{"id":14514,"date":"2013-10-06T09:59:09","date_gmt":"2013-10-06T07:59:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?p=14514"},"modified":"2013-10-06T09:59:09","modified_gmt":"2013-10-06T07:59:09","slug":"ausgeglichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2013\/10\/06\/14514\/","title":{"rendered":"Ausgeglichen"},"content":{"rendered":"<p>Bevor nur noch \u00fcber potentiell interessante Neuheiten gesprochen wird, schnell noch zwei Gedanken zum Thema Ausgewogenheit in Spielen.<\/p>\n<p>Und ja, ich wei\u00df, dass Max Kobbert geschrieben hat, dass Spiele nie ausgeglichen sein k\u00f6nnen (womit er recht hat) und ja, ich habe vor 5 Jahren geschrieben, d<a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2008\/04\/12\/291\">ass zu viel Ausgeglichenheit daf\u00fcr sorgt, dass es egal ist, was man macht<\/a>. Wenn ich hier \u00fcber &#8220;Ausgewogenheit&#8221; rede, dann meine ich, was eigentlich alle meinen: Dass die Spieler potentiell dieselben Siegchancen haben. Ein normalerweise als erstrebenswert ausgegebens Ziel (Ich erinnere mich an <em>Imperium Romanum II<\/em>, bei dem es sinngem\u00e4\u00df hie\u00df: &#8220;Ja, bei vielen Szenarien hat eine Seite einen klaren Vorteil, aber ein echter Spieler versucht eben auch als Underdog zu gewinnen.&#8221; Das Spiel ist f\u00fcr mich aber kaum ein Vorbild in Sachen Spieldesign. Oder in irgendwas&#8230;)<\/p>\n<p>Zwei Denkanst\u00f6\u00dfe dazu: Lew Pulsipher wies einmal darauf hin, dass Spielbanace auch durch Spielerabsprache erzeugt werden kann &#8211; wenn etwa die Schotten bei <em>Britannia<\/em> als besonders stark gelten, dann werden die anderen V\u00f6lker gemeinsam gegen die verteidigen und so. Ob <em>Britannia<\/em> ausgeglichen ist, wei\u00df ich nicht. Die Aussage halte ich aber f\u00fcr falsch. Eine schiefe Spielbalance kann durch Spielerabsprachen <em>kompensiert<\/em> werden (so wie Auktionen ungleiche Karten o.\u00e4. ausgegleichen k\u00f6nnen), sie bleibt dennoch schief. Denn das Ausgleichen klappt ja nur, wenn die anderen von dem Ungleichgewicht wissen und sich einigen wie man gemeinsam an welchem Strang zieht. Ein Beispiel: Angenommen es g\u00e4be als Volk bei <em>Britannia<\/em> noch die &#8220;Aliens&#8221;, die immer gewinnen, wenn die anderen Spieler die nicht gemeinsam all ihre Einheitenaufwenden, um die zu stoppen. Ausgeglichen? Wohl kaum. Ausgeglichenheit muss es <em>trotz<\/em> Diplomatie geben, nicht <em>aufgrund<\/em> Diplomatie.<\/p>\n<p>Der zweite Punkt ist kniffliger: Gibt es mehrere Fraktionen\/Ausgangsstellungen etc. so k\u00f6nnen die vollkommen ausbalanciert sein und denoch verliert eine Partei immer &#8211; Warum? Weil sie sich schwieriger spielt als die anderen. Dies ist ein kniffliges Problem: Nat\u00fcrlich ist es OK, wenn Fortgeschrittene gegen Anf\u00e4nger gewinnen. Wenn aber eine Position erst gewinnt, wenn man sich hier intensiv widmet, w\u00e4hrend die anderen Positionen offensichtlichere Strategien bieten (ein Problem, dass man bei einigen asymmetrischen Spielen beobachten kann), dann ist das Spielauf dem Papier vielleicht ausgeglichen, in der Praxis allerdings nicht. Im Prinzip gilt dasselbe wie bei Punkt 1: Ausgeglichenheit klappt nur, wenn die Spieler um die Probleme wissen. Das ist vielleicht sogar OK, kann aber schnell daf\u00fcr sorgen, dass ein Spiel als vermeidlich unausgewogen in der Ecke landet. Das sollte man vermeiden&#8230;<\/p>\n<p>ciao<\/p>\n<p>peer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor nur noch \u00fcber potentiell interessante Neuheiten gesprochen wird, schnell noch zwei Gedanken zum Thema Ausgewogenheit in Spielen. 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