{"id":232,"date":"2007-08-04T03:03:46","date_gmt":"2007-08-04T01:03:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2007\/08\/04\/232"},"modified":"2007-08-04T03:03:46","modified_gmt":"2007-08-04T01:03:46","slug":"letztes-posting-vor-dem-sommerloch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2007\/08\/04\/232\/","title":{"rendered":"Letztes Posting vor dem Sommerloch"},"content":{"rendered":"<p>Ja, die n\u00e4chsten zwei Wochen bin ich zu viel unterwegs, um zu posten. Zumal ich an den fraglichen Montagen im Flieger sitze. Der n\u00e4chste Eintrag also in drei Wochen (es sei denn J\u00fcrgen vertritt mich)<\/p>\n<p>Doch ihr sollt ja nicht unt\u00e4tig sein, sondern euch Gedanken machen: Es geht um die Frage aller Fragen: Welche Spiele sollen rezensiert werden?<\/p>\n<p>Dem regelm\u00e4\u00dfigen Leser ist sicherlich aufgefallen, dass ich hier zwar relativ oft Ersteindr\u00fccke von Spielen poste, echte Rezis aber recht sp\u00e4rlich sind. Das hat zwei Gr\u00fcnde: Zum einen kostet das Verfassen einer Rezension viel Zeit, zum anderen ben\u00f6tigt man relativ viele Spiele, um was fundiertes zu Papier zu bringen. Und ich spiele einfach nicht so oft dasselbe Spiel mehrfach. Eine Besprechung pro Monat ist mein (Minimal-)Ziel und mir ist bewusst, dass ich mich so von den anderen Spieleseiten absetze, bei denen \u201eViel hilft viel\u201c das Credo zu sein scheint. Im Kampf um Rezensionsexemplare z\u00e4hlt vor allem Masse, k\u00f6nnte man meinen und wen st\u00f6rt es da schon, wenn gelegentlich nach nur einer Partie rezensiert wird?<\/p>\n<p>Das Spiele mehrfach und m\u00f6glichst in verschiedenen Gruppen gespielt werden sollten ist ein Rezensentenallgemeinplatz. Auch gilt der Satz, den J\u00f6rg N\u00fcrnberger immer in seinen Spielanleitungen stehen hatte: \u201eNach der ersten Partie, sollte man noch einmal die Anleitung lesen; Es ist sehr wahrscheinlich, dass etwas falsch gespielt wurde.\u201c So manches Urteil l\u00e4sst sich auf schlechte Regelinterpretation schieben und das ist kritisch, denn man merkt den Fehler i.A. nicht, vor allem wenn das Spiel ansonsten einigerma\u00dfen funktioniert (J\u00fcngste Beispiele aus meinem Spielekreis betreffen Wikinger, bei dem nach jedem Ziehen ein neues Pl\u00e4ttchen aufgedeckt wurde \u2013was den Gl\u00fccksfaktor nat\u00fcrlich potenzierte \u2013 und Guatamala Cafe bei dem nach einer Blockade nicht mehr gekauft wurde, was die Blockade noch h\u00e4rter machte) Der Himmel allein wei\u00df, was ich schon alles falsch gespielt habe\u2026 (\u00dcbrigens auch ein gro\u00dfes Problem von Redakteuren \u2013 ich sch\u00e4tze ganz wild, dass min. 10% der Spiele aufgrund von Regelfehldeutungen abgelehnt werden. Schlie\u00dflich sind Spielregeln von Protos nicht selten sehr interpretationsw\u00fcrdig geschrieben).<\/p>\n<p>Soweit nix neues. Interessant ist der Aufbau der Rezension und da gibt es zwei gegens\u00e4tzliche Schulen: Struktur auf der einen, freie Form auf der anderen Seite. Doch ich muss weiter ausholen:<br \/>\nEine Rezension soll informieren und unterhalten. Informieren soll sie den Leser \u00fcber das Spiel und dessen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Die Information sollte ausreichend sein, damit sich der Leser ein Bild von dem besprochenen Spiel machen kann und als Entscheidungshilfe dienen, ob sich der Leser das Spiel kaufen oder zumindest n\u00e4her ansehen sollte, oder ob er sich sein sauer verdientes Geld lieber spart. Um dies zu erreichen muss das Spiel mit seinen Fehlern und St\u00e4rken nat\u00fcrlich gut beschrieben sein \u2013 die Regel nachzuplappern ist aber i.A. nicht n\u00f6tig. Wenn ich wissen will, ob ein Film gut ist, hilft das Drehbuch auch nicht unbedingt weiter. Zu viele Informationen verwirren zum einen nur, zum anderen n\u00fctzt es nichts, wenn diese nicht gewichtet und kommentier werden. Wer kennt das nicht: Man liest eine Regel und denkt: \u201eDas Spiel ist bestimmt klasse\/totaler Mist\u201c, nur um dann bei der Probepartie festzustellen, dass das genaue Gegenteil zutrifft.<br \/>\nIch muss wissen wie sich ein Spiel spielt, nicht wie die Regeln sind. Ich muss nicht wissen, was genau das Privileg des B\u00fcrgermeisters bei Puerto Rico ist, nur dass es eines gibt und dass die Rollenwahl eines der entscheidenden Punkte des Spieles ist: Welche Rolle nehme ich, welche k\u00f6nnen die Mitspieler haben?<br \/>\nDie meisten Rezensionen im Internet bieten eher zu viel als zu wenige Informationen (Ausnahmen gibt es nat\u00fcrlich immer).<br \/>\nDoch das ist nur die eine Seite der Medaille. Rezensionen m\u00fcssen auch gelesen werden und da gibt es einige Schreiber, die machen es ihrem Leser so schwer wie m\u00f6glich: Grottenlangweilige Aufz\u00e4hlungen von Mechanismen und ein Fazit wie \u201eGef\u00e4llt irgendwem und irgendwem nicht.\u201c Journalistik bedeutet eben auch Unterhaltung und ein richtig guter Rezensent vermag auch richtig gut zu unterhalten. Manchmal geht das auf Kosten der Information (Michael Knopf z.B. war deswegen. so umstritten) und das ist nicht immer gut. Ich erinnere mich an eine Ausgabe der \u2013ansonsten hervorragenden \u2013 P\u00f6ppel Revue in dem drei witzige Rezensionen drin waren (Machu Picchu, Chinatown und noch eines, dass ich vergessen habe), deren Informationsgehalt aber gegen Null ging. Eine ist OK, drei waren definitiv zu viel!<br \/>\nEine optimale Rezension ist also sowohl unterhaltsam als auch informativ, wobei das Fehlen ersteres i.A. schlimmer ist als letzteres.<br \/>\nIm Internet werden Rezis allerdings oftmals nur \u00fcberflogen, daher scheint mir dass dort der Schwerpunkt auf der Informationsseite liegt.<br \/>\nZur\u00fcck zu den zwei Schulen: Bei der Struktur ist der Aufbau fest vorgeschrieben: Im ersten Teil kommt das Material, im Mittelbau der Spielablauf und am Ende steht ein Fazit. Im Internet ist das die pr\u00e4ferierte Methode, denn sie erlaubt dem Spieler gezielt die Infos rauszupicken, die ihn interessieren. Allerdings bietet sie dem Schreiber wenig M\u00f6glichkeiten wirklich unterhaltsam zu schreiben oder auch nur ein paar allgemeine Informationen (z.B. zum herausbringenden Verlag) in die Rezension mit einflie\u00dfen zu lassen. Diese Rezensionen stehen klar im Zeichen der Information.<br \/>\nDie freie Form findet man \u00fcberwiegend (oder eigentlich nur, auch wenn einige Rezensenten die feste Form im Kopf zu haben scheinen und immer nach Schema F vorgehen) in Zeitschriften. Das ist verst\u00e4ndlich, denn mehrere Rezis im gleichen Stil hintereinander zu lesen bedarf schon einer gewissen Toleranz gegen Langeweile. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Rezensent kann so unterhaltend und informativ schreiben, wie er eben kann. Der Nachteil auch: Der Rezensent kann nur so informativ schreiben, wie er eben kann.<br \/>\nWer welche Form lieber liest ist nat\u00fcrlich Geschmackssache. Schreiben tue ich offensichtlich lieber in der offenen Fassung (obwohl ich mit der festen Form begonnen habe, wie man im Spielarchiv der Spielbox-Seite sieht). <\/p>\n<p>Was ich nicht weiss: Welche Spiele sollen rezensiert werden? Eher unbekannte (und eventuell schwer zu bekommende) oder bekannte? Ich hab einen Faible f\u00fcr das Besondere und lese daher lieber \u00fcber unbekannte Spiele. Die Clickzahlen deuten aber eindeutig in die andere Richtung. Vermutlich weil das Gros der Leser \u00fcber Luding nach Rezensionen f\u00fcr ein potentiell interessantes Spiel sucht.<br \/>\nDoch was will der Spielbar-Leser? Das m\u00fcsst ihr mir schon mitteilen!<\/p>\n<p>Um die kleine Pause zu \u00fcberbr\u00fccken zwei R\u00e4tsel:<br \/>\n1.)\tAbszess beginnt mit A und b. Gibt es ein Wort dass mit ABC beginnt? Was ist die l\u00e4ngste Kette von Buchstaben die am Anfang des Wortes in alphabetischer Reihenfolge stehen? (Das Wort muss nicht mit A beginnen und der Einsatz eines W\u00f6rterbuches ist verboten). Mir f\u00e4llt kein Wort ein, bei dem mehr als 3 Buchstaben richtig stehen, aber ich bin nicht gut in so was.<br \/>\n2.)\tZwei hervorragende Spieler spielen Tic-Tac-Toe. Am Ende einigen sie sich auf unentschieden. Das Brett sieht wie folgt aus:<br \/>\nObere Reihe: X O O<br \/>\nMittlere Reihe: Leer, Leer, X<br \/>\nUntere Reihe: Leer, X, O<br \/>\nWas war der erste, was der letzte Zug?<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df und m\u00f6gen die P\u00f6ppel mit euch sein!<\/p>\n<p>Peer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, die n\u00e4chsten zwei Wochen bin ich zu viel unterwegs, um zu posten. Zumal ich an den fraglichen Montagen im Flieger sitze. 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