{"id":17765,"date":"2018-10-14T22:42:28","date_gmt":"2018-10-14T20:42:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=17765"},"modified":"2018-10-15T08:16:54","modified_gmt":"2018-10-15T06:16:54","slug":"sunflower-valley","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/sunflower-valley\/","title":{"rendered":"Sunflower Valley"},"content":{"rendered":"<p>Verlag: Hobby World<br \/>\nAutor: Wouter van Strien<br \/>\nSpieleranzahl: 2-5<br \/>\nAlter: ab 8 Jahren<br \/>\nSpieldauer: 45-60 Minuten, 30 Minuten sind auch durchaus drin, wenn Rahmenbedingungen (Mitspielerzahl und -verhalten) stimmen<\/p>\n<p>\u201eRoll and Write\u201c-Spiele sind ja gerade schwer in Mode. So schwer, dass ich das Genre hier mal nicht n\u00e4her definieren will, sondern davon ausgehe, dass der Leser schon eine grobe Ahnung davon hat, worum es geht. Tipp: Der Name des Genres ist Programm.<\/p>\n<p>Woran das pl\u00f6tzliche Interesse liegt? Das ist doch wirklich kein neues Genre? Ich kann nur mutma\u00dfen, aber ich nehme an, das Prinzip, das jeder etwas f\u00fcr sich aufbaut &#8211; und das relativ unabh\u00e4ngig von den anderen, spricht den Eurogamer einfach an. Hinzu kommt ein oft cleverer Mechanismus, statt \u00fcberbordene Komplexit\u00e4t, wie sie Eurogames der zweiten und dritten Generation oft bieten. Roll and Writes, sind quasi dichter an den originalen Eurogames, als die modernen Eurogames. Dass die Interaktion geringer ist, ist eher\u00a0gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p><em>Sunflower Valley<\/em> ist in diesem Sinne nun ein sehr typischer Vertreter:<\/p>\n<p>Es ist nicht schlecht, denn es hat eine sehr gelungene Optik, man darf s\u00fc\u00dfe Schafe malen und es hat einen halbweg originellen Kniff: Reihum w\u00e4hlt jeder einen <em>W\u00fcrfel<\/em> aus und kombiniert diesen mit einer <em>Farbe<\/em>. Das Symbol des W\u00fcrfel bestimmt dann was gemalt werden darf und die Farbe wo. Dabei darf jede Farbe wie jeder W\u00fcrfel nur einmal pro Runde genutzt werden &#8211; egal von wem. Man nimmt sich also gegenseitig etwas weg. Allerdings nimmt man sich meistens das, was man braucht &#8211; wie oben geschrieben liegt das Optimieren der eigenen Auslage dem Durchschnittspieler n\u00e4her als das potentielle Zerst\u00f6ren der gegnerischen Auslage. Gemalt werden Eisenbahnen (die sollten H\u00e4user verbinden) und Schafe (die man mit H\u00e4usern paaren sollte) und nat\u00fcrlich Sonnenblumen (m\u00f6glichst bei den Bergen und konzentriert auf eine Farbe, da es dort eine Mehrheitenwertung gibt).<\/p>\n<p>Man puzzelt also ein bisschen und hofft ein bisschen auf bestimmte zuk\u00fcnftige W\u00fcrfelergebnisse und dass die Mitspieler einen die Farbe lassen, die man unbedingt bebauen m\u00f6chte, wie das bei einem guten Roll and Write sein soll. Und ein gutes Roll and Write ist <em>Sunflower Valley<\/em> mit Sicherheit.<\/p>\n<p>Aber kein gro\u00dfartiges.<\/p>\n<p>Vor drei Jahren w\u00e4re <em>Sunflower Valley<\/em> noch etwas besonderes gewesen. Vor drei Jahren w\u00e4re ich selbst <em>Sunflower Valley<\/em> wohl gegen\u00fcber weniger kritisch gewesen. Aber heute sind Roll and Writes-Spiele gerade schwer in Mode, mittlerweile kommen fast st\u00fcndlich weitere Vertreter auf den Markt und viele sind einfach besser als <em>Sunflower Valley<\/em>.<\/p>\n<p>Das Spielgef\u00fchl von <em>Sunflower Valley<\/em> unterscheidet sich nicht gro\u00dfartig von dem von anderen Vertretern dieses Genres. Eine Partie f\u00fchlt sich daher irgendwie herk\u00f6mmlich an. F\u00fcr ein taktisches Spiel \u00e1 la <em>Ganz sch\u00f6n Clever <\/em>h\u00e4ngt zu viel von den W\u00fcrfeln ab &#8211; wenn keine Schafe gew\u00fcrfelt werden, kann keiner welche nehmen. Gegen Ende einer Partie passen sowieso nur noch wenige W\u00fcrfel und der Entscheidungsraum nimmt damit stark ab &#8211; das ist bei anderen RnWs auch so, aber bei den Spitzen des Genres weniger als hier.<\/p>\n<p>Ein weiteres Charakteristikum von Roll n Writes ist das sie mal schnell runtergespielt werden k\u00f6nnen. Die Spieldauer von Sunflower Valley liegt nun h\u00f6her als bei anderen Vertretern. Die Wertung ist nicht so einfach wie sie sein k\u00f6nnte (Prinzipiell m\u00fcssen Schafe und H\u00e4user gepaart werden, aber wie das geschieht ist etwas hakelig zu erkl\u00e4ren &#8211; so hakelig, dass die Regel empfiehlt, die Regel zu vereinfachen, wenn Kinder mitspielen). Und letztlich &#8211; und das ist zugegebenerma\u00dfen schon fast Rosinenpicken &#8211; ist die Schachtel recht gro\u00df. Das ist durch verschiedene Spielpl\u00e4ne durchaus zu rechtfertigen, verringert aber den \u201eReisefaktor\u201c des Spiels.<\/p>\n<p>Die Kritikpunkte sind alle keine \u201eDealbreaker\u201c. <em>Sunflower Valley<\/em> ist, wie eben erw\u00e4hnt, kein schlechtes Spiel. Wer Roll and Writes mag, wird auch dieses m\u00f6gen. Es schwimmt f\u00fcr meinen Geschmack aber ein bisschen zu sehr im Mittelfeld des Genres.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Hobby World Autor: Wouter van Strien Spieleranzahl: 2-5 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: 45-60 Minuten, 30 Minuten sind auch durchaus drin, wenn Rahmenbedingungen (Mitspielerzahl und -verhalten) stimmen \u201eRoll and Write\u201c-Spiele sind ja gerade schwer in Mode. 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