{"id":22576,"date":"2021-12-31T10:00:56","date_gmt":"2021-12-31T08:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=22576"},"modified":"2021-12-30T17:43:48","modified_gmt":"2021-12-30T15:43:48","slug":"and-the-sylvester-2021-goes-to","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2021\/12\/31\/22576\/","title":{"rendered":"And the Sylvester 2021 goes to"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres Jahr geht zu Ende, \u00fcber dass sich sagen l\u00e4sst, es ist gut, dass es zu Ende geht. Wird 2022 besser? Ich bin vorsichtig optimistisch, aber ich verliere bei <em>Pandemie<\/em> auch immer.<\/p>\r\n<p>Wie schon im Podcast gestern angesprochen, war dieses Jahr lediglich ein halbes Spielejahr, wegen alledem und alledem. Vielleucht fehlte deshalb der ganz gro\u00dfe Wurf dieses Jahr, vielleicht ist es auch die Stimmung, die gedr\u00fcckt war. Dennoch es gab nat\u00fcrlich gute Spiele. Und ein paar will ich hier hervorheben, wie es seit alther Sitte ist:<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\"><em>Der Sylvester in Gold<\/em> geht an <strong>Der perfekte Moment<\/strong> von Anthony Nouveau, erschienen bei Corax Games<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\"><em>Der Sylvester in Silber<\/em> geht an <strong>Regicide<\/strong> von Paul Abrahams, Luke Badger, Andy Richdale, erschienen bei Badger from Mars (oder als Download)<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\"><em>Der Sylvester in Bronze<\/em> geht an <strong>Fiesta de los Muertos\u00a0<\/strong>\u00a0 von Antoni Boccara, erschienen bei Game Factory<\/p>\r\n<p><em>Der perfekte Moment<\/em> ist eines der Opfer von 2019 gewesen und ich bin froh, dass ich das dieses Jahr auf den Tisch bringen konnte: Es ist ein sch\u00f6nes Knobelspiel, dass mich an eines meiner Favoriten &#8211; <em>Timbuktu<\/em> von Dirk Henn &#8211; erinnert. Auch hier geht es in erster Linie darum Schadensbegrenzung zu betreiben und um die Informationen, die man <em>nicht<\/em> hat, herumzuarbeiten. Dabei ist es spielerisch durchaus als Familienspiel geeigent (<em>Timbuktu<\/em> weniger), weil es so sch\u00f6n plastisch dargestellt ist und sich Kinder zudem besser die Infos merken k\u00f6nnen. Das man durch minimales verschieben von Figuren noch Punkte rausholen kann, wirft einen zus\u00e4tzlichen Aspekt ins Spiel. Trotz des Vergleiches:\u00a0 <em>Der perfekte Moment<\/em> ist vor allem auch eines: Originell. Und zudem eine sch\u00f6ne Umsetzung des Themas &#8220;fotographieren&#8221;. Ich habe \u00fcbrigens die Ausgabe mit den Pappaufstellern, die Luxusausgabe ist also keineswegs Pflicht, J\u00fcrgen :-)<\/p>\r\n<p><em>Regicide<\/em> pflutschte kurz mal in der Deutschen Brettspielblase hoch und ward ebenso schnell weider verschwunden: Es ist halt ein Spiel, dass man mit einem Standardkartensatz spielt (Regeln gibts <a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/filepage\/199721\/rules-regicide\">hier<\/a> das Verwenden ist ausdr\u00fccklich erlaubt) und wie das so ist: Sich das Spiel aus Neuseeland zu besorgen ist zu teuer und einem Umsonst-Spiel <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2007\/07\/07\/226\/\">traut man nicht so<\/a>. Es ist ein kooperatives Spiel, bei dem man versucht die Bildkarten mit den anderen Handkarten um die Ecke zu bringen. Das Spiel ist unglaublich elegant, jede Regel hat Auswirkungen auf das Spiel. Das Spiel ist zudem ziemlich herausfordernd und ja, trotz hohem Gl\u00fccksfaktor kann man eine Menge lernen und sein Spiel verbessern. Da eine Partie selten l\u00e4nger als 10 Minuten dauert (wenn bl\u00f6d l\u00e4uft sogar deutlich weniger), sind mehrere Partien locker drin. Keines der drei von mir mit dem Sylvester begl\u00fcckten Spiele ist ein typisches Vielspielerspiel. F\u00fcr <em>Regicide<\/em> gilt das besonders. Es ist eine sehr interaktive Patience mit K\u00f6nigsmord. Sowas hat die Welt noch nicht gesehen.<\/p>\r\n<p>Der dritte Platz war hart umk\u00e4mpft aber nach langem \u00dcberlegen hat sich <strong>Fiesta de los Muertos<\/strong> durchgesetzt &#8211; noch ein kooperatives Spiel, diesmal aus dem &#8220;Partyspiel&#8221;-Bereich Die Entscheidung viel dann nach dem Kriterium: Welches Spiel von den dreien habe ich denn am h\u00e4ufigsten gespielt? Und Fiesta konnte sich da durchsetzen, obwohl es minmal 4 Spielende braucht und richtig gut erst ab 5 oder 6 wird. Im Prinzip macht es aus <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/stille-post-extrem\/\">Stille Post Extrem<\/a> (endlich) ein &#8220;richtiges&#8221; Spiel, also eines mit einer Siegbedingung. Nicht falsch verstehen: Ich spiele mit meinen Kindern immer noch ausgespochen gerne <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/mini-mutabo\/\">Mutabo<\/a>. Aber Fiesta macht aus dem Prinzip eben ein Spiel, dass ich auch bedenkenlos in meinen Erwachsenenrunden auf den Tisch bringen kann. Es geht darum, eine Figur so zu beschrieben, dass auch wnach einer Assioziatskette die urspr\u00fcnglichen Figuren zuordbar sind. Das ist lustig, aber auch heruasfordernd &#8211; und gerade mit einer Vorgabenkarte vom Schwierigkeitsgrad perfekt. Das &#8220;Partyspiel&#8221; dieses Jahres f\u00fcr mich.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\"><em>Honorable Mentions:<\/em><\/p>\r\n<p>Ein Trend f\u00fcr mich waren dieses &#8220;kleine kooperative Kartenspiele mit kurzer Spieldauer&#8221;. Irgendwie ist diese Spielgenre dieses Jahr fast explodiert &#8211; und zahlreiche Vertreter habe ich als Absacker nach etwas gr\u00f6\u00dferem Sch\u00e4tzen gelernt. <em>Regicide<\/em> zum Beispiel. Aber die Spannbreite war deutlich gr\u00f6\u00dfer: Da ist einmal <strong><em>Y\u014dkai<\/em> <\/strong>(Julien Griffon bei Game Factory), bei dem man versucht eine Auslage zu sortieren, die aber immer zusammenh\u00e4ngt und von der jeder nur wenige Karten kennt (\u00fcber die man nicht reden darf) &#8211; ich habs allerdings tats\u00e4chlich immer nur online gespielt und wei\u00df nicht, ob das &#8220;in echt&#8221; vielleicht zu fummelig ist. Auch bei <em><strong>Tranquility<\/strong> <\/em>(James Emmerson bei Hobby World) geht es ums sortieren, hier muss eine Auslage mit aufsteigenden Zahlen gef\u00fcllt werden, wobei gro\u00dfe Spr\u00fcnge Karten kosten. Der Name passt, ist dies doch ein eher entspannendes Spiel, in meinen Augen das bessere <em>The Game<\/em>. <em><strong>KamiMa\u00ef<\/strong> <\/em>(Masakazu Takizawa bei GRRRE Games) ist dagegen etwas ganz anderes: Ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem man Karten <a href=\"https:\/\/youtu.be\/ea7TlX5fSD0\">rauszupfen <\/a> (nicht zapfen!) muss und einer leicht an Flip-And-Writes-erinnernde Wertung. Geballte Inkompetenz ist oft lustig, so auch hier &#8211; dabei ist das Spiel durchaus schaffbar, auch weil der Schwierigkeitsgrad nur langsam steigt. Originell und lustig &#8211; Was will man eigentlich noch? In letzter Minute kam noch <strong>Lap Sus<\/strong> (Eugeni Castano bei Do it) hinzu, dessen gr\u00f6\u00dftes Problem ist, dass es auf spanisch ist (ich habe eine Karten\u00fcbersetzung f\u00fcr mich angefertigt). <em>Lap Su<\/em>s ist -wie <em>Fiesta<\/em> &#8211; eines der Partyspiele, die vor einigen Jahren noch kompetetiv gewesen w\u00e4ren und jetzt aber einfach nach dem Motto funktionieren: &#8220;Probiert was ihr rausfinden k\u00f6nnt und am Ende ist das Abschneiden eh egal&#8221;. Hier muss man mit seinen Karten ein Wort legen, dass irgendwie zur geheimen Kategorie passt (sp\u00e4ter muss jemand die W\u00f6rter den Kategorien zuordnen k\u00f6nnen). Das Problem ist, dass die Karten immer zwei Buchstaben passen und nicht die man braucht. Man darf aber Teile abdecken und vor allem auch v\u00f6llig falsch schreiben. Ich hab mal <em>Arct<\/em> geschrieben, um auf <em>Krankenhaus<\/em> hinzuweisen. Sowas schafft Kreativit\u00e4t und es ist cool wenn es erraten wird (wurde es) und lustig wenn nicht.<\/p>\r\n<p>Aber es gab auch nicht-kooperative Kartenspiele, dieses Jahr. So h\u00e4tte es mit <strong><em>Photograph<\/em> <\/strong>(aka <em>Wind the film<\/em>) von Saashi (erschienen bei Matagot= fast erneut ein Saashi-Spiel in die Top-3- geschafft. Dieses Spiel verkn\u00fcft das &#8220;Nicht-Karten sortieren&#8221; mit dem aus <em>Lost Cities<\/em> bekannten Ablegen von Zahlenreihen, wobei hier die Spr\u00fcnge nicht zu gro\u00df werden d\u00fcrfen. Hinzu kommt ein extrem gut passendes Thema und man bekommt ein spannendes Kartenspiel, mit einer grandiosen Dynamik (da man selbst entscheiden kann, wie viele Karten man aufnehmen will &#8211; aber auch so viele wieder ablegen muss). Wer es traditioneller mag: <strong><em>Honey Scouts<\/em> (<\/strong> Saishraddha bei Dice Toy Labs) ist ein Stichspiel, vielleicht das beste in diesem Jahr. Aber was hei\u00dft schon &#8220;traditionell&#8221;? Hier muss man die Karten f\u00fcr seine Stiche erst einmal in einem Legespiel gewinnen. Da beides parallel l\u00e4uft muss man st\u00e4ndig abw\u00e4gen. \u00dcbrigens mein erstes indisches Spiel.<\/p>\r\n<p>Und aus dem &#8220;normalen&#8221; Segment: Das m.E. leider untersch\u00e4tzte <em><strong><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/calico\/\">Calico <\/a><\/strong><\/em>(Kevin Russ bei Ravensburger), dass mit unglaublicher (Regel-)Einfachheit knifflige Lege-Zw\u00e4nge schafft und <em><strong>Sequioa<\/strong> <\/em>(Chad DeShon bei Boardgametables), mein wohl meistgespieltestes Spiel dieses Jahr. Es verwendet den W\u00fcrfel-Aufteilungsmechanismus aus <em>Can\u00b4t Stop<\/em> und benutzt ihn f\u00fcr ein &#8220;alle-Gleichzeitig-Entscheiden&#8221;-Spiel. Das ergibt einen sehr flotten Mehrheitswettkampf, der in jeder Besetzung Laune macht.<\/p>\r\n<p>Au\u00dferdem w\u00fcrde ich noch <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/verlinkt-feinschmecker-und-verlinkt-auf-reisen\/\">Verlinkt <\/a>( Jo\u00ebl Gagnon und Marie-Eve Lupien bei Asmodee) erw\u00e4hnen wollen, dass wohl den Quizspielpreis gewonnen h\u00e4tte, wenn ich den noch vergeben w\u00fcrde.<\/p>\r\n<p>Last aber so gar nicht least: <em><strong>Paleo<\/strong> (<\/em>Peter Rustemeyer bei Hans im Gl\u00fcck<em>) <\/em>ist tats\u00e4chlich so gut, wie alle sagen und sch\u00f6n immersiv. Vielleicht knapp die Top-3 verpasst (was vielleicht auch daran liegt, dass ich noch nicht so weit fortgeschritten bin), aber definitiv in meinen Top-5!<\/p>\r\n<p>Dann gebe ich das Mikrophon ab an meine Kinder, die nat\u00fcrlich auch mal was sagen d\u00fcrfen:<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\">Arwen (13): <strong>The Key: Sabotage im Lucky Llama Land<\/strong> (thomas Sing bei Haba) vor <strong><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/paranormal-detectives\/\">Paranormal Detectives <\/a><\/strong>(Szymon Mali\u0144ski, Adrian Orzechowski und Marcin \u0141\u0105czy\u0144ski bei Lucky Duck Games) und auf Platz 3<strong> <em><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/die-abenteuer-des-robin-hood\/\">Die Abenteuer des Robin Hood<\/a><\/em> <\/strong>(Michael Menzel bei Kosmos) <\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\">Malaya (9): <em><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/paranormal-detectives\/\">Paranormal Detectives<\/a><\/em> vor <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/showdown-tactics\/\"><em><strong>Showdown Tactics<\/strong><\/em> <\/a>(Paul JH Bang bei Korea Boardgames) und auf der Drei<em><strong> <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/tucano-fruit-picking-und-artischocken\/\">Tucano <\/a> <\/strong><\/em>(Th\u00e9o Riv\u00e8re bei Helvetiq)<\/p>\r\n<p>Um das einzige nicht rezensierte\/verlinkte Spiel kurz anzurei\u00dfen: Die <em>Key<\/em>-Reihe ist ein Detektivspiel, bei der alle gleichzeitig versuchen einen\u00a0 Fall zu l\u00f6sen. Da die Aufl\u00f6sung lediglich eine Kombination aus &#8220;Welche der drei Personen betrat wann mit was den Park?&#8221; besteht, sind nicht nur gen\u00fcgend F\u00e4lle f\u00fcr mehrere Partien enthalten, man kann auch nach dem Durchspielen wieder von vorne anfangen, denn die genaue Kombination merkt sich niemand. Was Arwen daran so sch\u00e4tzt ist, dass es viele verschiedene Hinweisarten gibt: So m\u00fcssen z.B. Fussbadr\u00fccke identifiziert oder Papierschnipsel richtig zugeordnet werden. Das erinnert insgesamt eher an die &#8220;Das Geheimnis der schwarzen Hand&#8221;-B\u00fccher von Hans-J\u00fcrgen Press (und die Fortsetzungen von Julian Press). Da meine Tochter die B\u00fccher liebt rief sie bei der ersten Partie spontan aus: &#8220;Ich liebe dieses Spiel!&#8221; und daran hat sich nichts ge\u00e4ndert&#8230;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Gratulation an alle, die tolle Spiele gemacht haben!<\/strong><\/p>\r\n<p>F\u00fcrs n\u00e4chste Jahr hoffe ich u.a. auf die liegen gebliebenden <em>Nightmare<\/em>, <em>Pandemic Season 0<\/em> und <em>City of Angeles<\/em>, die alle bei mir leider an MItspielerzahlen und\/oder -zusammensetzungen und\/oder Zeit scheiterten, an die ich aber hohe Erwartungen setze&#8230;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Sch\u00f6nes Neues!<\/strong><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein weiteres Jahr geht zu Ende, \u00fcber dass sich sagen l\u00e4sst, es ist gut, dass es zu Ende geht. Wird 2022 besser? Ich bin vorsichtig optimistisch, aber ich verliere bei Pandemie auch immer. 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