{"id":2155,"date":"2011-04-27T10:04:53","date_gmt":"2011-04-27T08:04:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=2155"},"modified":"2011-04-27T10:04:53","modified_gmt":"2011-04-27T08:04:53","slug":"ostereindrucke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2011\/04\/27\/2155\/","title":{"rendered":"Ostereindr\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p>Wieder zuhause gibts die versprochenen Ersteindr\u00fccke. Und demn\u00e4chste ne weitere Rezi. Ich w\u00fcrde \u00fcbrigens gerne <em>Uluru <\/em>bestellen- oder\u00a0 r\u00e4t mir jemand von davon ab? Bin unsicher&#8230; Aber egal, hier ein paar Ersteindr\u00fccke:<\/p>\n<p><strong>Eselsbr\u00fccke<\/strong>: Ok, die Grundidee eine Geschichte (bzw. Eselsbr\u00fccke) mit zuf\u00e4lligen Begriffen zu erz\u00e4hlen und sich sp\u00e4ter an die Begriffe zu erinnern ist so neu nun wirklich nicht &#8211; man denke an Max Kobberts &#8220;Memo-Crime&#8221; und gef\u00fchlten einer Million Jugengruppenleiterspiele , die nach diesem Prinzip funktionieren. Aber ich muss neidlos anerkennen, dass diese Grundidee bislang imho noch nie so auf den Punkt gebracht wurde, wie von Ralf zur Linde und Stefan Dorra. Das liegt schon daran dass es viel gemeiner &#8211; und lustiger &#8211; ist, wenn man sich statt einer langen viele kleine Geschichten merken muss. Und da der erste Rater nur einen Begriff kennt, kann man auch wunderbar taktisch spielen: Kenne ich mehrere Begriffe nenne ich erstmal die, die weniger zentral f\u00fcr die Eselsbr\u00fccken sind. Auch die Sonderf\u00e4lle wurden recht intelligent gel\u00f6st. Die Wertung ist allerdings brutal bis frustrierend, was aber z.T. (aber nicht nur) auch daran lag, dass wir versehentlich eine restriktivere Stoppschildregeleung benutzt hatten. Dennoch: Ein unterhaltsames Spielchen, dass seine Vorschusslorbeeren nicht zu Unrecht bekommen hat!<\/p>\n<p><strong>Pergamon<\/strong>: Ein Feld in der kleinen Eggert-Schachtel; die technischen Daten erinnern an <em>die Speicherstadt<\/em>. Die war unterhaltend, aber der Wiederspielreiz verflog zu schnell: Bereits bei der dritten Partie hatte ich das Gef\u00fchl, alles schon gesehen zu haben und gemerkt, dass es letztlich vor allem darauf ankommt, dass man zum richtigen Zeitpunkt die richtige Sitzposition hat. Pergamon hab ich nur einmal gespielt, aber ich vermute einen l\u00e4nger anhaltenden Wiederspielreiz! Auch hier gibt es einen interessanten Bietmodus mit einem kleinen Gl\u00fccksfaktor: Man entscheidet wo man auf einer Leiste steht, dadurch wird die Reihenfolge UND die Handlungsm\u00f6glichkeiten festgelegt. UND zudem gibts einen wirklich guten Geldmechanismus: Der erste bekommt ein bisschen Geld, der zweite ein bisschen mehr usw. der letzte bekommt den Rest &#8211; wenn es einen Rest gibt! Sehr sch\u00f6n und spannend, zumal die Kartenr\u00fcckseiten des Geldstapels einen ungef\u00e4hren Hinweis darauf geben, obs eher viel oder eher wenig zu Verteilen gibt. Ansonsten gehts ums Buddeln nach Sch\u00e4tzen, wobei tiefer zu graben teurer ist aber potentiell interessanter (noch ein interessanter Mechanismus sorgt f\u00fcr die Schatzverteilung) ist. Sch\u00e4tze bestehen aus zwei Teilen und die k\u00f6nnen zusammengepuzzelt werden. Sie unterscheiden sich in Wert und Alter. Das Alter hat Tiebreakercharakter und gibt am Ende fette Bonuspunkte. Ein kurzweiliges Spiel, vom Mechanismus und Thema v\u00f6llig unterschiedlich, in Punkto Spielgef\u00fchl aber an die Speicherstadt erinnernd &#8211; wobei mir Pergamon deutlich besser gef\u00e4llt. Ge\u00e4rgert hat mich ledglich der Schluss: Nachdem ein Spieler durch Bonuspunkte durch seine \u00e4ltere Sammlung gleichziehen konnte, gewann er durch den Tiebreaker, also der \u00e4lteren Sammlung. Da gabs zweimal Vorteile f\u00fcr dasselbe &#8211; GRRR!<\/p>\n<p><strong>Burgen von Burgund<\/strong>: Super! Gibt ne Rezi, wenn ich (was mir nicht schwerfallen d\u00fcrfte) weitere Partien hinter mich gebracht habe. Stefan Feld schafft es irgendwie aus allen Elementen, die ich hasse, ein Spiel zu machen, dass mir gef\u00e4llt! Ein W\u00fcrfelspiel mit dieser L\u00e4nge d\u00fcrfte eigentlich nicht solchen Spa\u00df machen! Meine einzige Angst ist es, dass sich die Entscheidungsm\u00f6glichkeiten doch als Fassade entpuppen k\u00f6nnten und letztlich doch der W\u00fcrfel entscheidet. Aber wirklich glauben tue ich das nicht.<\/p>\n<p><strong>Great Fire of London 1666<\/strong>: Erst eine Partie zu dritt, die etwas schleppend begann &#8211; die Regeln sind nicht gerade intuitiv zu nennen. London brennt nieder &#8211; gesteuert von den Spielern &#8211; und wir m\u00fcssen unsere geheimen Viertel und weniger geheimen H\u00e4sulein sch\u00fctzen. Wenn man erst einmal kapiert hat, wie man das anstellt und wenn man wei\u00df, dass sich das Feuer prim\u00e4r nach Norden und Westen ausbreitet, kann man sch\u00f6n subtil spielen. Hat mir gut gefallen, auch gerade zu dritt, denn da konnte man schon planen. Mit mehr Spielern f\u00fcrchte ich viel Chaos, mag mich aber irren.<\/p>\n<p><strong>Cambria<\/strong>: Die Spiele von <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2009\/07\/09\/975\">Vainglorious Games<\/a> wollte ich alle schon mal rezensieren, aber bis auf Hibernia find ich die alle bestenfalls nett und spiele sie daher einfach zu selten. So auch Cambria: Es wird gew\u00fcrfelt, je nach W\u00fcrfelwurf kann man seine Einheiten an eine Burg mit der entsprechenden Nummer ansetzen. Sind alle Wege so besetzt, gewinnt der das Burgpl\u00e4ttchen, der dort die meisten Leute stehen hat. Mit einem Pasch kann man sich mehr Flexibilit\u00e4t verschaffen, aber den muss man erst einmal w\u00fcrfeln. \u00dcberhaupt entscheidet recht viel der W\u00fcrfel &#8211; nat\u00fcrlich sollte man flexibel bleiben und nat\u00fcrlich hat man einige taktische M\u00f6glichkeiten, aber mir ist das Ganze zu W\u00fcrfellastig. Ganz nett, aber den Aufwand, den man betreiben muss, um ein Spiel zu ergattern letztlich nicht wert. Backgammonspieler m\u00f6gen das aber anders sehen (Hallo, Uli!)<\/p>\n<p><strong>Offrandes<\/strong>: Ein lupenreines Bietspiel mit originellem, wenn auch recht aufgesetztem Hintergrund: Man bietet letztlich darum, um m\u00f6glichst viele m\u00f6glichst wertvolle Tiere auf m\u00f6glichst wertvollen Altaren opfern zu k\u00f6nnen, denn daf\u00fcr gibt es Siegpunkte. Dabei sind &#8220;viele&#8221; &#8220;wertvolle&#8221; und &#8220;Altare&#8221; drei der 6 Variablen, um deren Recht man sich dort zu verbessern man bietet &#8211; wobei es immer um ein Paket aus zwei Rollen geht. Das klingt komplizierter als es \u00edst: Offrandes\/Offerings hat im Kern sehr einfache Regeln und ist ein spannendes, pfiffiges und ziemlich gemeines, aber auch sehr abstraktes\u00a0 Bietspiel. Mir hats gut gefallen, allerdings dauerte meine bislang einzige\u00a0 (Vierer-)Partie mit \u00fcber 2 Stunden schlicht zu lange. Ein bisschen wird man da noch k\u00fcrzen k\u00f6nnen, aber auch 90 Minuten w\u00e4re f\u00fcr Bieten-Leiste-Rauf-Leiste-runter-Nochmal-Bieten bei aller Spannung vielleicht etwas zu lange.<\/p>\n<p><strong>Intrigo<\/strong>: Da folgt ne Rezi, sobald ichs mal zu viert gespielt habe. Zu dritt ists auf jedenfall klasse! Eigentlich ein simples Grundprinzip: Man spielt Karten aus, um die Mehrheit an einem Ort zu bekommen. Daf\u00fcr gibt es Siegel und Geld. Siegel bringen den Spielsieg, wenn man vier gleiche oder f\u00fcnf verschiedene hat, Geld bringt die M\u00f6glichkeit Sonderf\u00e4higkeiten durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Das klingt alles sehr herk\u00f6mmlich. Und das man die Karten am anfang &#8220;draftet&#8221; und so gar nicht unbedingt seine eigenen Karten spielen darf, klingt chaotisch. Aber da (fast) alle Karten gespielt werden k\u00f6nnen und die meisten Informationen offen sind, steckt mehr hinter dem Spiel, als man auf den ersten Blick vermutet: Man kann sch\u00f6n \u00fcberraschende Winkelz\u00fcge vorbereiten und man kann sich herrlich belauern und je l\u00e4nger das Spiel dauert, desto mehr Spieler stehen kurz vor dem Sieg und das Spiel wird immer interessanter &#8211; Absolute Empfehlung! Einen solchen &#8220;Heavy Filler&#8221; (etwa 30-45 Minuten Spielzeit) bekommt man nicht alle Tage!<\/p>\n<p><strong>Zombie in my Pocket &#8211; Multiplayer<\/strong>: Zombie in my Pocket war urspr\u00fcnglich ein Download-Solospiel, dass ich gerne zwischendurch eingeschoben habe (Ich <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2008\/10\/12\/548\">berichtete<\/a>) Bei Cambridge Games kam nun letztes Jahr eine potth\u00e4ssliche (ja!) Version raus, die man mit bis zu 6 Spielern spielen kann. Im Prinzip l\u00e4uft die ab, wie das Grundspiel: Man l\u00e4uft gemeinsam durch die R\u00e4ume und erledigt Zombies oder flieht. Einziger echter Unterschied (ausser ein paar Kleinigkeiten): Bei jedem Kampf entscheidet jeder geheim ob er k\u00e4mpft oder flieht. Das ist dann das klassische <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gefangenendilemma\">Gefangenendilemma<\/a> : Wenn alle fliehen, verlieren alle 1 Lebenspunkt und die Gruppe findet sich im Nachbarraum wieder (kann auch gewollt sein, wenn man da eh hinwill), wenn alle K\u00e4mpfen, z\u00e4hlt man die Kampfst\u00e4rke zusammen und guckt ob man mehr hat als die Zombies, wenn nicht, verlieren Leute Lebenspunkte. K\u00e4mpfen aber ein paar und fliehen ein paar so bekommen die Fliehenden Health und die K\u00e4mpfenden m\u00fcssen die Zombies alleine platt machen, was normalerweise nur mit starken Lebensverlusten einhergeht. Das Prinzip ist (besonders wenn man Absprachen verbietet) herrlich gemein und sch\u00f6n psychologisch: Eigentlich ist es besser zu k\u00e4mpfen, aber sehen die Mitspieler das auch? Allerdings: Eine falsche Entscheidung und man ist raus. Wer als einziger &#8220;k\u00e4mpfen&#8221; gew\u00e4hlt hat, ist Zombiewurst. Richtig problematisch ist aber die Siegbedingung: Man gewinnt wenn man bei Erfolg am meisten Health \u00fcbrig hat oder bei Misserfolg, wenn man am Ende stirbt. Resultat: Am Ende hat nur einer Interesse das Spiel erfolgreich zu beenden, n\u00e4mlich der mit dern meisten Lebenspunkten. Die anderen werden versuchen zu sabotieren &#8211; und das ist unbefriedigend. Zudem wirkt das Spiel als schnelles Solospiel einfach besser- F\u00fcr ein Multyplayerspiel passiert zu wenig. Es ist nicht schlecht, aber hier h\u00e4tte mehr Bearbeitungszeit in die Siegbedingungen flie\u00dfen m\u00fcssen. So suche ich weiter nach guten Zombiespielen&#8230;<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder zuhause gibts die versprochenen Ersteindr\u00fccke. Und demn\u00e4chste ne weitere Rezi. Ich w\u00fcrde \u00fcbrigens gerne Uluru bestellen- oder\u00a0 r\u00e4t mir jemand von davon ab? Bin unsicher&#8230; Aber egal, hier ein paar Ersteindr\u00fccke: Eselsbr\u00fccke: Ok, die Grundidee eine Geschichte (bzw. Eselsbr\u00fccke) mit zuf\u00e4lligen Begriffen zu erz\u00e4hlen und sich sp\u00e4ter an die Begriffe zu erinnern ist so [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2155","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2155"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2155\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2191,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2155\/revisions\/2191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}