{"id":2601,"date":"2012-01-14T13:09:02","date_gmt":"2012-01-14T11:09:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=2601"},"modified":"2012-01-14T13:09:02","modified_gmt":"2012-01-14T11:09:02","slug":"computer-vs-mensch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2012\/01\/14\/2601\/","title":{"rendered":"Computer vs.Mensch"},"content":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr ein toller Jahresbeginn&#8230; Naja ich bin wieder da. Auch mit einer neuen <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/simon-flash\">Rezi<\/a>.<br \/>\nGestern habe ich -dank <a href=\"http:\/\/drakesflames.blogspot.com\/2012\/01\/rip-off-game-review-haunted-village.html\">Drakes Flames<\/a> &#8211; wieder einen Plagiatsfall gefunden. In diesem Fall hatte ein Amerikaner ein Fanspiel \u00fcber die Videospielserie &#8220;Fatal Frame&#8221; erstellt und kostenlos ins Netz gestellt (<a href=\"http:\/\/www.fourhman.com\/fatalframe\">Hier<\/a>). Da er ja keine Rechte an der Videoserie hatte, bem\u00fchte er sich nicht um einen Verlag.Ein Igor Krasnodymov brachte das Spiel mit abgewandeltem Thema im Eigenverlag in Russland raus (war wohl auch in Essen zu bekommen), jedoch ohne den Autor zu infomieren (geschweige denn ihn zu beteiligen). Regeltechnisch sind die Spiele identisch. Nachdem der Autor von BGG-Usern \u00fcber das Spiel infomiert wurde, kontaktete er den anderen &#8220;Autor&#8221;. Der wird in einer zuk\u00fcnftigen Ausgabe zumindest Joe Fourhman als Autor angeben. Der hat nat\u00fcrlich wenig rechtliche Handhabe, da sein Spiel ja auf einer gesch\u00fctzten Serie basiert. Dennoch ein neuer trauriger Fall von Internationaler Urheberrechtsverletzung. Die dazugeh\u00f6rige Diskussion kann man <a href=\"http:\/\/www.boardgamegeek.com\/thread\/737690\/fatal-frame\">hier <\/a>(in englisch) nachlesen.<\/p>\n<p>But now to something completly different. Am Mittwoch erschien bei <a href=\"http:\/\/xkcd.com\/1002\/\">XKCD <\/a>ein Comicstrip der sich mit Spielen besch\u00e4ftigt. Genauer gesagt eine Graphik, die angibt, wie sich Computer bei diversen Spielen so schlagen (wie immer bei XKCD mit ein paar nicht ganz ernstgemeinten Eintr\u00e4ge) :<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/imgs.xkcd.com\/comics\/game_ais.png\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"905\" \/><\/p>\n<p>Ganz oben sind die &#8220;gel\u00f6sten&#8221; Spiele. &#8220;Gel\u00f6st&#8221; hei\u00dft, dass es eine Gewinnstrategie gibt, die einer der Spieler (in der Regel der zweite) verfolgen kann, um nicht zu verlieren. Stellenweise sind die recht einfach (Nim, Tic-Tac-Toe) meistens aber so komplex, dass in der Tat nur Computer diese anwenden k\u00f6nnen. Das Spielen gegen einen Computer ist da einigerma\u00dfen sinnlos, zumindest wenn man gewinnen will. Zu der Aufz\u00e4hlung hinzu k\u00e4me \u00fcbrigens noch M\u00fchle (und ich vermute Halma). Hinter &#8220;Ghost&#8221; verbirgt sich das Spiel &#8220;Geist&#8221;, dass ich in Jam Dudel in einer Variante beschrieben habe. Die hiesige Einteilung bezieht sich auf das Zweipersonenspiel:\u00a0 Einer nennt einen Buchstaben. Abwechselnd erg\u00e4nzen die beiden die sich bildene Buchstabenkette um einen Buchstaben. Wer ein g\u00fcltiges Wort bildet, verliert (damit handelt es sich um eine Nim-Variante). Wer auf Nachfragen kein Wort mit der bereits gebildeten Kette nennen kann auch. Die Strategie des Nachfolgespielers ist es also die Buchstaben so zu w\u00e4hlen, dass nur noch ein m\u00f6gliches Wort entsteht, dass aber eine ungrade Anzahl von Buchstaben enth\u00e4lt (damit der andere verliert). Gel\u00f6st ist das Spiel nur f\u00fcr englische Lexika, am Duden hat sich meines Wissens noch niemand versucht. Wenn sich also einer meiner Leser berufen f\u00fchlt :-)<\/p>\n<p><em>Dame<\/em> ist f\u00fcr die normalen Startpositionen gel\u00f6st, weswegen in Turnieren die ersten drei Z\u00fcge ausgelost werden. Auch <em>Gomuku<\/em>\u00a0 (&#8220;5 in einer Reihe&#8221;) ist gel\u00f6st, allerding meines Wissens nur ohne die neue Regel, dass es verboten ist, zwei offene dreier (oder Vierer) Reihen mit einem Zug zu bilden. Insofern ist Munroes Diagramm hier etwas ungenau.<\/p>\n<p>Werden die Spiele komplexer und gibt es damit auch mehr m\u00f6gliche Stellungen, wird es nat\u00fcrlich immer schwieriger. Dann sind die Spiele nicht mehr gel\u00f6st, jetzt gehts darum, ob der Computer besser spielt als ein Mensch. Das bekannteste Beispiel ist nat\u00fcrlich Schach. Die Beispiele sprechen weitestgehend f\u00fcr sich (Backgammon fehlt noch, Beer Pong ist nat\u00fcrlich ein Gag &#8211; zwar gibt es einen entsprechenden Roboter, der muss jedoch keinen Alkohol konsumieren ;-) ). <em>Jeopardy<\/em> war ja letztes Jahr, als ein Computer mit Hilfe eines Suchalgorythmus die wahrscheinlichste L\u00f6sung herausfilterte und zwei Champions schlug.\u00a0 Ganz soweit sind die Computer bei anderen Spielen nicht. Bei <em>Go<\/em> und <em>Arimaa<\/em> sind die Zugm\u00f6glichkeiten zu hoch, um die Spiele durch blo\u00dfen Durchrechnen zu gewinnen. Das hei\u00dft aber nicht, dass Computer immer unterlegen sein werden &#8211; Ich <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2011\/01\/30\/2019\">schrieb bereits<\/a> \u00fcber die steigenden F\u00e4higkeiten der Go-Programme. Bei Poker liegt es eher an der psychologischen Komponente. Das Berechnen der Wahrscheinlichkeiten liegt den Computern vermutlich mehr, aber das Einsch\u00e4tzen wann es sich lohnt zu riskieren, wann es sich lohnt zu bluffen etc. h\u00e4ngt auch an der Empathie. Das ist aber wirklich nicht mein Gebiet ;-)<\/p>\n<p>Die Spiele die laut Munroe niemals von Computern ausreichend beherrscht werden, sind allesamt Gags der einen oder anderen Sorte: <em>Snakes &amp; Ladders<\/em> ist nat\u00fcrlich ein reines Gl\u00fccksspiel, bei dem der Computer keinerlei Vorteile hat &#8211; ebenso gut k\u00f6nnte man Bingo oder Krieg + Frieden (das Kartenspiel, nicht das Brettspiel) nennen. <em>Mao<\/em> ist ein Spiel, bei dem man die Regeln herausfinden muss &#8211; \u00e4hnlich den Dumbbatz-Dribbeleien in Jam Dudel (sowas wie &#8220;Willy Rutsch&#8221;). Computer sind zwar sehr gut darin Muster zu erkennen, aber ich nehme an, dass sie hier Probleme haben werden &#8211; vor allem, wenn die Regeln etwas mit dem Meta-Spiel wie K\u00f6rpersprache o.\u00e4, zu tun haben. <em>Seven Minutes in Heaven<\/em> ist das unter amerikanischen Teens fr\u00fcher (?) beliebte Spiel : M\u00e4dchen + Junge werden 7 Minuten in einen Schrank gesperrt und d\u00fcrfen dort machen, was sie wollen. Warum das Computer nicht so gut k\u00f6nnen, darf sich jeder selbst ausmalen. <em>Calvinball<\/em> ist ein Spiel ohne Regeln aus den Calvin &amp; Hobbes -Comics. Ich w\u00fcrde noch <em>Scharade<\/em> erg\u00e4nzen wollen (das darstellen mag vielleicht noch mit Hilfe von YouTube-Videos gehen &#8211; aber das erkennen?) und nat\u00fcrlich alle Assoziations\/Einsch\u00e4tzspiele.Weitere Vorschl\u00e4ge in die Kommentare :-)<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n<p>P.S. Das Einbetten des Comics ist ausdr\u00fccklich erlaubt, sofern der Autor (Randall Munroe) und die Quelle angegeben wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr ein toller Jahresbeginn&#8230; Naja ich bin wieder da. Auch mit einer neuen Rezi. Gestern habe ich -dank Drakes Flames &#8211; wieder einen Plagiatsfall gefunden. In diesem Fall hatte ein Amerikaner ein Fanspiel \u00fcber die Videospielserie &#8220;Fatal Frame&#8221; erstellt und kostenlos ins Netz gestellt (Hier). 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