{"id":181,"date":"2007-02-04T14:28:30","date_gmt":"2007-02-04T12:28:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/shear-panic\/"},"modified":"2010-09-23T18:01:46","modified_gmt":"2010-09-23T16:01:46","slug":"shear-panic","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/shear-panic\/","title":{"rendered":"Shear Panic \/ Haste Bock"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/hastebock.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Fragor Games \/ Zoch-Spiele<br \/>\nAutor: Gordon und Fraser Lamont<br \/>\nSpieleranzahl: 3-4 (Zoch-Ausgabe auch 2)<br \/>\nAlter: ab 8 Jahren<br \/>\nSpieldauer: 30 &#8211; 40 Minuten<\/p>\n<p>Die Messeschau auf Spielbox.de und auf Boardgamenews.com war ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr kleine Verlage: Mit ihrer Hilfe wurden die Spieler auf Kleinode aufmerksam, an denen sie sonst vorbeigegangen w\u00e4ren. Besonders profitiert haben 2005 die Br\u00fcder Gordon und Fraser Lamont: Ein paar Fotos von sehr niedlichen Schafen und schon war Shear Panic bereits vor Messebeginn ausverkauft. Und weil so Sammlerst\u00fccke entstehen, schlugen die Spieler ein Jahr sp\u00e4ter bei Hameln ebenfalls zu \u2013 trotz einer deutlich gr\u00f6\u00dferen Startauflage. Hameln konnte die Spieler nicht so \u00fcberzeugen und die Messeschau ist (vermutlich) Geschichte. Insofern bleibt abzuwarten, wie und ob die Erfolgsstory von Fragor Games weitergeht. Aber hier geht es ja um Shear Panic, nicht um Hameln.<\/p>\n<p>Neun Schafe tummeln sich in einer Herde: Von jeder Farbe deren zwei und als Erg\u00e4nzung das ber\u00fcchtigte schwarze Schaf. Zur Kontrolle der Schafe haben die Spieler zw\u00f6lf Aktionen zur Verf\u00fcgung \u2013 allerdings f\u00fcr das gesamte Spiel, denn eine Aktion ist nach deren Anwendung weg. Diese Aktionen erlauben das Bewegen der eigenen Schafe, das Rammen ganzer Schafsreihen, das Aufreihen an einer Seite der Herde, das \u00dcberspringen von Schafen (man sieht ganz thematisch ist das Spiel nicht gerade) und das Drehen der Herde. Doch warum sollte ich etwas tun wollen? Und was \u00fcberhaupt?<br \/>\nGleich, gleich!<br \/>\nJede Aktion verbraucht etwas Zeit \u2013 einige Ordnungsma\u00dfnahmen dauern l\u00e4nger als andere und so wird der Fortgang der Zeit mit einem Zeitstein gemessen. Und dieser Zeitstein bestimmt, was gerade Punkte bringt. So m\u00fcssen in der ersten Phase die eigenen Schafe zusammenstehen, in Phase drei ist Kontakt zum schwarzen Schaf gefragt. Interessant sind die Phasen 2 und 4. W\u00e4hrend es in Phase 2 zu einem bestimmten Zeitpunkt punktetr\u00e4chtig ist m\u00f6glichst weit vorne in der Herde zu stehen (Die Blickrichtung gibt das \u201evorne\u201c an \u2013 Und daher ist der Befehl \u201edrehen\u201c so wichtig), so scheiden in Phase 4 alle Schafe in der ersten Reihe aus und die hinterliegenden Schafe Punkten; Der Schafscherer ist da und kein Schaf will seine Wolle verlieren!<\/p>\n<p>Aus der Beschreibung wird es vielleicht deutlich: Obwohl das Spiel laut Autorenteam vom Thema inspiriert wurde, ist es doch im inneren des Herzens ein abstraktes Setzspiel mit s\u00fc\u00dfen Figuren. Wirklich s\u00fc\u00dfen Figuren. So s\u00fc\u00df, dass die locker zum Spielen animieren. Das Spiel ist zum Gl\u00fcck ziemlich eing\u00e4ngig, so dass die gek\u00f6derten Spieler auch dabei bleiben.<br \/>\nAllerdings ist es nicht gerade durchplanbar. Gerade mit mehreren Spielern \u00e4ndert sich die Ausgangslage zwischen den Z\u00fcgen sehr stark, so dass man immer f\u00fcr das Hier und Jetzt spielen muss \u2013 Lieber jetzt ein paar Punkte holen \u2013 oder dem Gegner schaden \u2013 als irgendwie an die Zukunft denken. Zwar ist die Manipulation des Zeitsteines au\u00dferordentlich wichtig (und wird gerne untersch\u00e4tzt), aber zum Gr\u00fcbelspiel wird\u2019s dennoch nicht.<\/p>\n<p>Als die Zochausgabe angek\u00fcndigt wurde, war das Geschrei im Forum gro\u00df, denn Zoch hatte angek\u00fcndigt das Spiel etwas zu vereinfachen. Wie \u00fcblich entpuppte sich die Aufregung als hei\u00dfe Luft: Die \u00c4nderungen sind minimal. In erster Linie wurde ein Spielbrett angef\u00fcgt. Dadurch entf\u00e4llt die Urregel, dass die Herde immer zusammenbleiben muss und vor allem fehlt das etwas nervige W\u00fcrfeln zwischendurch, dass dem Angliedern der Herde diente. Spielerisch h\u00e4lt sich diese \u00c4nderung in Grenzen, regeltechnisch ist es sicher eine Vereinfachung. Und die ist sinnvoll, richtig sich das Spiel doch in erster Linie an Familien. Sicherlich eine gute Entscheidung war es die tollen Figuren des Urspieles zu behalten und den Rest des Materials in entsprechender Qualit\u00e4t zu produzieren \u2013 Das Material der Fragorausgabe war abgesehen von den Figuren n\u00e4mlich nur von besserer Prototypenqualit\u00e4t. <\/p>\n<p>Tja, eines ist sicher: Ein Spitzenspiel ist Shear Panic in jedem Falle nicht. Ohne die Figuren w\u00e4re es sicherlich untergegangen, aber dass hei\u00dft nicht, dass das Spiel keine Daseinsberechtigung h\u00e4tte. Es ist solide Familienspielkost. Und da die Figuren nun einmal da sind und die wirklich dazu geeignet sind, Wenigspieler auf das Spiel aufmerksam zu machen, lohnt sich der Blick allemal. Denn Spiele, die sich wirklich dazu eignen neue Spieler heranzuz\u00fcchten gibt es viel zu wenige. Und jetzt gibt es eines mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Fragor Games \/ Zoch-Spiele Autor: Gordon und Fraser Lamont Spieleranzahl: 3-4 (Zoch-Ausgabe auch 2) Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: 30 &#8211; 40 Minuten Die Messeschau auf Spielbox.de und auf Boardgamenews.com war ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr kleine Verlage: Mit ihrer Hilfe wurden die Spieler auf Kleinode aufmerksam, an denen sie sonst vorbeigegangen w\u00e4ren. 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