{"id":23071,"date":"2022-04-17T12:01:24","date_gmt":"2022-04-17T10:01:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=23071"},"modified":"2022-08-14T22:37:08","modified_gmt":"2022-08-14T20:37:08","slug":"die-6-uebelsten-fehler-beim-spiele-erklaeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2022\/04\/17\/23071\/","title":{"rendered":"Die 6 \u00fcbelsten Fehler beim Spiele Erkl\u00e4ren"},"content":{"rendered":"<p>In manchen Kreisen wird oft und gerne attestiert, dass Brettspiele eine hoch komplizierte Angelegenheit sind. Es gibt ja so viele Regeln darin. Immer wieder versucht man vermeintlich einfache Spiele Seltenspielern zu erkl\u00e4ren, denen die Gesichtsz\u00fcge entgleisen sobald man anf\u00e4ngt von Rundenphasen, Aktionspunkten und Tiebreakern zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Aber es ist immer leicht und bequem sich hinter Phrasen wie \u201eLeute wollen keine Regeln lernen\u201c zu verstecken. Denn dann k\u00f6nnen weiterhin Regelwerke ver\u00f6ffentlicht werden, die ihre Didaktik aus der Hausordnung preu\u00dfischer Internate abpausen. Stattdessen will ich die sechs h\u00e4ufigsten Fehler ansprechen, die Vielspieler (vulgo \u201eExperten\u201c) machen, wenn es darum geht ein Spiel Menschen zu erkl\u00e4ren, die unter \u201aworker placement\u2018 einen Tastenbefehl bei Excel vermuten.<\/p>\n<p>Vornweg, das sind alles Fehler welche ich \u00fcber lange Zeit selbst gemacht habe in der wohlmeinenden Absicht, Seltenspielern den Einstieg ins Brettspiel so vereinfachen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Fehler #1 \u2013 Erkl\u00e4rungen ins Thema einbetten<\/strong><\/p>\n<p>Gleich zu Beginn, der Klassiker unter den Spielerkl\u00e4rungen. Es hei\u00dft man soll Regeln mit dem Thema oder \u00fcber das Thema erkl\u00e4ren. So bleiben sie nicht abstrakte Konzepte, sondern sind vermeintlich greifbarer. Wir wissen sofort wer wir sind, was wir wollen und vielleicht sogar, wie wir es erreichen werden. Wir sind britische Gro\u00dfindustrielle. Wir wollen sehr reich werden und tun das in dem wir die Fabriken und Infrastrukturen von England aufbauen. Das ist Brass Birmingham. Klingt nett. Schreibt sich in Rezensionen auch einfach runter (hab ich ja auch so gemacht). Nur das es das Spiel nicht erkl\u00e4rt, sondern bestenfalls das Thema.<\/p>\n<p>In manchen F\u00e4llen verschleiert dieser thematische Einstieg sogar den Zugang zum Spiel selbst. Denn die Personen, die da am Tisch sitzen, sind meist keine Briten. Noch wollen sie an diesem Abend obsz\u00f6n reich werden; oder verstehen irgendwas davon Fabriken oder englische Infrastruktur aufzubauen. Das Thema umschreibt unser Tun bestenfalls in sch\u00f6nen Worten, die uns dabei helfen den Spielablauf und vereinzelte Regeln schneller im Kopf abzuspeichern.<\/p>\n<p>Es ist alles andere als falsch \u00fcber das Thema eines Spiels zu sprechen, auch w\u00e4hrend der Erkl\u00e4rung. Aber man sollte es tun weil es hilft sich das Erkl\u00e4rte zu merken. Man sollte es nicht im Glauben tun, dass die Erkl\u00e4rung dadurch einfacher, schneller oder klarer wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23079\" aria-describedby=\"caption-attachment-23079\" style=\"width: 182px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-23079\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-182x300.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-182x300.jpg 182w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-425x700.jpg 425w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-91x150.jpg 91w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-768x1264.jpg 768w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-933x1536.jpg 933w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-370x609.jpg 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-270x445.jpg 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-570x938.jpg 570w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-304x500.jpg 304w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3-740x1218.jpg 740w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-3.jpg 1168w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-23079\" class=\"wp-caption-text\">Die H\u00e4lfte der Verrisse beruhen auf Denkfehlern<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Fehler #2 &#8211; Nicht vorgeben wie man spielen soll<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Punkt wird nicht unbedingt falsch gemacht, sondern eher ignoriert und \u00fcbergangen. Eine gute Spielerkl\u00e4rung braucht mehr als eine Darlegung der Regeln und des Themas. Eine ganz wichtige Aufgabe der Spielerkl\u00e4rung lautet die Tonalit\u00e4t des Spiels zu benennen. Damit ist mehr als nur die Stimmung der thematischen Auskleidung gemeint, sondern die konkrete Art der Interaktion, die wir in der anstehenden Spielrunde anstreben sollten.<\/p>\n<p>Geht es darum andere bei jeder Gelegenheit zu blockieren und sie am Vorankommen zu hindern? Knobeln und gr\u00fcbeln wir entspannt vor uns hin? Erfreuen wir uns an \u00fcberraschenden Wendungen oder versuchen wir zu antizipieren wie die n\u00e4chsten Runden ablaufen werden?<\/p>\n<p>Die Entscheidung wie wir spielerisch miteinander umgehen wollen, existiert nicht getrennt vom Spiel. Manche Spiele funktionieren ganz einfach nicht, wenn man nicht ausreichend kompetitiv an sie herantritt. Andere werden eine z\u00e4he, qu\u00e4lende Angelegenheit, wenn man sich immer nur daran hindert die letzten Punkte zu holen. Jedes Design basiert auf Annahmen dar\u00fcber wie Spieler*innen miteinander umgehen werden. Je mehr man willens und f\u00e4hig ist, sich nach diesen Annahmen zu orientieren umso schneller erschlie\u00dft sich einem auch das Spiel selbst. Nat\u00fcrlich gibt es keine Notwendigkeit ein Spiel so zu spielen, wie das Design es unausgesprochen annimmt. Aber es hilft dabei sich klar zu machen wie bestimmte Aspekte des Spiels zusammenh\u00e4ngen. Ein Spiel ist deutlich schneller verstanden, wenn man wei\u00df welche Denkweise ihm zu Grunde liegt.<\/p>\n<p><strong>Fehler #3 &#8211; Fragen beantworten<\/strong><\/p>\n<p>Ich gebe zu aus stilistischen Gr\u00fcnden habe ich diese Zwischen\u00fcberschriften so gew\u00e4hlt, dass gut gemeinte Ratschl\u00e4ge hier als Fehler bezeichnet werden. Es ist nat\u00fcrlich keineswegs ein Fehler auf Fragen zu reagieren. Niemandem ist geholfen, wenn ein Monolog \u00fcber ein Spiel gehalten wird ohne dass zwischendurch Fragen gestellt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Es geht vielmehr darum, dass das Beantworten von Fragen in vielen F\u00e4llen das eigentliche Problem verkennt. Eine Frage ist immer auch ein Zeichen daf\u00fcr, dass die Erkl\u00e4rung am Publikum vorbeil\u00e4uft. Es gibt einen Punkt, der nicht schl\u00fcssig erscheint. Oder ein Zusammenhang, der nicht nachvollziehbar ist. Oder auch nur fehlende Aufmerksamkeit und Wertsch\u00e4tzung daf\u00fcr, dass jemand brav zuh\u00f6rt ohne sich die W\u00fcrfel in die Nase zu schieben.<\/p>\n<p>Eine Spielerkl\u00e4rung ist ein Dialog. Es geht nicht allein darum Regelwissen zu vermitteln. Das Ziel ist immer ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Abl\u00e4ufe und Zusammenh\u00e4nge des Spiels zu erreichen. Idealerweise soll auch deutlich werden welchen Zweck das Spielen dieses Spiels verfolgt. Eine Frage funktioniert darum immer wie ein kurzer Einblick in die K\u00f6pfe der Fragenden. Sie zeigt wie umfassend das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Spiel vorhanden ist. Eine reine Faktenantwort ist darum nur selten sinnvoll. Wenn eine Frage gestellt wird, liefert das immer die M\u00f6glichkeit den einen oder anderen Aspekt des Spiels erneut zu verdeutlichen.<\/p>\n<p>Gerade wenn man den Eindruck hat, dass jemand sich auf die Aspekte des Spiels versteift, die f\u00fcr das Spielerlebnis nur eine kleine Rolle spielen.<\/p>\n<p><strong>Fehler #4 \u2013 Vollst\u00e4ndig und genau erkl\u00e4ren<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_23080\" aria-describedby=\"caption-attachment-23080\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-23080\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-4-300x269.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"269\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-23080\" class=\"wp-caption-text\">Man versteht das Spiel nicht zwingend besser, weil man die Symbole lesen kann<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wer Spiele erkl\u00e4rt, kennt dieses Trauma nur zu gut. Irgendwann w\u00e4hrend des Spiels wird der Vorwurf laut man h\u00e4tte eine ganz wichtige und spiel-entscheidende Regel nicht erw\u00e4hnt. Emp\u00f6rt wird einem unterstellt die Erfolgschancen der anderen zunichte gemacht zu haben, oder das gemeinsame Spielerlebnis voll und ganz entwertet zu haben.<\/p>\n<p>Aus der Angst diese Schmach nie wieder erleiden zu m\u00fcssen, beginnt man nun bei der Spielerkl\u00e4rung wirklich jede noch so trivial anmutende Regel anzusprechen. Vermeintliche Sondersituationen werden bereits im Vorfeld erw\u00e4hnt. Am Besten werden auch gleich Tiebreaker, und Siegpunktvariablen vor dem ersten Zug durchgekaut. Es soll am Ende nur niemand sagen k\u00f6nnen, etwas w\u00e4re nicht ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt worden.<\/p>\n<p>Das Problem ist nat\u00fcrlich, dass eine vollumf\u00e4ngliche Spielerkl\u00e4rung nicht nur L\u00e4ngen mit sich bringt, sie bietet auch weit mehr Input als man ohne ausreichend \u00dcbung verarbeiten kann. Dabei ist ein solcher Einstieg in ein neues Spiel gar nicht zielf\u00fchrend. Schlie\u00dflich geht es nicht darum allen Spielteilnehmer*innen in einer Einf\u00fchrungspartie die gleichen Erfolgschancen zu geben. Denn das ist weder m\u00f6glich, noch spielt es f\u00fcr eine erfolgreiche erste Spielrunde eine Rolle.<\/p>\n<p>Chancengleichheit ist nicht der Grund, weshalb Leute sich f\u00fcr ein neues Spiel interessieren. Noch ist sie der Grund weshalb sie von einem Spielerlebnis schw\u00e4rmen. Wer aus einer Spielerkl\u00e4rung keinen unverd\u00fcnnten Frontalunterricht machen will, der kommt nicht umhin zu sparen, zu vereinfachen und zu verk\u00fcrzen. Entgegen der Glaubensbekenntnisse notorischer Entscheidungsverweigerer muss man nicht jedes einzelne Detail geh\u00f6rt haben, um etwas verstanden zu haben.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, das Beharren auf eine l\u00fcckenlose Auflistung s\u00e4mtlicher Spielelemente, bevor man das Spiel \u00fcberhaupt begonnen hat, weckt vor allem den Eindruck, dass Brettspieler*innen eine h\u00f6chst verstockte und penible Gemeinschaft sind.<\/p>\n<p><strong>Fehler #5 &#8211; Regeln erkl\u00e4ren<\/strong><\/p>\n<p>Der vielleicht gr\u00f6\u00dfte Fehler, den man beim Erkl\u00e4ren eines Spiels machen kann, lautet die Regeln zu erkl\u00e4ren. Die Regeln zu erw\u00e4hnen und diese auch zu vermitteln, ist keineswegs falsch. Der Fehler besteht vielmehr darin zu glauben, dass die Erkl\u00e4rung der Regeln einer Erkl\u00e4rung des Spiels gleichkommt. Denn die Kernfrage, die eine Spielerkl\u00e4rung zu beantworten hat, lautet wie man das Spiel spielt. Es geht nicht darum zu kl\u00e4ren was erlaubt und was verboten ist. Es geht auch nicht darum unter welchen Bedingungen Erlaubtes untersagt ist, oder Verbotenes doch m\u00f6glich ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23078\" aria-describedby=\"caption-attachment-23078\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-23078\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Erklaerfehler-2-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-23078\" class=\"wp-caption-text\">Erz\u00e4hl mir nix, ich bin ein Panda<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am Anfang steht immer die Frage was man tut. Die Antwort, die eine Spielerkl\u00e4rung gibt, muss darum auch genauso gegenst\u00e4ndlich und direkt sein: das hier tun wir. Eine Spielerkl\u00e4rung versucht Menschen eine Aktivit\u00e4t beizubringen. Es geht nicht darum in k\u00fcrzester Zeit Wissen aufzunehmen. Denn schlie\u00dflich ist das anschlie\u00dfende Spiel keine Pr\u00fcfung in der eben erlerntes Wissens abgefragt wird.<\/p>\n<p>Im zu Beginn erw\u00e4hnten Brass Birmingham etwa, spielen wir Karten aus, um Pl\u00e4ttchen zu legen und so Punkte zu erhalten. Den Spielablauf zu erden, in dem man \u00fcber die reale Handlung spricht, die wir am Tisch ausf\u00fchren werden, liefert die Grundlage auf der unser Spielverst\u00e4ndnis aufbaut.<\/p>\n<p>Wenn man verstanden hat was man real tut, kann man dar\u00fcber sprechen wie dieses Handeln durch Regeln eingeengt wird. Danach kann man dar\u00fcber sprechen welche Abw\u00e4gungen wir in unser Handeln flie\u00dfen lassen. Ganz zum Schluss k\u00f6nnen wir auch dar\u00fcber sprechen wie unser Handeln durch das Thema eingerahmt wird. Gerade an diesem Punkt werden Spieler*innen oft selbst aktiv. Sie erkl\u00e4ren sich gerne selbst was es hei\u00dft, wenn ein Fabrikpl\u00e4ttchen auf eine noch unbebaute Stadt gelegt wird. Es ist eine vermeintliche Nebens\u00e4chlichkeit, die oft viel zum eigenen Spielgenuss beitragen kann.<\/p>\n<p><strong>Fehler #6 \u2013 Strategien entdecken lassen<\/strong><\/p>\n<p>Gerade aus Blick der Expertenblase scheint es kontraproduktiv bei der Spielerkl\u00e4rung bereits Strategien preiszugeben. Denn gerade wer viel und auch viel Unterschiedliches spielt empfindet das Erforschen und Entdecken neuer M\u00f6glichkeiten als ganz wichtige, vielleicht sogar die wichtigste, Spa\u00dfquelle eines Spiels.<\/p>\n<p>Es hat einen ganz besonderen Reiz sich in ein Spiel hineinzuarbeiten und durch wiederholtes Spielen immer neue Facetten auszuloten. Wenn einem pl\u00f6tzlich ein Licht aufgeht und taktische und strategische Kniffe sich offenbaren, kann man sich ein fr\u00f6hliches Grinsen kaum verkneifen. Da liegt es nahe genau diesen Moment auch Neuank\u00f6mmlingen zu bewahren. Schlie\u00dflich w\u00fcrde ja niemand die emotionalen H\u00f6hepunkte einer Geschichte vorwegnehmen, wenn man gerade von einem Film oder einem Buch schw\u00e4rmt.<\/p>\n<p>In der Praxis jedoch, h\u00e4lt man damit wichtige Informationen zur\u00fcck, die anderen dabei helfen k\u00f6nnen schneller in das Spiel zu gelangen. Es ist gerade dieser Einblick in die eigene Spielerfahrung, mit der man den Spielreiz am besten vermitteln kann. Man erm\u00f6glicht anderen so den Spielverlauf und auch das Spielkonzept aus dem eigenen Blickwinkel zu sehen. Vor allem vermittelt man so den Moment, mit dem selbst die F\u00fclle des Spiels erst begriffen hat.<\/p>\n<p>Aber was vielleicht noch viel wichtiger ist, man signalisiert beim Spiel erkl\u00e4ren, dass das gemeinsame Spielerlebnis im Vordergrund steht und nicht der Wettstreit um den entscheidenden Siegpunkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In manchen Kreisen wird oft und gerne attestiert, dass Brettspiele eine hoch komplizierte Angelegenheit sind. Es gibt ja so viele Regeln darin. Immer wieder versucht man vermeintlich einfache Spiele Seltenspielern zu erkl\u00e4ren, denen die Gesichtsz\u00fcge entgleisen sobald man anf\u00e4ngt von Rundenphasen, Aktionspunkten und Tiebreakern zu erz\u00e4hlen. 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