen wird oder nicht auszeichnen wird.<\/p>\n<p>Alles das wurde abgekakt. Nat\u00fcrlich folgen auf die Verleihung erneut einige Kommentare und Reaktionen auf die Gewinnerspiele. Dieses Jahr sind es Dito!, Rebirth und Die Insel der Mookies. Als Kritiker*in ist man der Szenekultur verbunden, darum ist es alles andere als verwunderlich, dass auch dieser Preis eingeordnet und beurteilt werden will. Alles das geh\u00f6rt zum traditionellen Reigen des Online-Diskurses dazu.<\/p>\n<p>Dabei hat Kennerspiel-Gewinntr\u00e4ger Reiner Knizia bereits gute Worte gefunden, um die Einordnung zu vereinfachen. Jedes der nominierten und auch jedes der empfohlenen Spiele ist einen Blick wert. Sie sollten nicht vergessen werden, auch wenn die Jury die undankbare und auch reibungsvolle Aufgabe hatte, sich f\u00fcr je eines in den Kategorien entscheiden zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Kurz: Zwischen Cozy Stickerville und Dito!, zwischen Take Time und Hot Streak, zwischen Rebirth und Moon Colony Bloodbath sind die Qualit\u00e4tsunterschiede im Minimalstbereich. Jedes der Spiele ist es wert gespielt, oder zumindest ein Mal f\u00fcr sich entdeckt zu werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Dito-box.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-27189\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Dito-box-236x300.png\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Dito-box-236x300.png 236w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Dito-box-118x150.png 118w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Dito-box-370x471.png 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Dito-box-270x344.png 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Dito-box-393x500.png 393w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Dito-box.png 523w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/a>Dennoch ein paar kurze Worte zu Dito!, die zumindest mir auch erst im Austausch mit anderen Kritiker*innen deutlicher geworden sind. Neben der h\u00f6heren Teilnehmerzahl bietet Dito! einen spiel\u00e4sthetischen Effekt, der positiv in Erinnerung bleibt. (Wer sich hier \u00fcber meine Wortsch\u00f6pfungen \u00e4rgert, sei versichert, dass Spielreiz zwar ein ausreichendes aber in meinen Augen unpr\u00e4zises Synonym daf\u00fcr ist.) Dito belohnt uns damit, dass wir bei der Nennung eines richtigen Begriffes die Best\u00e4tigung der Gruppe erfahren. Das im Titel erw\u00e4hnte \u201cDito!\u201d bejaht Teil der Spielgemeinschaft zu sein. Ich habe bei \u201cLeckere Brotaufstriche\u201d die gleichen Ideen wie meine Mitspielenden. Auf emotionaler Ebene ist diese Best\u00e4tigung wohltuend und gibt uns das Gef\u00fchl unter Gleichgesinnten zu sein. Wir f\u00fchlen uns als Teil dieser Gemeinschaft. In diesem Sinne spiegeln sich auch die Worte Harald Schrapers wider, der aussprach, dass Spiele Menschen zusammen bringen und Unterschiede \u00fcberwindbar machen.<\/p>\n<p>Sicherlich h\u00e4tte man eine \u00e4hnliche, gemeinschafts-f\u00f6rdende Erkl\u00e4rung finden k\u00f6nnen, um Cozy Stickerville zu beschreiben, w\u00e4re es zum Spiel des Jahres gew\u00e4hlt worden. Aber das soll nicht hei\u00dfen, dass diese Erkl\u00e4rungen beliebig sind. Im Gegenteil: jedes Spiel gibt einen Impuls in die Spielgruppe. Dito! gelingt das an Hand des Spielerlebnis (andere Spiele wirken etwa durch ihr Thema). Die Entscheidung f\u00fcr Dito! ist nicht beliebig, aber es stecken weit weniger Abw\u00e4ngungen auf Makro-Ebene darin, als oft unterstellt wird. Wenn man die \u201cschwer abziehbaren Aufkleber\u201d zu einem validen Kritikpunkt eines Spiels erhebt, kann es mit dem Blick f\u00fcrs kulturelle Gesamtwerk und seine Wirkung auf die Szene nur bedingt weit her sein. Wie gesagt, jedes der ausgew\u00e4hlten Spiele ist einen Blick wert und welches davon eine l\u00e4ngerfristige Wirkung haben wird, h\u00e4ngt nicht an der Jury oder an den Ansichten irgendwelcher Kritiker*innen oder Influencer*innen, sondern an den Personen, die diese Spiele um ihrer selbst Willen spielen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches lie\u00dfe sich auch zum Kennerspiel des Jahres sagen. Dennoch muss man hier eine Erg\u00e4nzung einf\u00fcgen. Allen voran, da der Vergleich zwischen den drei Nominierten sowohl ausgepr\u00e4gter als auch weniger eindeutig schien. Boss Fighters QR stach durch seine App-Einbindung hervor. Die gerade unter der Personengruppe der Elder Millenials und \u00e4lter Hoffnungen auf junge Neuspieler*innen weckte, die ja so viel mit \u201cdigital\u201d und \u201conline\u201d machen. Das Moderations-Team des Kennerspiel des Jahres (Maren Hoffman und Steph Kessler) lobte, dass hier die \u201cl\u00e4stige Verwaltungsarbeit\u201d den Spielenden abgenommen wird. Ein Punkt, den ich f\u00fcr unsere Zeit zwar symptomatisch, aber nicht weniger verfehlt halte. Lobte die gleiche Jury vor einigen Jahren noch die \u201cHaptik\u201d eines Spiels, die physische Pr\u00e4senz am Tisch und den Aufforderungscharakter eines Spiels, so scheint mir die Freude an einem digitialen Tool, welches das Spiel nur auf die Auswahl (Absprachen zwischen Spielenden) und Eingabe von Prompts (QR-Codes) reduziert, ein unangenehmes Echo in der Realit\u00e4t zu finden.<\/p>\n<p>Das Resultat mag sich kaum von anderen Spielen dieser Art unterscheiden, aber wie auch bei Bildern, Texten und anderen von Menschen generierten Inhalten, ist es der Vorgang, der dem Ganzen Leben einhaucht und dem Spielerlebnis Wert gibt. Es sind eben nicht allein die Entscheidungen der Spielenden und die Komplexit\u00e4t der \u00dcberlegungen, welches Spiele besonders macht. Es ist gerade auch der Aufwand den es braucht, um sich innerhalb des Spiels zu bewegen, der nicht nur dem Spiel Substanz gibt, sondern auch die Gruppe Gemeinschaftlichkeit erleben l\u00e4sst. (Daher empfehle ich auch bei den meisten Spielen die \u201cl\u00e4stige Sortierarbeit\u201d nicht durch Plastikt\u00fcten zu umgehen, sondern gemeinsam als Gruppe zu l\u00f6sen.)<\/p>\n<p>Die verp\u00f6nte \u201cl\u00e4stige Verwaltungsarbeit\u201d wird erst zum Problem, wenn es in die Extreme geht. Daher scheint mir die Niederschwelligkeit, die durch eine App wie hier erm\u00f6glicht wird, auch auf Kosten der Eigenschaften zu gehen, welche Menschen an (Kenner-)Spiele bindet.<\/p>\n<p>Zumal die andere Nominierung: Moon Colony Bloodbath sehr gut aufzeigt, dass ein niederschwelliger Zugang mit einem \u00fcberschaubaren Verwaltungsanteil, auch aus einem \u201cv\u00f6llig albernen Thema\u201d ein unterhaltsames und erinnerungsw\u00fcrdiges Spielerlebnis zaubern kann. Unter der Nerd-Fraktion der Spieler*innen wurde sicherlich gehofft, dass Moon Colony Bloodbath mit seinem makaber-grotesken Humor ein \u00e4hnlicher Trotzefolg werden w\u00fcrde, wie es Lordi damals im Eurovision Song Contest 2006 war. So kam es dann nicht, aber es bleibt die Hoffnung, dass Spiele mit einsteigerfreundlichem Niveau \u00f6fter in die thematischen Randbereiche gehen, die sonst nur Indie-Verlagen und Crowdfunding-Kampagnen zug\u00e4nglich scheinen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-27311\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth-300x300.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth-300x300.png 300w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth-150x150.png 150w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth-370x370.png 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth-270x270.png 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth-570x570.png 570w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth-500x500.png 500w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Rebirth.png 630w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ausgezeichnet wurde letztendlich Rebirth von Reiner Knizia, dessen Spiel-des-Jahres-Hattrick in den Augen vieler wohl lange \u00fcberf\u00e4llig war. Rebirth nun ist im besten Sinne traditionell gestrickt. Und nach Aussagen des Autors auch so gedacht: im post-apokalyptischen Setting des Wiederaufbaus sollte auch eine Zivilisationskritik ausgedr\u00fcckt werden, die man jedoch ohne Knizias Erkl\u00e4rung wohl kaum h\u00e4tte erahnen k\u00f6nnen. Eine R\u00fcckkehr zur Gemeinschaftlichkeit, Naturverbundenheit und abseits von \u00dcberb\u00fcrokratisierung. Aber letztendlich zeigt sich damit nur, dass Spielthemen ein leidlich ungeignetes Medium sind, um feinsinnige und detaillierte Sozialkriitk zu \u00fcben. Von der Lesbarkeit einer klaren Autorenintention innerhalb eines Brettspiels ganz zu schweigen. Denn auch daf\u00fcr, und das wurde von mehreren Personen auf den B\u00fchne wiederholt, ist ein Spiel doch zu sehr von der Arbeit eines ganzen Teams gepr\u00e4gt, an Stelle einer singul\u00e4ren Vision eines Auteurs.<\/p>\n<p>Der Ausklang der Veranstaltung fand dann auch mit dem mittlerweile tradtionellen Buffet im Aufenthaltsraum nebenan statt. Das Essen war dann auch \u00fcberraschend traditionsbewusst (Currywurst mit Pommes, rot-wei\u00df) und konterkarierte damit auf sch\u00f6ne Weise die zunehmende Ernsthaftigkeit, die viele Medienvertreter an die Verleihung herantragen. So entwickelten sich Gespr\u00e4che und Unterhaltungen zwischen Menschen, die mit viel Begeisterung \u00fcber Spiele, Spielarten, Spielerlebnisse und Spielvorhaben sprachen und solchen, die Networking und Content Creation als Sinn und Zweck des Abends sahen. Die Gr\u00fcppchen bildeten sich, die Cliquen klickten und man sah und wurde gesehen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_27320\" aria-describedby=\"caption-attachment-27320\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Unbenannt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-27320\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Unbenannt-300x231.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Unbenannt-300x231.jpg 300w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Unbenannt-150x115.jpg 150w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Unbenannt-370x285.jpg 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Unbenannt-270x208.jpg 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Unbenannt-570x439.jpg 570w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Unbenannt.jpg 577w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-27320\" class=\"wp-caption-text\">Ohne Selbstironie fehlt etwas<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00dcberhaupt schienen mir die ehrlichsten, und im R\u00fcckblick auch treffendsten Momente des Abends jene zu sein, in denen die ernsthafte Professionalit\u00e4t und Souveranit\u00e4t auf zutiefst menschliche Unvollkommenheit und Fehlerhaftigkeit traf. Sei es wenn Christoph Schlewinskis ironisch plumpe Vorbereitung eines Lobs aus dem Mund eines Kinderjurors umgehend mit einer ph\u00e4nomenal ehrlichen Antwort quittiert wurde. (\u201cW\u00fcrdet ihr jetzt lieber eine Stunde Deutsch, Mathe oder Spiele spielen als Unterrichtsfach haben?\u201d &#8211; \u201cDeutsch!\u201d), aber auch Schrapers Versprecher bei der Verk\u00fcndung des Spiel des Jahres (\u201cDas Spiel des Jahres 2024 ist\u2026\u201d) unterstrichen vor allem das Wesen des Spielens und damit auch das Fundament einer Veranstaltung, die das Spiel des Jahres k\u00fcrt.<\/p>\n<p>Spielen ist eine im Kern humorvolle, unpr\u00e4zise und durch und durch selbst-ironische Besch\u00e4ftigung. Man kann nicht spielen, wenn man nicht gewillt ist \u00fcber sich selbst zu lachen und vor allem, wenn man nicht gewillt ist, die Fehler und Unzul\u00e4nglichkeiten an sich und anderen zu akzeptieren. Das beste Spiel kann keine Menschen zusammenbringen, die diese gemeinsame Zeit daf\u00fcr nutzen, um sich \u00fcber andere zu erheben. Gemeinschaften gibt es nur unter Menschen, die sich als gleichgestellt ansehen. Das ist eine Tradition des gemeinsamen Spielens, die es verdient h\u00e4tte zur Kultur erhoben zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Spiel des Jahres Preis ist eine Tradition in der deutschen Spieleszene. Seit seinen Anf\u00e4ngen in 1979 hat er sich mit samt seiner Juroren und Jurorinnen entwickelt und ver\u00e4ndert. Dennoch ist die Tradition geblieben. Mehr noch ein Traditionsbewusstsein hat sich etabliert, welches auch im Jahre 2026 Wirkungsmacht hat. 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