{"id":96,"date":"2006-06-10T10:46:59","date_gmt":"2006-06-10T09:46:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/duel-of-ages\/"},"modified":"2010-09-23T17:09:44","modified_gmt":"2010-09-23T15:09:44","slug":"duel-of-ages","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/duel-of-ages\/","title":{"rendered":"Duel of Ages"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/duelofages.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Venatic<br \/>\nAutor: Brett G. Murrell<br \/>\nSpieler: 2-16<br \/>\nAlter: ab 10 Jahren<br \/>\nSpieldauer: 2 Stunden<\/p>\n<p>Zu diesem Spiel gab es insbesondere auf amerikanischen Spielewebseiten bereits intensive Diskussionen. Die Bewertungen gingen von \u00e4u\u00dferst positiv bis sehr mager.<\/p>\n<p>Wo soll ich also nun anfangen ? Ich erspare Ihnen zun\u00e4chst einfach mal die Hintergrundgeschichte zu diesem Spiel. Immerhin exisitert aber eine und sie soll mittelfristig wohl auch in Romanen oder Rollenspielen weiter verfeinert werden. Venatic sucht hier wohl noch eifrige Autoren. F\u00fcr das Spiel ist dies aber vollkommen ohne Belang.<\/p>\n<p>Zum eigentlichen Spiel:<br \/>\nEs handelt sich hier um ein taktisches Spiel, bei dem die Spielwelt (die Spielfl\u00e4che) dadurch erschaffen wird, da\u00df gro\u00dfe und diverse kleine Bodenplatten aneinandergelegt werden. Die Platten sind mit Hexagonen \u00fcberzogen, die verschiende Gel\u00e4ndearten zeigen. Diese haben Auswirkung auf Bewegung, Tarnung, etc der Spielfiguren. Dabei gibt es hinsichtlich der Anzahl der Platten und damit der Gr\u00f6\u00dfe des Spielfeldes keine Beschr\u00e4nkung. Die Autoren sprechen hier aber Empfehlungen aus, denen man meiner Ansicht nach auch folgen sollte.<br \/>\nMa\u00dfgeblich f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe der Spielwelt ist hier vor allem die Anzahl der von den Spielern gespielten Charaktere. Und damit sind wir auch schon beim n\u00e4chsten Punkt. <em>Duel of Ages<\/em> ist eigentlich ein zwei Parteien-Spiel. Sind mehr als zwei Spieler am Tisch, werden diese in zwei Gruppen eingeteilt (schwarzes und wei\u00dfes Team), die gegeneinander antreten. Am meisten Spa\u00df hat uns aber das reine Spiel zu zweit gemacht (Mann gegen Mann, \u00e4h Frau).<\/p>\n<p>Jede Gruppe (oder Einzelperson) erh\u00e4lt nun eine frei w\u00e4hlbare Anzahl von Charakteren. Auch zu dieser Anzahl gibt es wieder Empfehlungen der Autoren. Jedoch sollte man zu Beginn nicht zu viele Charaktere nehmen. Dies wirkt nur bremsend auf den Lerneffekt. Die Charaktere werden durch Spielkarten (liegen vor den Spielern aus) symbolisiert. Jeder Charakter tr\u00e4gt darauf ein Symbol oder Wappen und wird durch einen Counter auf dem Spielplan dargestellt. Diese Counter bewegen die Spieler auf dem Brett.<\/p>\n<p>Jeder Charakter hat neben seinem Namen und seinem Symbol vor allem aber 12 Werte, \u00e4hnlich den Werten in einem Rollenspiel (Bewegung, Lebenspunkte, R\u00fcstung, Tarnung, Intellekt und und und). Diese Werte werden nun nicht in Zahlen, sondern in Farben dargestellt (Spektrum von sechs). Je heller die Farbe (wei\u00df ist die st\u00e4rkste), desto besser, je dunkler (schwarz ist die schlechteste), desto schlechter. Will ein Charakter diese F\u00e4higkeit einsetzen, vergleicht er die entsprechende Farbe mit der der Pr\u00fcfung, f\u00fcr die er die F\u00e4higkeit nutzt. Aus einer Tabelle kann man dann ablesen, welches Ergebnis vom Spieler auf einem 2W6 gew\u00fcrfelt werden mu\u00df, um die Pr\u00fcfung zu bestehen. Auch Konflikte mit anderen Charakteren laufen entsprechend.<\/p>\n<p>Das klingt kompliziert? Nein! Das System ist wirklich einfach und funktioniert einwandfei. Aber weiter zur Charakterkarte: Sie tr\u00e4gt noch eine &#8211; f\u00fcr das Spiel unwesentliche &#8211; kleine Story \u00fcber die Person und alle Charaktere haben noch diverse Sonderf\u00e4higkeiten (Skills), die sie im Spiel einsetzen k\u00f6nnen. Dies einfach mal zur Grundbeschreibung.<\/p>\n<p>Jetzt geht es los. Worum geht es? Nun also, ich habe ja bewu\u00dft die Story weggelassen. Irgendwie klingt das alles n\u00e4mlich ziemlich &#8220;strange&#8221; und ich will hier nicht mehr verwirren als n\u00f6tig. Das Grundkonzept geht aber so:<\/p>\n<p>Auf dem Spielfeld befinden sich Dungeons, in denen so genannte Guardians sitzen. Sucht ein Charakter solch einen Guardian auf, stellt ihm dieser eine Pr\u00fcfung (es wird von einem Stapel eine Karte gezogen). Diese Pr\u00fcfung verlangt eine W\u00fcrfelprobe gegen eine F\u00e4higkeit des Charakters. Von den Guardians gibt es vier verschiedene. Jedes Mal, wenn nun ein Charakter eine Pr\u00fcfung besteht, wird ein Counter seiner Teamfarbe in den Dungeon ein Feld weiter bewegt. Das ganze wird 2 Stunden lang gemacht und wer am Ende in einem Dungeon am weitesten vorne ist, erh\u00e4lt einen Punkt. \u00dcberdies bekommt man auch noch einen Punkt, wenn man am Ende mehr Charaktere am Leben hat als das andere Team. Sind die 2 Stunden um (Wecker stellen!), gewinnt das Team mit dem meisten Punkten.<br \/>\nDie Spieler sind auch bei der Vereinbarung der Spielzeit frei. Die Autoren empfehlen lediglich anfangs mindestens 2 sp\u00e4ter dann maximal 2,5 bis 3 Stunden Spielzeit. Ich kann aber sagen, da\u00df aus unserer Sicht auch nach \u00b4zig Partien kein Anla\u00df besteht, mehr als 2 Stunden zu spielen. Dies \u00fcberschaubar und man h\u00e4ngt dann eher noch eine neue Partie mit anderen Charakteren an.<\/p>\n<p>Alle die, die nun beim Lesen des letzten Absatzes eingeschlafen sind, geht es \u00fcbrigens wohl genauso, wie vielen Kritikern des Spiels, die vielleicht ein oder zwei Partien gespielt haben. H\u00e4ufig wurde das System n\u00e4mlich wirklich nur auf den letzten Absatz beschr\u00e4nkt! Die hierbei vorgenommenen Vergleiche mit Puerto Rico oder anderen Spielen lassen <em>Duel of Ages<\/em> an dieser Stelle (vermeintlich!) wirklich ganz sch\u00f6n alt aussehen. ABER! Das Spiel bekommt wesentlich mehr Fahrt, wenn man tiefer einsteigt.<\/p>\n<p>Was ich n\u00e4mlich noch nicht erz\u00e4hlt habe:<br \/>\nDie Welt, in der <em>Duel of Ages<\/em> spielt ist futuristisch. Das Spiel spielt faktisch in einer fernen Zukunft. Die Dungeons, die ich oben beschrieben habe, sind jeweils einer Epoche unserer Erdgeschichte zugeteilt: Antike, Kolonialzeit, Moderne und Zukunft. Diese Konzept bestimmt das ganze Spiel. So gibt es Bodenpl\u00e4ne zu jeder Zeit. Man kann sich vorstellen, da\u00df die Welt in der Antike anders aussieht als 3000 Jahre sp\u00e4ter.<br \/>\nDie Charaktere sind ebenfalls in dieser Weise eingeteilt. So treffen wir viele bekannte Pers\u00f6nlichkeiten unserer Zeit bzw. Vergangenheit, aber auch reichlich &#8220;freakige&#8221; Gestalten. Man kann sich vorstellen, da\u00df H\u00e4upling Geronimo anders strukturiert ist als Napoleon oder ein schleimiges Alien. Alle drei k\u00f6nnten aber ggf. in einem Team zusammenspielen. Hier kommt Freude auf, so viel steht fest. Ein Charakter erh\u00e4lt \u00fcberdies W\u00fcrfelbonifikationen bei einem Guardian seiner Zeit. Es geht aber noch weiter. Besteht ein Charakter in einem Dungeon ein R\u00e4tsel oder eine Pr\u00fcfung, erh\u00e4lt der Charakter eine Karte, die von einem weiteren verdeckten Stapel gezogen wird. Diese Karten stellen allerlei Equipment in Form von Waffen oder illustren Gegenst\u00e4nden (am besten gef\u00e4llt mir hier der Versicherungsvertreter, der st\u00e4ndig hinter meinen Gegnern herl\u00e4uft) dar. Ferner findet sich hier aber auch diverses Getier, das wir lustig auf unsere Gegner hetzen k\u00f6nnen (Leoparden, Saurier, etc.). Und &#8211; der geneigte Leser wird es sich denken &#8211; auch diese Karten sind wieder den vier Epochen zugeteilt. Also, schnallen Sie sich an, wenn Robin Hood auf seinem Fahrrad El Cid verfolgt, w\u00e4hrend Wyat Earp sich einen packenden Zweikampf liefert mit Sir Gawain, der eine bewaffnet mit einem Laserschwert, der andere mit einem K\u00fcchenmesser.<\/p>\n<p>Ergo:<br \/>\nDieses Spiel ist taktisch. Dieses Spiel hat eine nicht geringe Gl\u00fcckkomponente (man darf keine W\u00fcrfel hassen). Dieses Spiel ist sehr sch\u00f6n illustriert (an dieser Stelle ein besonderes Kompliment an das Grafikteam, das die Spielkarten entworfen hat). Und, dieses Spiel ist bei weitem nicht so oberfl\u00e4chlich, wie es teilweise dargestellt wird. Nach einiger Zeit merkt man, wie wichtig die F\u00e4higkeiten der Charaktere sind. Man wei\u00df, wann man eine Pr\u00fcfung machen mu\u00df und l\u00e4uft nicht einfach drauf los. Und man lernt, seine Ressourcen an Gegenst\u00e4nden clever einzusetzen. Dabei ist <em>Duel of Ages<\/em> kein Hau-Drauf-Spiel. Es bringt nichts, st\u00e4ndig Charaktere des Gegners auszuschalten. Wie gesagt, wer nach 2 Stunden mehr Charaktere hat, erh\u00e4lt gerade mal 1 mickrigen Punkt. Der Autor Brett Murell hat hier \u00fcbrigens einige spannende Ausf\u00fchrungen zur Spielweise auf der Website des Spiels www.duelofages.com dargelegt. Auch seine Kommentare auf www.boardgamegeek.com sind wirklich lesenswert.<\/p>\n<p>Aber:<br \/>\nDieses (Import-) Spiel ist leider sehr teuer. Die Grundbox liegt bei 35 bis 40 EUR. Damit kann man gut spielen. Wer dann Blut geleckt hat, wird sich die zweite Box auch wieder kaufen. Diese kostet das gleiche wie die erste. Man erh\u00e4lt einen weiteren Sto\u00df Charaktere (es gibt \u00fcber 100; mit den ersten beiden Boxen hat man aber schon reichlich) und weiteres Equipment. Vor allem hat man mit den ersten beiden Boxen aber ALLE Guardians. Die weiteren Expansions enthalten alle Gro\u00dfboards (Box 3) bzw. weitere Charaktere. Ferner gibt es hier neue (Klein-) Bodenteile, auf denen man Punkte machen kann, ohne Guardians aufsuchen zu m\u00fcssen. Auf der Messe in Essen soll 2003 \u00fcberdies ein Sammlercase erscheinen, in dem das ganze Spiel verstaut werden kann und das einige Promocharaktere enthalten soll.<\/p>\n<p>Ich kann jedenfalls sagen, da\u00df uns (meiner Frau und mir) dieses Spiel sehr viel Spa\u00df macht. Es ist spannend, lustig und jedes Mal wieder eine Herausforderung. Ich k\u00f6nnte mir aber vorstellen, da\u00df es Spieler gibt, die mit dem Konzept nichts anfangen k\u00f6nnen. Ein Probespiel sollte bei dem Preis also vorausgehen!<\/p>\n<p>PS: Die 1. Auflage hat \u00fcbrigens einen kleinen Fehler. Die Boards sind &#8220;gewarpt&#8221;. Das bedeutet, da\u00df diese nicht unbedingt glatt auf dem Tisch liegen (W\u00f6lbung der Pappe). Durch ein leichtes Gegendehnen l\u00e4\u00dft sich dies aber beheben. Au\u00dferdem legen wir immer noch eine Plexiglasplatte auf das Spielfeld. Dadurch verhindern wir auch ein Verschieben der Boards bei Bewegung der Charaktere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Venatic Autor: Brett G. Murrell Spieler: 2-16 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: 2 Stunden Zu diesem Spiel gab es insbesondere auf amerikanischen Spielewebseiten bereits intensive Diskussionen. Die Bewertungen gingen von \u00e4u\u00dferst positiv bis sehr mager. Wo soll ich also nun anfangen ? Ich erspare Ihnen zun\u00e4chst einfach mal die Hintergrundgeschichte zu diesem Spiel. Immerhin [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"parent":66,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-96","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/96","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=96"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/96\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1668,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/96\/revisions\/1668"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/66"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=96"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}