{"id":18444,"date":"2019-05-05T12:00:34","date_gmt":"2019-05-05T10:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=18444"},"modified":"2019-05-05T12:00:34","modified_gmt":"2019-05-05T10:00:34","slug":"legendary-forests","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/legendary-forests\/","title":{"rendered":"Legendary Forests"},"content":{"rendered":"<p>Verlag: Iello<br \/>\nAutor: Toshiko Sato<br \/>\nSpieleranzahl: 2-5<br \/>\nAlter: ab 8 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 15-20 Minuten<\/p>\n<p>Ich muss ja gestehen, dass ich bei den Farben pink, rot und gr\u00fcn nicht als erstes an einen Wald gedacht habe, aber gut. Dass man einen Baum in den Wald pflanzen muss, ist vielleicht auch nicht wirklich intuitiv. Als die Spielanleitung dann begann die Auslage \u201ePlanet\u201c zu nennen und einen der Spieler \u201eArchitekt\u201c ist mir aufgegangen, dass <em>Legendary Forest<\/em> gar kein Thema hat, sondern nur zuf\u00e4llig einige W\u00f6rter in der Anleitung durch irgendwelche anderen W\u00f6rter ersetzt hat, fast so, als stammte die thematische Einkleidung von einem Algorithmus, der sich die Spielanleitungen von 500 anderen Legespielen durchgelesen hat und daraus jetzt eine neue Spielgeschichte zusammengebastelt hat. Solche neuronalen Algorithmen k\u00f6nnen heutzutage ja eine ganze Menge.<\/p>\n<p>Auch das Spielprinzip von <em>Legendary Forest<\/em> ist eine Mischung aus wohlbekannten Zutaten: Aus Spielen wie <em>Take it easy, Tr\u00e4xx, Das Labyrinth des Pharao<\/em> oder <em>Bingo<\/em> (nun ja, ist halt so) stammt die Regel, dass jeder immer das gleiche (zuf\u00e4llig bestimmte) Pl\u00e4ttchen in die eigene Auslage legt. Aus so ziemlich jeden Legespiel der Menschheit stammt die Regel, dass abgeschlossene Gebiete mehr Punkte bringen als nicht -abgeschlossene Gebiete und gr\u00f6\u00dfere Gebiete mehr Punkte als kleinere Gebiete. Aus <em>Carcassonne<\/em> &amp; Co stammt schlie\u00dflich die Regel, dass man ein Gebiet \u00fcberhaupt nur dann punktet, wenn dort ein P\u00f6ppel steht (in diesem Fall eben ein Baum, weil ein Baum in einen Wald geh\u00f6rt). Anders als bei dem Vorzeigelegespiel geben weitere B\u00e4ume in einem Gebiet aber keine Extrapunkte und man darf sich auch nicht aussuchen, wann man einsetzt: Das wird durch die Pl\u00e4ttchen vorgegeben und nur wenige erlauben das Setzen eines Punktegew\u00e4chses (zudem sind die P\u00f6ppel limitiert, wobei gar nicht feststeht, ob man \u00fcberhaupt alle P\u00f6ppel einsetzen darf, da nicht alle Pl\u00e4ttchen ins Spiel kommen).<\/p>\n<p>Ist <em>Legendary Forest<\/em> originell? Mit Sicherheit nicht. Wurde das Spielprinzip auch per Algorithmus entwickelt? Nein, das auch wieder nicht &#8211; dazu spielt es sich zu flott und ist auch durchaus auf den Punkt gebracht.<em> Legendary Forest<\/em> macht das was es soll und das ist eine 20 min\u00fctige kleine, nicht allzu anstrengende Puzzelei gefolgt von einer \u00fcbersichtlichen Wertung ohne allzu viel Gerechne. Wird man in drei Jahren noch von dem Spiel sprechen? Kaum. Ist <em>Legendary Forest<\/em> ein Must-Have, das in keiner Spielesammlung fehlen darf? Beim besten Willen nicht. Ist es angenehm unterhaltsam? Ja, durchaus. Ist der Regel-Overhead gering genug, um es mal mit Nichtspielern oder seinen Kindern zwischendurch zu zocken? In der Tat. Ist damit alles gesagt? Wohl schon. Vermutlich ja. Denke ich jedenfalls. Oder so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Iello Autor: Toshiko Sato Spieleranzahl: 2-5 Alter: ab 8 Jahre Spieldauer: 15-20 Minuten Ich muss ja gestehen, dass ich bei den Farben pink, rot und gr\u00fcn nicht als erstes an einen Wald gedacht habe, aber gut. Dass man einen Baum in den Wald pflanzen muss, ist vielleicht auch nicht wirklich intuitiv. 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