{"id":99,"date":"2006-06-10T10:52:11","date_gmt":"2006-06-10T09:52:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/prestel-architekturspiel\/"},"modified":"2010-09-23T17:58:42","modified_gmt":"2010-09-23T15:58:42","slug":"prestel-architekturspiel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/prestel-architekturspiel\/","title":{"rendered":"Prestel Architekturspiel"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/architekturspiel.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Prestel<br \/>\nAutor: Thomas Fackler<br \/>\nSpieler: 2-6<br \/>\nAlter: ab 8 Jahren<br \/>\nSpieldauer: 20 Minuten<\/p>\n<p>Kennen Sie \u201eHaltet den Dieb!\u201c? Nein? Wie steht\u2018s mit Alex Randolphs \u201eWettflug\u201c? Schon eher? Warum ich frage? Beide Spiele (das eine aus den 70ern das andere aus den 80ern) benutzen einen \u00e4hnlichen Mechanismus: Es gibt mehrere Kartenstapel, zwischen denen die Spieler jede Runde den ihren ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen. Daraus w\u00e4hlen sie eine Karte, die in eine Sequenz passen mu\u00df (bei ersterem mu\u00df eine Bildergeschichte zusammengesetzt, bei letzterem ein Koffer mit einer passenden Zahl gesucht werden). Au\u00dfer Gl\u00fcck ist in erster Linie ein gutes Ged\u00e4chtnis wichtig &#8211; wer sich merken kann, wo die Karten stecken, die man sp\u00e4ter im Spiel brauchen k\u00f6nnte, ist klar im Vorteil und kann seinen Stapel gezielter w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Thomas Fackler &#8211; bekannt geworden durch sein ambitioniertes (und erfolgreiches) Projekt Spiele als Kunstobjekte f\u00fcr vierstelligen Europreise zu verkaufen &#8211; hat diesen Mechanismus wiederentdeckt, general\u00fcberholt und in ein ebenso sch\u00f6nes wie spannendes Familienspiel gepackt.<\/p>\n<p>Das Prestel-Architekturspiel kommt in der vom Prestel Kunstspiel gewohnten sehr hochwertigen Qualit\u00e4t daher, die allerdings auch ihren Preis hat. Ein Preis, der vielleicht vielen f\u00fcr ein \u201eFamilienspiel\u201c zu hoch sein d\u00fcrfte. (Anmerkung: Aus den spielbox.de-Foren wei\u00df ich, da\u00df einige, wenige Exemplare abf\u00e4rben \u2013 dies scheint aber eine Ausnahme zu sein. Dennoch Vorsicht beim Kauf!).<\/p>\n<p>Wie bei einem Spiel dieses Titels nicht weiter \u00fcberraschend geht es um Geb\u00e4ude, die architektonisch irgendwie interessant sind, z.B. das Guggenheim-Museum in New York (in einem sehr informativen Begleitheft werden alle im Spiel enthaltenen Geb\u00e4ude noch einmal erl\u00e4utert). Diese Bauwerke finden sich 2x wieder: Einmal als Auftragskarte, auf der sie g\u00e4nzlich zu sehen sind und einmal als Teile auf Pappstreifen (\u00e4hnlich dem Kinderspielklassiker Mix-Max), 2-3 davon bilden dann wieder das Gesamtgeb\u00e4ude, wie es auf den Auftr\u00e4gen zu sehen ist. Diese Teile werden zusammengemischt und dann in 5 Stapel aufgeteilt (\u201eAha!\u201c wird der aufmerksame Leser sagen, \u201e Damit kommen also die oben erw\u00e4hnten Stapel ins Spiel!\u201c Genau!). Dann werden einige Auftr\u00e4ge offengelegt. Die \u00fcbrigen Auftr\u00e4ge werden in einem offenen Stapel bereitgestellt, so da\u00df man sieht, welches Geb\u00e4ude als n\u00e4chstes interessant wird. Jeder bekommt ein \u201eStartkapital\u201c von 2 Geb\u00e4udeteilen. Gl\u00fccklich ist, wer jetzt bereits ein f\u00fcr einen Auftrag passendes Teil besitzt.<\/p>\n<p>Jetzt w\u00e4hlt jeder in aufsteigender Reihenfolge der Startzahl seinen Stapel. Im wesentlichen bedeutet dies: Wer in der Vorrunde als erstes sein Teil gew\u00e4hlt hat, darf jetzt auch als erstes aussuchen, wer dagegen den Stapel in stoischer Seelenruhe durchsucht hat und dementsprechend sp\u00e4t fertig war, mu\u00df jetzt nehmen was \u00fcbrig bleibt.<\/p>\n<p>Hat der letzte Spieler seinen Stapel gew\u00e4hlt, durchsuchen alle schnell \u201eihren\u201c Stapel und w\u00e4hlen ein Geb\u00e4udeteil, stellen den Stapel zur\u00fcck und nehmen sich eine Startzahl (man kann aus taktischen Gr\u00fcnden durchaus auch eine h\u00f6here Nummer w\u00e4hlen, das macht aber nur selten wirklich Sinn). Also: Wer sich schnell entscheidet kann n\u00e4chste Runde mit gro\u00dfer Sicherheit den Stapel nehmen, den er m\u00f6chte. Daf\u00fcr ist es nat\u00fcrlich schwieriger sich die anderen Geb\u00e4udeteile im Stapel zu merken, so da\u00df man f\u00fcr kommende Runden u.U. weniger gut gewappnet ist.<\/p>\n<p>Haben alle ausgew\u00e4hlt mu\u00df &#8211; jetzt wieder in aufsteigender Reihenfolge &#8211; jeder genau ein Geb\u00e4udeteil abgeben, so da\u00df jeder in der n\u00e4chsten Runde wieder nur einen Vorrat von 2 Teilen hat. Passt eines der Teile, so legt man es auf den entsprechenden Auftrag, zusammen mit einem Chip. Wird der Auftrag dadurch vervollst\u00e4ndigt bekommt man sogar 2 Chips (weswegen es manchmal interessant sein kann sp\u00e4t zu ziehen). Hat jeder gelegt, werden vollst\u00e4ndige Auftr\u00e4ge abger\u00e4umt und die Spieler bekommen ihre Chips wieder &#8211; die ihnen erst jetzt gutgeschrieben werden! Erf\u00fcllte Auftr\u00e4ge werden (erst jetzt) wieder ersetzt und die n\u00e4chste Runde beginnt. Das geht so lange bis einer 13 Chips hat und das Spiel gewinnt. Das d\u00fcrfte nach zirka h\u00f6chstens 20 Minuten der Fall sein.<\/p>\n<p>Thomas Fackler hat mit dem Prestel Architekturspiel ein Familienspiel geschaffen, das sowohl einfach, als auch spannend und f\u00fcr fast jede Altersklasse geeignet ist und bei dem man sogar noch ein bi\u00dfchen \u00fcber Architekturstile aufschnappt. Umso unverst\u00e4ndlicher ist, da\u00df dieses Spiel an der Spiel-des-Jahres-Jury und an vielen Spielern vorbeigegangen ist.<\/p>\n<p>Nach dem neuartigen Mechanismus von Troia (das allerdings in der vorliegenden Ausf\u00fchrung nicht nur positive Stimmen bekam) und der grandiosen Komposition von Merk- und Geschwindigkeitsspiel mit einem Hauch Taktik kann man nur hoffen, da\u00df Fackler auch in Zukunft Spiele f\u00fcr den Massenmarkt produziert! Der einzige Nachteil d\u00fcrfte sein, da\u00df der Mechanismus erst ab 4 Spielern so richtig tr\u00e4gt. Zu dritt ist das Spiel zwar spielbar, kann aber seine St\u00e4rken nicht wirklich entfalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Prestel Autor: Thomas Fackler Spieler: 2-6 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: 20 Minuten Kennen Sie \u201eHaltet den Dieb!\u201c? Nein? Wie steht\u2018s mit Alex Randolphs \u201eWettflug\u201c? Schon eher? Warum ich frage? 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