{"id":2230,"date":"2011-05-18T08:43:20","date_gmt":"2011-05-18T06:43:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=2230"},"modified":"2011-05-18T08:43:20","modified_gmt":"2011-05-18T06:43:20","slug":"intrigo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/intrigo\/","title":{"rendered":"Intrigo"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/intrigo.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Hazgaard (im Vertrieb von Asmodee)<br \/>\nAutor: Catherine Dumas, Charles Chevallier und Pascal Pelemans<br \/>\nSpieleranzahl: 3-4<br \/>\nAlter: ab 13 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 30-60 Minuten<\/p>\n<p>Es gibt Spiele, da liest man die Regeln und denkt: \u201eWow! Da freue ich mich schon auf die erste Partie! Das klingt schon so spannend! Das muss sofort auf den Tisch!\u201c<\/p>\n<p>Nun, Intrigo ist kein solches Spiel.<\/p>\n<p>Als ich die Regeln gelesen habe, dachte ich \u201eOk, das ist ein 0815-Mehrheitenspiel.\u201c Dieser Eindruck dr\u00e4ngt sich auf, denn Intrigo ist tats\u00e4chlich ein Mehrheitenspiel, so in etwa jedenfalls: Wer an der Reihe ist spielt eine Karte links oder rechts neben eine der bei Spielbeginn ausliegenden Geb\u00e4udekarten und wenn alle freien Pl\u00e4tze ausgef\u00fcllt sind, bekommt immer derjenige eine Belohnung (Geld oder Siegel), dessen Karte die h\u00f6here an dem Geb\u00e4ude ist (an jedem Geb\u00e4ude liegen zwei Karten und jede Karte liegt immer an genau zwei Geb\u00e4uden an). Bei Gleichstand bekommt niemand das Gew\u00fcnschte. Wer zuerst 5 verschiedene oder 4 gleiche Siegel gesammelt hat, gewinnt. <\/p>\n<p>Was mir beim erstmaligen Lesen der Regel nicht klar war ist, dass zwar der Spieler, dessen Karte h\u00f6her ist, das Gew\u00fcnschte bekommt, das aber nicht zwangsl\u00e4ufig derjenige ist, der die Karte dahin gelegt hat! Denn bevor Karten platziert werden, werden die Karten, die anschlie\u00dfend ausgelegt werden, erst einmal gemischt und ganz modern gedraftet: Es sind f\u00fcr jeden Spieler Karten von 2-4 im Deck plus Karten einer neutralen Farbe. Und die werden erst einmal zuf\u00e4llig verteilt, dann sucht sich jeder eine Karte aus, reicht den Rest weiter usw. Bis jeder seine Hand zusammen hat. Und da gilt es zu entscheiden: Lieber dem Gegner die 4 nehmen oder die eigene 2 halten? Oder gar die 4 der neutralen Farbe, mit der ich besser ausbremsen kann?<br \/>\nDoch auch wenn dieser Aspekt leises Interesse geweckt hat, so richtig \u00fcberzeugt war ich nicht \u2013 Ist das nicht viel zu chaotisch? Gl\u00fccksabh\u00e4ngig? <\/p>\n<p>Bereits die erste Partie schuf Klarheit: Nein, ist es nicht! Im Gegenteil, es ist sogar extrem taktisch. Daf\u00fcr sorgen zum einen die Zusatzrollen: Anstelle einer normalen Karte kann auch eine der 6 Sonderrollen gespielt werden. Die sorgen f\u00fcr Spezialeffekte wie das Tauschen von Karten oder das Blockieren eines Gegenstandes. Ihr Einsatz sorgt f\u00fcr \u00fcberraschende Coups, ist aber teuer und da Geld offen liegt, letztlich zu einem gewissen Ma\u00dfe berechenbar. Das Spielen einer Sonderrolle ist auch die einzige M\u00f6glichkeit, auf das Spielen einer Handkarte zu verzichten. Das bedeutet, dass man u.U. gezwungen wird eine gegnerische 4 zu spielen. Auch das sorgt f\u00fcr eine gewisse Berechenbarkeit.<br \/>\nDiese beiden Faktoren \u2013 Sonderkarten und der Zwang zum Ausspielen \u2013 sorgen daf\u00fcr, dass Unsicherheit aber nicht Chaos regiert: Es ist nicht Schach, aber auch nicht Mensch \u00e4rgere dich nicht. Es ist spannend. Und es wird im Laufe des Spieles immer spannender, weil immer mehr Spieler kurz vorm Sieg stehen. <\/p>\n<p>Zu dritt geh\u00f6rt Intrigo zu meinen Favoriten in diesem Jahr. Zu viert ist der Zufallsfaktor naturgem\u00e4\u00df h\u00f6her, auch weil die Chance sinkt, \u00fcberhaupt eigene Karten auf die Hand zu bekommen. Das macht das Spiel nicht schlechter, aber subtiler, gl\u00fccksabh\u00e4ngiger und vor allem l\u00e4nger. Dabei wird Intrigo nicht zum schlechten Spiel, aber zu dritt spielt es seine St\u00e4rken besser aus.<br \/>\nUnd die sind mannigfaltig. Wenn auch nicht nach blo\u00dfer Regellekt\u00fcre erkennbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Hazgaard (im Vertrieb von Asmodee) Autor: Catherine Dumas, Charles Chevallier und Pascal Pelemans Spieleranzahl: 3-4 Alter: ab 13 Jahre Spieldauer: 30-60 Minuten Es gibt Spiele, da liest man die Regeln und denkt: \u201eWow! Da freue ich mich schon auf die erste Partie! Das klingt schon so spannend! 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