{"id":27062,"date":"2026-04-01T10:19:42","date_gmt":"2026-04-01T08:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=27062"},"modified":"2026-04-01T10:19:42","modified_gmt":"2026-04-01T08:19:42","slug":"got-five","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/got-five\/","title":{"rendered":"Got Five!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Autor<\/strong>: Yoann Levet<\/p>\n<p><strong>Verlag<\/strong>: Blue Orange \/ Asmodee<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr<\/strong> 2-4 Personen <strong>ab<\/strong> 8 Jahren<\/p>\n<p><strong>Spieldauer<\/strong> 15 Minuten<\/p>\n<p>Reine Deduktionsspiele gehen oft in eine von zwei Richtungen: Entweder versuchen sie durch einen knallharten Schwierigkeitsgrad zu motivieren: Diese Spiele stellen in erster Linie R\u00e4tsel dar, dessen L\u00f6sung nach gro\u00dfer Denkarbeit besonders motiviert. Oder sie betonen das spielerische, in dem sie den Deduktionsmechanismus zwar in den Mittelpunkt stellen, ihm aber noch ein paar Nebenelemente beiseite geben. Zu letzterem geh\u00f6ren auch kooperative Varianten, bei denen oft die eingeschr\u00e4nkte Kommunikation dieses spielerische Element darstellt &#8211; so sind die R\u00e4tsel nicht ganz so knackeschwer wie bei einem <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/think-str8\/\"><em>Think Str8!,<\/em><\/a> daf\u00fcr muss man versuchen, mit seinen Fragen gleichzeitig auch die eigenen Informationen weiterzugeben.<\/p>\n<p><em>Got Five<\/em> geht einen dritten Weg: Das Spiel sind kurz und der Erfolg h\u00e4ngt zu einem gewissen Grad vom Zufall ab. Und damit meine ich nicht den Roll&amp;Move-Aspekt eines <em>Cluedos<\/em>, der sich eher wie ein Fremdk\u00f6rper anf\u00fchlt, sondern, dass die M\u00f6glichkeiten der Informationsbeschaffung selbst vom Zufall abh\u00e4ngt (anders als bei <em>Schiffe Versenken<\/em>, wo man zwar Gl\u00fcck braucht, um zu treffen, aber ja jedes Planquadrat anvisieren kann): Wie so oft geht es auch hier darum Zahlen zu erraten, wobei die einzelnen Steine in aufsteigender Reihenfolge angerichtet und zudem Farbcodiert sind. Deduziert wird, weil man zum einen die Zahlen der anderen sieht und zum anderen im eigenen Zug einen beliebigem Stein aus der Mitte umdreht und diesen entweder in die eigene Reihe einbauen lassen kann oder ein weiteres Merkmal eines eigenen Stein mit dem gezogenen vergleicht. Gutes Ziehen kann da enorm helfen, da Einsortieren meistens doch die bessere Option ist, aber nur wenn der gezogene Stein nicht einen eh gewussten Bereich abdeckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_27064\" aria-describedby=\"caption-attachment-27064\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-27064\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-700x525.jpg 700w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-370x278.jpg 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-270x203.jpg 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-570x428.jpg 570w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-667x500.jpg 667w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-740x555.jpg 740w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260401_101055-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-27064\" class=\"wp-caption-text\"><em>Selbst mit dem einen eingeordneten Stein kann man schon Deduktionen machen. Das Brett hilft auch sehr<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Nun k\u00f6nnte man denken, dass sich \u201eDeduktion\u201c und \u201eGl\u00fccksfaktor\u201c eher nicht gut mischen lassen, ja vielleicht sogar Gegenteile darstellen. Doch hier ist der Gl\u00fccksfaktor -anders als das W\u00fcrfeln bei <em>Cluedo<\/em> etwa &#8211;\u00a0 weitestgehend frustfrei: Man wird eigentlich mit fast jedem Stein irgendetwas neues erfahren. Nur halt vielleicht nicht so viel wie erhofft. Das wiegt auch deshalb nicht schwer, weil die Z\u00fcge kurz sind und man u.U. auch in den Z\u00fcgen der anderen Informationen erh\u00e4lt (namentlich, welche Steine im Vorrat und nicht in der eigenen Reihe lagen). Das beschert <em>Got Five<\/em> eine Leichtigkeit, die man im Genre nicht oft findet.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich habe ich mich erst einmal an <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/davinci-code\">DaVinci &#8211; Code<\/a> erinnert gef\u00fchlt, dass ich daraufhin sofort noch einmal zwecks Vergleich gespielt habe. <em>DaVinci-Code<\/em> ist noch etwas einfacher und noch etwas gl\u00fccksabh\u00e4ngiger, aber es ist auch deutlich schneller entschieden &#8211; ein falscher (oder richtiger) Stein und die Partie ist vorbei. Bei <em>Got Five<\/em> kann ein richtiger Stein ebenfalls eine Erkenntniskaskade lostreten, aber das Spiel ist dann noch nicht zu Ende; Je mehr man bereits am Anfang des Zuges wei\u00df, je weniger kann ein neuer Stein an Erkenntnissen anbringen &#8211; so macht man am Anfang eher gro\u00dfe Fortschritte und am Ende geht es um die Feinwertung. Bei <em>Got Five<\/em> sp\u00fcrt man so eine Entwicklung w\u00e4hrend der Partie, die bei <em>DaVinci-Code<\/em> weitestgehend fehlt. Gl\u00fccklicherweise fehlt bei <em>Got Five<\/em> auch das Memory-Element, dass <em>DaVinci-Code<\/em> schnell bei mehr als zwei Personen zu einer mentalen Aufgabe verkommen l\u00e4sst. Auch hier setzt <em>Got Five<\/em> seine St\u00e4rken gekonnt ein.<\/p>\n<p>Deduktion ist eines der Mechanismen, von denen ich nur eine begrenzte Anzahl von Spielen tats\u00e4chlich im Schrank habe, weil sie selten wirklich unterschiedliche Spielgef\u00fchle abdecken: Ob ich schweres R\u00e4tsel A oder schweres R\u00e4tsel B l\u00f6se, ist keine Entscheidung, mit der ich mich normalerweise emotional belaste &#8211; normalerweise eben dasjenige, das mir ein M\u00fc besser gef\u00e4llt. <em>Got Five<\/em> ist aber kein normales Deduktionsspiel, es ist eben spielerischer als Schweres R\u00e4tsel C. Und damit steht es nicht in direkter Konkurrenz zu anderen Spielen des Genres im Schrank.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Yoann Levet Verlag: Blue Orange \/ Asmodee F\u00fcr 2-4 Personen ab 8 Jahren Spieldauer 15 Minuten Reine Deduktionsspiele gehen oft in eine von zwei Richtungen: Entweder versuchen sie durch einen knallharten Schwierigkeitsgrad zu motivieren: Diese Spiele stellen in erster Linie R\u00e4tsel dar, dessen L\u00f6sung nach gro\u00dfer Denkarbeit besonders motiviert. 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