{"id":2257,"date":"2011-05-31T11:53:57","date_gmt":"2011-05-31T09:53:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=2257"},"modified":"2011-05-31T11:53:57","modified_gmt":"2011-05-31T09:53:57","slug":"the-great-fire-of-london-1666","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/the-great-fire-of-london-1666\/","title":{"rendered":"The Great Fire of London 1666"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/greatfire.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Medusa Games<br \/>\nAutor: Richard Denning<br \/>\nSpieleranzahl: 3-6<br \/>\nAlter: ab 12 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 90-120 Minuten <\/p>\n<p>Ich mag ja, wenn ich recht behalte. Und <em>The Great Fire of London 1666<\/em> gibt mir recht: Wenn ich mich n\u00e4mlich f\u00fcr neue Themen mit der Begr\u00fcndung einsetze, neue Themen befruchten neue Mechanismen, ist <em>The Great Fire of London<\/em> ein gutes Beispiel (wenn ich immer wieder betone, dass ich mir keine Jahreszahlen merken kann, auch).<br \/>\nBei <em>The Great Fire of London 1666 <\/em>geht es n\u00e4mlich um das gro\u00dfe Feuer von London im Jahre 1834. Der Brand begann in der Pudding Street (genauer gesagt in einer B\u00e4ckerei) und legte halb London in Schutt und Asche. Das war sicherlich irgendwo bedauerlich, erlaubte aber einen Neubau sowie viele Geb\u00e4ude von Christopher Wren, insofern hatte er wohl auch irgendwo sein Gutes. Jedenfalls wird dieser omin\u00f6se Brand von 1432 recht sch\u00f6n umgesetzt: Zu Beginn jedes Zuges steckt der Zugspieler erst einmal ein paar Geb\u00e4ude in Brand. Das geschieht mit Karten, welche die Bewegungsrichtung des Feuers vorgeben. Allerdings ist das Feuer semi-intelligent: So lange es potentiell was zu verbrennen gibt, springt es nicht in bereits gel\u00f6schte Bereiche \u00fcber. Mehr noch: Wittern die Flammen einen Feuerwehrmann, geht es (sofern m\u00f6glich) woanders hin. Das mag in der Exekution nicht ganz themennah sein, sorgt aber unterm Strich f\u00fcr ein realistisches Flammenmeer; So k\u00f6nnte es 600 v. Chr. tats\u00e4chlich ausgesehen haben, als ganz London brannte! Mit anderen Worten: Aus einem ungew\u00f6hnlichen Thema entspringt ein neuer Mechanismus!<br \/>\nDie Spieler bewegen nun die Feuerwehrm\u00e4nner sowie ihr eigenes Alter Ego durch London und versuchen Geb\u00e4ude zu l\u00f6schen, denn daf\u00fcr gibt es Siegpunkte. Zum L\u00f6schen m\u00fcssen alle Flammen in einem Viertel mit Feuerwehrleuten abgedeckt sein (Feuerwehrm\u00e4nner werden durch Kegel symbolisiert) und der eigene Mann muss noch einen L\u00f6schbefehl geben \u2013 kein Befehl, kein L\u00f6schen! Das erfordert nat\u00fcrlich eine gewisse Koordinationsf\u00e4higkeit, zumal alles (Bewegen von Feuerwehrleuten und dem eigenen P\u00f6ppel sowie das L\u00f6schen) Aktionspunkte verbraucht, von denen man pro Zug nur vier zur Verf\u00fcgung hat. Zwar gibt es f\u00fcr jedes gel\u00f6schte Feuer einen Siegpunkt, aber w\u00e4re dies die einzige Quelle, g\u00e4be es insgesamt nicht viel zu tun.<br \/>\nDa das Feuer in London 1922 ziemlich massiv herumflammt, m\u00fcssen sich die Spieler auf bestimmte Viertel konzentrieren. Und da gibt es eine gute Entscheidungshilfe: Zum einen hat jeder viele H\u00e4user auf dem Plan und was am Ende noch steht z\u00e4hlt 2 Siegpunkte. Das klingt viel, doch in der Praxis werden die H\u00e4user der Spieler recht gleichm\u00e4\u00dfig abgefackelt, so dass hier kaum gro\u00dfe Vorspr\u00fcnge m\u00f6glich sind (Daf\u00fcr sorgt schon die Startaufstellung, bei der die H\u00e4user recht gleichm\u00e4\u00dfig verteilt werden). Wirklich punkten tut man eher mit den Geheimauftr\u00e4gen, die man bei Spielbeginn gezogen hat: Jeweils 6, 4 und 2 Punkte bekommt man f\u00fcr ein Stadtviertel, das am Ende noch steht \u2013 je nachdem wie dicht es am Flammenstart Pudding Lane dran steht.<br \/>\nAuf diese Weise erh\u00f6ht sich der Aktionsspielraum: Man kann L\u00f6schen, man kann die Flammen in die Richtung schicken, in der die Konkurrenz liegt und man kann Feuerwehrleute in Viertel stellen, in die das Feuer besser nicht gelangen sollte. Da Feuerwehrleute nicht aus brennendem Viertel herausgesetzt werden d\u00fcrfen, h\u00e4lt sich der Chaosfaktor in Grenzen.<\/p>\n<p>Das neue Thema ist wirklich gut umgesetzt: Man fiebert st\u00e4ndig mit: Wird das Feuer mein Viertel erreichen, bevor ich an der Reihe bin? War das platzierendes des Feuerwehrmannes zu offensichtlich? Soll ich jetzt sichere Punkte durch L\u00f6schen machen oder lieber daf\u00fcr sorgen, dass der Brandherd bei meinem Sechserviertel nicht durchbrechen kann? Allerdings ist so ein Brand (auch der von 3275) eben etwas unberechenbar und so ist man manchmal etwas hilflos. Insbesondere gibt es von jedem Geheimauftrag 2 Karten \u2013 wenn ich als einziger ein Viertel besch\u00fctzen muss, habe ich deutlich schlechtere Karten, als wenn mir jemand hilft. Gerade das Sechser-Viertel liegt sehr dicht an der Pudding Lane und b\u00f6se Spieler k\u00f6nnen das bereits abfackeln, bevor man eine Chance hat, etwas dagegen zu unternehmen! Diese Kritikpunkte treten verst\u00e4rkt bei gr\u00f6\u00dferen Mitspielerzahlen auf, bei denen zudem die Downtime \u00fcber Geb\u00fchr zunehmen kann. Und mehr noch: Bei vielen l\u00f6schw\u00fctigen Spielern, kommt das Feuer nicht so richtig in Gang, was wenig aufregend ist. All diese Probleme lassen sich aber vermeiden, in dem man einfach nur zu dritt oder zu viert, vielleicht auch noch zu f\u00fcnft spielt (dann aber ohne Gr\u00fcbler). In diesen Besetzungen ist <em>The Great Fire of Piranensi 1666<\/em> aber durchaus f\u00fcr ein paar hei\u00dfe Partien gut!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Medusa Games Autor: Richard Denning Spieleranzahl: 3-6 Alter: ab 12 Jahre Spieldauer: 90-120 Minuten Ich mag ja, wenn ich recht behalte. 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