{"id":18551,"date":"2019-06-09T11:59:52","date_gmt":"2019-06-09T09:59:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=18551"},"modified":"2019-06-09T11:59:52","modified_gmt":"2019-06-09T09:59:52","slug":"beeple-on-tour-bericht-von-der-uk-games-expo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2019\/06\/09\/18551\/","title":{"rendered":"Beeple on Tour: Bericht von der UK Games  Expo"},"content":{"rendered":"<p>Nach <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2016\/06\/11\/15958\/\">2016<\/a> war ich vergangenes Wochenende mal wieder bei der UK Games Expo. Da mein Beitragsbild ausnahmsweise mal zum Artikel passt, habt ihr das bestimmt schon erraten. Hier also mein Messebericht:<\/p>\n<p>Erst einmal ist die Messe seit 2016 enorm gewachsen &#8211; ja, sie hat sich praktisch verdoppelt, denn aus einer Messehalle sind jetzt 2 geworden, wobei die zweite H\u00e4lfte zu einem gro\u00dfen Teil f\u00fcr Turniere genutzt wurde. Dennoch: Waren 2016 vor allem kleinere, britische Verlage vor Ort, so sind es jetzt deutlich mehr Verlage inklusive Verlage aus Resteuropa und\u00a0 aus Asien (z.B. <em>Itten<\/em> und <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2015\/02\/25\/15211\/\">Oink<\/a> aus Japan oder BGN aus Taiwan). Viele Verlage haben sich dabei St\u00e4nde geteilt. Erscheinungstermin der meisten Neuheiten ist aber nach wie vor Essen oder GenCon, so dass wirkliche Neuheiten sehr rar waren (<em>Foothills<\/em> von Lookout war zu sehen, aber die 30 verf\u00fcgbaren Exemplare waren bereits 10 Minuten nach Messebeginn weg). Bei den wenigen neuen Spielen hie\u00df es zudem in der Regel: &#8220;Der Kickstarter kommt bald!&#8221;. Dennoch: Trotz vieler Termine (ich nutze die UK Games EXpo mehr als Autor, denn als Spieler, so habe ich Essen &#8220;frei&#8221; f\u00fcr mich), konnte ich vieles spielen &#8211; das liegt aber auch daran, dass die Messe nicht mit Hallenschluss um 18.00 endet, sondern sich nur in das nahe gelegende Hilton-Hotel verlagert, wo gro\u00dfe S\u00e4le von den Messeorganisatoren zum freien spielen gemietet wurden (Kleine Randnotiz: Zeitgleich fand im selben Hotel ein Treffen der Frauen-Gruppe der Freimaurer statt. War&#8230; interessant). Hier trafen sich viele Spieler, inklusive allem was in der englischen Szene Rang und Namen hat und daher konnte ich u.a. mit John Perkins (Actuallol) und Rachel und Heitze von Semi-Coop) sowie Efka und Elaine von No Pun Included spielen. Wie in Essen, ist mir das Treffen netter Leute mittlerweile wichtiger als das Ausprobieren der Neuheiten &#8211; und da die UK Expo kleiner ist und abends organisierter, gehtdas in England tats\u00e4chlich ne ganze Ecke besser als in Essen.<\/p>\n<p>Noch etwas was mir an der Expo besser gef\u00e4llt als an Essen ist das Essen &#8211; Zum einen haben die Organisatoren Food Trucks organisiert, die nach Hallenschluss (vermutlich auch schon vorher, aber das habe ich nie verifiziert) f\u00fcr ein breites Spektrum an leckerem Essen (Indisch, Koreanisch, Griechisch, Mexikanisch, Burgerisch&#8230;) sorgen, zum anderen sind die gastronomischen Angebote vor Ort &#8211; also in der Halle selbst &#8211; deutlich besser als die Snack-Points der Gruga. Au\u00dferdem &#8211; das hatte ich letztes Jahr geschrieben &#8211; gibt es einen gro\u00dfen Bereich zum freien Spielen direkt in der Halle (von mir nicht genutzt, aber von vielen anderen) sowie eine ausgezeichnete M\u00f6glichkeit Prototypen zu testen &#8211; organsiert von Playtest UK, kann man hier einen Tisch f\u00fcr eine, festen Zeitraum buchen und es wird Publikum zum probespielen rekrutiert (die k\u00f6nnen dann auch etwas gewinnen und sind so auch extrinisisch motiviert) &#8211; ich hatte jedenfalls bei allen Test motivierte Leute und das kenne ich in dieser Form nicht nicht von hiesigen Messen. \u00dcberhaupt werden neben dem normalen Messebetrieb zahlreiche weitere Veranstaltungen angeboten &#8211; deutlich mehr als m.W. in Essen. Neben allen m\u00f6glichen &#8220;Panels&#8221; vom Who-is.-Who der englischen Szene auch Simulationen und Rollenspielrunden (inkl. speziellen Rollenspielrunden f\u00fcr Kinder w\u00e4hrend der Messezeit).<\/p>\n<p>Und da gab es leider einen sehr negativen Zwischenfall:\u00a0 Bei einem dieser \u00f6ffentlichen Rollenspielrunden &#8211; f\u00fcr die man sich \u00fcbrigens anmeldem muss &#8211; wurde <em>Things from the Flood<\/em> gespielt. Das ist ein Rollenspiel, in dem man Teenager spielt und tonal ein bisschen an die Netflix-Serie <em>Stranger Things <\/em>angelegt ist. Der Spielleiter er\u00f6ffnete sein Abenteuer damit, dass die Helden (also die Teenager!) der Spieler gekidnappt und brutal vergewaltigt wurden, was wohl auch recht drastisch im Detail beschrieben wurde. Die Einleitung endete mit &#8220;In 20 Minuten kommen sie zur\u00fcck und werden euch weiter vergewaltigen &#8211; Was macht ihr?&#8221;. Die Spieler waren entsprechend geschockt. Eine dieser Spieler war der Zw\u00f6lfj\u00e4hrige Sohn einer Teilnehmerin, die ihrem Sohn mal ein Einsteigerrollenspiel zeigen wollte.\u00a0 Der Spielleiter sollte sp\u00e4ter angeben: &#8220;I enjoyed the shock value of it&#8221;. Der Fall schafft es sogar in die lokalen Nachrichten, die Messeleitung\u00a0 schritt schnell ein, stoppte alle weitere Runden des Spielleiters (und sperrte ihn f\u00fcr jegliche Runden in den n\u00e4chsten Jahren) und entschuldigte sich \u00f6ffentlich f\u00fcr diesen Vorfall. So ein schnelles, konsequentes Eingreifen ist absolut zu begr\u00fc\u00dfen (und unterscheidet sich signifikant von dem Umgang der GenCon-Leitung bei \u00e4hnlichen Vorf\u00e4llen).<\/p>\n<p>Von diesem Zwischenfall abgesehen, gef\u00e4llt mir die Messe immer mehr und ich hoffe in den n\u00e4chsten Jahren es h\u00e4ufiger zu schaffen &#8211; einmal wegen der Leute und zum anderen weil es so fantastische Prototypen-Testm\u00f6glichkeiten gibt, aber auch, weil es ein guter Termin ist, um Verlage Neuheiten zu zeigen: Er liegt etwas Abseits der Sto\u00dfzeiten Post-G\u00f6ttingen oder der Essener Spielemesse. Gekauft habe ich mir \u00fcbrigens nur ein einziges Spiel (von Oink), das Geld geht eher f\u00fcr Nahrungsmittel und English Fudge drauf.<\/p>\n<p>Und weil man das so muss\u00a0 hier ein kurzer \u00dcberblick \u00fcber die Neuheiten, die ich gespielt habe (abends habe ich \u00fcberwiegend \u00e4lteres gespielt, wie <em>Captain Sonar<\/em> oder <em>Two rooms and a boom<\/em>, die liste ich hier nicht auf) (man merkt \u00fcbriegens, dass ich mittlerweile schon sehr kritisch bin, was neue Spiele betrifft, ich habe halt schon viel im Schrank und neues muss mich schon zu \u00fcberzeugen wissen, insofern verspr\u00fche ich vielleicht nich immer die angemessene Begeisterung)<\/p>\n<p><em><strong>Frenemy Pastry Party:<\/strong><\/em> Gespielt, weil es das neue Spiel von Jesse &#8220;Ponzi sheme&#8221; Li ist, von dem ich bislang drei Spiele gespielt habe, von denen mir drei wirklich gut gefallen haben. Nun. Es bleibt bei drei Spielen, die mir wirklich gut gefallen haben. Dabei ist FPP jetzt nicht schlecht, aber eben auch nichts wirklich \u00fcberragend besonderes: Prinzipiell sammelt man (wirklich schicke) Karten, um damit Auftr\u00e4ge ztu erf\u00fcllen. Standard-Sammelspiel also. Der originelle Kniff ist jetzt, dass man andere bitten kann, fehlende Karten zu erg\u00e4nzen &#8211; daf\u00fcr bekommen die pro Karte einen Siegpunkt, helfen lohnt sich also durchaus. Das ist nicht uninteressant, zumal es Bonuspunkte gibt, wenn man besonders h\u00e4ufig einen bestimmten Kartentyp auf diese Weise beisteuern konnte &#8211; was leider komplett von den Mitspielern abh\u00e4ngt. Insgesamt ist mir die Idee aber etwas zu d\u00fcnn und das Spielgef\u00fchl zu wenig neuartig, als dass ich das Spiel kaufen m\u00fcsste.<\/p>\n<p><strong>Jetpack Joyride<\/strong>: Selten ist es so einfach ein Spiel vorzustellen: Man bekommt bei <em>Jetpack Joyride<\/em> n\u00e4mlich genau das, was man sieht: Jeder hat einen aus vier Teilen bestehenden Parcour mit diversen Hindernissen. Gleichzeitig versuchen alle mit Tetris-Teilen einen Pfad von links nach rechts zu bauen, dabei d\u00fcrfen keine Hindernisse ber\u00fchrt werden (Deswegen hei\u00dfen sie ja &#8220;Hindernisse&#8221;) und m\u00f6glichst dabei die M\u00fcmzen zu treffen und die zuf\u00e4lligen Auftr\u00e4ge zu erf\u00fcllen (z.B. nur schr\u00e4g nach oben zu bauen oder ein Hinderniss von allen vier Seiten zu ber\u00fchren). Ist\u00a0 einer fertig, m\u00fcssen alle stoppen und bekommen je nachdem, wie das mit den M\u00fcnzen und den Auftr\u00e4gen geklappt hat, Siegpunkte (F\u00fcr das Beenden gibt es \u00fcbrigens keine Punkte, aber man hindert die anderen am Optimimieren). Das spielt sich genauso wie man denkt: Flott und wenn man sowas mag auch gut. Ich wei\u00df nicht, ob ichs brauche, aber wie gesagt: Wer auf sowas steht, bekommt genau sowas. Alle anderen nat\u00fcrlich auch.<\/p>\n<p><strong>Moon Base<\/strong>: Ittenspiele sehen toll aus. <em>Here comes the dog<\/em> war aber ein reines Gl\u00fccksspiel, bei dem man richtig w\u00fcrfeln musste, um \u00fcberhaupt eine Mini-Entscheidung f\u00e4llen zu k\u00f6nnen. <em>Tribes<\/em> hat unn\u00f6tig wirre Regeln. <em>Yeti in the house<\/em> ist mehr Idee als Spiel. <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/tokyo-highway\/\">Tokyo Highway<\/a> ist auch alles andere als frei von Problemen. <em>Moon Base<\/em> hat nun auch ein paar Statik-Probleme und ist ggf etwas un\u00fcbersichtlich, funkltionierte aber bei der Testpartie regeltechnisch tadellos: Prinzipiell legt man Ringe auf den Spielplan, mit dem Ziel andere Ringe darauf zu legen und zwar so, dass immer genau zwei Ringe verbunden sind. Die Farben (zwei Spielerfarben und eine neutrale) bestimmen, ob und ggf. was man legen kann und ob das Punkte bei Spielende einbringt. Insgesamt ist<em> Moon Base<\/em> daher ein abstraktes Spiel und spielt sich auch so, bei der man aber die zus\u00e4tzliche F\u00e4higkeit braucht abzusch\u00e4tzen, ob ein bestimmter Ring an die intendierte Stelle passt oder nicht. Eine St\u00e4rke von <em>Moon Base<\/em> ist dabei zweifellos der flexible Aufbau &#8211; ich kann mir vorstellen, dass je nachdem wie die Spieler starten, ganz unterschiedliche Spielverl\u00e4ufe zustande kommen. In meinen Augen das beste Itten-Spiel. Dennoch kein Kauf, da es im Segment der abstrakten Zweierspiele nicht an meine Favoriten (wie die <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/dvonn-und-puenct-und-die-ganze-gipf-famillie\/\">Gipfreihe<\/a> oder Hive) heranreicht.<\/p>\n<p><strong>Mr. Face: <\/strong>Ich fange immer gerne mal kleinere Sammlungen an, h\u00f6re aber immer in dem Moment wieder auf, wenn ich mir ein Spiel kaufen m\u00fcsste, dass ich gespielt habe, ohne dass es mich \u00fcberzeugt hat. <em>Mr. Face<\/em> sorgt nun wohl daf\u00fcr, dass ich Oink-Spiele in Zukunft nicht mehr blind kaufen muss. Mein Geldbeutel dankt es mir. Sicher: Es ist nicht so grotte wie<em> TomaTomato<\/em>, aber, ja, doll ist es nich;: Im Prinzip &#8220;<em>Dixit<\/em> mit Gesichtsausdr\u00fccken&#8221; &#8211; Ein Spieler spielt verdeckt eine Karte, wo ein Ausdruck beschrieben steht &#8211; etwa &#8220;Oh, ich habe verloren!&#8221; oder &#8220;Da ist etwas zwischen meinen Z\u00e4hnen&#8221;. Dann puzzelt er mit den Pappteilen einen passenden Gesichtsausdruck und alle anderen spielen dann (verdeckt) eine ebenso m\u00f6glichst passende Karte aus, eine Karte wird vom Stapel erg\u00e4nzt, alles gemischt und jeder versucht zu erraten, welches die originale Karte war. Anders als bei <em>Dixit<\/em>, gibt es aber keine Punkte, wenn andere f\u00e4schlich auf die eigene Karte hereingefallen sind &#8211; nur Punkte f\u00fcr richtiges Raten und Erraten werden. Wie gesagt: OK. Mein problem ist, dass Gesichtsausdr\u00fccke auf Dauer einfach nicht so lustig sind, wie die Hinweise bei <em>Dixit<\/em> oder auch <em>Mysterium<\/em> und auch weniger Raum zum Interpretieren lassen. Ja, der Typ ist traurig, aber weil er verloren ist oder weil er sich verlaufen hat oder weil er ungl\u00fccklich verliebt ist? Das l\u00e4sst sich nicht wirklich deduzieren, diese Zwischent\u00f6ne lassen sich auch nicht wirklich darstellen. <em>Mr.Face<\/em> wurde mir bereits bei der Demo-Runde schon zu eint\u00f6nig.<\/p>\n<p><strong>Museum<\/strong>: Vorweg m\u00f6chte ich schicken, dass ich den recht hohen Preis dieses Spieles (50 Britische Pfund waren der Messepreis) absolut nachvollziehen kann: Die Graphik ist super und vor allem ist jede der Ausstellungskarten individuell von Vincent Dutrait gestaltet und das kostet eben. Der Verlag hat hier wohl auf das richtige Pferd gesetzt, das Spiel ging weg wie warme Semmeln. Spielerisch ist es ein recht typische Sammelspiel (&#8220;Set collection&#8221;), mit dem Kniff, dass man die Karten, die man weitestgehend kostenlos bekommt, auslegen muss,damit sie punkten und das Auslegen kostet Geld, und man zahlt \u00e4hnlich <em>San Juan<\/em> mit anderen Karten. Karten die man zum bezahlen genutzt hat, kann man sp\u00e4ter wieder auf die Hand nehmen, aber das kostet i.A. einen Zug und das wird man vermeiden &#8211; aber diese Karten bringen potentiell Minuspunkte bei Spielende. Das funktioniert wirklich gut und das der einzige Mitspieler, der das Spiel schon einmal gespielt hat ungef\u00e4hr Anderthalbmal so viel Punkte hatte wie der Zweite, spricht auch f\u00fcr eine gewisse Lernkurve. Mir pers\u00f6nlich war es dann doch nicht originell genug, als dass ich die 50 Pfund f\u00fcr ein besseres Kartenspiel (wenn auch ein toll gestaltetes) h\u00e4tte ausgeben wollen. Was mich aber auch abgeschreckt hat: Ab Werk h\u00e4tte man bis zu 5 weitere Erweiterungen kaufen k\u00f6nnen, was dann mit dem doppelten Kaufpreis zu Buche geschlagen h\u00e4tte. Da wei\u00df ich nicht: Braucht man das, damit das Spiel origineller wird? Oder ist das Spiel schlank vielleicht sogar besser? Und welche Erweiterungen passen am ehesten zu meinem Spielegeschmack? Ich bin kein Fan solcher Baus\u00e4tze, da zu viele Partien daf\u00fcr draufgehen, herauszufinden, was man eigentlich gebrauchen <em>k\u00f6nnte<\/em>. Aber das ist mein ganz pers\u00f6nliches Problem &#8211; die Erweiterungen waren bereits Samstag Mittag am Stand allesamt ausverkauft. Ich w\u00fcrde das Spiel aber f\u00fcr den Fall einer deutschen Ausgabe im Auge behalten wollen. Es hatte schon was und sieht wirklich toll aus!<\/p>\n<p><strong>Welcome to Dinoworld<\/strong>: Efka von NPI meinte Samstag abend zu mir: &#8220;Das habe ich jetzt 5mal gespielt und ich wei\u00df noch nicht mal, ob es mir gef\u00e4llt!&#8221; &#8211; ich habs nur einmal gespielt und bin genuaso weit mit meiner Meinungsfindung. <em>Dinoworld<\/em> ist ein &#8220;Roll and Write&#8221;, aber mit einem entscheidenden Unterschied: Normalerweise geht es bei RnWs immer darum, dass man ein bisschen zocken muss, ein bisschen hoffen und bangen, dass man &#8220;das richtige&#8221; w\u00fcrfelt. Bei <em>Dinoworld<\/em> dagegen w\u00fcrfelt man und dann macht man damit im Grunde was man will. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich angst, irgendetwas nicht zu schaffen &#8211; man kann wirklich immer etwas sinnvolles tun, es ist viel eher die Frage, was jetzt am sinnvollsten ist. Die dadurch etwas fehlende Grundspannung wird durch die Befriedigung ersetzt, auf jeden Fall einen netten Park zu erschaffen, egal wie viele Siegpunkte der jetzt bringt (Anmerkung: Das Gesagte gilt wohlgemerkt f\u00fcr die LITE-Fassung, die DANGER-Variante enth\u00e4lt sehr wohl einen kleinen Push-your-Luck-Mechanismus, da ich die aber nicht gespielt habe, wei\u00df ich nicht, wie stark der wirkt). Dieser Bruch mit meinen Erwartungen sorgte wohl daf\u00fcr, dass ich nicht so richtig einsch\u00e4tzen mag, wie gut <em>Dinoworld<\/em> ist und man muss sich wohl auch erst einmal daran gew\u00f6hnen, dass man in erster Linie gegen sich selbst antritt und nicht gegen die Mitspieler oder das Spiel. Ich habs mir noch nicht gekauft &#8211; das mag sich aber \u00e4ndern, denn es w\u00e4re vielleicht ein ideales Spiel f\u00fcr meine \u00c4ltere (wenn die vielen Optionen und die damit verbundenen Regeln sie nicht abschrecken). Vielleicht warte ich auch erst einmal ab, ob es auf Deutsch erscheint. <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/ruchlos\/\">Ruchlos<\/a> vom selben Verlag kam ja via <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2017\/11\/10\/16888\/\">Boardgame circus<\/a>, vielleicht klappts ja nochmal. Vielleicht erwarten meine Leser klarere Urteile.<\/p>\n<p><strong>Ying &amp; Yang<\/strong>: Der Taiwanesische Berlag BGNations hat dieses Spiel vorgestellt, verf\u00fcgbar soll es dann in Essen sein. Ich hab ein bisschen angst, was den Kaufpreis betrifft, denn das Spiel funktioniert mit acht echten M\u00fcnzen pro Spieler (maximal zu viert) und einem schicken &#8220;M\u00fcnzwerfautomaten&#8221; aus Metall. Spielerisch ist <em>Ying &amp; Yang<\/em> ein mittelkomplexer Euro, der mich ein bisschen an <em>Himalaya<\/em> erinnert: H\u00fcben wir dr\u00fcben bewegt man sich in Kettenz\u00fcgen \u00fcber das Brett und nimmt je nach Programmierung Steine auf oder baut Kl\u00f6ster. Steine bringen nach einem interessanten (und absolut abstrakten) Legemechanismus Siegpunkte, Kl\u00f6ster gibt es f\u00fcr die Mehrheitenwertung am Ende. Das originelle an dem Spiel ist das M\u00fcnzorakel, basierend auf dem<a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjV9Zy4qtXiAhWFLVAKHV7vDlAQFjAAegQIABAB&amp;url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FI_Ging&amp;usg=AOvVaw2gbo4cRv9FcI9S8r-DBCLX\"> I Gin<\/a>g: Die 8 M\u00fcnzen werden geworfen und in zwei Gruppen \u00e1 vier M\u00fcnzen geordnet. Die eine Anordnung bestimmt welche Handlung der Spieler ab jetzt fest jede Runde verwenden kann, mit der zweiten darf eine Soforthandlung durchgef\u00fchrt werden. Anschlie\u00dfend werden die M\u00fcnzen noch einmal neu in Zweiergruppen geordnet, um bis zu vier Z\u00fcge durchzuf\u00fchren. Das ist eine interessante Puzzelei, ein bisschen wie ein Dice-Draftingspiel, allerdings \u00fcberschaubarer, da es eben nur zwei Seiten pro M\u00fcnze gibt und es daher i.A. gen\u00fcgend Optionen um sinnvolle Z\u00fcge zu haben &#8211; wenn auch nicht unbedingt diejenigen, die man durchf\u00fchren will. Ich fands wirklich interessant und mir hat die Partie wirklich gut gefallen &#8211; allerdings sehe ich die gro\u00dfe Gefahr, dass \u00dcberstrategen hier extrem viel puzzlen k\u00f6nnten,\u00a0 was lange Wartezeiten mit sich bringen w\u00fcrde &#8211; und ich meine wirklich LANGE Wartezeiten. Bei unserer Partie haben wir alle vier Recht flott gespielt und waren in einer Stunde fertig. Das war ziemlich ideal. AP ist aber definitiv ein Grundproblem dieses Spiels.<\/p>\n<p>Nicht gespielt aber interessant sind wohl <em>Magnate: The first city<\/em> (ein Geschicklichkeits-Stadtaufbau-Spiel, das viel gutes Buzz hatte, wo aber immer alles voll war) und <em>Team 3<\/em> (war leider ausverkauft, als ich davon h\u00f6rt: Ein kooperatives Spiel, wo einer die Auftragskarte sieht, aber nicht reden kann, das jemanden erkl\u00e4ren muss, der die Karte nicht sieht und derjenige dem dritten, der die Augen verbunden hat, leiten muss, der letztlich den Auftrag erf\u00fcllen soll. Klingt spa\u00dfig und Dirk &#8220;Ablagestapel&#8221; fands super).<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 2016 war ich vergangenes Wochenende mal wieder bei der UK Games Expo. Da mein Beitragsbild ausnahmsweise mal zum Artikel passt, habt ihr das bestimmt schon erraten. Hier also mein Messebericht: Erst einmal ist die Messe seit 2016 enorm gewachsen &#8211; ja, sie hat sich praktisch verdoppelt, denn aus einer Messehalle sind jetzt 2 geworden, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18552,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"Der @koenigvonsiam war auf der UKGamesExpo, der zweitgr\u00f6\u00dften Spieleveranstaltung Europas","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-18551","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/610x250_UKGE-2019.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18551"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18551\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18578,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18551\/revisions\/18578"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}