{"id":1823,"date":"2010-10-22T11:01:00","date_gmt":"2010-10-22T09:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=1823"},"modified":"2010-10-22T14:14:52","modified_gmt":"2010-10-22T12:14:52","slug":"der-fluch-von-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2010\/10\/22\/1823\/","title":{"rendered":"Der Fluch von Essen"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; hat mich dieses Jahr auch erwischt. Leider ist meine Frau erkrankt (nichts ernsthaftes zum Gl\u00fcck) und ich musste bereits am Donnerstag abend wieder nach Hause fahren. Dankenswerterweise konnte ich alle meine Termine passend verschieben (Danke besonders an Wolfgang L\u00fcdtke, der mich dazwichenschieben konnte!) und so fehlt mir &#8220;nur&#8221; Zeit, die ich zum spielen genutzt hat. Das hei\u00dft insbesondere Spiele wie <strong>London<\/strong>, <strong>R\u00e9gents<\/strong>, <strong>La Cit\u00e9<\/strong> und vor allem <strong>Cleopatras Caboose<\/strong> die ich gerne ausprobiert h\u00e4tte, fehlen jetzt in meiner Sammlung (f\u00fcr einen Blindkauf waren die Inofs zu sp\u00e4rlich und\/oder die Preise zu hoch). Wenn einer meiner Leser da Eindr\u00fccke schildern k\u00f6nnte, w\u00e4re ich dankbar :-)<\/p>\n<p>Aber nicht nur mich traf der Fluch: Vinhos und Automobile kamen nicht rechtzeitig. Bei Queen war nur die Fresko-Erweiterung und (tada!) Discover India rechtzeitig fertig geworden (Das lag sicherlich auch mit an Scheer -oder deren Zulieferern &#8211;\u00a0 aber auch an der Politik vieler Verlage alles auf den Punkt &#8220;Essen&#8221; fertig zu produzieren, um Lager- und Transportkosten zu sparen). Die Japaner von Japon Brand und B2F Games warteten am Donnerstag noch auf ihre Spiele, die ihm Zoll festhingen.\u00a0 Fragor Games hatten die falschen Holzteile geliefert bekommen, so dass sich zwei Spielerfarben nur schwer auseinanderhalten lassen. F\u00fcr Dragon Dawns &#8220;Phantom Leage&#8221; waren es die falschen Schachteln, die geliefert wurden &#8211; Das Spielmaterial passt nicht vollst\u00e4ndig rein.\u00a0 7 Wonders war (meinen Infos nach) bereits am Donnerstag ausverkauft. Von Bisicle waren auch viel zu wenig Spiele nach Essen gekommen (aber bei den Franz\u00f6sischen Streiks ist es mir ohnehin ein R\u00e4tsel, wie die zahlreichen franz\u00f6sischen Verlage \u00fcberhaupt was nach Essen bringen konnten). Probleme gibt es jedes Jahr aber dieses Jahr d\u00fcrften es mehr sein als im bisherigen Rekord-Katastrophenjahr 2008.<\/p>\n<p>Trotz allem kam ich sogar irgendwie noch dazu ein paar kurze Spiele zu spielen. Au\u00dferdem noch ein Hinweis an alle ausl\u00e4ndischen Spieleverlage: Wenn ihr nach Essen ist es hilfreich, wenn ihr Regeln nicht nur in -z.B. &#8211; chinesisch da habt, sondern vielleicht in mindestens einer g\u00e4ngigen europ\u00e4ischen Sprache. Macht euer Spiel interessanter f\u00fcr die Masse&#8230; (Ich hoffe ich hab die Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Sushispiel noch richtig im Kopf, sonst muss ich die Regel mal dem Chinamann um die Ecke zeigen. Und wer in Halle 4 vorbeikommt m\u00f6ge mal nachfragen, was passiert wenn man schwarze und wei\u00dfe Sushi nicht mit einem Ingwer trennt: 0 Punkte? 1 Punkt? Minuspunkte?)<\/p>\n<p><strong>Arlecchino <\/strong>hat mich interessiert, da es eines von zwei neuen Spiele von Bernard &#8220;Blokus&#8221; Tavitian ist (<em>Nexos<\/em>,\u00a0 das andere habe ich nicht gesehen, hab aber auch nicht speziell danach gesucht). Hier wird der quadratische Spielplan zuerst mit Spielsteinen gef\u00fcllt. Diese sind quadratisch und unterteilt in 4 Dreiecke. Dabei sind die Dreiecke in den Spielerfarben gef\u00fcllt und alle Kombinationen kommen einmal vor: 3x rot, 1 gr\u00fcn, 2 blau, 2x gelb , 4x rot, etc. Ein zuf\u00e4lliges Feld bleibt frei. Wer an der Reihe ist nimmt einen Steinen und f\u00fchrt damit maximal so viele Bewegungen durch, wie die Anzahl seiner Dreiecke auf dem Stein betr\u00e4gt. Eine Bewegung kann eine orthogonale Verschiebung um 1 Feld oder ein Sprung \u00fcber einen anderen Stein sein. Letzteres muss mindestens einmal in einem Zug durchgef\u00fchrt werden. Der \u00fcbersprungene Stein wird entfernt. Wenn nichts mehr geht z\u00e4hlt jeder die Anzahl der \u00fcbriggebliebenen Dreiecke auf dem Spielfeld. Eine Partie geht flott (h\u00f6chstens 10 Minuten) so dass ich zweimal hintereinander zu dritt gespielt habe (gegen zwei ca. 12j\u00e4hrige M\u00e4dchen, die das Spiel anscheinend schon l\u00e4nger in Beschlag genommen hatten und auch nach meinem Abgang weiterspielten). Ich w\u00fcrde sagen: Das Spiel hat die Einfachheit von Blokus, ohne jedoch dessen Tiefe zu erreichen. Es steckt meht in dem Spiel drin als man nach den ersten Z\u00fcgen (oder sogar der ersten Partie) meint, aber letztlich entscheidet sich alles erst am Svhluss: Durch die Bewegungsm\u00f6glichkeiten insbesondere der Steine mit mehreren eigenen Dreiecken kann man dasd Endspiel nur bedingt planen. Wird bei Blokus aufgebaut und abgesteckt wird hier abgebaut &#8211; enstsprechend ist hier nichts sicher. Das Spiel steigert sich zwar \u00e4hnlich wie bei Blokus langsam, aber mir pers\u00f6nlich wird zu viel in den letzten Z\u00fcgen entschieden. Zudem sind 2 oder gar drei Gegenspieler schlicht zu unberechenbar. Sicherlich kein schlechtes Spiel f\u00fcr zwischendurch, aber nichts was ich haben m\u00fcsste.<\/p>\n<p><strong>Lino <\/strong>von Giuoco hab ich nur gespielt, weil ich dachte es w\u00e4re ein anderes Spiel von meiner Liste &#8211; eine echte Verwechslung! Bemerkt habe ich das sobald mir gesagt wurde, dass es ein reines Zweipersonenspiel ist, aber gespielt habe ich es doch: Auf einem variablen (durch Pl\u00e4ttchen gestaltetes) Brett werden Steine eingesetzt. Wird eine Reihe, Spalte oder Diagonale beendet bekommt man f\u00fcr jedes Feld der Reihe (oder Spalte oder Diagonale) Punkte. Bei Spielende bekommt man zudem f\u00fcr jede 4-er Reihe 10, f\u00fcr jede 5-Reihe 20 und f\u00fcr jede 6er-Reihe 30 Punkte. Weder originell noch gut, denn die Boni am Ende sind einfach so viel h\u00f6her, als dass man im Endeffekt nur Gomuku spielt. Einen guten Bonus nimmt man mal mit, aber eine Reihe f\u00fcr 8 Punkte zu beenden bringt einfach weniger als eine Viererreihe zu beenden, die 10 Punkte bringt. Daf\u00fcr ist es un\u00fcbersichtlicher als Gomuku, denn man muss ja diese Boni doch irgendwie ber\u00fccksichtigen. Eine Variante bringt weitere Bonuspunkte ins Spiel, aber da habe ich bereits abgewunken: Noch mal 4 Punkte Extra? Juhu! Ich baue dennoch 4er-Reihen. In meinen Augen ein \u00fcberfl\u00fcssiges Spiel &#8211; in dem Zweipersonensegment gibts bedeutend besseres.<\/p>\n<p><strong>Hinkel &amp; Stein<\/strong> von Chili-Spiele ist ein reines 4-Personenspiel und kommt -wie beim Verlag \u00fcblich &#8211; mit tollem Material daher: Eine schicke Holzwippe und f\u00fcr jeden Spieler ein Satz echt aussehnder Steine aus dem Theta-Stone-Material (dass hier super eingesetzt wird, besser als in allen Theta-Spielen, die ich kenne jedenfalls). Ein Spieler bestimmt ob die Seite der Wippe gewinnen soll, die am Ende leichter (also oben) oder die am Ende unten ist. Au\u00dferdem bestimmt der Spieler die Reihenfolge in der seine Mitspieler und er dran sind. Wer an der Reihe ist, entscheidet ob er 1 oder 2 Siegpunkte in den Pott wirft oder aussteigt und einen Siegpunkt mitnimmt. Unabh\u00e4ngig davon platziert er einen Stein auf ein freies Feld &#8211; es gibt zwei auf jeder Wippenseite und jeder (bis auf einer) hat 4 unterschiedlich schwere Steine. Zudem hat jeder noch eine Spezialf\u00e4higkeit, die z.T. aber nur einmalig angewandt werden kann. Sind alle Steine platziert teilt sich die Gewinnerseite die Siegpunkte im Pott (es sei denn einer oder beide sind ausgestiegen) und der Spieler, der Verlierer, der weiter hinten eingesetzt hat, bestimmt in der n\u00e4chsten Runde wer was macht. Nach vier Runden werden Punkte notiert, jeder bekommt einen anderen Steinsatz (und damit andere Spezialf\u00e4higkeiten) und es geht von vorne los. Durfte jeder einmal alle Steine ausprobieren gewinnt der Pubktbeste. Matreial ist -wei gesagt &#8211; toll. Das Spiel selbst ist originell und vor allem auch taktischer als man am Anfang denkt. Zwar gibt es nur wenig (oder am Ende keine) Felder zur Auswahl, doch die Sonderf\u00e4higkeiten lassen Platz zum taktieren und insbesondere der Bestimmer muss in der Reihenfolge aufpassen, dass er einerseits andere f\u00fcr sich arbeiten l\u00e4sst und andererseits im rechten Moment die richtige Seite w\u00e4hlt. Ganz gro\u00dfe Jubelschreie hats aber auch nicht erweckt, denn wer nicht bestimmt, ist ein St\u00fcckweit auch Spielball der anderen. Ein gutes Spiel, werde ich sicherlich noch mal spielen wollen, um zu sehen, wies mir mit Spielerfahrung gef\u00e4llt, aber gekauft habe ich es erst einmal nicht (kommt vielleicht noch, mal sehen).<\/p>\n<p><strong>Escape from the Aliens in outer Space<\/strong> war von den von mir gespielten Spielen das beste. Das Thema ist einerseits recht gut umgesetzt, andererseits k\u00f6nnen auch Sci-Fi-Muffel was mit dem Spiel anfangen, denn es ist ausreichend abstrahiert. Die Spieler werden zuf\u00e4llig und geheim in zwei Teams aufgeteilt: In Aliens und Menschen. Menschen m\u00fcssen zum Ausgang kommen, Aliens die Menschen fressen. Nicht nur die Teamzugeh\u00f6rigkeit ist geheim, auch die Bewegung ist es. Wer seinen Zug auf einen wei\u00dfen Feld beendet, bleibt f\u00fcr seine Gegner versteckt. Die meisten Felder sind aber grau. Hier muss eine Karte gezogen werden, die dem Spieler anzeigt ob er seine Position verraten muss, ob er nichts sagt oder ob er eine falsche Position melden kann (Wer Spiele nicht mag, wo man keine Kontrollm\u00f6glichkeit hat, ob die Mitspieler ehrlich sind, sollte die Finger von diesem Spiel lassen, denn die Karte muss logischerweise geheim bleiben). Positionen sind also keineswegs sicher. Au\u00dferdem muss man noch sein Team finden, wobei die Aliens fr\u00fcher oder sp\u00e4ter angreifen und sich so verraten. Ein sehr subtiles Spiel, eine Mischung aus Mafia\/Werwolf und Scotland Yard, w\u00fcrde ich sagen. Aber mir hats (trotz spartanischem Spielplan) echt gefallen und da es zumindest zu viert funktioniert, hat es dem strukturell \u00e4hnlichem Resistance (nicht gespielt, aber gekauft) zumindest bei wenig Spielern etwas vorraus. Rezi folgt wenn ich das Spiel intensiver gespielt habe, aber ein klarer Anspieltipp f\u00fcr alle, die dies hier noch vor Messeende lesen.<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; hat mich dieses Jahr auch erwischt. Leider ist meine Frau erkrankt (nichts ernsthaftes zum Gl\u00fcck) und ich musste bereits am Donnerstag abend wieder nach Hause fahren. 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