{"id":567,"date":"2008-10-28T14:19:25","date_gmt":"2008-10-28T13:19:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=567"},"modified":"2010-09-23T18:02:02","modified_gmt":"2010-09-23T16:02:02","slug":"tain","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/tain\/","title":{"rendered":"Tain"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/tain.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Wolf-Fang<br \/>\nAutor: Tomasz Z. Majkowski<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 8 Jahre<br \/>\nSpieldauer: ca. 30-45 Minuten<\/p>\n<p>Ich habe keine Ahnung ob <em>T\u00e1in<\/em> ein keltischer oder polnischer Ausdruck ist. Beides ist m\u00f6glich: <em>T\u00e1in<\/em> ist ein polnisches Spiel mit keltischem Thema. Erschienen ist es beim aufstrebenden polnischen Verlag Wolf-Fang, der ja <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/2008\/06\/04\/308\">hier<\/a> bereits vorgestellt wurde. <\/p>\n<p>Keltisch bedeutet hier: Wir \u00fcbernehmen einen keltischen Clan, der versucht m\u00f6glichst viel Vieh zusammenzustehlen. Wenn dann auch noch ein paar Juwelen oder sch\u00f6ne T\u00f6chter mit abfallen \u2013 um so besser! Ja, Moralapostel sollten lieber wegh\u00f6ren.<br \/>\nSo ein keltischer Clan besteht aus einem H\u00e4uptling, seiner Tochter, ein paar Kriegern und jeder Menge Jungen. Die M\u00e4nner (und Jungen) werden gebraucht, um das eigene Haus zu h\u00fcten, um Vieh im Ausland zu besorgen und beim Gegner einzusteigen, um diesen um Vieh oder Juwelen zu erleichtern. Und wenn bei einem solchen Fischzug die sch\u00f6ne Tochter mit abf\u00e4llt&#8230; Aber das hatten wir ja schon.<br \/>\nDumm nur, dass das Personal nicht ausreicht, um \u00fcberall dort zu sein, wo es gebraucht wird. Ausgeglichen werden kann dies durch Trickserei \u2013 alle Steine werden n\u00e4mlich zun\u00e4chst verdeckt gelegt und eine Menge Steine zeigen niemanden, werden also nur gelegt, um den Gegner zu t\u00e4uschen und um St\u00e4rke vorzut\u00e4uschen wo keine ist.<br \/>\nAlso: Reihum die Pl\u00e4tze f\u00fcllen, bis alles voll ist oder keiner mehr legen mag. Dann wird aufgedeckt und alle T\u00e4uschsteine werden entfernt. Wer jetzt freie Bahn hat, darf schon mal zugreifen. Trifft ein Dieb auf einen Verteidiger oder wollen mehrere Vieh im Ausland \u201eorganisieren\u201c entscheidet die Rangfolge, die etwas diffizil sein kann \u2013 im wesentlichen geht aber H\u00e4uptling vor Krieger und dieser wiederrum ist nat\u00fcrlich st\u00e4rker als der Junge. Frauen stehen ganz unten in der Rangfolge und k\u00f6nnen (ebenso wie Jungen) sogar gekidnappt werden, was Sonderpunkte bringt. Dann wird abger\u00e4umt und alles beginnt von vorne \u2013 bis ein Spieler eine bestimmte Anzahl an Vieh zusammen hat, h\u00f6chstens aber 8 Runden, was maximal eine Dreiviertelstunde dauern sollte. Die einzelnen Runden unterscheiden sich nur im Personal \u2013 man bekommt eingesetzte Personen erst zur\u00fcck, wenn man alle mal benutzt hat \u2013 und nat\u00fcrlich in der Reichhaltigkeit der Nachbarh\u00e4user (sprich: der anderen Spieler). <\/p>\n<p>Taktisch bietet <em>T\u00e1in<\/em> tats\u00e4chlich eher wenig \u2013 einzig der richtige Einsatz seiner Figuren will richtig getimed sein, denn man will ja nicht g\u00e4nzlich ohne starken M\u00e4nner auftreten m\u00fcssen. Denn dann kann man auch gleich die Haust\u00fcr f\u00fcr seine lieben Mitspieler auflassen. Auch sollte man aufpassen, dass man sich nicht verz\u00e4hlt und seine Mannen so ung\u00fcnstig einsetzt, dass man eine Runde lang mit einer einzelnen Figur ausharren muss (zur Erinnerung: Es gibt den Rest erst zur\u00fcck wenn ALLE eingesetzt wurden). Beides hat man aber schnell intus, daf\u00fcr sorgt schon der Rhythmus des Spieles.<br \/>\nWas also bleibt ist der Bluff-Faktor. Und der ist hoch. Mein Gegner wei\u00df, dass ich nur noch einen Krieger habe und dass ich den wohl im Ausland einsetzen werde. Also wird er mich angreifen, aber wo? Und er wei\u00df ja, dass ich wei\u00df, dass er es wei\u00df und so versuchen werde gegenzusteuern. Und wenn er mich angreift, dann steht sein Haus offen \u2013 also Angriff! Aber, er wei\u00df, dass ich wei\u00df, dass er es wei\u00df&#8230;<br \/>\nWer derartige \u00dcberlegungen mag, wird an <em>T\u00e1in<\/em> seine Freude haben. Wer nicht, der nicht. So einfach ist das!<\/p>\n<p>Wolf-Fang liefert mit <em>T\u00e1in<\/em> solide Spielerkost ab &#8211; nicht mehr, aber auch nicht weniger. Grafik und Ausstattung lassen keine W\u00fcnsche offen, einzig die Pappe der Spielertableaus k\u00f6nnte etwas dicker sein. Einen Blick wert ist <em>T\u00e1in<\/em> somit allemal. Wenn es dem Verlag gelingt, mit seinen Essen-Neuheiten noch einen kleinen Zacken zuzulegen, kann sich der Verlag auf eine rosige Zukunft einstellen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Wolf-Fang Autor: Tomasz Z. Majkowski Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 8 Jahre Spieldauer: ca. 30-45 Minuten Ich habe keine Ahnung ob T\u00e1in ein keltischer oder polnischer Ausdruck ist. Beides ist m\u00f6glich: T\u00e1in ist ein polnisches Spiel mit keltischem Thema. Erschienen ist es beim aufstrebenden polnischen Verlag Wolf-Fang, der ja hier bereits vorgestellt wurde. 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