{"id":159,"date":"2006-12-09T11:53:48","date_gmt":"2006-12-09T09:53:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2006\/12\/09\/159"},"modified":"2006-12-09T11:53:48","modified_gmt":"2006-12-09T09:53:48","slug":"r-eco-baumeister-v-arkadia-tuvalu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2006\/12\/09\/159\/","title":{"rendered":"R-Eco, Baumeister v. Arkadia, Tuvalu"},"content":{"rendered":"<p>Gestern hab ich mal drei Neuheiten zum ersten Mal gespielt (und alle zu dritt)<\/p>\n<p>\u00a0<em>R-Eco<\/em> ist von dem Japaner <em>Susomu Kawasaki<\/em> und weil mir dessen &#8220;Traders of Carthage&#8221; gut gefallen hat wollte ich es doch schnell mal auf dessen Sylvester-tauglichkeit \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Das Thema ist Recycling und damit etwas abschrenkend. Zum Gl\u00fcck ist das Thema \u00e4hnlich aufgesetzt wie bei Kawasakis anderem Spiel. Im Grunde werden jeder der 5 Farben zwei Stapel zugeordnet. Auf den oberen legen Die Spieler passende Karten und m\u00fcssen daf\u00fcr alle Karten vom anderen Stapel nehmen. Der untere Stapel wird dann wieder aufgef\u00fcllt und zwar abh\u00e4ngig von der Kartenzahl des anderen Stapels. Kommt oben die vierte Karte hin, bekommen der ausl\u00f6sende Spieler Punkte. Wird ein Spieler durch Kartenaufnahme gezwungen mehr als 5 Karten zu nehmen, gibts f\u00fcr den \u00dcberschu\u00df Minuspunkte.<\/p>\n<p>Das ganze spielt sich fix und subtiler als es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Die Spieldauer ist genau richtig und qualifiziert <em>R-Eco<\/em> zu einem netten, lockeren Absacker. Nicht ganz so gut wie Traders of Carthage, aber doch als Filler sehr empfehlenswert! Amigo, dieses Kartenspiel ist was f\u00fcr euch!<\/p>\n<p>Danach sollte ein &#8220;normales&#8221; Brettspiel folgen und die Wahl fiel auf die ravensburger-Neuheit <em>Die Baumeister von Arkadia<\/em>. Das Spiel hat \u00fcberraschend viele Ebenen f\u00fcr Ravensburger: Nicht nur das man geschickt legen und sich zwischen Legen und Werten entscheiden muss, man muss auch die Entwicklung der Wertigkeitren der Farben mitber\u00fccksichtigen. Das alles ist sch\u00f6n gestaltet und macht Spa\u00df und es ist kein Wunder das ich anfangs gegen meine erfahrenen Mitspieler keine Chance hatte. Immerhin konnte ich bereits w\u00e4hrend des Spieles so viel Lernen, dass ich mich duch geschicktes Bluffen &amp; Horten noch auf den zweiten Platz katapultieren konnte (mit 86 Punkten f\u00fcr das Schwarze Siegel allein!). Es wundern mich zwei Dinge: Zum einen warum das Spiel unter dem Ravensburger-Label und nicht bei Alea erschienen ist (wi es gut gepasst h\u00e4tte, w\u00e4hrend <em>Um Ru(h)m und Ehre <\/em>auch bei Rav. h\u00e4tte erscheinen k\u00f6nnen). Zum anderen warum in den einschl\u00e4gigen Foren so wenig dar\u00fcber berichtet wurde. Mag an der Ravensburger-Marke liegen, die von vielen Vielspielern erst einmal ignoriert wird. Aber, das w\u00e4re ein Fehler &#8211; Dieses Spiel ist f\u00fcr euch!<\/p>\n<p>Als drittes kam <em>Tuvalu<\/em> auf den Tisch, dass noch keiner gespielt hatte und ich konnte endlich meinen ersten Sieg einfahren! Und das knapp &#8211; H\u00e4tte ich nicht gewonnen, h\u00e4tte Erhard gewonnen (der trotz grottenschlechten Start langsam wieder aufkam). H\u00e4tte Erhard zudem einen anderen Zug gemacht, h\u00e4tte Antje entscheiden k\u00f6nnen, wer gewinnt&#8230; Aber naja, K\u00f6nigsmachersyndrom ist immer ein Problem bei 3-Spieler-Spielen.<\/p>\n<p>Aber auch sonst l\u00e4sst mich <strong>Tuvalu<\/strong> etwas ratlos zur\u00fcck. Es sieht richtig toll aus, so viel ist sicher. Aber spielerisch ist es bemerkenswert unsexy. Es ist so abstrakt das es staubt. Es spielt sich sehr gr\u00fcblerisch, vergleichbar mit abstrakten Setzspielen. H\u00e4tte man mir gesagt, es w\u00e4re das klassische Spiel der Hopi-Indianer, h\u00e4tt ichs vielleicht geglaubt. Die Regeln sind nicht schwierig aber wann man was wie bauen kann (und vor allem die Anzahl und verteilung der H\u00fctten) ist nicht gerade leicht eing\u00e4ngig &#8211; weil es nicht an einem\u00a0Thema festgemacht ist, sondern weil sie halt einfach gelernt werden m\u00fcssen. Das erinnert an das Spielen von <em>Schach<\/em>: Die Bewegungsrichtung der Schachfiguren muss erst einmal erlernt werden und l\u00e4sst sich nicht irgendwie ableiten.<\/p>\n<p>Interessant die verschiedenen Gewinnm\u00f6glichkeiten- Das ist wirklich originell. Aber als Ganzes kann ich das Spiel nicht einsch\u00e4tzen. Ich kann nicht sagen, dass ich das Spiel toll fand (so wie Baumeister), aber definitiv ist es\u00a0so interessant, dass ich gerne noch einmal spielen w\u00fcrde &#8211; allein um festzustellen ob es seinen Reiz steigern kann, wenn man es einmal verstanden hat. Aber dazu m\u00fcsste ich es mir erst einmal zulegen und daf\u00fcr fand ich es nicht gut genug. Ein Dilemma! Naja, wozu hat man Freunde ;-)<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Ein anderes Spiel bei dem es mir ebenso erging war <em>San Gimignano<\/em> &#8211; ebenfalls ein abstraktes Spiel mit aufgesetzten Thema und wundersch\u00f6nen Material. Auch dort begreift man erst w\u00e4hrend der ersten Partie wie man eigentlich geschickt spielen kann. Und dort warte ich noch auf meine zweite Parte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern hab ich mal drei Neuheiten zum ersten Mal gespielt (und alle zu dritt) \u00a0R-Eco ist von dem Japaner Susomu Kawasaki und weil mir dessen &#8220;Traders of Carthage&#8221; gut gefallen hat wollte ich es doch schnell mal auf dessen Sylvester-tauglichkeit \u00fcberpr\u00fcfen. Das Thema ist Recycling und damit etwas abschrenkend. 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