{"id":1962,"date":"2010-12-14T18:18:02","date_gmt":"2010-12-14T14:18:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=1962"},"modified":"2010-12-15T10:40:41","modified_gmt":"2010-12-15T08:40:41","slug":"campos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/campos\/","title":{"rendered":"Campos"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/campos.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Huch &#038; Friends<br \/>\nAutor: Pietro Vozzolo<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 8 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 30 Minuten<\/p>\n<p>Mit abstrakten Spielen ist das ja so eine Sache. Eigentlich wollen Verlage immer gerne ein Thema haben, weil sich das besser verkauft. Andererseits g\u00f6nnen sich Verlage auch gerne eine Reihe mit abstrakten Spielen, weil die besonders edel aussehen. Auch Huch &#038; Friends ist so ein Verlag. Allerdings haben sie der Sache bislang wohl noch nicht so richtig getraut: Das erste Spiel der Reihe, Hive, hatte irgendwie doch so ein halbes Thema (Insekten) und Kamisado, das zweite, war zwar abstrakt, aber doch nicht v\u00f6llig abstrakt, denn irgendwie wurden mit Drachent\u00fcrmen und Sumosteinen eine gewisse Fernost-Thematik angedeutet, die das Spiel aber gar nicht hatte und auch nicht brauchte. Mit Campos haben sie sich mittlerweile aber komplett geoutet, hier gibt\u2019s kein Thema und nicht mal ann\u00e4hernd irgendwelche Bez\u00fcge zu irgendwelchen Orten oder Zeiten. Ja, nicht einmal der Name ist erkl\u00e4rt! Wer oder was ist Campos? Eine Provinz auf Mallorca? Wir wissen es nicht. Es ist auch egal, denn das Spiel ist abstrakt. H\u00e4tten Sie das nach der Einleitung vermutet? Vermutlich, denn die Einleitung ist doch etwas lang geworden. Naja, was soll man auch schreiben \u00fcber ein Legespiel, bei dem man in jedem Zug bis zu zwei Pl\u00e4ttchen ablegt, mit dem Ziel Auftragskarten zu erf\u00fcllen? Ich meine, ein Legespiel mit Auftragskarten! Das ist ja nun nicht besonders bahnbrechendes oder? Und dann noch abstrakt! Wie kann der Rezensent denn da seine tollen Schreibf\u00e4higkeiten beweisen? Mannomannomann\u2026<\/p>\n<p>Na gut, ich h\u00f6r ja schon auf! Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Auftragskarten! Pfff. Na gut, zugegeben, die Karten sind schon gut gemacht: Eine Karte zeigt immer drei Farben und ist nach folgendem Muster aufgebaut: Wenn die gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4che von Farbe 1 gr\u00f6\u00dfer ist als die gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4che von Farbe 2, dann wird die gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4che der Farbe 3 gewertet 1 Feld = 1 Punkt). Insgesamt gibt es 4 Farben und nat\u00fcrlich versucht man so anzulegen, dass man a) seine Karten \u00fcberhaupt erf\u00fcllen kann und b) dabei m\u00f6glichst viele Punkte bekommt. Und nat\u00fcrlich macht das jeder und somit ist jeder sehr von seiner Kartenhand und von den Steinen, die er anlegen kann abh\u00e4ngig \u2013 um so mehr, je weniger Spieler mitspielen. Wer zu zweit Steine zieht, die nicht zu seinen Karten passen, hat Pech gehabt, bei mehr Spielern darf man noch hoffen und beten, dass wenigstens jemand anderes hilft. Im Mittelspiel keine Karte werten zu k\u00f6nnen ist n\u00e4mlich t\u00f6dlich, denn dann ziehen die Mitspieler davon. Am Anfang und am Ende ist das nicht so schlimm, denn am Anfang w\u00e4chst die Auslage noch und die Punktzahlen sind eher gering. Nach Erreichen eines Wendepunktes (= jemand hat alle Karten abgespielt oder alle Steine sind verbaut, wobei letzteres bei meinen Testrunden nie vorkam) wird wieder abgebaut und die Fl\u00e4chen werden wieder kleiner und die Punktzahlen sind wieder gering.<br \/>\nDas Problem mit Campos sind wenig \u00fcberraschend die Auftragskarten. Mit ihnen steht und f\u00e4llt das Spiel. Was \u00fcbrig bleibt ist immer noch ein nettes Legespiel, das wirklich edel aussieht und sich schnell und locker wegspielt. Die kurze Spieldauer ist das was das Spiel seine Berechtigung verleiht. Campos mag was mit italienischen Unis zu tun haben oder auch nicht, zum Espresso passt es aber ganz gut. Ansonsten ist es nicht einfach genial, sondern nur einfach. Ein Thema h\u00e4tte aber auch nicht geholfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Huch &#038; Friends Autor: Pietro Vozzolo Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 8 Jahre Spieldauer: 30 Minuten Mit abstrakten Spielen ist das ja so eine Sache. 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