{"id":18045,"date":"2019-01-06T16:49:24","date_gmt":"2019-01-06T14:49:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=18045"},"modified":"2019-01-28T21:43:43","modified_gmt":"2019-01-28T19:43:43","slug":"heul-doch-gedanken-zu-werwolf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2019\/01\/06\/18045\/","title":{"rendered":"Heul doch! &#8211; Gedanken zu Werwolf"},"content":{"rendered":"<p>Der Jahreswechel ist vollbracht. Wer jetzt noch einen Kater pflegt, hat vermutlich im Alkoholrausch zu Silvester ein Tierheim aufgesucht. Mein pers\u00f6nliches Jahresende hatte leider nicht die Form angenommen, die ich mir gew\u00fcnscht habe. Statt in kleiner Runde Brettspiele zu genie\u00dfen, habe ich zum sp\u00e4ten Abend die Rolle des Moderators \u00fcbernommen. Da das die einzige M\u00f6glichkeit war, um nicht an drei Runden Werwolf teilnehmen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Hallo, ich bin Georgios und ich finde Werwolf unertr\u00e4glich.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_18047\" aria-describedby=\"caption-attachment-18047\" style=\"width: 277px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-18047\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/teen-wolf-300x166.jpg\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"153\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18047\" class=\"wp-caption-text\">Der hier ist aber ganz ok.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Es ist nicht schwer die Fehler des Spiels zu finden. Das Design offenbart schon nach einer Runde deutliche L\u00fccken. Spielt man das Spiel mit Leuten, die man nicht gut bzw. kaum kennt, so er\u00f6ffnet das Spiel keine M\u00f6glichkeiten Informationen zu sammeln. Es fehlt die Entscheidungsgrundlage nach der man eine Anklage ausspricht oder auch eine Anklage unterst\u00fctzt bzw. ihr widerspricht. Man muss auf zwei, eher willk\u00fcrliche, alternative Quellen zur\u00fcckfallen. Man kann sich auf Ger\u00e4usche berufen, welche w\u00e4hrend der Nachtphase des Spiels zu h\u00f6ren waren. Womit der Kniff des Spiels dann darin besteht dem Moderator \u00a0m\u00f6glichst ger\u00e4uschlos zu erkennen zu geben, welche Entscheidung man gef\u00e4llt hat. Dem weltweit beliebten Partyspiel wird so ein etwas unbefriedigendes Geschicklichkeits-Minispiel hinzugef\u00fcgt. Die andere M\u00f6glichkeit und von vielen favorisierte Vorgehensweise, wenn es um Werwolf geht, legt Wert auf K\u00f6rpersprache und Spielerverhalten. Man versucht an Hand dieser Dinge herzuleiten, ob ein Spieler auf der eigenen Seite steht oder nicht. Prinzipiell ist das auch reizvoll und h\u00f6chst interessant (The Mind gelingt es diesen Ansatz in ein 100% kooperatives Spiel umzulenken), aber um wirklich zu greifen, ben\u00f6tigt das Spiel mehr Struktur. Spieler brauchen einen Grund sich in irgendeiner Weise zu verhalten. Es gibt aber zu wenig zu tun, um irgendetwas zu tun. Ein Spiel wie The Resistance\/Der Widerstand zum Beispiel f\u00fchrt eine weitere Phase ein, in der Abstimmungen einen Aufschlu\u00df dar\u00fcber geben wie sich einzelne Spieler positionieren wollen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Werwolf macht so etwas nicht. Entscheidungen m\u00fcssen gezwungenerma\u00dfen auf die unbewusste oder unreflektierte Gruppendynamik zur\u00fcckfallen. Dieser Umstand l\u00e4sst sich durchaus auch positiv nutzen. Wenn zum Beispiel leichte zwischenmenschliche Spannungen gel\u00f6st werden m\u00fcssen. Das Spiel selbst jedoch f\u00fchrt die Gruppe eher dazu einen lustigen Lynchmob zu gr\u00fcnden: ein Spieler wird willk\u00fcrlich ausgegrenzt und darf dem Rest des Spiels als stiller Zuschauer beiwohnen. Sicherlich kann man hier schlimme Dinge im psychischen Unterholz bef\u00fcrchten, aber in der Regel bleibt ein Spiel nur ein Spiel und wird von den Leuten auch als solches verstanden. Aber das ist nicht der Grund, weshalb mir Werwolf so stark missf\u00e4llt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Viel interessanter ist ja, warum es gerade bei sog. Nicht-Spielern oder Seltenspielern so gut ankommt. Diese Gruppe ist dem Spiel um ein Vielfaches aufgeschlossener als es Hobbyisten (zu denen ich mich mal dreist z\u00e4hle) sind. Als sich am Silvesterabend andeutete, dass Werwolf gespielt werden sollte, warf ich &#8211; als letzte Hoffnung &#8211; Vollmondnacht Werw\u00f6lfe als Alternative ein. Als designierter \u201cSpielefreak\u201d konnte ich die Aufmerksamkeit der Gruppe kurz halten, aber als es hie\u00df man m\u00fcsste den Tisch daf\u00fcr freir\u00e4umen, bef\u00fcrchteten die Anwesenden eine komplizierte Regelerkl\u00e4rung und winkten ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Genau das umfasst eine der gr\u00f6\u00dften Ber\u00fchrungs\u00e4ngste bei Wenigspielern. Regeln lernen, verinnerlichen und klug einsetzen oder Gefahr laufen sich zu blamieren, ist das was viele vom Spielen abh\u00e4lt. Da hilft es auch nicht, dass ich auch unter erfahrenen Spielern zu oft an Menschen gerate, die sich innerhalb des Spiels gerne \u00fcber andere lustig machen, die \u201cFehler\u201d gemacht haben. In der etwas subtileren Variante wird der Erfolg als strategische Leistung gefeiert und als Indiz von \u00fcberragendem Intellekt gedeutet. Beide Verhaltensweisen signalisieren jedoch nur, dass Sieg und Niederlage direkt auf das eigene Ansehen innerhalb der Gruppe zur\u00fcckf\u00e4llt. So als w\u00fcrde man nicht des Spiels wegen spielen, sondern um den Neid der anderen zu gewinnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Werwolf umgeht diese gesamte Problematik mehr oder minder geschickt, in dem Fragen des Spielk\u00f6nnens g\u00e4nzlich umgangen werden. Vorherige Erfahrung hat wenig bis gar keine Auswirkungen auf den Spielerfolg, so dass sich selbst der letzte Spielneuling auf gleicher Stufe mit den Profis w\u00e4hnen kann. Selbst seine Mitspieler gut zu kennen bringt nur wenige Vorteile, sobald neue Gesichter hinzusto\u00dfen und die Berechenbarkeit der Lynching-Wahl v\u00f6llig aushebeln.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_18049\" aria-describedby=\"caption-attachment-18049\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-18049\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/zevon-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18049\" class=\"wp-caption-text\">Dieser Mann wusste wie man Werw\u00f6lfe erkennt<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Werwolf ist unter anderem deshalb so beliebt, weil es so zug\u00e4nglich ist. Diese Zug\u00e4nglichkeit wird sich jedoch mit fehlender Spieltiefe erkauft. Die Regeln und Mechanismen des Spiels sind selbst bei drei bis vier Zusatzrollen noch recht \u00fcberschaubar. In unserem Fall war die Schmerzensgrenze jedoch mit der ersten Rolle, der Hexe, erreicht. Aber Spieltiefe ist nicht das selbe wie Regeldichte. Es gibt eine Vielzahl an Spielen mit wenigen, einfachen Regeln, die dennoch beeindruckend viel Tiefe zulassen. Die fehlende Spieltiefe dr\u00fcckt sich bei Werwolf auch darin aus, dass das Spiel nur ertr\u00e4glich ist, wenn man ihm keinerlei Bedeutung beimisst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der Ehrgeiz das Spiel gewinnen zu wollen, darf ein gewisses Ma\u00df nicht \u00fcberschreiten, denn sonst begeht man den f\u00fcr Werwolf schwersten Fehler, den man begehen kann: man nimmt das Spiel ernst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Dieser Satz ist sowohl innerhalb als auch jenseits des Hobbies sehr problematisch. Er weckt sofort die Vorstellung von erwachsenen Menschen, die mit gro\u00dfer Verbissenheit und Emotionsausbr\u00fcchen das Spielerlebnis begleiten. Es weckt die Erinnerung an Leute, die \u201enicht verlieren\u201c k\u00f6nnen und die auf vermeintlich kindliche und kindische Art und Weise auf R\u00fcckschl\u00e4ge im Spiel reagieren. Ich habe <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2018\/04\/15\/17242\/\">schon mal dar\u00fcber geschrieben<\/a>, warum die Tabuisierung von Gef\u00fchlen beim Spiel das Hobby nicht erwachsen werden l\u00e4sst. Ich will hier versuchen dem Satz eine etwas pr\u00e4zisere und sinnvollere Aussage abzuringen, die mir gerade sehr n\u00fctzlich erscheint.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Spielfilme, Fernsehserien und B\u00fccher wissen ihr Publikum in den Bann zu ziehen, weil dieses Publikum gelernt hat den gezeigten Ereignissen und Personen Glauben zu schenken. Selbst mit dem Wissen, dass wir uns mit Fiktion auseinandersetzen, sind wir gewillt vereinzelte Aspekte der Erz\u00e4hlung als wahrhaftig und authentisch zu sehen. Wir sind gewillt mit den nicht-realen Figuren mitzuf\u00fchlen. Wir f\u00fcrchten um sie, wenn ihnen ein R\u00fcckschlag droht. Wir freuen uns mit ihnen, wenn ihre gro\u00dfe Anstrengungen sich auszahlen. Wir m\u00fcssen die Figuren und auch die Ereignisse in ihrer Geschichte ernst nehmen, denn sonst ist das emotionale Erleben der Erz\u00e4hlung nicht m\u00f6glich. Dieser Vertrauensvorschuss wird uns bei gelungenen Filmen, Episoden, etc. mit einer emotionalen Erfahrung und abschlie\u00dfender Katharsis zur\u00fcckgezahlt. Wir nehmen die Dinge, die vor uns sind, ernst und werden mit Gef\u00fchlen belohnt.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_18048\" aria-describedby=\"caption-attachment-18048\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-18048\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/nicholson-300x165.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"132\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18048\" class=\"wp-caption-text\">Ernsthaftigkeit in Person<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Werwolf kann man nicht ernst nehmen. Man sollte es sogar nicht ernst nehmen. Um es mit den Worten der Gastgeberin zu sagen: \u201eDas w\u00e4re reinster Psycho-Terror. Das geht GAR nicht!\u201c. Es scheint so, als w\u00e4re das der Schl\u00fcssel um den Reiz von Werwolf zu erfassen. Aber wenn Werwolf als Spiel nicht ernst genommen werden darf, wie erkl\u00e4rt sich dann die gro\u00dfe Emotionalit\u00e4t bei diesen Runden? Warum ist Werwolf f\u00fcr seine Anh\u00e4nger keine dr\u00f6ge Angelegenheit?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">An dieser Stelle macht es Sinn zwischen Aktivit\u00e4t und Spiel zu unterscheiden. Nein, nicht im Sinne, dass es sich um zwei entgegengesetzte Pole handelt oder dass einzelne Spiele in die eine oder andere Kategorie geh\u00f6ren. Das Gegenteil ist der Fall: jedes Spiel basiert auf einer Aktivit\u00e4t. Es basiert auf eine bestimmte Handlung, die man wiederholt ausf\u00fchrt; auf eine Rolle, in die man schl\u00fcpfen muss oder auch auf eine abgez\u00e4hlte Menge an Aktionen, die das Ger\u00fcst des Spielerlebnis bilden. Bei <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/pandemic\/\">Pandemie<\/a> ist es die Absprache mit den Mitspielern. Bei Dominion ist es der Kartenkauf. Bei Werwolf ist es das kurze Gerichtsspiel, das jeder Anklage folgt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Dank der geringen Spielstruktur r\u00fcckt bei Werwolf genau diese Aktivit\u00e4t in den Vordergrund. Man schl\u00fcpft in (soziale) Rollen, die einem erlauben sich abseits vertrauter und akzeptabler Arten zu verhalten. Man kann p\u00f6beln, hetzen und sich anfeinden. Hier darf man die Grenzen des duldbaren Verhaltens \u00fcberschreiten und \u201cb\u00f6se\u201d sein. Wer w\u00fcrde sonst gegen Freunde oder Familienmitglieder intrigieren? Wer w\u00fcrde sonst Halbwahrheiten verbreiten und Stimmung gegen andere Leute machen? Im harmlosen und folgelosen Rahmen eines Spiels kann so etwas berauschend und befreiend sein. Oder wie es im Volksmund hei\u00dft: es macht Spa\u00df!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Es ist lediglich nicht das Spiel, welches Spa\u00df macht, sondern die Aktivit\u00e4t innerhalb des Spiels. Das ist weder eine Seltenheit in diesem Hobby, noch ein Nachteil. Viele der sogenannten Partyspiele tun es Werwolf \u00e4hnlich: Concept, Argh-Itekt oder das bei \u00e4lteren Kalibern bekannte Therapy. Dieses sind alles Spiele, in denen das Spiel mal mehr und mal weniger stark in den Hintergrund tritt und die Aktivit\u00e4t, die Spielgruppe unterh\u00e4lt. Gerade Concept ist daf\u00fcr bekannt, dass die Punktevergabe oft unter den Tisch f\u00e4llt.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_18050\" aria-describedby=\"caption-attachment-18050\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-18050\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-700x394.jpg 700w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-370x208.jpg 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-270x152.jpg 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-889x500.jpg 889w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20190106_165516-740x416.jpg 740w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18050\" class=\"wp-caption-text\">Wer weder Zettel noch Stift zur Hand hat, kann Werwolf nat\u00fcrlich fertig kaufen.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Werwolf dient daher als gutes Beispiel daf\u00fcr, warum Spa\u00df ein unzureichender Ma\u00dfstab ist, um ein Spiel zu beurteilen. Die Frage sollte eben nicht sein, ob ein Spiel Spa\u00df macht, sondern wie und warum. Werwolf lebt eben davon laut und leidenschaftlich \u00fcber nichts zu streiten, wer dem nichts abgewinnen kann, der wird auch mit dem Spiel wenig Freude haben.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Jahreswechel ist vollbracht. Wer jetzt noch einen Kater pflegt, hat vermutlich im Alkoholrausch zu Silvester ein Tierheim aufgesucht. Mein pers\u00f6nliches Jahresende hatte leider nicht die Form angenommen, die ich mir gew\u00fcnscht habe. Statt in kleiner Runde Brettspiele zu genie\u00dfen, habe ich zum sp\u00e4ten Abend die Rolle des Moderators \u00fcbernommen. 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