{"id":80,"date":"2006-06-10T10:05:15","date_gmt":"2006-06-10T09:05:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/turfmaster\/"},"modified":"2010-09-23T18:05:06","modified_gmt":"2010-09-23T16:05:06","slug":"turfmaster","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/turfmaster\/","title":{"rendered":"TurfMaster"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/turfmaster.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: AZA-Spiele<br \/>\nAutor: Albrecht Nolte<br \/>\nSpieler: 2-8 Spieler<br \/>\nAlter: ab 12 Jahren<br \/>\nSpieldauer: ca. 1 Stunde<\/p>\n<p>TurfMaster ist das erste Spiel des kleinen Verlags aus Essen. Die Ausstattung ist nobel: F\u00fcr jeden Spieler ein farbiges Zinnpferd, 1 Kartensatz und zwei sechseitige W\u00fcrfel in der Spielerfarbe. Das h\u00f6rt sich jetzt nicht ungew\u00f6hnlich an, aber da\u00df jeder Kartensatz in einer stabilen Kartenbox ist, ist ungew\u00f6hnlich. Und die Art der Unterbringung in der Spieleschachtel ist Luxus pur &#8211; v\u00f6llig passend zum Spielthema.<\/p>\n<p>Nun aber zum Spiel. Jeder Spieler ist Jockey eines oder mehrerer Pferde. Zu jedem Pferd geh\u00f6rt ein Kartensatz von 32 Karten (der f\u00fcr jedes Pferd gleich ist). Mit diesem Kartensatz bestreitet man 3 Rennen mit jeweils 10 Karten. Zwei Karten d\u00fcrfen in einem der drei Rennen zus\u00e4tzlich genutzt werden, um die Kartenhand zu verbessern. In einem Spiel benutzt also jeder Spieler alle Karten (ausgenommen derer, die der Spieler nicht spielen m\u00f6chte). F\u00fcr jedes Rennen werden Punkte f\u00fcr Platzierungen vergeben. Gewinner ist derjenige mit der h\u00f6chsten Punktezahl nach den 3 Rennen.<\/p>\n<p>Gespielt wird vom f\u00fchrenden Pferd in umgekehrter Reihenfolge wechselweise eine Kartenrunde und eine W\u00fcrfelrunde. In der Kartenrunde legen die Spieler eine Karte ab und ziehen ihr Pferd entsprechend vor. Zu beachten ist hier, das die f\u00fchrenden Pferde einem Handicap unterliegen. Das Pferd an Position 1 darf maximal eine 8, an Position 2 eine 9 und an Position 3 eine 10 legen. Alle anderen Pferde k\u00f6nnen eine beliebige Karte (2-12) spielen. Ein Pferd darf pro Zug maximal 2 Bahnen wechseln.<\/p>\n<p>In der folgenden W\u00fcrfelrunde wirft ein Spieler mit 2 W\u00fcrfeln und darf sich dann entscheiden, ob alle Pferde um eine der beiden Augenzahlen der W\u00fcrfel oder um beide weiterziehen d\u00fcrfen. Das kann zum einen f\u00fcr einen Spurwechsel genutzt werden und zum anderen kann das Spieltempo damit ge\u00e4ndert werden. Werden in den W\u00fcrfelrunden oft viele Felder gezogen, so ben\u00f6tigt man weniger Karten, um das Ziel zu erreichen, als wenn wenig Felder gezogen werden. Zudem ist in der W\u00fcrfelrunde die Handicapregelung weiterhin zu beachten.<\/p>\n<p>Die Handicapregel h\u00e4lt das Feld zum Schlu\u00dfspurt dicht beieinander und sorgt f\u00fcr ein spannendes Spiel. Auch macht sie das Spiel sehr taktisch, denn es ist weniger wichtig, welche Karten man auf der Hand h\u00e4lt, als welche Karten man wann einsetzt. Man sollte genau aufpassen, wer die n\u00e4chste W\u00fcrfelrunde durchf\u00fchrt (dies geht reihum), denn derjenige der w\u00fcrfelt, entscheidet auch was gezogen wird. Man kann sich leicht ausrechnen was passiert wenn man in F\u00fchrung ist und ein anderer w\u00fcrfelt in seiner W\u00fcrfelrunde eine hohe Zahl!<\/p>\n<p>Da jeder Spieler mit dem gleichen Kartensatz 3 Rennen bestreiten mu\u00df, mag es zwar sein das man in einem Rennen keine Siegchancen hat, aber in den anderen hat man dann um so bessere. Hat man eine schlechte Kartenhand, kann man versuchen das Spiel in die L\u00e4nge zu ziehen, so da\u00df die anderen Spieler (die mit besseren Karten) u.U. gezwungen werden, mehr Karten zu spielen als ihnen lieb ist, so da\u00df sie keine gute Karten f\u00fcr das n\u00e4chste Rennen aufsparen k\u00f6nnen. Man mu\u00df schon findig sein, um das beste aus seiner Kartenhand zu machen und die M\u00f6glichkeiten der W\u00fcrfelrunden auszusch\u00f6pfen.<\/p>\n<p>TurfMaster vermittelt eine tolle Atmosph\u00e4re und l\u00e4\u00dft viel Raum f\u00fcr taktische Man\u00f6ver. Die meisten M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Spieler ergeben sich bei Spielen, in denen jeder Spieler 2 Pferde hat, da solche Spiele extrem taktisch sind. Noch mehr M\u00f6glichkeiten gibt es, wenn man ein Hindernisrennen veranstaltet. Hier gibt es zus\u00e4tzliche H\u00fcrden, die es zu \u00fcberspringen gilt. Dazu ben\u00f6tigt man 4 Punkte. Schafft man das nicht, mu\u00df man versuchen vor der H\u00fcrde zum Stehen zu kommen (mit einer entsprechend kleinen Karte). Ist auch dies nicht m\u00f6glich, l\u00e4uft das Pferd in die H\u00fcrde und man ist (mit diesem Pferd) ausgeschieden. Das &#8220;in die H\u00fcrde laufen&#8221; geschieht meist nicht freiwillig, sondern ist den netten Mitspielern zu verdanken.<\/p>\n<p>Hat man in normalen Partien einige \u00dcbung erlangt, so kann man sich mit 4-6 Spielern an ein Turnier mit 4 Vorl\u00e4ufen, 2 Halbfinalen und einem Finale heranwagen &#8211; hier starten die Spieler mit jeweils 4 Pferden (in jedem Vorlauf eines).<\/p>\n<p>Inzwischen gibt es eine TurfMaster Kurs-Kollektion mit den Rennstrecken von D\u00fcsseldorf-Grafenberg und Berlin-Hoppegarten. Diese Kurse sind anspruchvoller, da eine Partie nicht mehr \u00fcber 3 gleiche Rennen geht, sondern \u00fcber 4 und das bei verschiedenen Distanzen (1 volle Runde, 2 halbe sowie ein Hindernisrennen). Das erfolgreiche Kartenmanagment ist hier also schwieriger.<\/p>\n<p>Zum Schlu\u00df allerdings noch eine Warnung: Dieses Spiel kann s\u00fcchtig machen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: AZA-Spiele Autor: Albrecht Nolte Spieler: 2-8 Spieler Alter: ab 12 Jahren Spieldauer: ca. 1 Stunde TurfMaster ist das erste Spiel des kleinen Verlags aus Essen. Die Ausstattung ist nobel: F\u00fcr jeden Spieler ein farbiges Zinnpferd, 1 Kartensatz und zwei sechseitige W\u00fcrfel in der Spielerfarbe. 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