{"id":1862,"date":"2010-11-15T19:47:49","date_gmt":"2010-11-15T17:47:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress"},"modified":"2010-11-15T19:47:49","modified_gmt":"2010-11-15T17:47:49","slug":"kamisado","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/kamisado\/","title":{"rendered":"Kamisado"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/kamisado.png\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Huch &#038; Friends<br \/>\nAutor: Peter Burley<br \/>\nSpieleranzahl: 2<br \/>\nAlter: ab 10 Jahre<br \/>\nSpieldauer: ca. 20 Minuten (Grundspiel)<\/p>\n<p>Kamisado ist ein themenloses, abstraktes Spiel. Wer kein Thema beachten muss, kann sich auf das Design konzentrieren und in diesem Fall erweckt das Design den Eindruck, ein altes, asiatisches Spiel vor sich zu haben. Zumindest, wenn man nicht merkt, dass \u201eSumo\u201c ein japanischer Begriff ist und die T\u00fcrme mit chinesischen Schriftzeichen bedeckt sind (statt mit japanischen). Aber das ist egal, es ist ja ein abstraktes Spiel. Entwickelt von einem Engl\u00e4nder. <\/p>\n<p>Nicht egal ist: Die Regeln sind einfach, die Spieltiefe ist enorm. <\/p>\n<p>Wer dran ist, setzt einen Stein soweit wie man will \u00fcber freie Felder in Richtung gegnerischer Grundlinie und das Feld auf dem man zu stehen kommt, bestimmt die Farbe des Steines, die der Gegner setzen darf. Wer die Grundlinie erreicht, gewinnt. Wie gesagt einfach.<br \/>\nDas Aufbauen von Bedrohungen ist genauso einfach: In eine Reihe setzen, von wo aus man mit einem Zug auf die Grundlinie setzen kann. Entsprechend einfach und intuitiv spielt sich Kamisado in den ersten Minuten einer Partie.<\/p>\n<p>Das Vollstrecken von Bedrohungen ist dagegen erschreckend schwierig: Ich kann meinen  Stein ja nur dann setzen, wenn mein Gegner auf ein Feld setzt, der das Setzen meines Steines erm\u00f6glicht. Das wird er nicht freiwillig tun, also muss ich ihn durch geschicktes Blockieren dazu zwingen. Und das geht nur indirekt, quasi durch die Brust ins Auge: Er muss einen Stein setzen m\u00fcssen, der keine andere Option hat, als auf einem Feld zu enden, der mir das Setzen meines Bedrohungssteines erlaubt. Aber so eine Blockade muss ich mit den Steinen aufbauen, mit denen mein Gegner mich f\u00fcttert. Daher ist die Spieltiefe auch so enorm und daher wird Kamisado mit jedem Zug etwas verkopfter und gr\u00fcblerischer. <\/p>\n<p>Im Grundspiel dauert eine Partie selten l\u00e4nger als 20 Minuten und das ist eine L\u00e4nge wie ich sie mag, denn damit ist eine Partie herausfordernd ohne anstrengend zu werden. Wer es aber l\u00e4nger mag, dem steht quasi die hauseigene Erweiterung in Form von Drachensteinen gleich zur Verf\u00fcgung. Wer jetzt einen Stein auf die andere Seite zieht, gewinnt lediglich einen Satz. Der entsprechende Stein wird zum Sumo aufgewertet und kann zwar nicht mehr so weit ziehen, daf\u00fcr aber Steine vor sich wegsto\u00dfen, was wunderbar f\u00fcr Doppelz\u00fcge genutzt werden kann. Zudem gewinnt gleich 3 S\u00e4tze, wer mit dem Sumo die gegnerische Grundlinie erreicht. Wer Kamisado im Grundspiel schon mochte, der ist \u00fcberrascht wie viel besser und vielschichtiger das Spiel dadurch noch mal wird. Wie gut diese Variante ist, erkennt man bereits daran, dass ein \u201eMarathonspiel\u201c in den Regeln angeboten wird, dass mit 5 Stunden Spieldauer seinem Namen alle Ehre macht. Das Grundspiel alleine wird sich niemand \u00fcber diese Spieldauer antun wollen (Sein Reiz liegt nicht zuletzt gerade in der K\u00fcrze), aber mit der Sumosteinregel fragt man sich im Laufe einer l\u00e4ngeren Partie schon mal: Warum nicht?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Huch &#038; Friends Autor: Peter Burley Spieleranzahl: 2 Alter: ab 10 Jahre Spieldauer: ca. 20 Minuten (Grundspiel) Kamisado ist ein themenloses, abstraktes Spiel. Wer kein Thema beachten muss, kann sich auf das Design konzentrieren und in diesem Fall erweckt das Design den Eindruck, ein altes, asiatisches Spiel vor sich zu haben. 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