{"id":14719,"date":"2014-03-09T14:16:44","date_gmt":"2014-03-09T12:16:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=14719"},"modified":"2014-03-09T14:16:44","modified_gmt":"2014-03-09T12:16:44","slug":"das-ende-ist-nahtuerlich-wichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2014\/03\/09\/14719\/","title":{"rendered":"Das Ende ist nah(t\u00fcrlich wichtig)"},"content":{"rendered":"<p>Angehenden Schriftstellern gibt man gerne den Hinweis, mit dem Ende zu beginnen, denn gute Enden zu schreiben sind schwer. Und doch sind sie wichtig. Ein schlechtes ode unpassendes Ende kann ein Buch &#8211; aber auch einen Film &#8211; leicht versauen. Ein Film-Beispiel ist f\u00fcr mich <em>Source Code<\/em>, der ein toller Film gewesen w\u00e4re, wenn die Filmemacher nicht unbedingt ein Happy Ende hinter das logische (und starke) Ende gesetzt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Bei Spielen ist das nicht anders &#8211; wie sollte es auch? Ein wirklich schlechtes Spielende kann den Eindruck des Spieles nachhaltig sch\u00e4digen. Das typische Beispiel ist ein Ende, bei dem ein Spieler ohne eigenes Verschulden pl\u00f6tzlich auf den letzten Platz f\u00e4llt (z.B. durch das Jackpot-Syndrom) oder wo das Ende einfach viel zu sp\u00e4t kommt. Andere typische Probleme mit dem Spielende:<\/p>\n<p>&#8211; Das Spiel ist zu Ende und dann wird minutenlang gewertet und gerechnet, bevor der Sieger bestimmt wird (Mein Extrembeispiel ist<em> Il Principe<\/em>)<\/p>\n<p>-Das Spiel endet, weil irgendjemand nicht aufgepasst hat, sondern sich auf die eigentliche Strategie konzentriert (Das <em>Libert\u00e9<\/em>-Syndrom)<\/p>\n<p>&#8211; Das Spiel endet pl\u00f6tzlich und unvorhersehbar und so entsteht kein Spannungsbogen bei Spielende (Das kann bei einigen Spielen nat\u00fcrlich durchaus passen).<\/p>\n<p>&#8211; Das Spiel endet unabh\u00e4ngig vom Spielverlauf immer nach x Runden. Das ist kein wirkliches Problem, aber es ist eben auch nicht zus\u00e4tzlich spa\u00dferzeugend. Hinzu kommt, dass es auch hier schwierig ist, einen vern\u00fcnftigen Spannungsbogen hinzubekommen. Oft spielt man jede Runde vor sich hin und das Spiel endet dann irgendwann. Es h\u00e4tte auch eine Runde vorher oder nachher enden k\u00f6nnen und es h\u00e4tte spielerisch nicht bedeutet.<\/p>\n<p>Gut, ich gebe es zu: Letztlich kommt es wieder darauf zur\u00fcck, dass das Ende zum restlichen Spiel passen muss. Dass ein Spieleautor sich eben so viel Gedanken \u00fcber das Spielende machen sollte, wie \u00fcber den Rest des Spieles. Dass er daran arbeiten muss, dass sich das Spielende logisch aus dem Spielverlauf ergeben sollte (und nicht nur \u00fcber eine festdefinierte Rundenzahl geht, die am besten zur angepeilten Spieldauer passt). Dass die Endwertung klar und verst\u00e4ndlich und nicht komplizierter sein muss als notwendig (mehr <em>Samurai<\/em>\/<em>Euphrat und Tigris<\/em> und weniger <em>Dungeon Lords<\/em>\/<em>Il Principe<\/em>). Dass Spiele nicht enden sollen, n<a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2010\/05\/16\/1415\">ur weil jemand nicht aufgepasst hat<\/a>. Und nat\u00fcrlich, dass Spiele einen Spiel<em>verlauf<\/em> bieten und nicht nur mehrere identische Runden.<\/p>\n<p>Das ist nicht neues. Aber es kann gerne immer wieder wiederholt werden.<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angehenden Schriftstellern gibt man gerne den Hinweis, mit dem Ende zu beginnen, denn gute Enden zu schreiben sind schwer. Und doch sind sie wichtig. Ein schlechtes ode unpassendes Ende kann ein Buch &#8211; aber auch einen Film &#8211; leicht versauen. 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