{"id":278,"date":"2008-03-01T15:18:52","date_gmt":"2008-03-01T14:18:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/if-whishes-where-fishes"},"modified":"2010-09-23T17:48:13","modified_gmt":"2010-09-23T15:48:13","slug":"if-wishes-were-fishes","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/if-wishes-were-fishes\/","title":{"rendered":"If wishes were fishes"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/fishes.gif\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Rio Grande Games \/ Abaccusspiele<br \/>Autor: Peter Sarrett und Michael Adams <br \/>Spieleranzahl: 2-5<br \/>Alter: ab 10 Jahre<br \/>Spieldauer: 40 Minuten<\/p>\n<p><\/p>\n<p><u>Von dem Fischer und seiner Frau:<\/u><\/p>\n<p>\u201eManntje, Manntje, Timpe Te,<br \/>\nButtje, Buttje in der See,<br \/>\nMeine Frau, die Ilsebill,<br \/>\nWill nicht so, wie ich gern will.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJa watt will sie denn?\u201c<\/p>\n<p>\u201eM\u00f6glichst viele Siegpunkte! Also bitte, erlaube mir alle Schwertfische auf einmal zu verkaufen, anstelle nur einen einzigen. Es stehen viele Kunden an dem Stand und ich w\u00fcrde eine Menge Punkte mit meinen Fischen gewinnen. Au\u00dferdem sind meine Boote voll, da passt nichts mehr rein!\u201c<\/p>\n<p>\u201eGeh nur, sie verkauft sie schon!\u201c<\/p>\n<p>Wer jetzt denkt, er hat das M\u00e4rchen anders in Erinnerung als es hier erz\u00e4hlt wurde, hat wohl noch nicht davon geh\u00f6rt, dass es neuerdings in Spielform erz\u00e4hlt wird. Oh, einen neuen Titel hat das M\u00e4rchen auch: <em>If wishes were fishes<\/em>. Und erz\u00e4hlt wird es nicht mehr nach den Gebr\u00fcder Grimm, sondern nach den Nichtbr\u00fcdern Adams\/Sarrett.<\/p>\n<p>Jeder Spieler hat zwei Fischerboote (jedes hat Platz f\u00fcr genau einen Fisch; es sind sehr kleine Boote), ein paar W\u00fcrmer und m\u00f6chte Fische fangen. Wo sie die fangen ist den Spielern \u00fcberlassen &#8211; vier potentielle F\u00e4nge stehen zur Auswahl. Aber nur im flachen Wasser darf kostenlos gefangen werden, f\u00fcr die anderen Tiefen (respektive Stapel) werden W\u00fcrmer ben\u00f6tigt. Diese W\u00fcrmer k\u00f6nnen sp\u00e4ter von anderen Fischern wieder recycelt werden, aber das nur nebenbei. Wer bei diesem Rumgewurme den Bezug zum Thema sucht, sollte lieber beim Magnet-Angeln bleiben. Die W\u00fcrmer sind hier quasi-W\u00e4hrung. Warum auch nicht. <\/p>\n<p>Aber wie dem auch sei: Was macht man denn mit dem Fisch? Man kann ihn fangen oder wieder ins Wasser werfen. Tut man letzteres, gew\u00e4hrt er seinem Spieler einen Wunsch &#8211; welcher das ist, steht auf der Karte (ist also festgelegt) und reicht von einem weiteren Boot zu einer Neugestaltung der Marktpreise. Am wichtigsten sind aber die W\u00fcnsche, die dem Fischer erlauben mehrere Fische einer Sorte auf einmal zu verkaufen &#8211; regul\u00e4r darf n\u00e4mlich nur ein Fisch zur Zeit verkauft werden und das auch nur, wenn kein Fisch gefangen wird. Ein effizienter Spieler sammelt also m\u00f6glichst viele Fische einer Sorte und verkauft diese alle auf einen Schlag. Wer dagegen alles nur abfischt, was ihm vors Boot kommt, muss mehr Zeit auf dem Markt verbringen  (weil sein Boot voll wird und er nicht so viele Fische auf einmal loswird) und kann entsprechend auch wieder weniger Fische nachfangen &#8211; Ein Teufelskreis, aus dem man aber mit Spielgeschick wieder ausbrechen kann. <\/p>\n<p>Zu viele W\u00fcnsche resultieren wenigstens nicht in einem Stiefel wie im M\u00e4rchen &#8211; aber eben in einem leeren Boot, was der Ilsebill sicherlich auch nicht recht sein d\u00fcrfte.<br \/>\nDer Preis eines Fisches richtet sich nach der Position einiger Kunden (die durch W\u00fcnsche bewegt werden), und das richtige Timing beim Fischverkauf kann \u00fcber Sieg oder Niederlage entscheiden.<br \/>\nIn regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden kommt es zudem zu Zwischenwertungen, bei denen derjenige, der die Mehrheit der Fische einer Sorte verkauft hat, Extrasiegpunkte erh\u00e4lt. Auch dadurch wird derjenige belohnt, der viele Fische einer Sorte auf einmal verkaufen kann. <\/p>\n<p>Und was sagte Ilsebill dazu? Nun, am Ende sind alle garantiert reicher als am Anfang, dass t\u00e4te ihr also schon gefallen. Spielerisch ist If wishes were fishes ein sch\u00f6nes Familienspiel (nicht nur f\u00fcr Fischer), das um den originellen Mechanismus der Fische (Fangen oder Reinwerfen?) herum gestaltet wurde. Dabei greifen alle Mechanismen sch\u00f6n ineinander: Der Wechsel im Preis, das Einsetzen der W\u00fcrmer, um bestimmte Fische zu fangen, das Spektrum der W\u00fcnsche, die Mehrheitenwertungen: Alles passt zusammen. Zudem sind die Spielerz\u00fcge extrem kurz: Eine Aktion, die zudem meistens nur in dem Nehmen einer Karte besteht, schon ist der n\u00e4chste Spieler an der Reihe. Dadurch ist die Downtime niedrig, ohne dass die Entscheidungsm\u00f6glichkeiten auf der Strecke bleiben. Der Gl\u00fccksfaktor ist sp\u00fcrbar vorhanden, aber i.A. nicht st\u00f6rend sondern passt zum restlichen Spiel. Hinzu kommt die gelungene Ausstattung mit sch\u00f6n glibbrigen Gummiw\u00fcrmern und wir erhalten ein sehr, sehr rundes Spiel, das in Konzeption und Ausf\u00fchrung ein ganz hei\u00dfer Anw\u00e4rter auf das Spiel des Jahres w\u00e4re, wenn, ja wenn es bei einem deutschen Verlag erschienen w\u00e4re. <\/p>\n<p>Und das Thema? Das ist (trotz der W\u00fcrmer) sogar ganz sch\u00f6n passend! In diesem Sinne: Petri Heil!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Rio Grande Games \/ AbaccusspieleAutor: Peter Sarrett und Michael Adams Spieleranzahl: 2-5Alter: ab 10 JahreSpieldauer: 40 Minuten Von dem Fischer und seiner Frau: \u201eManntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, Meine Frau, die Ilsebill, Will nicht so, wie ich gern will.&#8221; \u201eJa watt will sie denn?\u201c \u201eM\u00f6glichst viele Siegpunkte! 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