{"id":16561,"date":"2017-07-08T13:27:52","date_gmt":"2017-07-08T11:27:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=16561"},"modified":"2017-07-08T13:27:52","modified_gmt":"2017-07-08T11:27:52","slug":"von-krieg-computern-und-brettspielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2017\/07\/08\/16561\/","title":{"rendered":"Von Krieg, Computern und Brettspielen"},"content":{"rendered":"<p><em>This war of mine<\/em> is gerade bei vielen Backern gelandet. Leider nicht bei mir &#8211; zum einen fiel die Kickstarterkampagne gerade in die Hauskaufphase und damit in eine Zeit, wo ich sparen musste (nicht dass diese Zeit bereits um w\u00e4re &#8211; aber ich kann zumindest wieder besser absch\u00e4tzen, wieviel Geld ich nicht habe). Zum anderen funktionieren solche Storybasierten Spiele in meinen Gruppen besser, wenn sie auf deutsch sind. Zum Gl\u00fcck <a href=\"http:\/\/www.brettspiel-news.de\/index.php\/nachrichten\/1070-this-war-of-mine-erscheint-auf-deutsch-bei-asmodee\">wird Asmodee wohl eine Deutsche Version<\/a> herausbringen &#8211; Win-Win! Das bedeutet aber nat\u00fcrlich, dass ich <em>This war of mine<\/em> noch nicht aus eigener Anschauung kenne. Was schade ist, denn es ist ein besonderes Spiel: Es ist eine Umsetzung eines Computerspieles und es ist ein Antikriegsspiel.<\/p>\n<p>Wer hier auch nur sporadisch mitliest, wei\u00df dass mich letztere prinzipiell immer interessieren. Ich finde es gut und wichtig, wenn Spiele auch ernste Themen anpacken. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen Spiele Spa\u00df machen, nat\u00fcrlich d\u00fcrfen Spiele unterhalten und m\u00fcssen nicht tiefgreifend sein. Sie k\u00f6nnen es aber. Auch die Besch\u00e4ftigung mit einem (ernsten) Thema kann Spa\u00df machen. Doch das ist gar nicht der Punkt: &#8220;Spa\u00df&#8221; muss nicht die einzige Emotion sein, die in einem Spiel erlaubt ist. Nicht jeder Film ist Spa\u00df, nicht jedes Buch. Spiele sollen Erfahrungen bieten, die man sonst nicht macht. Und das Hineinschl\u00fcpfen in eine bestimmte -auch unbequeme- Rolle ist eine Erfahrung, die es wert ist gemacht zu werden. Jochen Schweizer ist Million\u00e4r geworden mit Erfahrungen, die nicht alle &#8220;Spa\u00df&#8221; machen, in dem Sinne, sondern den Horizont erweitern sollen. Diesen Ansatz vermisse ich in der Spieleszene ein wenig und es ist erfrischend, wenn ein Spiel mal etwas anderes versucht, als nur Spa\u00df zu machen.<\/p>\n<p>Und <em>This war of mine<\/em> kann sich das erlauben, weil es bereits eine Zielgruppe hat, auf die es zur\u00fcckgreifen kann: Computerspieler.<\/p>\n<p>Computerspiele haben sich schnell von Brettspielen abgespalten und sind wirtschaftlich eine ganz andere Liga. Aber auch der Independent-Markt boomt mittlerweile (dank einfacher Vertriebsmethoden wie Steam). W\u00e4hrend Filmumsetzungen von Computerspielen bislang eher nicht so funktioniert haben, ist der \u00dcbergang Computerspiel &#8211;&gt; Brettspiel logischer. Und tats\u00e4chlich kommen immer wieder zahlreiche Brettspielumsetzungen von bekannten Computerspielen heraus: So z.B. relativ neu <em>MULE<\/em> oder <em>Masters of Orion<\/em> und relativ erfolgreich <em>Railroad<\/em> Tycoon (wobei das in erster Linie eine Steam-Variante war, auf der das Railroadtyoon Labe-aufgedr\u00fcckt wurde), <em>Doom<\/em> oder <em>Sid Meyers Civilization<\/em> (von FantasyFlight). Dabei ist klar, dass vor allem strategische\/puzzlige Spiele vern\u00fcnftig umsetzbar sind. Spiele wie <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/the-battle-at-kembles-cascade\">Battle at Kemble\u00b4s Cascade<\/a> zeigen unfreiwillig eindeutig, dass man &#8220;Geschicklichkeit&#8221; nicht so weiteres mit &#8220;Taktik&#8221; austauschen kann, ohne dass die Dynamik verloren geht.<\/p>\n<p>Zwei Probleme gilt es bei einer Computerumsetzung zu beachten: 1) Muss sich das Spiel immer fragen lassen, warum man es als Brettspiel spielen sollte. Hauptargument ist normalerweise dass mehrere Spieler gemeinsam direkt interagieren k\u00f6nnen (was bei Computerspielen niemals ganz gelingt &#8211; und ich habe eine Zeitlang viel Counterstrike (auch im Clan) gespielt, wei\u00df also um M\u00f6glichkeiten \u00e1 la Teamspeak) und dass das Spielmaterial eine gewisse Haptik erlaubt. Zumindest eines der beiden muss eine Umsetzung dann aber auch \u00fcberzeugend bieten &#8211; oder einen anderen Grund liefern, warum ich nicht einfach online spiele.<br \/>\n2) Computerspiele leben meistens von \u00dcberraschungen und\/oder Computergegnern und\/oder Verwaltung und all das ist schwer umzusetzen. Eine direkte Umsetzung ist daher meist nicht m\u00f6glich &#8211; Was gut ist! Siehe Punkt 1 &#8211; allerdings sollte die Umsetzung nicht gerade den Punkt verlieren, der das Original beliebt machte. Das ist m.E. bei <em>MULE<\/em> geschehen, wo gerade die Versteigerung, die f\u00fcr mich den Kern des Originals ausmachte, bei der Umsetzung wegfiel. Was blieb war ein Name eines Euros.<\/p>\n<p><em>This war of mine<\/em> bietet sehr viel Story und ist -was ich so geh\u00f6rt habe &#8211; ein bisschen an <em>Pandemic Legacy<\/em> orientiert (wenn auch mit Missionen?). Das w\u00e4re nicht das schlechteste, zumal das Original durch Story und Athmosph\u00e4re bekannt wurde. Und das l\u00e4sst sich gut auf ein Brettspiel \u00fcbertragen. Obs gelungen ist, kann ich dann erst Ende des Jahres in Erfahrung bringen&#8230;<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>This war of mine is gerade bei vielen Backern gelandet. Leider nicht bei mir &#8211; zum einen fiel die Kickstarterkampagne gerade in die Hauskaufphase und damit in eine Zeit, wo ich sparen musste (nicht dass diese Zeit bereits um w\u00e4re &#8211; aber ich kann zumindest wieder besser absch\u00e4tzen, wieviel Geld ich nicht habe). Zum anderen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-16561","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16561"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16561\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16563,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16561\/revisions\/16563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}