{"id":26875,"date":"2026-02-03T16:16:06","date_gmt":"2026-02-03T14:16:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=26875"},"modified":"2026-02-03T16:16:06","modified_gmt":"2026-02-03T14:16:06","slug":"club-of-cthulhu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/club-of-cthulhu\/","title":{"rendered":"Club of Cthulhu"},"content":{"rendered":"<p><strong>Autorin<\/strong>: Shi Chen<\/p>\n<p><strong>Verlag<\/strong>: Play with us Design<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr<\/strong> 2-4 Personen <strong>ab<\/strong> 15 Jahren<\/p>\n<p><strong>Spieldauer<\/strong>: 15-30 Minuten<\/p>\n<p>Push your luck &#8211; Spiele haben oft eine \u00e4hnliche Dramaturgie: Am Anfang spielen alle eher verhalten, vorsivhtig Grenzen austestend, aber\u2011 BUMM \u2011\u00a0irgend jemanden erwischt es dennoch &#8211; Gescheitert! Die anderen ziehen punktetechnisch davon und wer fr\u00fch scheitert muss mehr riskieren und auch wenn so nat\u00fcrlich glorreiche Comebacks m\u00f6glich sind, ist es ebenso m\u00f6glich, dass Hintenliegende immer weiter vom Schicksal getreten werden, weil sie immer mehr und mehr riskieren m\u00fcssen\u2026.<\/p>\n<p>Gute Spiele des Genres versuchen diese Zyklen zu durchbrechen, etwa indem sie die vorne liegenden Personen dazu verleiten, zu sehr auf Sicherheit zu spielen (und daher wieder eingefangen werden k\u00f6nnen) oder sp\u00e4tere Wertungen im Wert erh\u00f6hen (so dass fr\u00fche R\u00fcckschl\u00e4ge weniger ins Gewicht fallen). <em>Club of Cthulhu<\/em> geht dabei einen interessanten eigenen Weg: Wer scheitert bekommt st\u00e4rkere F\u00e4higkeiten &#8211; so starke, dass es sich u.U. sogar lohnen kann, es aufs gelegentliches Scheitern anzulegen. Gerade bei Spielbeginn kann sich ein Scheitern im Nachhinein als positiver Schicksalsschlag herausstellen. Garantiert ist das aber nicht\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-26877 alignleft\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-525x700.jpg 525w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-113x150.jpg 113w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-370x493.jpg 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-270x360.jpg 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-570x760.jpg 570w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-375x500.jpg 375w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-740x987.jpg 740w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/20260203_150644-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Rein mechanisch betrachtet, geht es um das Sammeln von Karten, die man mit einem kleinen Tauschmechanismus aus der Mitte zieht. Zieht man zu viele Karten derselben Farbe, hat man \u00fcberzogen und bekommt zwar die gezogenen Karten, muss aber eine Farbe f\u00fcr die Endwertung entwerten &#8211; alle gesammelten Karten dieser Farbe z\u00e4hlen Null. F\u00fcr alle anderen normalen Farben h\u00e4ngt die Punktzahl von der Farbe und vor allem der Anzahl der Karten ab, die man sammeln konnte. Dabei zahlt es sich massiv aus, sich auf wenige Farben zu fokussieren. Die Wertung unterst\u00fctzt es also durchaus, auch mal zu \u00fcberziehen, denn wenn es eine Farbe trifft, wo man eh nur wenige Karten hat, ist der Schaden klein, der Vorteil aber gro\u00df: Immer wenn man Karten gezogen hat, ohne zu \u00fcberziehen, darf man eine kleine Sonderaktion (basierend auf den gezogenen Karten) durchf\u00fchren. Ist man in einer Farbe bereits gescheitert, ist diese Sonderaktion jedoch sehr viel st\u00e4rker. Das hilft beim Aufholen enorm &#8211; aber ! Da ich nur eine Aktion machen kann, deren Farbe ich gezogen habe, diese Farbe ja aber keine Punkte f\u00fcr mich z\u00e4hlt, ist die ganze Angelegenheit ein feiner Tanz aus : Karten ziehen, um Aktionen durchzuf\u00fchren, aber nicht zu viele und auch nur, wenn ich dadurch <em>auch<\/em> Karten bekommen kann, die mir am Ende Punkte bringen. Tats\u00e4chlich passt das Thema um Kultisten, die mit M\u00e4chten spielen, die sie nicht vollends kontrollieren k\u00f6nnen \u00fcberraschend gut &#8211; st\u00e4ndig reizt man den d\u00e4monischen B\u00e4ren, um gerade genug Karten sammeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich habe die Spiele von Shi Chen schon h\u00e4ufiger <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/verlagsuebersicht-play-with-us-design-cheers-vita-mors-vita-mors-conspiro\/\">hier<\/a> (oder <a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/doodle-puzzle\/\">hier<\/a>) besprochen und wenn man sich ihr bisheriges Werk ansieht, so f\u00e4llt immer wieder auf, dass sie auf unterschiedliche Art mit Informationen spielt. Da ist auch <em>Club of Cthulhu<\/em> keine Ausnahme: Hier ist es der Markt, von dem man Karten zieht, der f\u00fcr die Beteiligten unterschiedliche Ausgangslagen bietet: Zum einen werden dort Karten offen reingelegt (die dann sp\u00e4ter genommen werden k\u00f6nnen), zum anderen bieten die F\u00e4higkeiten die M\u00f6glichkeit, sich die ebenfalls enthaltenden verdeckten Karten anzusehen. Und auch wenn das kleine, dadurch entstehende Memory-Element vielleicht der uninteressanteste Teil des Spieles ist, bietet es doch die M\u00f6glichkeit eher auf Sicherheit zu spielen (indem man m\u00f6glichst viel \u201escoutet\u201c, um das blinde Ziehen weniger blind zu gestalten) oder eben nicht. Zudem sorgt die Marktdynamik daf\u00fcr, dass verst\u00e4rkt Farben in den Markt kommen, die f\u00fcr einige am Tisch nicht z\u00e4hlen, andere Farben k\u00f6nnen dann quasi im Stapel feststecken. Somit ist <em>Club of Cthulhu<\/em> auch schon fast eine Art Aktienspiel.<\/p>\n<p>Wie auch schon <em>Vita Mors<\/em> oder <em>Vita Mors: Conspiro<\/em> aus demselben Verlag, schafft es auch <em>Club of Cthulhu<\/em> einem bew\u00e4hrten Genre eine Seite abzugewinnen, die es vorher in der Form nicht gab. Das Ergebnis spielt sich frisch und \u00fcberraschend. Und ist nebenbei vielleicht sogar das thematischste \u201eNiedliche-Monster-Spiel\u201c auf dem Markt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>#spiel2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autorin: Shi Chen Verlag: Play with us Design F\u00fcr 2-4 Personen ab 15 Jahren Spieldauer: 15-30 Minuten Push your luck &#8211; Spiele haben oft eine \u00e4hnliche Dramaturgie: Am Anfang spielen alle eher verhalten, vorsivhtig Grenzen austestend, aber\u2011 BUMM \u2011\u00a0irgend jemanden erwischt es dennoch &#8211; Gescheitert! 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