{"id":21211,"date":"2020-12-20T13:44:04","date_gmt":"2020-12-20T11:44:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=21211"},"modified":"2021-01-24T18:34:20","modified_gmt":"2021-01-24T16:34:20","slug":"coyote-anansi-doppelrezension","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/coyote-anansi-doppelrezension\/","title":{"rendered":"Coyote \/ Anansi (Doppelrezension)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Titel: <\/strong>Anansi<strong><br \/>\nVerlag<\/strong>: Heidelb\u00e4r Games<br \/>\n<strong>Autoren<\/strong>: Cyril Blondel und Jim Dratwa<br \/>\n<strong>Spielerzahl<\/strong>: 3-5<br \/>\n<strong>Alter<\/strong>: ab 10 Jahren<br \/>\n<strong>Dauer<\/strong>: 30 Minuten<\/p>\n<p><strong>Titel: <\/strong>Coyote<strong><br \/>\nVerlag<\/strong>: Heidelb\u00e4r Games<br \/>\n<strong>Autoren<\/strong>: Spartaco Albertarelli<br \/>\n<strong>Spielerzahl<\/strong>: 3-6<br \/>\n<strong>Alter<\/strong>: ab 10 Jahren<br \/>\n<strong>Dauer<\/strong>: 20 Minuten<\/p>\n<div class=\"mceTemp\"><\/div>\n<p><em>Die Einschr\u00e4nkungen die durch Corona n\u00f6tig waren, haben unter anderem auch dazu gef\u00fchrt, dass eine regelm\u00e4\u00dfige Spielrunde nicht immer m\u00f6glich war. Das gilt auch f\u00fcr mich, weshalb verschiedene Spielrezensionen quasi auf halber Strecke liegen geblieben sind. Auch wenn ich keine Garantie geben will, dass sich meine derzeitigen Einsch\u00e4tzungen zu den Spielen in einer sp\u00e4ter fertigen Rezension nicht \u00e4ndern werden, m\u00f6chte ich zumindest einen Eindruck geben, was in den Wochen und Tagen nach der Spielemesse an Neuheiten auf den Tisch kam und wie es dabei abgeschnitten hat.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_21214\" aria-describedby=\"caption-attachment-21214\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Anansi-Kartenauslage-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21214\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Anansi-Kartenauslage-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-21214\" class=\"wp-caption-text\">Anansis Karten sind farbenfroh und stylisch<\/figcaption><\/figure>\n<p>Beginnen m\u00f6chte ich mit etwas Kleinem. Anansi von Cyril Blondel und Jim Dratwa, Illustrationen von Emmanuel Mdlalose und Dayo Baiyegunhi, erschienen beim Heidelb\u00e4r Games. Es handelt sich dabei um eine Neuauflage eines Stichspiels, welches vor einigen Jahren unter dem Namen Eternity erschienen ist. Diesmal kommt es in einer schmucken Glanzschachtel, wie sie bereits bei Spicy zum Einsatz kam. Als erstes f\u00e4llt auf, dass sich Anansi mit lediglich drei Spielfarben begn\u00fcgt. Als N\u00e4chstes springt die thematische Einkleidung des Spiels ins Auge. So lauten die Spielfarben hier Hornisse, Schlange und Leopard. Erkl\u00e4rt wird diese Wahl mit einer ungewohnten Hintergrundgeschichte. Das mag den Spielablauf oder auch das Spielverst\u00e4ndnis nicht beeinflussen, aber gibt dem Spiel durchaus eine besondere, ja auch exotische, Note.<\/p>\n<p>Der eigentliche Kniff mit dem Anansi aber auff\u00e4hrt, hat damit zu tun wie man hier Punkte holt. \u00dcber drei Runden wird gespielt und in jeder Runde erh\u00e4lt man Punkte, wenn man exakt so viele Stiche holt, wie man angesagt hat. So weit, so gew\u00f6hnlich. Interessant wird das ganze, weil diese Ansage durch das Abwerfen von Karten w\u00e4hrend des laufenden Spiels passiert. Mehr noch, dieser Kartenabwurf wirkt sich auch darauf aus, welche Farbe nun als Trumpf gilt. Das f\u00fchrt zu am\u00fcsant verkopften Z\u00fcgen in denen man die St\u00e4rke des eigenen Blatts abw\u00e4gt. Offensichtlich kann sich im laufenden Spiel viel ver\u00e4ndern, wenn man pl\u00f6tzlich nur noch Tr\u00fcmpfe auf der Hand hat. Dadurch bleibt das Spiel kontinuierlich in Bewegung. Selbst eine sichere Hand kann man nicht ohne weiteres herunterspielen, sondern muss seine Mitspieler immer gut im Auge behalten. Wie so oft, lebt auch dieses Stichspiel von seiner Metaebene, d.h. der Art und Weise wie man die Spielmuster seiner Mitspieler lernt, antizipiert und so in seine taktischen \u00dcberlegungen einbezieht. Um Einzusch\u00e4tzen wie sich das in der Praxis auswirkt, br\u00e4uchte ich noch einige Spielrunden mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_21216\" aria-describedby=\"caption-attachment-21216\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Coyote-Kartenauslage-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-21216\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Coyote-Kartenauslage-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-21216\" class=\"wp-caption-text\">St\u00e4nder statt B\u00e4nder, aber dennoch pfiffig<\/figcaption><\/figure>\n<p>In \u00e4hnlichem, wenn auch fremden Fahrwasser bewegt sich ein weiteres Spiel von Heidelb\u00e4r Games: Coyote von Spartaco Albertarelli, Illustrationen von Zona Evon Shroyer. Auch hier handelt es sich um eine Neuauflage eines bereits erschienenen Spiels. Pow-Wow hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. In dem Spiel banden sich Spieler Karten an die Stirn, und mussten wie bei Coyote die Summe s\u00e4mtlicher Spielerkarten richtig einsch\u00e4tzen. In seiner mockierenden Darstellung w\u00e4re das Spiel aber in dieser Form heute nicht mehr zu ver\u00f6ffentlichen. Mit Ausnahme der Leute, die sich noch \u00e4rgern, dass man Schaumk\u00fcsse nicht mehr so nennen darf wie fr\u00fcher oder seine Kollegen mit dem komischen Namen nicht immer fragen soll, woher sie \u201ewirklich\u201c kommen, w\u00fcrde auch niemand Pow-Wow unver\u00e4ndert mehr ver\u00f6ffentlichen. Es ist daher sowohl l\u00f6blich wie auch nachvollziehbar, dass f\u00fcr Coyote nun auch kulturelle Berater hinzugezogen wurden, die selbst Mitglieder der Cheyenne und Apacho Tribes sind. Handelt es sich bei Coyote also um ein tief thematisches, die Kultur amerikanischer Ureinwohner abbildendes Spiel? Nein. Es ist ein leichtf\u00fc\u00dfiges und oft sehr humorvolles Bluffspiel. Man versucht sich gegenseitig zum \u00dcberreizen zu bewegen ohne genau zu wissen was eigentlich die Zahl ist, \u00fcber die man nicht gehen darf. Hier kulturelle Berater ins Boot zu holen, mag \u00fcbertrieben wirken, ist es aber absolut nicht. Gerade wenn man sich bei der Bildsprache und Historie fremder Kulturen bedient, sollte das die Norm sein.<\/p>\n<p>Coyote entfaltet seinen ganzen Reiz jedoch nicht schon in der ersten Spielrunde. Es lebt davon mehrfach hintereinander gespielt zu werden. Denn gerade wenn die Wahrscheinlichkeitsrechnung (bzw. das Bauchgef\u00fchl, auf das wir uns verlassen) von der tats\u00e4chlichen Kartenverteilung aufs Kreuz gelegt wird, ist das Gel\u00e4chter am Gr\u00f6\u00dften. Je \u00f6fter man spielt, umso mehr pers\u00f6nliche Erfahrungen mit dem Spiel und der Launenhaftigkeit des Kartengl\u00fccks kann man anh\u00e4ufen. Es sind genau diese Geschichten mit denen Coyote in Erinnerung bleibt. Das Besondere an der Spieldynamik entfaltet sich oft in den Momenten, wenn sich abzeichnet wer aus der laufenden Runde durch das koordinierte Ausreizen der Spieler aufs Glatteis gef\u00fchrt werden soll. Aber auch hier gilt, dass erst wiederholte Spielrunden zeigen werden, ob die Mischung aus geheimen und offenen Informationen, sowie die Kombination aus T\u00e4uschen und Kopfrechnen wirklich interessant ist oder einfach nur ungewohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Titel: Anansi Verlag: Heidelb\u00e4r Games Autoren: Cyril Blondel und Jim Dratwa Spielerzahl: 3-5 Alter: ab 10 Jahren Dauer: 30 Minuten Titel: Coyote Verlag: Heidelb\u00e4r Games Autoren: Spartaco Albertarelli Spielerzahl: 3-6 Alter: ab 10 Jahren Dauer: 20 Minuten Die Einschr\u00e4nkungen die durch Corona n\u00f6tig waren, haben unter anderem auch dazu gef\u00fchrt, dass eine regelm\u00e4\u00dfige Spielrunde nicht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":21213,"parent":66,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-21211","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21211"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21211\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21400,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21211\/revisions\/21400"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/66"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}