{"id":2597,"date":"2012-02-01T10:48:58","date_gmt":"2012-02-01T08:48:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=2597"},"modified":"2012-02-01T10:48:58","modified_gmt":"2012-02-01T08:48:58","slug":"verlagsvorstellung-grouper-games","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2012\/02\/01\/2597\/","title":{"rendered":"Verlagsvorstellung Grouper Games"},"content":{"rendered":"<p>Spiele f\u00fcr mehr als 5 Personen sind selten -sicherlich auch ein Grund f\u00fcr den Erfolg von 7 Wonders. Spiele f\u00fcr mehr als 8 Personen kann man an einer Hand abz\u00e4hlen. Kommt dann ein Verlag mit einem Spiel f\u00fcr maximal 11 Personen und handelt es sich explizit NICHT um ein Partyspiel, dann schauen wir von der Spielbar ganz genau hin!<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Bitte stelle Dich und Deinen Verlag kurz vor!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Ich hei\u00dfe\u00a0 Britton Roney and\u00a0 ich habe Grouper Gamesmit einigen Gesch\u00e4ftspartnern gegr\u00fcndet, um Strategiespiele f\u00fcr Gruppen herauszubringen. Ich komme aus einer gro\u00dfen Familie und wir hatten immer das Problem, dass zu viele Leute mitspielen wollten. Kommt ein sechster Spieler hinzu wird die Liste der guten Strategiespiele sehr kurz. Sind es zehn Spieler und die Liste ist praktisch nichtexistent. Das Ziel von Grouper Games ist es, die L\u00fccke mit Strategiespielen f\u00fcr gro\u00dfe Gruppen zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>\u00a0Bitte erz\u00e4hle uns mehr \u00fcber Masters of Commerce!<\/strong><\/p>\n<p>Die Idee f\u00fcr <em>Masters of Commerce<\/em> kam uns nach einem Skiausflug. Ich arbeite f\u00fcr eine private Aktiengesellschaft und die Firma war gerade an dem Kauf eines bankrotten Einkaufzentrums beteiligt. Mit dieser Erfahrung im Kopf leerten wir diverse Spielschachteln auf dem Tisch aus und begannen die Grundidee des Spieles auszuarbeiten. Von dem Punkt an dauerte es noch mehr als ein Jahr bis das Spiel fertig war.<\/p>\n<p>Um eine Zusammenfassung des Spieles selbst zu geben: <em>Masters of Commerce<\/em> ist ein schnelles Wirtschaftsstrategiespiel, dass in dem Aspekt einzigartig ist, als dass es f\u00fcr eine gro\u00dfe Gruppe von Spielern designed ist: Bis zu 11 Spielern k\u00f6nnen mitspielen, Spieldauer ist 30-40 Minuten (egal wie viele Spieler mitspielen) und es kann in 5 Minuten erkl\u00e4rt werden. Die Grundidee ist, dass die Spieler in zwei Gruppen eingeteilt werden: Vermieter und H\u00e4ndler. Um zu gewinnen muss jeder H\u00e4ndler mehr Geld verdienen, als die anderen H\u00e4ndler. Dasselbe gilt f\u00fcr die Vermieter. Jede Runde konzentriert sich auf 2 Minuten laute, wild durcheinander gef\u00fchrte Verhandlungsrunde zwischen den Vermietern und den H\u00e4ndlern. Die H\u00e4ndler bekommen dann Einkommen, je nach Geb\u00e4ude dass sie mieten. Vermieter kassieren Miete von den H\u00e4ndlern, zahlen Steuern und k\u00f6nnen neue Grundst\u00fccke kaufen. Nach 5 Runden gewinnt sowohl der reichste H\u00e4ndler als auch der reichste Vermieter.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Was habt ihr f\u00fcr die Zukunft geplant?<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben einige Erweiterungen f\u00fcr Masters of Commerce in Arbeit, inklusive einer, bei der ein Spieler f\u00fcr die Regierung arbeitet. Auch arbeiten wir an einigen anderen Gro\u00dfgruppenspielen. Ich m\u00f6chte noch keine Details bekanntgeben, aber ich bin von einem bestimmten Projekt besonders begeistert. Das zielt ebenfalls f\u00fcr eine gro\u00dfe Gruppe an Spielern ab, \u00e4hnlich wie Masters of Commerce, konzentriert sich aber auf Politik statt auf Wirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Interview!<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/cf.geekdo-images.com\/images\/pic1074616_t.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Zwar funktioniert <em>Masters of Commerce<\/em> offiziell (mit Sonderregel) auch f\u00fcr 3 oder 4 Spieler, aber so richtig gedacht ist es doch ganz klar f\u00fcr Gruppen ab ca. sechs Personen. Wer also M\u00fche hat \u00fcberhaupt drei Leute f\u00fcr einen Spieleabend zusammenzubekommen, kann sich den Kauf sparen. Wie sieht es aber mit den Gro\u00dfgruppenspielern aus?<br \/>\nZwei Dinge muss man wissen, um einzusch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ob Masters of Commerce f\u00fcr einen interessant ist:<br \/>\nErstens ist es ein absolut reines Verhandlungsspiel. Wie Britton schon gesagt hat, ist die Kernphase die Verhandlungsphase zwischen Mietern und Vermietern. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der Wert der Geb\u00e4ude nur sehr grob einsch\u00e4tzbar ist: Der tats\u00e4chlich Betrag wird ausgew\u00fcrfelt (ja, ausgew\u00fcrfelt), wobei die Wahrscheinlichkeiten f\u00fcr einzelne Farben unterschiedlich sind (und von dem Wert vor dem W\u00fcrfeln abh\u00e4ngt). So ist rot deutlich spekulativer als blau, welches eher eine Farbe f\u00fcr konservative Anleger ist. In diesem Aspekt errinnert es mich rudiment\u00e4r an den Klassiker <em>Stocks &amp; Bonds<\/em>, bei dem es ja auch darum geht sich zu \u00fcberlegen, ob man eher spekuliert oder eher anlegt weil einige Aktien sehr schwanken k\u00f6nnen, w\u00e4hrend andere sich nur langsam (und eher aufw\u00e4rts) bewegen. Allerdings ist Stocks &amp; Bonds nun \u00fcberhaupt nicht interaktiv, w\u00e4hrend bei MoC in erster Linie geschachert wird. Insofern ist es ein &#8220;echtes&#8221; Verhandlungsspiel mit spekulativer Komponente.<br \/>\nZweitens ist ungewohnt, dass es zwei Sieger gibt: Den besten H\u00e4ndler und den besten Vermieter. Das macht Sinn, denn die beiden Gruppen spielen v\u00f6llig unterschiedlich: Die H\u00e4ndler m\u00fcssen sich \u00fcberlegen, in welche Farben sie investieren (also welche Geb\u00e4ude sie mieten), die Vermieter ersteigern Geb\u00e4ude in der Hoffnung, das Geld durch Mieten wieder reinzubekommen (Mir pers\u00f6nlich erscheint die Vermieter Rolle etwas interessanter, aber die H\u00e4ndler sind geradliniger, ist also Geschmackssache). Im Prinzip kann man sich vorstellen, dass man eigentlich zwei verschiedene Spiele spielt, nur dass es in der Verhandlungsphase einen Ber\u00fchrungspunkt zwischen den Partien gibt. Extrem ungew\u00f6hnlich! Etwas vergleichbares gibt es h\u00f6chstens in der Mehr-Tisch-Variante von Friedemanns <em>Fische, Fluppen, Frikadellen<\/em>. Und selbst da spielt man eigentlich dasselbe Spiel.<br \/>\nWenn diese Punkte nicht st\u00f6ren &#8211; sondern eher begeistern &#8211; dann ist Masters of Commerce sicherlich keine schlechte Wahl: Das Spiel ist solide ausgestattet mit klaren Regeln und sehr auf den Punkt (Spieldauer liegt bei 30-45 Minuten). Durch die zuf\u00e4llige Preisfluktation entwickeln sich sch\u00f6ne Dynamiken, was die Verhandlungen betrifft. Auf jeden Fall also ein interessantes Spiel!<br \/>\nciao<br \/>\npeer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spiele f\u00fcr mehr als 5 Personen sind selten -sicherlich auch ein Grund f\u00fcr den Erfolg von 7 Wonders. Spiele f\u00fcr mehr als 8 Personen kann man an einer Hand abz\u00e4hlen. 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