{"id":250,"date":"2007-11-16T22:11:17","date_gmt":"2007-11-16T20:11:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/uptown"},"modified":"2010-09-23T18:09:11","modified_gmt":"2010-09-23T16:09:11","slug":"uptown","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/uptown\/","title":{"rendered":"Uptown"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/uptown.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Funagain Games \/ Fred Distribution <br \/>Autor: Kory Heath <br \/>Spieleranzahl: 2-5<br \/>Alter: ab 8 Jahre<br \/>Spieldauer: 20-30 Minuten<\/p>\n<p>Ich gebe es ja zu: Ich tendiere in Essen immer dazu die unbekannten Perlen abseits der gro\u00dfen deutschen Verlage aufzusp\u00fcren (oder es zumindest zu versuchen). Aber auch das wird immer schwieriger, ist doch die Anzahl potentiell interessanter Verlage deutlich gestiegen. Auf <i>Uptown<\/i> wurde ich deswegen aufmerksam, weil sich die Autorin (falls <i>Kory<\/i> wirklich ein Frauenname ist) f\u00fcr so unterschiedliche Spiele wie das Induktionsspiel <i>Zendo<\/i> und das Witze-Erz\u00e4hlen-Spiel <i>Why the chicken<\/i>  verantwortlich zeichnet. Wer so verschiedene aber doch interessante Spiele entwickeln kann, hat meinen Respekt und damit auch meine Aufmerksamkeit!<br \/>Zudem war <i>Uptown<\/i> am zweiten Messetag 5\u20ac billiger und ich bekam noch einmal 2 \u20ac Rabatt, weil ich den Erkl\u00e4rb\u00e4ren geschlagen hatte. Mit 13 \u20ac war es dann ein Pflichtkauf &#8211; den ich (so viel sei vorweggenommen) nicht bereut habe! <\/p>\n<p>Doch worum geht es eigentlich? Das unglaublich h\u00e4ssliche Brett l\u00e4sst auf den ersten Blick ein thematisches Sudoku-Spiel erahnen: 3&#215;3 Stadtviertel (jedes mit einem anderen Symbol gekennzeichnet), die ihrerseits in 3&#215;3 Felder unterteilt sind. Anders als bei Sudoku zeigt jedes Feld innerhalb eines Viertels das Stadtsymbol. Zudem ist jede Reihe mit einem Buchstaben und jede Spalte mit einer Zahl gekennzeichnet. Die Spieler haben jeder einen Satz Pl\u00e4ttchen, genauer von jedem Symbol, jeder Zahl und jedem Buchstaben genau eines und ein Joker. Reihum legt nun jeder einen Stein aufs Brett: Die Symbole kommen alle ins entsprechende Viertel, die Buchstabensteine auf ein beliebiges Feld der Reihe und die Zahlensteine&#8230; na ja, das k\u00f6nnen Sie sich sicherlich denken! Dabei hat man immer 5 Steine zur Auswahl, nach dem Platzieren zieht man einen eigenen Stein nach und wenn jeder Spieler alle bis auf 4 Steine untergebracht hat endet das Spiel. <\/p>\n<p>Das klingt alles unglaublich langweilig und unspektakul\u00e4r. <\/p>\n<p>Das liegt daran, dass ich die Details weggelassen habe und deren gibt es zwei: <br \/>Zum einen geht es um das Bilden von Gruppen von benachbarten Steinen. Wer am wenigsten Gruppen bei Spielende hat, gewinnt n\u00e4mlich. Optimalfall ist also dass alle gelegten Steine miteinander verbunden sind. Und das ist nicht einfach, denn es werden ja alle bis auf vier Steine verbraucht. Folglich muss auch die oberste Reihe mit der untersten irgendwie verbunden werden. Dadurch wird es schon deutlich kniffliger. Mich erinnert das Spielgef\u00fchl vage an <i>Blokus<\/i>: Irgendwie doch noch eine Verbindung hinbekommen, irgendwie durchschl\u00e4ngeln, darauf kommt es an. <br \/>Das zweite Detail ist, dass gegnerische Steine einfach \u00fcberdeckt werden k\u00f6nnen; ob man auf einem belegten oder freien Platz legt spielt erst einmal keine Rolle. Allerdings darf dadurch keine bestehende Gruppe wieder getrennt werden. Effektiv bedeutet das, es d\u00fcrfen nur gegnerische Steine weggenommen werden, die am Ende einer Gruppe liegen. So kann man den Gegner effektiv behindern: Einfach die Gruppe so verl\u00e4ngern, dass ein wichtiger Stein nicht \u00fcberbaut werden darf. Eine kleine Feinheit, die man erst beim Spielen bemerkt! <br \/>Au\u00dferdem z\u00e4hlen im Falle eines Gleichstandes geschlagene Steine negativ: Bei gleicher Gruppenanzahl gewinnt derjenige, der weniger Steine geschlagen hat. Diese Regel sorgt daf\u00fcr, dass man nur das nimmt, was man wirklich ben\u00f6tigt. Vor dem ersten Spiel gilt zu beachten, dass Gleichst\u00e4nde bei der Gruppenanzahl recht oft vorkommen (zumindest wenn es niemand tats\u00e4chlich schafft alle Steine zu verbinden) und dass somit das (Nicht-)Schlagen der Steine entsprechend wichtig ist. <\/p>\n<p>Tja, jetzt hab ich tats\u00e4chlich schon alle Regeln ausf\u00fchrlich ausgebreitet &#8211; Das Spiel ist also wirklich einfach! Es spielt sich auch sch\u00f6n flott (Spieldauer etwa 20-30 Minuten) und das dank kurzer Z\u00fcge auch in jeder Besetzung. Dabei ist die Taktik nicht trivial, es ist allerdings auch kein Gr\u00fcblerspiel &#8211; ein sch\u00f6ner Absacker oder ein sch\u00f6nes Zwischendurchspiel. Irgendwie erinnert es mich an <i>Blokus<\/i>: Wenn es auch dessen Klasse nicht ganz erreichen kann, ist <i>Uptown<\/i> dennoch ein flottes, einfaches Legespiel, bei dem der bessere in der Regel (aber nicht immer!) gewinnen wird. Im Forum wurde vor kurzem nach einer \u201eeinfach genialen\u201c Messeentdeckung gefragt. <i>Uptown<\/i> kommt dem schon recht nahe! <\/p>\n<p>Zwei Wehrmutstropfen gibt es: Zum einen ist es nur \u00fcber Funagain zu beziehen, was sehr hohe Preise bedeutet (f\u00fcr dieses Spiel zu hohe vermutlich), zum anderen ist die Zweier-Variante eine Kr\u00fccke: Beide Spieler spielen mit 2 Farben was hier auch nicht besser funktioniert als bei anderen Spielen. <\/p>\n<p>Oh, und es ist h\u00e4sslich. Aber das tut dem Spielen keinen Abbruch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Funagain Games \/ Fred Distribution Autor: Kory Heath Spieleranzahl: 2-5Alter: ab 8 JahreSpieldauer: 20-30 Minuten Ich gebe es ja zu: Ich tendiere in Essen immer dazu die unbekannten Perlen abseits der gro\u00dfen deutschen Verlage aufzusp\u00fcren (oder es zumindest zu versuchen). 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